#21  (Permalink
Alt 22.05.2019, 23:05
Kingspring Kingspring ist offline
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Zitat:
Zitat von A1B2C3D4 Beitrag anzeigen
Die Telekom und Vodafone teilen sich in Heilbronn und Würzburg ein MFG.
https://www.heise.de/newsticker/meld...gi=2&hgf=false
Interessant! Das wäre doch ein Lösung. Wird nur keinen der beiden Anbieter interessieren, befürchte ich.

Zitat:
Zitat von phonefux Beitrag anzeigen
Natürlich können Fälle wie dieser hier unterbunden werden, indem derjenige, der zuerst den KVz erschließt, Vectoring baut.
Hätte sich dann tatsächlich die Netcom-BW den KVz unter den Nagel reissen können, wenn die Telekom gar nichts unternommen hätte?
Einfach so? Und die Telekom kann dann nachträglich nichts mehr dagegen tun?
Wenn sich mal auf den TAL ein Problem ergibt, wer kümmert sich dann darum?

Auf jeden Fall ist das hier eine blöde Situation im Ort. Doch egal wen ich aus meinem Bekanntenkreis im Ort angsprochen habe, keiner interessiert sich für 100/40. Die 50/10 sind doch genug...
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  #22  (Permalink
Alt 22.05.2019, 23:20
phonefux phonefux ist offline
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Zitat:
Zitat von Kingspring Beitrag anzeigen
Interessant! Das wäre doch ein Lösung. Wird nur keinen der beiden Anbieter interessieren, befürchte ich.
Nein, das ist keine Lösung für dein Problem. Es bleibt ja bei zwei Anbietern am KVz, nur halt hübsch verpackt in einem Gehäuse. Auch in Heilbronn und Würzburg gibt es an diesen Standorten daher nur max. 50 MBit/s ohne Vectoring.

Zitat:
Zitat von Kingspring Beitrag anzeigen
Hätte sich dann tatsächlich die Netcom-BW den KVz unter den Nagel reissen können, wenn die Telekom gar nichts unternommen hätte?
Einfach so? Und die Telekom kann dann nachträglich nichts mehr dagegen tun?
Genau. Wer über die Vectoringliste einen KVz reserviert, darf (und muss) ausbauen. Egal ob Telekom oder ein Wettbewerber. Das haben offensichtlich beide Anbieter in deinem Fall versäumt. Bei Vectoring muss der ausbauende Anbieter ja immer Bitstream Access anbieten, da kann sich die Telekom dann einmieten. Bei großen Wettbewerbern macht sie das ja auch (z.B. EWE, Netcologne).

Zitat:
Zitat von Kingspring Beitrag anzeigen
Wenn sich mal auf den TAL ein Problem ergibt, wer kümmert sich dann darum?
Die KVz-TAL ist dann von der Telekom gemietet und die kümmert sich bei Problemen.

Zitat:
Zitat von Kingspring Beitrag anzeigen
Auf jeden Fall ist das hier eine blöde Situation im Ort. Doch egal wen ich aus meinem Bekanntenkreis im Ort angsprochen habe, keiner interessiert sich für 100/40. Die 50/10 sind doch genug...
Ja, wie ich eingangs sagte, da müsste der Nachfragedruck noch sehr viel größer werden, damit sich die Anbieter da zusammentun.
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  #23  (Permalink
Alt 22.05.2019, 23:41
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Ah ja, verstanden! Die sind zwar in einem Gehäuse, aber jeweils autark.
Der Heise-Artikel war ja auch von 2009, da gab's noch gar kein Vectoring.

"Bitstream Access" sagte mir bis gerade eben gar nichts
Nach ein wenig Lesen frage ich mich, ob dann nicht doch z.B. die Telekom Vectoring anbieten könnte und die Netcom-BW über Bitstream Access auch auf die TAL könnte. Aber so einfach ist es sicher nicht, oder?
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  #24  (Permalink
Alt 22.05.2019, 23:45
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Doch, natürlich. Aber dann müssen die pro Monat und Anschluss deutlich mehr bezahlen als jetzt mit der KVz-TAL-Miete und die wollen jetzt natürlich ihre (noch recht neue) eigene Technik nutzen. Hätte man sich vorher überlegen sollen. Im Jahr 2018 noch KVz doppelt zu erschließen bis max. 50 MBit/s ist schon bescheuert.
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  #25  (Permalink
Alt 23.05.2019, 00:02
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Vielen Dank für die guten Erklärungen! In den letzten Tagen habe ich einiges dazugelernt und verstehe jetzt so ziemlich die Zusammenhänge.
Dann wird hier wohl alles auf längere Zeit so bleiben...
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  #26  (Permalink
Alt 23.05.2019, 08:01
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Zitat:
Zitat von Kingspring Beitrag anzeigen
Im Oktober 2016 wollte die Telekom auf ihre Kosten hier ausbauen, das wurde von der Gemeinde (als einzige im ganzen Landkreis) abgelehnt, ihr Ziel war "Glasfaser bis in jedes Haus zu legen". Ein "Experte" riet, "sich nicht mehr auf Kupfer zu stützen".
Zitat:
Zitat von Kingspring Beitrag anzeigen
Der Bürgermeister wollte von der Telekom unabhängig sein und ein "eigenes" Netz aufbauen, die Netcom-BW ist da eingestiegen. Kostet bei weniger Leistung (nur zwei Rufnummern, kein IPv4) einige Euro mehr.
Also da sind sie nun wirklich selbst schuld. Würde das sogar als eine astreine Verschwendung von Steuergeldern bezeichnen, wenn die Telekom einen kostenfreien Eigenausbau(!) macht und man diesen nicht akzeptiert. Vor allem wenn zum Schluss nun doch durch Netcom wieder nur FTTC (weit entfernt von Glasfaser in's Haus) herauskommt und nun insgesamt alle dadurch weniger erhalten (da kein Vectoring möglich). Würde dem Bürgermeister und dem selbsternannten Experten meine Meinung geigen.
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  #27  (Permalink
Alt 23.05.2019, 08:20
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Sehe ich nicht so. Die Gemeinde kann weder den FTTC-Ausbau der Telekom (hat sie ja im Endeffekt auch nicht) noch den Eintrag in die Vectoringliste verhindern. Dass die Telekom hier keine Vectoring-Versorgung gebaut hat, kann also nicht an komischen Ansichten des Bürgermeisters liegen.
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  #28  (Permalink
Alt 23.05.2019, 08:51
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Die Netcom konnte nur einen Parallelausbau machen, weil:
Zitat:
Zitat von Kingspring Beitrag anzeigen
Ein Jahr lang wurden dann von der Gemeinde Leerrohre bis in die Nähe der Telekom-KVz verbuddelt.
Vermutlich wurde die Kollokation beantragt, bevor die Telekom die KVz in der Vectoringliste reserviert hat. Genauso kann man sich nämlich auch andersherum fragen: Warum hat denn die Netcom die KVz nicht in der Vectoringliste reserviert?
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  #29  (Permalink
Alt 23.05.2019, 09:01
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Zitat:
Zitat von thom53281 Beitrag anzeigen
Die Netcom konnte nur einen Parallelausbau machen, weil:
Ja, da hast du recht, eigenwirtschaftlich hätte sie das vermutlich nicht gemacht.

Zitat:
Zitat von thom53281 Beitrag anzeigen
Vermutlich wurde die Kollokation beantragt, bevor die Telekom die KVz in der Vectoringliste reserviert hat.
Das verstehe ich nicht. Wieso verhindert eine beantragte Kollokation den Eintrag in die Vectoringliste durch die BNetzA? Da gilt doch Windhundprinzip. Wer zuerst einträgt, gewinnt. Nicht wer zuerst irgendwelche Schritte zum Ausbau macht. Die Chronologie war doch wie berichtet so, dass die Telekom schon 2016 ausbauen wollte. Erst danach wurde die Gemeinde tätig. 2016 hätte die Telekom doch eintragen können.

Zitat:
Zitat von thom53281 Beitrag anzeigen
Genauso kann man sich nämlich auch andersherum fragen: Warum hat denn die Netcom die KVz nicht in der Vectoringliste reserviert?
Da die erst 2018 ins Boot kamen, war ich davon ausgegangen, dass zu dem Zeitpunkt schon die Telekom ausgebaut hatte. Klar, wenn die schon zwei Jahre in der Planung waren, hätte sie direkt Vectoring planen und eintragen sollen.
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  #30  (Permalink
Alt 23.05.2019, 09:10
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Du kannst Vectoring nur reservieren, wenn es keinen anderen Anbieter gibt, der an dem Einspeisepunkt bereits mit VDSL einspeist. Hat die Netcom also eine Einspeisung mit VDSL bereits beantragt, dürfte es Essig mit Vectoring sein. Allerdings bin ich auch nicht der Experte, was diese Thematik betrifft.

Vermutlich war das eher sogar ein Verschulden der Netcom, dass sie zwar die Einspeisung am KVz beantragt haben, ohne aber Vectoring zu reservieren (da dann ja eine Frist gilt, bis zu der der KVz zu erschließen ist - vielleicht sogar ein wenig Absicht dahinter). Könnte mir daher sogar leicht vorstellen, dass da die Telekom dann in den Vectoring-Ausbau der Netcom "reingebombt" hat, indem sie ihren lange davor angekündigten Plan nun auch umgesetzt haben. Netcom dachte wohl, dass die Telekom nicht mehr ausbaut, wenn sie kein Vectoring einsetzen darf.

Ansonsten waren die ersten Baumaßnahmen der Netcom 2018 sichtbar. Was da im Vorfeld im Hintergrund bereits alles gelaufen ist, kann man wohl schlecht sagen. Die Rohre der Gemeinde wurden ja auch nicht 2018 gelegt sondern früher. Und die machen das sehr wahrscheinlich auch nicht, ohne bereits einen Betreiber im Hinterkopf zu haben, der sagt, wo und wie er die Rohre braucht.
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