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Alt 02.06.2018, 05:53
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Norbert. Norbert. ist offline
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Ausrufezeichen Gesucht: Überspannungsschutz an TAE-Dose VDSL geeignet

Hallo,
aufgrund der extremen Wetterlage mit vielen Gewittern, suche ich eine geeignete Lösung für einen einfachen an der TAE-Dose, vor die Fritzbox zu montierenden Schutz. Es geht ausschliesslich um den Schutz vor Überspannung aus dem Telefonnetz. Die Telefonleitungen sind zwar bis zum DSLAM ca. 200m entfernt unter der Erde, aber es klappt trotzdem, das hier schon 2 mal was ankam und meine Gerät Telefonseitig grillte. Am besten wäre was, in die Steckdose zu steckendes, um die Überspannung auf die Erdungsleitung abzuleiten.


Die Fritzbox 7590 soll ja laut AVM einen Überspannungsschutz drin haben, aber wohin leitet der denn ab? Oder schmoren nur die Leiterbahnen weg? Was ist mit dem Telekom Zuleitungs-Kabel das solch Gasentladungs Bauelemente drin hat. Taugt das was?


Wichtig ist, das es keine Dämfung des VDSL Signals nach sich zieht.


Was könnt ihr mir denn da empfehlen?



mfg Norbert
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Alt 02.06.2018, 05:59
Wechsler Wechsler ist offline
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Standard AW: Gesucht: Überspannungsschutz an TAE-Dose VDSL geeignet

Bei Gewitter TAE-Stecker ziehen ist die einzig zuverlässige Blitzschutzmaßnahme.
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  #3  (Permalink
Alt 02.06.2018, 08:17
jogibaer1 jogibaer1 ist offline
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Standard AW: Gesucht: Überspannungsschutz an TAE-Dose VDSL geeignet

Den Allnet ALL95101 hab ich bei mir kurz mal getestet.
Leitungskapazität hatte sich nur minimal verschlechtert.
Hatte immer noch Vollsync im Download und Upload um die Mbit weniger.
Auch die Bewertungen sind ganz ok.
Ich müsste das Teil nur endlich mal montieren, in der Schublade wo er derzeit liegt, schützt er nicht viel.
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  #4  (Permalink
Alt 02.06.2018, 09:10
Benutzerbild von thom53281
thom53281 thom53281 ist offline
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Standard AW: Gesucht: Überspannungsschutz an TAE-Dose VDSL geeignet

Zitat:
Zitat von Norbert. Beitrag anzeigen
Die Fritzbox 7590 soll ja laut AVM einen Überspannungsschutz drin haben, aber wohin leitet der denn ab?
Den Überspannungsschutz kann man hier am Beispiel der 7490 ganz gut sehen. Rechts oben links von der DSL-Buchse stecken zwei ÜsAg drin. Wohin die das ableiten, ist aber eine sehr gute Frage.

Durch das Schaltnetzteil ist die Box im Grunde ja zunächst einmal galvanisch getrennt gegenüber dem Stromnetz (wenn nur Netzteil und DSL angeschlossen). Ohne weiteres Zutun können die ÜsAg daher nur einen Kurzschluss auf der DSL-Übertragungsstrecke herstellen, nicht aber die Spannung gegenüber Erde ableiten. Ob letzteres aber in einem solchen Fall überhaupt erforderlich ist, ist eine gute Frage. Durch das Schaltnetzteil besteht keine direkte Verbindung gegenüber dem Stromnetz und eine Überspannung müsste erst das Schaltnetzteil (Trafo) durchbrechen. Wenn eine solche Überspannung kommt, dann könnte es aber auch leicht mal sein, dass die TAE von der Wand fliegt und man daher sonstnochwelchen Blitzschutz einbauen kann ohne Erfolg.

Interessanter wird es aber dann, wenn noch weitere Kabel an der Fritzbox angesteckt sind. Ich ziele da jetzt vor allem auf Netzwerkkabel ab. Die einzelnen Pins der Netzwerkkabel sind zwar ebenfalls galvanisch getrennt (Übertrager), über den Schirm dieser Kabel wird aber eine Masseverbindung zwischen der Box und z. B. einem geerdeten PC-Gehäuse/Switch/whatever hergestellt. Laut Prüfgerät ist der Schirm der Netzwerkkabel auch direkt mit dem Minuspol des Fritzbox-Netzteils verbunden (7270). Das macht die ganze Sache dann natürlich schon interessanter, denn theoretisch könnte die Box nun über diese Masseverbindung z. B. über ein geerdetes PC-Gehäuse auch die Überspannung ggü. Erde ableiten.

Wie das in der Box verschaltet ist, kann ich mangels 7490/7590 nicht beurteilen. Die kaputte 7270, die hier herumliegt, hat leider sowas noch nicht. Das Ableiten gegenüber einer Masseverbindung erscheint mir allerdings sehr zweifelhaft, vor allem in Anbetracht der Personengefahr, die von herumliegenden Netzwerkkabeln da nun ausgehen würde. Allerdings hab ich auch keine andere Erklärung dafür, warum da nun zwei ÜsAg gebraucht werden würden, also schätze ich, dass das schon so gemacht wird. Man müsste sich da die Box mal genau anschauen.

Wenn ich so rückwirkend mal überlege: Ich hatte schon eine Handvoll Router über die Jahre mittlerweile bei verschiedensten Personen, die vom Blitz getötet wurden. Bei sämtlichen Geräten war immer auch mindestens ein Netzwerkkabel am Gerät angesteckt. Kann aber auch nur Zufall sein.


Wenn ich nun irgendwo etwas blitzschutzsicherer umsetzen müsste, würde ich das so machen:
  • Sämtliche Masseverbindungen zur Fritzbox vermeiden. Sprich UTP-Kabel ohne Schirm verwenden zur Anbindung für andere Geräte. Die Schirme von Netzwerkkabeln würde ich im Privatbereich allgemein nicht anschließen. Gegenüber 19"-Patchfeldern im Industriebereich mit korrekter Erdung am Potentialausgleich (was auch sinnvoll ist), geerdeten Router, etc., ist eine korrekte Erdung von Netzwerkkomponenten im Privatbereich praktisch fast nie vorhanden. Also weg damit. Gleiches gilt btw. auch für eine USB-Verbindung am Router, wenn geerdete Geräte wie Drucker/Scanner zum Einsatz kommen (z. B. USB-Isolator).
    
  • Splitter zurück in den Schaltweg. Ja, tatsächlich, denn zumindest mit VDSL spielt es immer noch keine Rolle ob nun ein Splitter mit drin ist oder nicht (egal ob splitterloser Anschluss oder nicht). Der Splitter trennt aber die DSL-Verbindung zum Modem ggü. der TAL galvanisch ab.
    
  • ÜsAg sollten im APL gesetzt und der APL geerdet werden (mindestens über den Kabelschirm, richtigerweise zusätzlich noch am Potentialausgleich). Allerdings müsste das aktiv von der Telekom gemacht werden, wenn der APL versperrt ist.
    
  • Wenn weiterhin Probleme auftreten, könnte man auch über den Einsatz eines günstigen VDSL-Modems nachdenken. Zwischen einer abgeschossenen 7590 und z. B. einem Zyxel VMG1312 ist ja preislich doch noch ein kleiner Unterschied. Zudem sind die Fritzboxen ja bekanntermaßen sowieso nicht ideal für Vectoring-VDSL.

Zitat:
Zitat von Wechsler Beitrag anzeigen
Bei Gewitter TAE-Stecker ziehen ist die einzig zuverlässige Blitzschutzmaßnahme.
100% ACK. Allerdings ist man trotzdem nicht immer zu Hause, wenn ein Wetter aufzieht.
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  #5  (Permalink
Alt 02.06.2018, 09:39
Wechsler Wechsler ist offline
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Zitat:
Zitat von thom53281 Beitrag anzeigen
100% ACK. Allerdings ist man trotzdem nicht immer zu Hause, wenn ein Wetter aufzieht.
Stimmt, allerdings tauchen solche Wetterlagen in der Regel nicht aus heiterem Himmel auf, sondern es kann relativ genau vorgewarnt werden (z. B. über die DWD-Warnwetter-App).

Natürlich wird man auch so nicht 100 % der atmosphärischen Entladungen erwischen, aber wenn man 70-90 % der Fälle den Stecker gezogen hat, dann hat man das sowieso schon relativ geringe Risiko nochmal um Faktoren reduziert.

Das damit erreichbare Schutzniveau sollte über dem liegen, was mit einfachen Ableiter-Endnutzerlösungen möglich ist. Insbesondere wenn der Nutzer sich dann auf diese verläßt und Vorsorgemaßnamen bewußt unterläßt. Von aufwendigen und teuren mehrstufigen professionellen Blitzschutzlösungen ist hier ja nicht die Rede.

Im Lotto gewinnen (Direkteinschlag mit Zerstörung sämtlicher Elektronik, auch der im Schrank) kann ja trotzdem noch.
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  #6  (Permalink
Alt 02.06.2018, 21:52
Pornstar Pornstar ist gerade online
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Standard AW: Gesucht: Überspannungsschutz an TAE-Dose VDSL geeignet

Eine Hausratversicherung ist günstiger und vor allem nicht so nervraubend wie jeden Tag die Wetter App nach Gewitter zu prüfen.
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  #7  (Permalink
Alt 02.06.2018, 22:20
DaDare DaDare ist offline
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Standard AW: Gesucht: Überspannungsschutz an TAE-Dose VDSL geeignet

Zudem kann man ja nicht immer nach Hause fahren, wenn ein Gewitter kommt und tag täglich beim Verlassen des Hauses alle Kabel ziehen ist auch nicht so das wahre.

Bei uns hat es seit der Umstellung auf VDSL (2 Jahre her) und somit seit Wegfalls des Splitters schon drei Modems das Leben gekostet. Entweder lag es wirklich daran oder das gute alte Teledat 300 war über fast 8 Jahre des Dauereinsatzes nicht tot zu kriegen.
In 2 von drei Fällen ging auch eine weitere Netzwerkkomponente (Dlan Adapter sowie Netzwerkddrucker) mit hopps.

Ich decke mich nun günstig mit den älteren Miet-Telekom Routern bei ebay ein. Kostenpunkt 25-30€. Bis jetzt hat die Hausratversicherung die Kosten übernommen. Nervig ist aber auch hier der Meldevorgang.
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  #8  (Permalink
Alt 02.06.2018, 22:33
Pornstar Pornstar ist gerade online
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Standard AW: Gesucht: Überspannungsschutz an TAE-Dose VDSL geeignet

Zitat:
Zitat von DaDare Beitrag anzeigen
Nervig ist aber auch hier der Meldevorgang.
Hier lohnt es sich eventuell die Versicherung zu wechseln, bei vielen kann man einfach am Handy über die Versicherungsapp Fotos machen sowie Rechnungen einscannen und fertig.
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  #9  (Permalink
Alt 03.06.2018, 06:04
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Standard AW: Gesucht: Überspannungsschutz an TAE-Dose VDSL geeignet

Hallo thom53281,
vielen Dank für deine Ausführungen, das prinzip mit den Gasableitern ist vermutlich dann identisch wie bei dem Signaturkabel der Telekom, also kurzschluss im Fall der Fälle.
Was ich schon mal eine gute Idee finde, die Zuleitung von der Fritzbox zum Switch als UTP-Kabel auszuführen. Das mach ich auf jeden Fall.


Schade finde ich, das es da seitens der Netzbetreiber keine Infos gibt, als ständig immer nur "Wenden Sie sich an einen Elektroinstallationsbetrieb".



mfg Norbert
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  #10  (Permalink
Alt 03.06.2018, 06:26
AndyO AndyO ist offline
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Standard AW: Gesucht: Überspannungsschutz an TAE-Dose VDSL geeignet

Die Baustelle ist bei mir auch nich offen. Das hier sind die üSAG, die die Telekom an ihren 2 MBit/s SDLS in den Mobilfunkstationen verwendet:


https://www.cobinet.com/shop/de/prod...n-2-10-8x6176/


So was hab ich daheim liegen. Ich werde dann 2x üSAG zusammenlöten und hinter dem APL a&b gegen meinen Potenzialausgleich ableiten. Mal gespannt, was mit dem Spektrum passiert.
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