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Alt 23.01.2006, 13:32
Kopf_Leer Kopf_Leer ist offline
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Standard Widerspruch gegen Gaspreiserhöhungen als nicht direkter Gaskunde, bspw. als Mieter..?

Hallo allerseits,
wie die meisten wissen dürften, gibt es hierzulande mittlerweile eine sehr große Anzahl von Gaskunden, die sich weigern, die überzogenen Gaspreiserhöhungen mitzumachen, so lange die Gasversorger ihre Berechnungen nicht offenlegen.
Was ja bislang noch nicht passiert ist...
So richtig veklagt ist bislang auch noch niemand. Bei mir ist es auch schon ein gutes dreiviertel Jahr her, daß ich die Gasrechnung nur gekürzt zahle. Bislang wurde ich weder veklagt, noch wurde mir das GAs abgestellt.

Die Möglichkeit, sich direkt gegen die Gaspreisabzocke zu wehren, betrifft aber i.d.R. nur die Gaskunden, die einen direkten Vertrag mit dem Gasunternehmen haben.
Diejenigen aber, die ihr Gas/Heizung nur indirekt beziehen, beispielsweise als Mieter von privaten Vermietern als auch von Wohnungsgesellschaften, schauen da etwas doof aus der Wäsche...
Nun wird aber auch diesen vom Mieterbund empfohlen, die Gaspreiserhöhungen, analog den Direktkunden, zu kürzen und damit direkt und indirekt den Vermieter, der den Vertrag mit dem Gasunternehemen hat, aufzufordern, Widerspruch gegen die Erhöhungen einzulegen und den unbilligen Anteil der Preiserhöhung nicht zu zahlen.

Was meint ihr dazu?
Hat jemand von euch in dieser Richtung schon Erfahrung?
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Alt 23.01.2006, 14:45
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Standard AW: Widerspruch gegen Gaspreiserhöhungen als nicht direkter Gaskunde, bspw. als Mieter..?

Ich habe damit keine Erfahrung, kenne aber die Empfehlung des Mieterbundes. Begründet wird dies damit, daß der Vermieter wirtschaftlich handeln muß. Unterläßt er also einen Widerspruch, obwohl er diesen einlegen könnte, kann der Mieter nicht gezwungen werden, den eventuell überhöhten Anteil des Gaspreises zu zahlen.

In der Praxis dürfte dies aber kaum vorkommen, weil durch die Zwischenschaltung des Vermieters die ganze Sache hochkompliziert wird. Der Mieterbund finanziert immer mal wieder Musterprozesse. In solchen Fällen wird das sicher so gemacht. Aber die große Masse der Mieter wird kaum so vorgehen - verständlich aber dennoch schade.

Ippel
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  #3  (Permalink
Alt 23.01.2006, 14:52
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Standard AW: Widerspruch gegen Gaspreiserhöhungen als nicht direkter Gaskunde, bspw. als Mieter..?

Ein privater Gaskunde hat jetzt vom Europäischen Gerichtshof Recht erhalten.

EON muß nun Wettbewerb zulassen und darf keine langwierigen Verträge (bis zu 25 Jahre) mehr mit den Stadtwerken abschließen.

Das Kartellamt begrüßt das Urteil ausdrücklich.
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  #4  (Permalink
Alt 23.01.2006, 15:15
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Standard AW: Widerspruch gegen Gaspreiserhöhungen als nicht direkter Gaskunde, bspw. als Mieter..?

War es nicht das Kartellamt, welches das Verbot solcher langer Verträge angeordnet hat? Wobei selbst diese Entschiedung letztlich kaum Auswirkungen haben dürfte. Denn wie beim Strom, entscheiden auch beim Gas ein paar wenige Unternehmen über den gesamten Gasmarkt. Die Stadtwerke haben schließlich nicht selbst Gas, sondern müssen es einkaufen. Und am hohen Steueranteil (beim Strom) ändert kein Wettbewerb etwas, wie gut er auch immer funktionieren sollte.

Ippel
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  #5  (Permalink
Alt 23.01.2006, 15:23
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Daumen hoch AW: Widerspruch gegen Gaspreiserhöhungen als nicht direkter Gaskunde, bspw. als Mieter..?

Zitat:
Zitat von Ippel
Wobei selbst diese Entschiedung letztlich kaum Auswirkungen haben dürfte. Denn wie beim Strom, entscheiden auch beim Gas ein paar wenige Unternehmen über den gesamten Gasmarkt. Die Stadtwerke haben schließlich nicht selbst Gas, sondern müssen es einkaufen. Und am hohen Steueranteil (beim Strom) ändert kein Wettbewerb etwas, wie gut er auch immer funktionieren sollte.

Ippel
Ja, so kam das auch im Fernsehbericht rüber.
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