#21  (Permalink
Alt 05.06.2021, 14:49
user375 user375 ist offline
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Wenn ich mal mit folgenden Parametern rechne, komme ich auf folgende Widerstandswerte:

Angenommene Länge im MFG: 3 m (das dürfte mehr als genügend sein), bei 20°C und 0,5 mm² ergibt das einen Widerstand von 0,1 Ohm. Bei 100°C sind es 0,032 Ohm mehr.

Betrachtet man dagegen eine Leitung mit gleichem Querschnitt und 260 m Länge, ergeben sich bei 14°C ca. 8,7 Ohm und bei 20°C ca. 8,9 Ohm.

Verglichen mit den 0,032 Ohm mehr bei 100°C im MFG scheint mir das doch ziemlich irrelevant zu sein bei insgesamt 8,9 Ohm (da macht das MFG in Sachen Kabel gerade mal ~ 0,4% aus). Und die Steigerung auf 20°C bei 260 m Länge sind gerade mal 2,4% (würde einem ca. 7 m längeren Kabel entsprechen).

Ok - die Betrachtung basiert jetzt auf Gleichstrom - ich denke aber, dass sich die Verhältnisse hinsichtlich des Einflusses Kabel im MFG vs. restlicher Kabellänge beim hochfrequenten Wechselstrom nicht so extrem verändern werden.
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  #22  (Permalink
Alt 05.06.2021, 16:08
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Zitat:
Zitat von user375 Beitrag anzeigen
Ok - die Betrachtung basiert jetzt auf Gleichstrom - ich denke aber, dass sich die Verhältnisse hinsichtlich des Einflusses Kabel im MFG vs. restlicher Kabellänge beim hochfrequenten Wechselstrom nicht so extrem verändern werden.
Die spannende Frage wäre noch, wie sich der Mix aus unterschiedlichen Temperaturen auf dem Leitungsweg auswirkt. Spontan würde ich vermuten, dass dadurch das Signal verzerrt wird.

Ändert sich mit der Temperatur nicht auch die Lichtgeschwindigkeit im Leiter? Dann wäre ein vielleicht interessantes Experiment, Schallwellen (Sprache) durch eine Luft -> Helium -> Luft Strecke zu schicken. Was kommt dabei eigentlich heraus...?
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  #23  (Permalink
Alt 05.06.2021, 18:37
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Zitat:
Zitat von user375 Beitrag anzeigen
Angenommene Länge im MFG: 3 m (das dürfte mehr als genügend sein), bei 20°C und 0,5 mm² ergibt das einen Widerstand von 0,1 Ohm. Bei 100°C sind es 0,032 Ohm mehr.
Naja, die 3m sind in etwa die Länge der vorkonfektionierten Kabel von der LC bis zum EVs. Dann noch der Schaltdraht und das Stück Kabel bis in den Sockel.

Ob das jetzt den Kohl fett macht ist ne andere Frage

Zitat:
Zitat von user375 Beitrag anzeigen
Ok - die Betrachtung basiert jetzt auf Gleichstrom - ich denke aber, dass sich die Verhältnisse hinsichtlich des Einflusses Kabel im MFG vs. restlicher Kabellänge beim hochfrequenten Wechselstrom nicht so extrem verändern werden.
Ich bin kein HF-Spezi, hab aber schon öfters gelesen, das HF recht eigene Gesetze hat
__________________
"Mehr als 80 Prozent der Anschlüsse im Projektgebiet werden nach Ende der Maßnahme (Ende 2024) mit 100 Mbit/s oder mehr versorgt." (LK SLF-RU)

Also Ende 2024 noch knapp 20% der Anschlüsse unter 100 MBit/s. Geil.
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  #24  (Permalink
Alt 06.06.2021, 01:07
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Zitat:
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Die Übergänge an sich würd ich (ohne Erfahrung bei CuDA-Störungen) da als das zweitgrößte Problem sehen nach der eigentlichen Linecard.
Das ist defintiv ein weiteres Problem nach der aktiven Komponente.

Die aktive Technik hat aber defintiv mehr mit den inzwischen immer höher werdenden Temperaturen zu kämpfen, und steigt auch i.d.R als erstes aus.

Es gibt grade bei CobiNET Schaltblöcken (aber auch bei Quante SID) öfters mal das Problem das der Kunstoff der ja gewissermaßen auch die LSA-Klemmen festhält bei Temperaten ab 40°C oder höher die Steifigkeit verliert,
und plötzlich entstehen hohe Übergangswiderstände oder sogar komplette Unterbrechnungen, das ganze tritt zwar nicht unbedingt auf jeder Doppelader auf,
oder eben auf Doppeladern die schlecht Kontaktiert wurden oder an Kontaktierungen die besonders oft Beschaltet wurden oder über die verschleißgrenze hinaus beschaltet wurden, also ausgeleiert sind.

Das wurde Live bei einem Netzbetreiber an mehreren besonders Hitze-betroffenen Standorten Analysiert, weil es dort immer wieder zu galvanischen Unterbrechungen gekommen ist die völlig von alleine (bei Abkühlung) wieder von alleine verschwunden sind.

llk
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  #25  (Permalink
Alt 06.06.2021, 10:27
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Zitat:
Zitat von llk Beitrag anzeigen
Es gibt grade bei CobiNET Schaltblöcken (aber auch bei Quante SID) öfters mal das Problem das der Kunstoff der ja gewissermaßen auch die LSA-Klemmen festhält bei Temperaten ab 40°C oder höher die Steifigkeit verliert,
und plötzlich entstehen hohe Übergangswiderstände oder sogar komplette Unterbrechnungen, das ganze tritt zwar nicht unbedingt auf jeder Doppelader auf,
oder eben auf Doppeladern die schlecht Kontaktiert wurden oder an Kontaktierungen die besonders oft Beschaltet wurden oder über die verschleißgrenze hinaus beschaltet wurden, also ausgeleiert sind.
Ich hätte jetzt eher gedacht, das das Problem dann in der Bewegung (Ausdehnung/Schrumpfen) der verschiedenen Metalle liegen wird, aber das ist natürlich auch ein nettes Fehlerbild
__________________
"Mehr als 80 Prozent der Anschlüsse im Projektgebiet werden nach Ende der Maßnahme (Ende 2024) mit 100 Mbit/s oder mehr versorgt." (LK SLF-RU)

Also Ende 2024 noch knapp 20% der Anschlüsse unter 100 MBit/s. Geil.
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  #26  (Permalink
Alt 06.06.2021, 16:18
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Zitat:
Zitat von rezzler Beitrag anzeigen
Ich hätte jetzt eher gedacht, das das Problem dann in der Bewegung (Ausdehnung/Schrumpfen) der verschiedenen Metalle liegen wird
Das wird mit Sicherheit auch eine Rolle spielen, auffällig war in allen Situationen das der Kunstoff wirklich weich und wabbelig geworden ist.

Der genaue Aufbau von so einem LSA+ Schaltblock ist mir auch nicht zur 100% bekannt, zumindest nicht in wie fern die Steifigkeit vom Kunstoff für den korreten halt und gegendruck der LSA+ klemme selbst eine Rolle spielt.

Fakt ist, dieses Phänomen was ich beschrieben habe, tritt manchmal auf.

llk
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  #27  (Permalink
Alt 06.06.2021, 16:23
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Zitat:
Zitat von llk Beitrag anzeigen
Das wird mit Sicherheit auch eine Rolle spielen, auffällig war in allen Situationen das der Kunstoff wirklich weich und wabbelig geworden ist.

Der genaue Aufbau von so einem LSA+ Schaltblock ist mir auch nicht zur 100% bekannt, zumindest nicht in wie fern die Steifigkeit vom Kunstoff für den korreten halt und gegendruck der LSA+ klemme selbst eine Rolle spielt.

Fakt ist, dieses Phänomen was ich beschrieben habe, tritt manchmal auf.

llk
Sind BEIDE LSA-Schneidklemmen zusammen ein stück Metall quasi U-Form? oder werden sie nur durch den Kunststoff gehalten?
Kann man hier leider nicht genau sehen...

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Alt 06.06.2021, 16:25
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Zitat:
Zitat von kid-rox Beitrag anzeigen
Sind BEIDE LSA-Schneidklemmen zusammen ein stück Metall quasi U-Form? oder werden sie nur durch den Kunststoff gehalten?
Kann man hier leider nicht genau sehen...
Das ist nämlich genau das, was ich eben nicht weiß

Es ist ja sichtbar, das es zwei gegenläufige Schneidklemmen sind ob diese aber an der Rückseite aus einem Stück bestehen, k.A
Da die galvanische Verbindung ja zur Rückseite/Kabelseite herstgestellt wird, gehe ich mal stark davon aus das dem auch so sein wird.

Ich glaube aber trotzdem das der Seitenhalt durch den Kunstoff auch mit eine entscheidene Rolle spielen wird.

llk

Geändert von llk (06.06.2021 um 16:27 Uhr) Grund: Nachtrag
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  #29  (Permalink
Alt 06.06.2021, 16:26
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Zitat:
Zitat von llk Beitrag anzeigen
Das ist nämlich genau das, was ich eben nicht weiß

Es ist ja sichtbar, das es zwei gegenläufige Schneidklemmen sind ob diese aber an der Rückseite aus einem Stück bestehen, k.A

llk
irgendwo habe ich noch nen alten halb zerstörten APL mal sehen ob ich ihn finde...
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Alt 06.06.2021, 20:47
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Die Schneidklemmen sind ein einzelnes Stück Metall. Trotzdem ist für einen zu 100% sauberen Kontakt der Kunststoff genauso relevant wie die Adernisolierung. Ich hab auch schon genug Kontaktfehler behoben, wo Leute meinten, man müsse den Schaltdraht abisolieren, bevor man ihn in die Kontakte drückt.
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