#1  (Permalink
Alt 31.08.2019, 09:11
Dusky Dusky ist offline
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Standard Vectoring und Ausgleichsschaltung

Hallo, ich habe mal eine Frage an die "Fachleute" hier, da ich nirgendwo eine Antwort dazu finde. Es betrifft das Thema Vectoring und Ausgleichsschaltung (APL Brücke).

Ich habe jetzt schon öfters gehört, dass es bei Ausgleichsschaltung und eingeschalteten Vectoring aufgrund der gegenläufigen Signale im Hauptkabel zu Problemen kommen soll. Deswegen wird so etwas eigentlich nicht mehr gemacht - leider aber wohl teilweise immer noch.

Ist dieses Problem eigentlich nur für denjenigen relevant, der über eine Ausgleichschaltung (Brücke vom Nachbarn) läuft, oder auch für den Teilnehmer, über dessen die Brücke im APL geschaltet wurde? Wirkt sich das also auch für denjenigen aus, der selbst einen Vectoring Anschluss hat und in dessen APL ein Nachbar per Brücke aufgeschaltet wurde? Oder ist dies eher ein Problem nur für den Anschluss, welcher per Brücke vom Nachbarn geschaltet wurde?

Zur Verdeutlichung:
Nachbar 1 VDSL Anschluss mit Vectoring
Nachbar 2 VDSL Anschluss mit Vectoring läuft per Brücke über Nachbar 1

Kann man ggf. bei Schwierigkeiten von der Telekom verlangen, die Leitungswege zu ändern?

Geändert von Dusky (31.08.2019 um 09:19 Uhr)
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  #2  (Permalink
Alt 31.08.2019, 10:32
A1B2C3D4 A1B2C3D4 ist offline
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Standard AW: Vectoring und Ausgleichsschaltung

Die Ausgleichsschaltung kann auch weitere Anschlüsse in der Vectoring-Gruppe stören. Du kannst nur verlangen, dass dein Anschluss entstört wird. Der Rest ist Sache der Telekom.
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  #3  (Permalink
Alt 31.08.2019, 10:39
Dusky Dusky ist offline
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Standard AW: Vectoring und Ausgleichsschaltung

Zitat:
Zitat von A1B2C3D4 Beitrag anzeigen
Die Ausgleichsschaltung kann auch weitere Anschlüsse in der Vectoring-Gruppe stören. Du kannst nur verlangen, dass dein Anschluss entstört wird. Der Rest ist Sache der Telekom.
Was ist mit "Vectoring Gruppe" gemeint? Theoretisch auch andere Anschlüsse in der gesamten Straße?
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  #4  (Permalink
Alt 31.08.2019, 15:11
Andreas Wilke Andreas Wilke ist offline
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Standard AW: Vectoring und Ausgleichsschaltung

Am gleichen MSAN. Die Frage ist, ob nicht an „Deinem“ APL doch noch ein Stift frei ist und man das daher einfach ändern kann.
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  #5  (Permalink
Alt 31.08.2019, 18:27
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thom53281 thom53281 ist offline
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Standard AW: Vectoring und Ausgleichsschaltung

Zitat:
Zitat von Dusky Beitrag anzeigen
Ich habe jetzt schon öfters gehört, dass es bei Ausgleichsschaltung und eingeschalteten Vectoring aufgrund der gegenläufigen Signale im Hauptkabel zu Problemen kommen soll. Deswegen wird so etwas eigentlich nicht mehr gemacht - leider aber wohl teilweise immer noch.
Es werden keine neuen Ausgleichsschaltungen mehr in Muffen gespleißt. Vorhandene werden aber weiterhin beschaltet.

Das Gerücht mit den Problemen bei Vectoring kursiert schon lange. Theoretisch kann Vectoring auch das Nebensprechen in der Gegenrichtung nicht mehr kompensieren. Fakt ist aber auch, dass dieser gegenläufige Weg bei den meisten Ausgleichsschaltungen eher kurz ist und die Beeinträchtigung dadurch gering. Ich hab schon einige Anschlüsse über Ausgleichsschaltungen gesehen oder auch selbst geschaltet und bislang gab es bei keinem der Anschlüsse aufgrund dessen irgendwelche Probleme.
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  #6  (Permalink
Alt 31.08.2019, 18:32
Chris Machold Chris Machold ist offline
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Standard AW: Vectoring und Ausgleichsschaltung

Die Auswirkung bei der Schaltung über Ausgleich betrifft alle Anschlüsse des Hauses.
Also ab der Abzweigmuffe wo das Kabel ins Haus geht bis ins Haus verlaufen ja die Anschlüsse ins Haus und bei Ausgleich auch gleichzeitig zurück.
Wie starke Auswirkungen dies hat, ist bei jedem Anschluss anders. Das hat unendlich viele Einflussfaktoren.
Auch aufgrund dessen dürfen diese nicht mehr neu gebaut werden.

Ausgleichsschaltungen betreffen aber nicht nur Hauptkabel, sondern auch Verzweigerkabel. Es gibt ja auch Ausgleichsschaltungen zwischen A0-Punkten und auch Ausgleichsschaltungen im Verzweigerkabel zwischen den APL am KVz.

Alle sollen nicht mehr gebaut werden.
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  #7  (Permalink
Alt 31.08.2019, 18:38
Andreas Wilke Andreas Wilke ist offline
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Standard AW: Vectoring und Ausgleichsschaltung

Zitat:
Zitat von thom53281 Beitrag anzeigen
Das Gerücht mit den Problemen bei Vectoring kursiert schon lange. Theoretisch kann Vectoring auch das Nebensprechen in der Gegenrichtung nicht mehr kompensieren. Fakt ist aber auch, dass dieser gegenläufige Weg bei den meisten Ausgleichsschaltungen eher kurz ist und die Beeinträchtigung dadurch gering. Ich hab schon einige Anschlüsse über Ausgleichsschaltungen gesehen oder auch selbst geschaltet und bislang gab es bei keinem der Anschlüsse aufgrund dessen irgendwelche Probleme.
Bei „meinem“ aktuellen Beispiel hat das im Upstream bei Vdsl 100 6 Mit ausgemacht.
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  #8  (Permalink
Alt 31.08.2019, 23:19
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thom53281 thom53281 ist offline
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Wobei auch die Adern im Kupferkabel einfach ggf. leicht anders sind (Anschluss im selben Vierer, etc.) - ggf. hat das auch schon ein paar MBit/s ausgemacht, die vielleicht gar nicht an der Ausgleichsschaltung lagen. Auch wenn natürlich für manche im Forum hier das gleich ein "Problem" wäre, weil nicht mehr 1000% der möglichen Bitrate dadurch ankommen: Ich nehme mal an, die Datenrate war immer noch im AGB-Rahmen bzw. ausreichend hoch?

Unter "problematisch" verstehe ich nun eher, dass der Anschluss mit Abbrüchen laufen würde, oder mit deutlich geminderter Datenrate.

Zitat:
Zitat von Chris Machold Beitrag anzeigen
Ausgleichsschaltungen betreffen aber nicht nur Hauptkabel, sondern auch Verzweigerkabel. Es gibt ja auch Ausgleichsschaltungen zwischen A0-Punkten und auch Ausgleichsschaltungen im Verzweigerkabel zwischen den APL am KVz.
Ich denke eher, dass die Ausgleichsschaltungen zwischen APL hier gemeint sind, "Hauptkabel" eher im Sinne von "größeres Kabel in der Straße".

"Ausgleichsschaltungen" im Hauptkabel sind ja auch unter der Bezeichnung Querkabel* geläufig und die werden für gewöhnlich nicht mit Vectoring-VDSL beschaltet und viele davon wurden beim Ausbau bereits abgebaut oder zumindest für Neubuchungen gesperrt (noch in Betrieb für Schmalbandanschlüsse/ADSL2+).


* Bitte nicht mit den Querkabeln bzw. SOL-Kabeln verwechseln, die MFG <-> KVz verbinden.
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  #9  (Permalink
Alt 02.09.2019, 19:25
xdjbx xdjbx ist offline
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Standard AW: Vectoring und Ausgleichsschaltung

Zitat:
Zitat von Andreas Wilke Beitrag anzeigen
Bei „meinem“ aktuellen Beispiel hat das im Upstream bei Vdsl 100 6 Mit ausgemacht.
wie lässt sich eigentlich so eine Ausgleichsschaltung auflösen?

also z.B. Nachbar 1 hat VDSL 100, Nachbar 2 hat 1 direkten Anschluss VDSL und einen Zweitanschluss über Ausgleichsshaltung / Brücke über den APL vom Nachbar 1 weil eine Doppelader (DA2) nicht beschaltbar war.
In Summe kommen an beiden APL je 6 DA an... warum wäre es nicht möglich gewesen direkt DA 3/4/ 5 oder 6 zu nehmen bei Nachbar 2?
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  #10  (Permalink
Alt 02.09.2019, 20:24
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thom53281 thom53281 ist offline
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Standard AW: Vectoring und Ausgleichsschaltung

Es kommt nicht darauf an, dass eine bestimmte Doppelader vom Hausanschlusskabel nicht beschaltbar gewesen wäre. Du verbindest zu jedem Haus eine bestimmte Anzahl an Doppeladern bis zum KVz durch. Für Einfamilienhäuser in der Regel zwischen 1-3 DA, je nachdem, welchen Bedarf der Planer bei den Häusern sieht. Die restlichen Adern im Hausanschlusskabel liegen gehen nicht zum KVz durch.

Nun kann es natürlich vorkommen, dass diese Schätzungen nicht ganz korrekt waren oder auch mal Häuser erweitert werden, so dass plötzlich mehr Doppeladern benötigt werden. Daher verbindet man die Hausanschlusskabel noch untereinander, dass man dann von einem APL mit noch freien Doppeladern einen Anschluss zum Nachbarhaus schalten kann, ohne dass man die Straße aufgraben und weitere Doppeladern in das Haus spleißen muss.

Um eine Ausgleichsschaltung aufzulösen, muss man die entsprechende Muffe aufgraben und den APL erweitern.
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