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Alt 02.04.2006, 18:06
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Standard Aktienfonds - worauf sollte man achten?

Hat hier jemand Plan, worauf man achten sollte, wenn man in Aktienfonds investieren möchte? Gibt es vielleicht einige Anhaltspunkte, die man auch als Laie erkennen kann und bei denen man besser nicht oder gerade doch in diesen oder jenen Aktienfond einzahlen sollte? Dass das Geschäft mit Aktien grundsätzlich risikobehaftet ist, ist mir schon klar. Aber vielleicht gibt es Anfängerfehler, die man leicht vermeiden kann. Vielen Dank schon mal für die Tipps & Tricks ...
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Alt 02.04.2006, 19:24
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Standard AW: Aktienfonds - worauf sollte man achten?

Zuerst solltest Du Dir überlegen, wie Du Dein Geld anlegen willst. Klassisch ist die Aufteilung in Aktien- und Rentenfonds, wahlweise angereichert durch Zertifikate oder Optionsscheine. Wenn Du das weißt, kommt der nächste Schritt: Die Auswahl der Fonds.

Du Sprichst hier speziell Aktienfonds an. Aktienfonds gibt es wie Sand am Meer. Jede Spezialität ist vertreten.

Mein Tip: Überlege Dir, in was Du investieren möchtest: weltweite Aktienfonds, regionale Fonds, Branchenfonds, Themenfonds, Dachfonds, Indexfonds, Hedgefonds ...

Wenn Du generell weißt, wie Du investieren willst, suche Dir die Fonds dazu aus. Ein guter Ratschlag ist der Blick auf www.finanztest.de. Finanztest veröffentlich regelmäßig Langzeittests von Fonds aller wichtigen Gruppen. Anders als Stichtagsdaten, die in die Irren führen können, benutzt die StiWa ein rotierendes System gegeneinander verschobener Zeiträume. Dies bildet die Qualität eines Fonds über einen längeren Zeitraum zuverlässig ab.

Beachten solltest Du auch die Kosten. Für längere Anlagefrsiten (ungefähr ab zehn bis zwölf Jahren) lohnen sich Fonds mit einem Aufgabeaufschlag. Diese haben geringere regelmäßige Kosten, verlangen dafür aber eine einmalige Gebühr beim Kauf, die irgendwo zwischen 1-6 % liegt. Um diesen Betrag ist der Rücknahmepreis der Anteile geringer als der Kaufpreis. Und um diesen Betrag muß der Fonds steigen, bevor er Gewinn abwirft.

Für kürzere Anlagefristen bis maximal ungefähr zwölf Jahre, solltest Du auch No-Load-Fonds einbeziehen. Diese erheben keine Kaufgebühr, dafür sind die laufenden Kosten höher. Diese siehst Du nicht, da sie intern anfallen und „nur“ die jährliche Rendite drücken. Übliche Gebühren bewegen sich dabei zwischen 0,5 und 1,8 %. Um diesen Betrag ist die jährliche Rendite niedriger, als ohne diese Kosten. Steigt der Fonds also um 10 % in einem Jahr, hast Du davon nur 8,7 %, wenn die internen Kosten 1,3 % betragen. Dafür ist aber eine Umschichtung in andere Fonds (Switch) oder der Verkauf und Neukauf ohne Ausgabeaufschlag möglich.

Dann brauchst Du ein Depot. Das bietet Dir grundsätzlich jede Bank. Die Kosten sind höchst unterschiedlich. Manchmal wird für jeden Fondskauf/verkauf eine Gebühr verlangt, manchmal sind alle Transaktionen kostenfrei. Zusätzlich fällt meistens eine Depotgebühr an (pro Jahr).

Nur ein Beispiel, was keine Werbung sein soll: Beim UnionDepot der Volks- und Raiffeisenbanken kannst Du fast jeden zugelassenen Fonds handeln. Dies kostet außer dem üblichen Ausgabeaufschlag nichts. Die jährliche Depotgebühr ist pauschal. Bei Fondsmaklern oder vielen Direktbanken erhältst Du zusätzlich Abschläge auf die Ausgabeaufschläge (2,5 % statt 5 % u. ä.). Wichtig ist aber auch immer, ob jeder Kauf/Verkauf Geld kostet, oder wie beim UnionDepot beispielsweise kostenlos ist. Dafür sind dort die Ausgabeaufschläge nicht reduziert.

Wichtig ist auch der Handel nur mit zugelassenen Fonds. Zwar kann man über die Börse oft auch nicht zugelassene Fonds kaufen, aber dies ist steuerlich keine gute Idee. Die vollen Wertsteigerungen sind dann zu versteuern. Bei zugelassenen Fonds sieht das anders aus: Intern im Fonds anfallende Wertsteigerungen sind nicht steuerpflichtig. Und Du als Kunde mußt nur den Gewinn versteuern, wenn er innerhalb der Spekulationsfrist (ein Jahr) angefallen ist.

Ippel
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Alt 02.04.2006, 19:51
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Standard AW: Aktienfonds - worauf sollte man achten?

Das sind ja schon ein paar Infos. Allerdings kann ich jetzt schon sagen, dass es zumindest im Moment nicht um einen spektakulär hohen Betrag geht, und auch in der Laufzeit wollte ich mich erstmal auf ein, höchstens zwei Jahre beschränken.
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  #4  (Permalink
Alt 02.04.2006, 19:59
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Standard AW: Aktienfonds - worauf sollte man achten?

OK, aber willst Du wirklich für nur zwei Jahre in einen Aktienfonds investieren? Die Laufzeit ergibt einen hohen Risikowert.

Für solche kurze Laufzeiten empfehlen sich neben reinen Rentenfonds (hier vielleicht Kurzläufer) auch Mischfonds mit einem hohen Rentenanteil.

Aber wenn Du wirklich in Aktien gehen willst, solltest Du ausnahmslos No-Load-Fonds (also ohne Ausgabeaufschlag) in die engere Wahl nehmen. Eine Depotbank oder -gesellschaft mußt Du Dir schon selbst suchen. Ein Beispiel habe ich Dir ja genannt, aber es gibt ja noch viele andere. In was für einen Aktienfonds Du das Geld anlegen willst, hängt ebenfalls von Dir ab. Wenn Du trotz der kurzen Laufzeit in Aktien investieren willst, bietet ein weltweit anlegender Fonds sicher noch das geringste Risiko bei gleichzeitig guten Chancen auf Rendite. Auch da empfehle ich Dir die Übersicht bei der StiWa.

Ippel
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Alt 02.04.2006, 20:02
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Willst Du einen Sparplan machen oder eine einmalige Anlage? Nicht alle Fonds sind Sparplanfähig und ansonsten liegt die Mindestanlage pro Kauf meist bei 1000 Euro oder mehr.

Ich bevorzuge die Sparplanvariante da die Anlage langfristig sein soll (>> 5 Jahre insgesamt 500 Euro im Monat)
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  #6  (Permalink
Alt 02.04.2006, 20:08
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Standard AW: Aktienfonds - worauf sollte man achten?

Zitat:
Aber wenn Du wirklich in Aktien gehen willst ...
Na ja, das mit den Aktien war nur so eine Idee. Aber ich bin da nicht unbedingt drauf fixiert. Meine Bank z.B. bietet gerade für eine Laufzeit von zwei Jahren eine Verzinsung von 3,15%. Das ist nicht die Welt, aber eben sicher. Mir geht es darum, was ich kurzfristig halbwegs schlau mit etwas Geld anfange, das gerade "über" ist.
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  #7  (Permalink
Alt 02.04.2006, 20:10
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Von wieviel Geld sprechen wir eigentlich falls Du das verraten magst?
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  #8  (Permalink
Alt 02.04.2006, 20:46
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Die Mindestanlage pro Kauf legt normalerweise die Depotbank fest. Ich kann in meinem Depot nahezu alle Fonds ohne einen Mindestanlagebetrag kaufen. Deshalb ist die Auswahl der Depotbank entscheidend.

@ sutadur: Bei nur zwei Jahren hört sich 3,15 % nicht schlecht an. Allerdings ist das Festgeld, an welches Du nicht vorher herankommst. Bei zwei Jahren empfehlen sich bereits Kurzläufer-Rentenfonds, mit einer recht sicheren Rendite bei geringem Risiko. Bei etwas mehr Risiko sind auch Mischfonds mit hohem Rentenanteil eine Alternative.

Andererseits bieten bestimmte Banken bereits 2,8 % bei täglicher Verfügbarkeit.

Wenn also die Verfügbarkeit des Geldes nicht unwichtig ist, würde ich Dir nicht zum Festgeld raten.

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  #9  (Permalink
Alt 02.04.2006, 21:56
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Zitat:
Von wieviel Geld sprechen wir eigentlich falls Du das verraten magst?
Ja, kann ich. Es geht um 3.000 EUR.

Zitat:
Allerdings ist das Festgeld, an welches Du nicht vorher herankommst.
Na ja, rankommen schon, allerdings gibt es dann nur den normalen Zinssatz für Spareinlagen.
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Alt 02.04.2006, 22:23
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Standard AW: Aktienfonds - worauf sollte man achten?

Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. StiWa legt schon bei Rentenfonds eine Anlagedauer von 5 Jahren nahe.
3,15 % Rendite sind mehr als ordentlich, nicht etwa "durchschnittliche Wertentwicklung" oder son Schmu?! Im Zweifelsfall würd ich das Tagesgeld bevorzugen, siehe Thread "Aktuelles Tagesgeld" 4.1.06 ff
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