#1  (Permalink
Alt 29.11.2019, 10:57
kammann kammann ist offline
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Standard Ortskabel nach Ausbau an zwei unterschiedlichen MSANs mit Vectoring angeschlossen?

In unserem Ort baut die Telekom seit einem Jahr aus. Ursprünglich gab es einen zentralen outdoor DSLAM/MSAN und nun wurden zunächst einige KVZs errichtet und diese dann zu MSANs erweitert.

Seit letzter Woche sind diese MSANs nun in Betrieb und bei den angeschlossenen Teilnehmern zeigt sich ein uneinheitliches Bild: Kunden, die ihren VDSL-Anschluss direkt bei der Telekom gebucht haben, wurden automatisch auf die neuen MSANs migriert und erhalten nun entsprechend ihres Tarifs VDSL50 oder VDSL100. Kunden von o2/1&1/vodafone, die über ihre Anbieter an einem Bitstream Anschluss der Telekom hängen blieben aber am zentralen MSAN im Ort. Nach Aussage der Telekom sei das normal, die anderen Anbieter müssten Wechselaufträge stellen, damit die damals von der Telekom bereitgestellten "Rückfallprodukte" (zumeist VDSL25 oder VDSL16 statt der bestellten VDSL50) auf die neuen MSANs migriert werden (die Telekom verdient wohl an den Wechselaufträgen...).

In meinem Fall (1&1 DSL50 mit Rückfall auf VDSL25) scheint das zu klappen, als Umschaltermin ist "wegen fehlender Kapazitäten bei der Telekom" für Mitte Dezember betätigt worden. Nachbarn bei o2 und vodafone haben weniger Glück, da diese Anbieter offenbar ihre Datenbanken für die Verfügbarkeit nicht so schnell aktualisieren und sich weigern, einen Auftrag bei der Telekom einzustellen, wenn die Verfügbarkeit weiterhin bei nur VDSL25 oder gar ADSL liegt.

Rein technisch bedeutet das aber, dass aktuell auf den Ortskabeln Signale von zwei unterschiedlichen MSANs liegen und ich dachte, dass dies bei Vectoring nicht sein darf? In meiner Straße liegt definitv nur ein Kabel der Telekom und meine Nachbarn links und rechts haben seit letzter Woche VDSL50 (bei 200m Leitungslänge), während weitere Nachbarn und ich noch VDSL25 (bei 700m Leitungslänge) haben.

Ist das ein "normales" Vorgehen der Telekom beim Ausbau? Interessant fand ich auch das Vorgehen beim Aufbau "meines" neuen MSANs (ca. 200m entfernt): Erst wurde die Straße aufgegraben und ein KVz-Gehäuse gesetzt, dann hat das Bayernwerk 3 Monate später einen Stromanschluss gelegt und dabei die Straße auf 200m Länge aufgegraben und wieder verschlossen. Dann kam die Telekom und hat Kupferleitungen zwischen KvZ und existierendem MSAN ausgetauscht, wieder 300m Straße aufgerissen und verschlossen - angeblich waren das Reparaturarbeiten. Nun stand also ein neuer KVz mit Strom und neuen Kupferleitungen - aber ohne GF-Anschluss. Dieser wurde dann nochmals 3 Monate später verlegt, und die Straße wurde ein 3. Mal aufgerissen und wieder geteert. Dann kam das MSAN-Gehäuse samt Innenleben. Danach wurde nochmals die Straße aufgegraben, um Kupferkabel von der anderen Straßenseite in den neuen KVZ bzw jetzt MSAN "umzulegen". Im Logfile meiner Fritzbox lässt sich jeder Schritt gut nachvollziehen, da es jeweils zu 1-stündigen Unterbrechung der DSL-Verbindung kam und anschließend war die Dämpfung der Leitung um 1dB angestiegen (was die Fritzbox in einer etwas längere Leitung umrechnet). Betrachtet man den Gesamtaufwand für diese Maßnahme, so hätte man locker GF in jedes Haus legen können, das entlang der mehrfach aufgegrabenen Straßen lag...

DSL-Information meiner Fritzbox:
https://drive.google.com/open?id=14g...3ro26bEubHkfJh
https://drive.google.com/open?id=1OT...Z-ULnXlJXKXsA9
https://drive.google.com/open?id=1zJ...MQmEE0i6eRWgmC
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Alt 29.11.2019, 11:08
eifelman eifelman ist offline
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Nein, das ist nicht normal. Bei Vectoring müssen alle Anschlüsse auf den neuen MSAN migriert werden - auch die Reseller.
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Alt 29.11.2019, 12:37
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rezzler rezzler ist offline
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Zitat:
Zitat von kammann Beitrag anzeigen
Ist das ein "normales" Vorgehen der Telekom beim Ausbau? Interessant fand ich auch das Vorgehen beim Aufbau "meines" neuen MSANs (ca. 200m entfernt)(...)
Ich kenne es so, das Gf und Kupfer vom selben Sub erledigt werden, der natürlich auch ein Interesse daran hat, den Aufwand gering zu halten. Zumal bei Beginn der Arbeiten ja ein Plan feststehen sollte, wie es am Ende auszusehen hat.

Andererseits gibt es oft genug ziemlich absurde Situationen, wo man sich nur an den Kopf greifen kann. Und nicht immer ist die Telekom daran schuld
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Ist schon irgendwie krass

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Alt 29.11.2019, 16:34
Chris Machold Chris Machold ist offline
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Standard AW: Ortskabel nach Ausbau an zwei unterschiedlichen MSANs mit Vectoring angeschlossen

Aber es gibt nur eine aktive Technik vor Ort oder? Also Telekom zentral mit MSAN mit Vectoring?

Denn dann hätten alle Anschlüsse umgeschaltet werden müssen.
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Alt 29.11.2019, 17:55
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thom53281 thom53281 ist offline
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Standard AW: Ortskabel nach Ausbau an zwei unterschiedlichen MSANs mit Vectoring angeschlossen

Wenn es bereits Anschlüsse am neuen MSAN gibt, dann wurde das hier imho falsch gebaut. Es müssen alle Anschlüsse auf den neuen Standort migriert werden, sonst stören sich die Anschlüsse gegenseitig. Das hat nichts damit zu tun, wer bei welchem Anbieter ist (solange keine TAL). Leider ist mir sowas auch bereits untergekommen, wenn mal irgendwo jemand leider nicht mitdenkt und dann einfach nur einen Teil der Anschlüsse migriert. Das müsste sich auf jeden Fall mal jemand anschauen, der die entsprechenden Zugriffe hat (Andreas Wilke?).

Auch kann es vorkommen, wenn es z. B. zu einem Anschluss eine aktive Kündigung gibt, dass er in den Systemen blockiert ist und daher nicht migriert werden kann. Gibt es zu den Problemanschlüssen eine Kündigung?
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  #6  (Permalink
Alt 29.11.2019, 22:56
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Marküs Marküs ist offline
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Standard AW: Ortskabel nach Ausbau an zwei unterschiedlichen MSANs mit Vectoring angeschlossen

Das Gleiche passierte bei meinen Eltern. Sieh dir Mal den Thread: VDSL - niedriger Upload an.
Das Problem besteht nun schon seit 2 Monaten.
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  #7  (Permalink
Alt 30.11.2019, 09:47
Chris Machold Chris Machold ist offline
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Standard AW: Ortskabel nach Ausbau an zwei unterschiedlichen MSANs mit Vectoring angeschlossen

Zitat:
Zitat von thom53281 Beitrag anzeigen
Auch kann es vorkommen, wenn es z. B. zu einem Anschluss eine aktive Kündigung gibt, dass er in den Systemen blockiert ist und daher nicht migriert werden kann. Gibt es zu den Problemanschlüssen eine Kündigung?
Nein das ist kein Problem mehr, auch solche Anschlüsse kann man heute umschalten, es sei denn die Kündigung ist in den nächsten Tagen, dann lohnt die Umschaltung auch nicht mehr. Aber du hast recht, wenn müssen alle Anschlüsse rüber auf den neuen MSAN umgeschaltet werden.
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