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Alt 23.02.2019, 10:10
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rezzler rezzler ist offline
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Dafür hab ich einen Brief von der Telekom bekommen mit Termin 19.3.19, zwischen 20 und 23 Uhr. Überrascht mich, das es dafür einen Brief gibt.

Im Schreiben waren dann noch deutliche Hinweise, das Funktionalität von Alarmanlagen, Aufzugs- oder Hausnotrufen nicht garantiert werden kann.

Und, was mich wundert, der Tarifname ändert sich von "CALL BASIC/STANDARD" (sic!) auf "Call Basic/Standard (m)". Die Realisierung ein und desselben Tarifen auf verschiedenen technischen Grundlagen scheint nicht so ganz möglich zu sein...
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Ist schon irgendwie krass

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Alt 23.02.2019, 10:34
Andreas Wilke Andreas Wilke ist offline
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Doch, prinzipiell schon. Aber so können wir Menschen erkennen, welchen technischen Tarif man hat
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Alt 23.02.2019, 10:35
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Wesentlich weniger Ärger hätte man sich mit MSAN-ISDN statt MSAN-POTS eingehandelt. Ersteres gibt es schon wesentlich länger und ausgereifter bei anderen Anbietern und auch die POTS-Adapter auf Kundenseite dazu (z. B. Sphairon StarterBox) sind fertigentwickelt und funktionieren völlig fehlerfrei, inklusive Notspeisung.
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Alt 23.02.2019, 11:16
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thom53281 thom53281 ist offline
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Nein, hätte man nicht.
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Alt 23.02.2019, 12:21
talk talk ist offline
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Hallo zusammen,

Zitat:
Zitat von rezzler Beitrag anzeigen
Im Schreiben waren dann noch deutliche Hinweise, das Funktionalität von Alarmanlagen, Aufzugs- oder Hausnotrufen nicht garantiert werden kann.
Bezieht sich das auf den Zeitraum der Umstellung oder generell auf die Nutzung am zukünftigen MSAN-POTS-Anschluß?

In den Infos zu Sonderdiensten (www.telekom.de/sonderdienste) heißt es im "Flyer Sonderdienste MSAN POTS" unter anderem:

Zitat:
Wir haben an alles gedacht

Sonderdienste einfach weiterbetreiben:
Die Telekom wird auch künftig reine Sprachanschlüsse* anbieten. Diese verfügen über eine integrierte Spannungsversorgung. So bleiben einfache Telefone sowie endgeräte mit a/b-Schnittstelle ohne eigenes Netzteil auch bei Stromausfall im Haus nutzbar.

[...]

Sonderdienste einfach weiter nutzen

Für alle Sonderdienste, die bislang einen analogen Sprachanschluss nutzen, empfehlen wir die Anschaltung an den neuen Sprachanschluss [...]
Das klingt eigentlich so, als ob ein weiterer Betrieb relativ problemlos sein müßte. Sogar die Speisung über die Telefonleitung (und damit die Nutzung bei einem lokalen Stromausfall) soll weiterhin möglich sein.

Inwiefern sind "Alarmanlagen, Aufzugs- oder Hausnotrufe" eigentlich mit der Nutzung von Fax oder Modems über VoIP vergleichbar? Ich meine: Werden da in irgendeinem Datenformat auch spezielle Daten übertragen - oder geht es da mehr um Audio-Nachrichten im Sprachkanal (also so wie z.B. beim Abfragen eines Anrufbeantworters oder einer Mailbox)?

Für Notrufsysteme hatte ich mal was von einer Datenübertragung auf Basis von DTMF-Tönen(?) gelesen - für die Übertragung über VoIP sollte da irgendwie ein extra Verfahren (namens STMF oder so ähnlich?) entwickelt werden, um das ganze störunempfindlicher zu machen. Ich habe davon aber irgendwie in der letzten Zeit nichts mehr gelesen.

Grundsätzlich kann die Nutzung von Fax/Modem über VoIP bekanntermaßen Probleme verursachen (wir haben ja gerade aktuell im 1&1-Forum eine Diskussion zu einem Fall mit Fax-Problemen). Mit MSAN-POTS könnte man immerhin QoS-Probleme auf dem "Flaschenhals" der letzten Meile umgehen (die MSANs selbst sind ja breitbandig angebunden). Viele Media-Gateways etc. weisen in ihren Datasheets auch auf Features wie Fax-/Modemerkennung oder Fax-/Modemrelay hin.

Die Telekom hat gemeinsam mit Geräteherstellern und Diensteanbietern immerhin schon diverse Tests in ihrem VoIP-Testlabor gemacht - das finde ich auch sehr positiv!

Nicht nachvollziehen kann ich dann aber...

1.) ... Aussagen (z.B. im Telekom-Hilft-Forum), daß einerseits die Netzqualität beim IP-Anschluß hervorragend und wie beim herkömmlichen PSTN sein soll, man aber gleichzeitig für Fax-/Datendienste mehr oder weniger die Nutzung mit max. 9.600 bps empfiehlt ...

2.) ... daß man die Verantwortung für das Funktionieren von Sonderdiensten auf den Diensteanbieter schiebt. Die Telekom als Carrier ist für das Bereitstellen einer störungsfreien Leitung verantwortlich. In der VoIP-Welt läßt sich darunter eine Sprachübertragung auf Basis von möglichst geringen Paketverlustraten und Jitter-Werten sowie mit kompatiblen Codecs wie G.711 ohne große Eingriffe in das Nutzsignal (keine Sprachpausenerkennung etc.) verstehen.

Zitat:
Zitat von rezzler Beitrag anzeigen
Und, was mich wundert, der Tarifname ändert sich von "CALL BASIC/STANDARD" (sic!) auf "Call Basic/Standard (m)". Die Realisierung ein und desselben Tarifen auf verschiedenen technischen Grundlagen scheint nicht so ganz möglich zu sein...
Nun, es ist sinnvoll, die verschiedenen Techniken über unterschiedliche Tarifnamen kenntlich zu machen - damit ist leicht erkennbar, wie ein Anschluß technisch realisiert ist.

Die Umbenennung von "analog" in "Standard" sowie von "ISDN" in "Universal", die die Telekom schon vor einigen Jahren vorgenommen hatte, dürfte vermutlich mit Hinblick auf die heutige VoIP-/NGN-Welt erfolgt sein. Die damals erfolgten Änderungen der Leistungsbeschreibung hätten es meines Erachtens ermöglicht, eine netzseitige Umstellung auf NGN bei Beibehalten von Analog/ISDN auf der letzten Meile vorzunehmen - ähnlich wie sie z.B. in Österreich erfolgt ist.

Zitat:
Zitat von Wechsler Beitrag anzeigen
Wesentlich weniger Ärger hätte man sich mit MSAN-ISDN statt MSAN-POTS eingehandelt. Ersteres gibt es schon wesentlich länger und ausgereifter bei anderen Anbietern und auch die POTS-Adapter auf Kundenseite dazu (z. B. Sphairon StarterBox) sind fertigentwickelt und funktionieren völlig fehlerfrei, inklusive Notspeisung.
Ich hätte ein MSAN-ISDN begrüßt (insbesondere in der Kombination mit DSL, sodaß man nutzerseitig gar nichts hätte ändern müssen), aber ein Ersatz für MSAN-POTS wäre das meines Erachtens nicht gewesen.

In den 90er Jahren wäre es ja auch wohl eher unrealisitisch gewesen, jeden Nutzer mit analogem Anschluß auf einen ISDN-Anschluß zu zwingen und diesem dann zu Hause "zwangsweise" einen a/b-Adapter zu installieren.

Einfache a/b-Adapter für die Wandlung ISDN <> analog oder kleine ISDN-TK-Anlagen wie die diversen Eumex-Modelle (z.B. Eumex 504 PC oder Eumex 800) gibt es doch neu praktisch gar nicht mehr am Markt (wenige Ausnahmen sind da vielleicht noch Anlagen wie die Auerswald compact 3000).

Das ist auch für diejenigen Nutzer ein Problem, denen die meist höchstens zwei analogen TAE-Ports an einem IAD wie den Speedports oder Fritzboxen nicht genügen. Eine Alternative wäre da höchstens die teure (und für Privatkunden nicht unbedingt passende) "Digitalisierungsbox Premium" mit vier Analog-Ports.

Es fehlt irgendwie eine etwas aufgebohre Variante eines Speedports oder einer Fritzbox mit vier analogen Anschlußmöglichkeiten und idealerweise auch gleich noch mit Klemmenanschlüssen. Das wäre doch eine schöne Nische für AVM...

cu talk
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  #6  (Permalink
Alt 23.02.2019, 13:12
Wechsler Wechsler ist offline
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Zitat:
Zitat von talk Beitrag anzeigen
Ich hätte ein MSAN-ISDN begrüßt (insbesondere in der Kombination mit DSL, sodaß man nutzerseitig gar nichts hätte ändern müssen), aber ein Ersatz für MSAN-POTS wäre das meines Erachtens nicht gewesen.

In den 90er Jahren wäre es ja auch wohl eher unrealisitisch gewesen, jeden Nutzer mit analogem Anschluß auf einen ISDN-Anschluß zu zwingen und diesem dann zu Hause "zwangsweise" einen a/b-Adapter zu installieren.
Es geht um heute, nicht die 90er. Es geht auch nicht darum, die Preise für den Sprachanschluß zu erhöhen.

Zitat:
Einfache a/b-Adapter für die Wandlung ISDN <> analog oder kleine ISDN-TK-Anlagen wie die diversen Eumex-Modelle (z.B. Eumex 504 PC oder Eumex 800) gibt es doch neu praktisch gar nicht mehr am Markt (wenige Ausnahmen sind da vielleicht noch Anlagen wie die Auerswald compact 3000).

Das ist auch für diejenigen Nutzer ein Problem, denen die meist höchstens zwei analogen TAE-Ports an einem IAD wie den Speedports oder Fritzboxen nicht genügen. Eine Alternative wäre da höchstens die teure (und für Privatkunden nicht unbedingt passende) "Digitalisierungsbox Premium" mit vier Analog-Ports.
Ähm, hier geht es um einen Ersatz für MSAN-POTS. MSAN-POTS hat genau einen a/b-Anschluß, keine vier.

Zitat:
Es fehlt irgendwie eine etwas aufgebohre Variante eines Speedports oder einer Fritzbox mit vier analogen Anschlußmöglichkeiten und idealerweise auch gleich noch mit Klemmenanschlüssen. Das wäre doch eine schöne Nische für AVM...
Nein, ISDN mit Sphairon StarterBox wurde vom damals noch blauen Mannesmann schon Anfang 2000er ausgerollt. Und genau das war der richtige Migrationspfad. Anstecken, läuft - kein beratungsbedürftiger DSL-Router mit IP-ATA, keine frickelige Analogtelefonie, perfekte Sprachqualität. Und der ganze Spezialkram, der jetzt möglicherweise nicht mehr unterstützt wird, funktioniert perfekt daran.
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  #7  (Permalink
Alt 23.02.2019, 15:17
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Zitat:
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Bezieht sich das auf den Zeitraum der Umstellung oder generell auf die Nutzung am zukünftigen MSAN-POTS-Anschluß?
Generell

Zitat:
Zitat von talk Beitrag anzeigen
Sogar die Speisung über die Telefonleitung (und damit die Nutzung bei einem lokalen Stromausfall) soll weiterhin möglich sein.
Davon geh ich doch sehr stark aus.

Zitat:
Zitat von talk Beitrag anzeigen
Ich hätte ein MSAN-ISDN begrüßt (insbesondere in der Kombination mit DSL, sodaß man nutzerseitig gar nichts hätte ändern müssen), aber ein Ersatz für MSAN-POTS wäre das meines Erachtens nicht gewesen.
Naja, weiterhin 2 Ports pro Anschluss/Kunde verbraten? Auch wenn die Packungsdichte dann natürlich deutlich höher gewesen wäre.

Zitat:
Zitat von Wechsler Beitrag anzeigen
Nein, ISDN mit Sphairon StarterBox wurde vom damals noch blauen Mannesmann schon Anfang 2000er ausgerollt. Und genau das war der richtige Migrationspfad. Anstecken, läuft - kein beratungsbedürftiger DSL-Router mit IP-ATA, keine frickelige Analogtelefonie, perfekte Sprachqualität.
"Frickelige Analogtelefonie" kam da ja auch raus. Aber halt durch die kurze Kabellänge besser als mit etlichen km parallel zu allem möglichen.
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  #8  (Permalink
Alt 23.02.2019, 15:35
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MSAN-POTS ist ideal, um Single-Play-Anschlüsse auf IP zu migrieren ohne jeden Anschluss einzeln anfassen zu müssen. Privatkunden mit Double- oder Triple-Play oder Geschäftskunden kann man es zumuten kundenseitig auf IP umzustellen.
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  #9  (Permalink
Alt 23.02.2019, 15:36
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Zitat:
Zitat von rezzler Beitrag anzeigen
"Frickelige Analogtelefonie" kam da ja auch raus.
Nö, an der StarterBox läuft ja alles vom W48 mit Glockenklingel übers Faxgerät bis zum V.90-Modem im Zahlungsterminal. Also genau das, was mit MSAN-POTS jetzt Ärger macht.

Ich habe vor ca. 15 Jahren a/b via ISDN NT BRI auf VoIP gewandelt und auch da funktionierte jeglicher Kram völlig problemlos.
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  #10  (Permalink
Alt 23.02.2019, 15:37
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Zitat:
Zitat von A1B2C3D4 Beitrag anzeigen
Die Telekom hat angekündigt, dass die Abdeckung mit 100 Mbit/s durch die Einführung von Supervectoring steigen wird. 5 € Aufpreis sollten Anreiz genug sein, um den Anschluss bei Bedarf auf eine SVVDSL-Linecard umzuschalten.
Falscher Thread.
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