#1  (Permalink
Alt 16.02.2018, 14:24
ednax ednax ist offline
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Beitrag Rufnummer/Vertrag nach Todesfall übernehmen

Hallo Zusammen,

ich lebe seit einigen Jahren im Haus meiner Großmutter und vor kurzem ist sie leider verstorben.

Nun weiß ich nicht genau, wie ich mit dem Telefonanschluss verfahren soll/kann. Ich hoffe, ihr könnt mir hierbei etwas helfen.

Hier ist der aktuelle Stand:
Im Haus sind derzeit zwei Telefonanschlüsse, bei zwei verschiedenen Anbietern.
Der erste (bei Schlau.com) läuft auf ihren Namen, und der zweite (telekom) läuft auf meinen Namen.
Der Anschluss bei schlau.com (nur analog-telefon) hat eine 4-wochen Kündigungsfrist und gibt es so nicht mehr.
An der Hotline hat man mir gesagt, dass ich einen Neuen Vertrag bei schlau.com abschließen kann, und zusammen mit der Sterbeurkunde dann auch die Rufnummer zu dem neuen Vertrag übernehmen kann.
Nun hat aber mein Telekom-Vertrag noch eine 1,5 Jährige Restlaufzeit, und ich möchte ungern zwei Verträge gleichzeitig bezahlen.

Laut Hotline kann ich lediglich kündigen (dann ist die Nummer weg) oder einen Neuvertrag bei schlau.com erstellen.
Ist das so korrekt?
Gibt es nicht vielleicht eine andere Möglichkeit, die Nummer zu behalten, und nur einen Vertrag bezahlen zu müssen?

liebe Grüße
Ednax
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  #2  (Permalink
Alt 17.02.2018, 22:05
Wechsler Wechsler ist offline
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Standard AW: Rufnummer/Vertrag nach Todesfall übernehmen

Bist du Erbe?
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  #3  (Permalink
Alt 18.02.2018, 08:37
cykes cykes ist offline
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Standard AW: Rufnummer/Vertrag nach Todesfall übernehmen

Zitat:
Zitat von ednax Beitrag anzeigen
ich lebe seit einigen Jahren im Haus meiner Großmutter und vor kurzem ist sie leider verstorben.
Mein Beileid.
Zitat:
Zitat von ednax Beitrag anzeigen
Der erste (bei Schlau.com) läuft auf ihren Namen, und der zweite (telekom) läuft auf meinen Namen.
Der Anschluss bei schlau.com (nur analog-telefon) hat eine 4-wochen Kündigungsfrist und gibt es so nicht mehr.
Bist Du Dir sicher, dass die Kündigungsfrist 4 Wochen zum jeweiligen Monatsende beträgt? Aktuelle Tarife (Telefon pur) haben eine Kündigungsfrist von 4 Wochen zum Laufzeitende (12 Monate MVLZ, danach Verlängerung um weitere 12 Monate)?
Zitat:
Zitat von ednax Beitrag anzeigen
An der Hotline hat man mir gesagt, dass ich einen Neuen Vertrag bei schlau.com abschließen kann, und zusammen mit der Sterbeurkunde dann auch die Rufnummer zu dem neuen Vertrag übernehmen kann.
Auch bei schlau.com sollte es einen Prozess zur Anschlussübenahme bei Sterbefall geben, da sollten sich keine neues Vertragsdaten in Bezug auf den gebuchten Tarif ändern (müssen), nur der Vertrags- bzw. Anschlussinhaber sollte geändert werden.
Wenn das mit den 4 Wochen zum Monatsende stimmt kannst Du nach dieser Prozedur die Rufnummer bspw. zu Sipgate portieren lassen und damit bei schlau.com kündigen. Ggf. musst Du aber noch 1 Monat bei schlau.com für den Anschluss (bis zur Kündigung durch bspw. Sipgate) bezahlen. Für die Portierung musst Du Anschlussinhaber und Rechnungsempfänger sein, sonst läuft die Portierung schief.
Im Sipgate Basic Tarif zahlst Du keine monatliche Grunmdgebühr, nur das was Du vertelefonierst wird berechnet, ggf. wird noch eine (einmalige) Portierungsgebühr (seitens schlau.com) fällig.
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  #4  (Permalink
Alt 18.02.2018, 15:35
ednax ednax ist offline
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Standard AW: Rufnummer/Vertrag nach Todesfall übernehmen

Hallo,

Zitat:
Zitat von Wechsler Beitrag anzeigen
Bist du Erbe?
Mein Vater und meine Tante sind direkte Erben - die wohnen aber nicht in diesem Haus und haben weder interesse an der Nummer, noch an dem Telefonanschluss.

Zitat:
Zitat von cykes Beitrag anzeigen
Mein Beileid.
Danke

Zitat:
Zitat von cykes Beitrag anzeigen
Bist Du Dir sicher, dass die Kündigungsfrist 4 Wochen zum jeweiligen Monatsende beträgt? Aktuelle Tarife (Telefon pur) haben eine Kündigungsfrist von 4 Wochen zum Laufzeitende (12 Monate MVLZ, danach Verlängerung um weitere 12 Monate)?
Ja, den Tarif (Analog Pur) gibt es seit einigen Jahren so nicht mehr.

Zitat:
Zitat von cykes Beitrag anzeigen
Auch bei schlau.com sollte es einen Prozess zur Anschlussübenahme bei Sterbefall geben, da sollten sich keine neues Vertragsdaten in Bezug auf den gebuchten Tarif ändern (müssen), nur der Vertrags- bzw. Anschlussinhaber sollte geändert werden.
Ja, das Problem dabei ist, dass ich den Anschluss nicht mit dem gleichen Tarif übernehmen kann (da es ihn nicht mehr gibt). Ich kann einen Neuvertrag abschließen, und würde (laut Hotline) auch die Nummer bekommen - aber dann hätte ich einen Tarif mit 2 Jahren Laufzeit und somit zwei Telefonanschlüsse obwohl ich ja nur einen benötige.

Im Moment versuche ich es mit einem direkten Wechsel zu Easybell. Laut deren Hotline sollte es klappen.

Gruß
Ednax
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  #5  (Permalink
Alt 18.02.2018, 15:55
Wechsler Wechsler ist offline
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Zitat:
Zitat von ednax Beitrag anzeigen
Mein Vater und meine Tante sind direkte Erben - die wohnen aber nicht in diesem Haus und haben weder interesse an der Nummer, noch an dem Telefonanschluss.
Die Erben haben diesen Telefonvertrag geerbt - sind jetzt also Inhaber des Telefonvertrages und damit auch der zugehörigen Rufnummer. Nur diese sind berechtigt, die fragliche Nummer zu portieren.

Du kannst im Hinblick auf diesen Anschluß gar keine rechtlich gültigen Erklärungen abgeben, denn daß du an der Anschlußadresse wohnst, hat vertraglich keine Bedeutung.
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  #6  (Permalink
Alt 22.02.2018, 04:46
cykes cykes ist offline
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Zitat:
Zitat von ednax Beitrag anzeigen
Ja, das Problem dabei ist, dass ich den Anschluss nicht mit dem gleichen Tarif übernehmen kann (da es ihn nicht mehr gibt). Ich kann einen Neuvertrag abschließen, und würde (laut Hotline) auch die Nummer bekommen - aber dann hätte ich einen Tarif mit 2 Jahren Laufzeit und somit zwei Telefonanschlüsse obwohl ich ja nur einen benötige.
Schon klar, aber wie Wechsler das schon angedeutet hat, kannst Du eigentlich direkt gar keine Änderung am Vertrag vornehmen (Kündigung, Umschreibung, Portierung o.ä.), das muss über die direkten Erben laufen und das auch erst, wenn alle Unterlagen vorliegen.
Da das vermutlich recht umständlich und auch langwierig werden kann, würde ich überlegen, ob ich die Nummer wirklich übernehmen will bzw. diese benötige. Eine einfache Kündigung durch bspw. Deinen Vater mit Vorlage der Sterbeurkunde geht voraussichtlich schneller und problemloser.
Zitat:
Zitat von ednax Beitrag anzeigen
Im Moment versuche ich es mit einem direkten Wechsel zu Easybell. Laut deren Hotline sollte es klappen.
Da erzählt die Hotline von Easybell aber m.E. mutigen Blödsinn, das kann eigentlich nicht funktionieren, da zumindest Dein Name als Anschlussinhaber geändert werden muss. Der Portierungsauftrag wird vermutlich seitens schlau.com (berechtigt) abgelehnt werden.
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  #7  (Permalink
Alt 22.02.2018, 11:29
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Zitat:
Zitat von Wechsler Beitrag anzeigen
Die Erben haben diesen Telefonvertrag geerbt - sind jetzt also Inhaber des Telefonvertrages und damit auch der zugehörigen Rufnummer. Nur diese sind berechtigt, die fragliche Nummer zu portieren.

Du kannst im Hinblick auf diesen Anschluß gar keine rechtlich gültigen Erklärungen abgeben, denn daß du an der Anschlußadresse wohnst, hat vertraglich keine Bedeutung.
Ein Telefonvertrag ist ein Dienstleistungsvertrag, den kann man nicht "erben"! Darum besteht auch keine neue Zahlungsverpflichtung, die nach dem Tode anfängt.
Die Rechtsgrundlage und das alte Vertragsverhältnis erlischt mit Tod!.
Beim Strom ist das auch so, dass Verträge mit dem Tode (oder Wegzug) des Strombeziehers endet. Aber hier gibt es eine kleine Ausnahme: Wenn der Nachfolger (oder neue Mieter) auch nur einmal das Licht einschaltet und etwas "neuen Strom" bezieht, wird er stillschweigend Strombezieher und muss den verbrauchten Strom auch bezahlen, weil Strom quasi zur Grundversorgung gehör und damit ein stillschweigendes neues Vertragsverhältnis zum Standardtarif beginnt.
Beim Telefon ist das was anderes. Aber Tote heben keinen Hörer ab, da wüde es für das TK-Unternehmen etwas schwieriger, den Kostenverursacher zu ermitteln.... Allerdings könnten die TK-Unternehmen versuchen, die bis zum Tode aufgelaufenen Kosten bei den Erben geltend zu machen.
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Alt 22.02.2018, 15:11
Wechsler Wechsler ist offline
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Zitat:
Zitat von Motobear Beitrag anzeigen
Ein Telefonvertrag ist ein Dienstleistungsvertrag, den kann man nicht "erben"! Darum besteht auch keine neue Zahlungsverpflichtung, die nach dem Tode anfängt.
Die Rechtsgrundlage und das alte Vertragsverhältnis erlischt mit Tod!.
Unfug.

https://www.welt.de/finanzen/verbrau...nd-stirbt.html

Zitat:
Auch Dauerschuldverhältnisse wie etwa Handy- oder Telefonverträge sowie Zeitschriftenabonnements laufen weiter. „Das ist ein Problem, denn oft haben gerade alte Leute eine große Zahl von Abonnements“, sagt Renate Janeczek von der Verbraucherzentrale Sachsen. Erben müssen sie fristgerecht kündigen – und solange zahlen. „An die Vertragslaufzeit ist der Erbe gebunden, wenn er denn das Erbe nicht ausschlägt und sich damit seiner Verpflichtungen entledigt“, erläutert Anwalt Bornemann. Bei Verträgen ohne feste Laufzeit beträgt die Kündigungsfrist nach den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) der Telefongesellschaften unabhängig von einer Rechtsnachfolge häufig sechs Wochen.

Bei Verträgen mit festen Laufzeiten – Telefon- und Handyverträge gelten meist für 24 Monate und verlängern sich dann jährlich – sind es oft drei Monate vor Ende der Laufzeit. „Daran ändert auch der Erbfall nichts“, betont Rechtsanwalt Bornemann. Die Erben können nur versuchen, mit dem Anbieter eine außerordentliche Kündigung auszuhandeln. Allerdings hat der dann ein Recht auf Entschädigung – beispielsweise in Höhe der entgangenen Grundgebühr. Um solche Verträge sollten Erben sich möglichst rasch kümmern. Sonst verlängern sie sich womöglich auch nach dem Tod erneut – rechtlich wäre das wirksam.
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Alt 22.02.2018, 15:44
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Mein Mutter ist verstorben, ich weiß es besser.
Guck mal von welchem Datum der Artikel ist.
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Alt 25.02.2018, 09:11
Telefonratgeber Telefonratgeber ist offline
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Danke für diesen Hinweis. Wusste ich gar nicht, dass dies geht.
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