#1  (Permalink
Alt 17.01.2019, 08:08
Pornstar Pornstar ist offline
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Standard Telekom darf g.fast Anschlüsse abschalten

Es ist ein richtiger Skandal in meinen Augen, als ich gerade die news gelesen habe dachte ich, ich kollabiere.

https://welt.de/wirtschaft/article18...-drosseln.html

Die Bundesnetzagentur hat die Hausverkabelung zum Eigentumrecht der Telekom erklärt. Selbst wenn man nach der Übernahme der Bundespost die Verkabelung erneuert hat gehört sie der Telekom, man darf aber eine zweite Leitung legen, was überhaupt nichts bringt, insofern diese nicht vernünftig abgeschirmt ist. Bundesnetzagentur mit Ihrem Sohn der Telekom, unfassbar dieser Laden, da wird hundert pro geschmiert.

Ab März bekomme ich g. Fast über die Stadtwerke und kann jetzt schon kotzen. Nicht nur, weil das Spektrum entsprechend gedrosselt werden darf, nein, weil trotzdem super vectoring theoretisch gestört wird weil wir nicht die besten Leitungen im Haus haben und die Telekom einfach hingehen könnte und die Abschaltung verlangen kann.

Aber das beste ist, die Telekom schert sich doch einen scheiß um alles was nach APL kommt, unfassbar diese Feststellung der Bundesnetzagentur und bei Problemen mit der Hausverkabelung darf man dann einen Techniker der Telekom fürstlich bezahlen, der dann prüft ob es wirklich an der Hausverkabelung liegt, unfassbar.
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  #2  (Permalink
Alt 17.01.2019, 08:26
sony sony ist offline
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Standard AW: Telekom darf g.fast Anschlüsse abschalten

g.fast ist ja auch nichts ordentliches. nimm direkt ftth.
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  #3  (Permalink
Alt 17.01.2019, 08:34
pufferueberlauf pufferueberlauf ist offline
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Standard AW: Telekom darf g.fast Anschlüsse abschalten

Nicht gleich in Schnappatmung verfallen
Es geht letztlich darum, dass sich g.fast und supervectoring im 0-40 MHz-Breich gegenseitig stören können. Kann verstehen dass die BNetzA da aktiv werden muss. Der g.fast ISP muss lediglich die unteren ~40 MH freihalten und gut ist es, bei g.fast mit 200 MHz sollte das kein echtes Problem darstellen. Und wenn alle Kunden im Haus auf g.fast umgestellt sind einfach Hausnetz vom APL trennen und die 40 MHz sollten wieder für g.fast nutzbar sein. Die Alternative, den FTTB-ISPs zu erlauben die unteren 40 MHz zu stören führt doch nur dazu, dass der Kunde weniger Breitbandalternativen hat.
IMHO ist die beanspruchte Eigentümerschsft des Hausnetzes überwiegend ein juristisches Konstrukt um die BNetzA Entscheidung abzuholen sichern, Mal sehen ob dieses den Kontakt mit einem Gericht unbeschadet übersteht...


Gruss
P.
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  #4  (Permalink
Alt 17.01.2019, 09:16
Neuhier Neuhier ist offline
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Standard AW: Telekom darf g.fast Anschlüsse abschalten

Ist das nicht genau das was jetzt mit DPBO gemacht wird um die alten Anschlüsse zu schützen?
Und wenn der Telekom die Hausverkabelung bis zur ersten TAE gehört, ist also Schluss mit "für Fehler da sind wir nicht zuständig"?
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  #5  (Permalink
Alt 17.01.2019, 09:41
pufferueberlauf pufferueberlauf ist offline
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Standard AW: Telekom darf g.fast Anschlüsse abschalten

Zitat:
Zitat von Neuhier Beitrag anzeigen
Ist das nicht genau das was jetzt mit DPBO gemacht wird um die alten Anschlüsse zu schützen?
IMHO im Prinzip ja, nur ist G.fast halt TDM, also Sendet und Empfaengt im ganzen Frequenzband sequentiell, und damit ist das Stoerpotential auf klassisches <= 35MHz VDSL2 wohl groesser als zwischen VDSL2-Anschluessen, die als FDM ausgelegt sind, d.h. die nutzen unterschiedliche Frequenzbaender simultan fuer Up- und Downstream
Zitat:
Zitat von Neuhier Beitrag anzeigen

Und wenn der Telekom die Hausverkabelung bis zur ersten TAE gehört, ist also Schluss mit "für Fehler da sind wir nicht zuständig"?
Das glaube ich nicht, wie gesagt mein Verdacht ist diese Argumentation dient nicht dazu selber Kontrolle ueber diesen Netzteil zu uebernehmen.

Gruss
P.
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  #6  (Permalink
Alt 17.01.2019, 09:44
A1B2C3D4 A1B2C3D4 ist offline
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Standard AW: Telekom darf g.fast Anschlüsse abschalten

Die regionaler Anbieter wie Mnet sind selbst Schuld, wenn sie auf veraltete Technik gesetzt haben. G.fast bis 212 MHz schafft 1 Gbit/s locker, selbst wenn man den Frequenzbereich bis ~ 35 MHz komplett ausspart.

https://www.bundesnetzagentur.de/DE/...cationFile&v=2
Zitat:
Zitat von pufferueberlauf Beitrag anzeigen
Es geht letztlich darum, dass sich g.fast und supervectoring im 0-40 MHz-Breich gegenseitig stören können.
Die Telekom muss den Wert angemessen reduzieren. Das Profil 35b geht nur bis 35,328 MHz.

https://www.bundesnetzagentur.de/DE/...cationFile&v=2 (Seite 13)
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  #7  (Permalink
Alt 17.01.2019, 09:48
phonefux phonefux ist offline
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Standard AW: Telekom darf g.fast Anschlüsse abschalten

Eben, siehe DPBO. Es war völlig klar, dass so entschieden wird. Dies entspricht den bisherigen Regelungen, dass der weiter entfernter einspeisende Anschluss geschützt werden muss vor dem näher einspeisenden Anschluss.

Dazu wer Eigentümer der Leitungen ist, hat die BNetzA gerade nichts gesagt, steht ja auch so im Artikel.

Und wer schon die Glasfaser bis ins Haus verlegt, soll halt auch zumindest die Option auf FTTH anbieten und nicht nur auf Kupfer-Hybrid setzen (machen nicht alle Anbieter). Dann kann der Hauseigentümer selber entscheiden, was er haben will.

Kein Grund zur Aufregung und der Rest ist das übliche Lobbyistengeschwätz.
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  #8  (Permalink
Alt 17.01.2019, 09:49
pufferueberlauf pufferueberlauf ist offline
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Standard AW: Telekom darf g.fast Anschlüsse abschalten

Zitat:
Zitat von A1B2C3D4 Beitrag anzeigen
Die regionaler Anbieter wie Mnet sind selbst Schuld, wenn sie auf veraltete Technik gesetzt haben. G.fast bis 212 MHz schafft 1 Gbit/s locker, selbst wenn man den Frequenzbereich bis ~ 35 MHz komplett ausspart.

https://www.bundesnetzagentur.de/DE/...cationFile&v=2


Die Telekom muss den Wert angemessen reduzieren. Das Profil 35b geht nur bis 35,328 MHz.

https://www.bundesnetzagentur.de/DE/...cationFile&v=2 (Seite 13)
Danke, macht Sinn, wobei im Rahmen dieser Diskussion 40 MHz mehr als Platzhalter fuer das Supervectoring-Band + Schutzband zu verstehen sein sollte...

Gruss
P.
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  #9  (Permalink
Alt 17.01.2019, 09:59
Benutzerbild von robert_s
robert_s robert_s ist offline
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Standard AW: Telekom darf g.fast Anschlüsse abschalten

Zitat:
Zitat von Pornstar Beitrag anzeigen
Ab März bekomme ich g. Fast über die Stadtwerke und kann jetzt schon kotzen. Nicht nur, weil das Spektrum entsprechend gedrosselt werden darf, nein, weil trotzdem super vectoring theoretisch gestört wird weil wir nicht die besten Leitungen im Haus haben und die Telekom einfach hingehen könnte und die Abschaltung verlangen kann.
Na, die Lösung liegt doch auf der Hand: Sämtliche Hausnachbarn überzeugen, mit zu wechseln. Wo der Telekom-APL arbeitslos ist, ist die Telekom auch nicht mehr verpflichtet, irgendjemandem einen Internetzugang zu liefern, und hat entsprechend auch keine Ansprüche auf die Endleitungen mehr.

Ich frage mich ja, ob die Telekom es vielleicht auch noch durchgedrückt kriegt, das auf die Koaxnetze auszuweiten. Mein Kabelmodem sendet z.Z. ab 33MHz, und Vodafone Kabel lotet ja angeblich weitere nutzbare Frequenzbereiche aus...
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  #10  (Permalink
Alt 17.01.2019, 10:00
phonefux phonefux ist offline
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Standard AW: Telekom darf g.fast Anschlüsse abschalten

Zitat:
Zitat von robert_s Beitrag anzeigen
Na, die Lösung liegt doch auf der Hand: Sämtliche Hausnachbarn überzeugen, mit zu wechseln. Wo der Telekom-APL arbeitslos ist, ist die Telekom auch nicht mehr verpflichtet, irgendjemandem einen Internetzugang zu liefern, und hat entsprechend auch keine Ansprüche auf die Endleitungen mehr.
Das ändert nichts an der technischen Regulierung.

Die Lösung ist vielmehr: FTTH bauen, anbieten und nutzen statt Kupfer-Hybridprodukte wie FTTB/C.

Edit: korrigiert

Geändert von phonefux (17.01.2019 um 10:09 Uhr)
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