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Kommentar zum Artikel: Breitband: Bundesregierung will Förderung beschleunigen
In Deutschland stehen Förderbeträge in Milliardenhöhe zum Ausbau des Breitbandnetzes zu Verfügung. Doch bislang wurden diese kaum abgerufen. Nun soll das Förderverfahren umgestellt und von bürokratischen Hürden befreit werden.
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  #21  (Permalink
Alt 20.07.2018, 13:01
pufferueberlauf pufferueberlauf ist offline
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Registriert seit: 20.06.2013
Beiträge: 1.878
Standard AW: Das dauert doch alles viel zu lange

Zitat:
Zitat von NiteOwl Beitrag anzeigen
So gesehen dürfte man, außer wenn Fördergelder fließen, garnichts, auch kein FTTC ausbauen. Das wirft nach 1-2 Jahren sicher auch noch keinen Gewinn ab.
Der Zeitraum fuer Foerderung war/ist die Wirtschaftlichkeitsluecke ueber 5 Jahre... Daas Problem mit Gf ist wohl, dass da erst in 5+X Jahren mit Gewinn zu rechnen ist und dass die Investitionen um das quantitativ anzugehen recht heftig sein duerften. So bauen alle Incumbents darauf ihr existierendes Netz vorsichtig zu modernisieren (VF: DOCSIS 2.0/3.0 -> DOCSIS 3.1; DTAG: FTTCO -> FTTC/N*) anstatt massiv in Gf-TALs zu investieren. Und auch die kleineren FTTB-Player wie M-Net und Netcologne sind zögerlich ihre VDSL2@ FTTB Anschluesse aufzuruesten (und denken auch ueber den Zwischenschritt G.fast nach anstatt direkt auf FTTH zu setzen).

Gruss
P.


*) Bitte nicht schon wieder die Diskussion darueber starten wie man den Outdoor-Ausbau der Telekom genau klassifizieren sollte...
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  #22  (Permalink
Alt 20.07.2018, 13:11
pufferueberlauf pufferueberlauf ist offline
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Registriert seit: 20.06.2013
Beiträge: 1.878
Standard AW: Das dauert doch alles viel zu lange

Zitat:
Zitat von Wechsler Beitrag anzeigen
Das ist keinesfalls irrelevant, weil aus diesem Interessenkonflikt die gesamte Problematik überhaupt erst entstanden ist.
Ich gehe nicht davon aus, dass die anderen Investoren der DTAG mit den zu erwartenden Renditen bei einem ausschliesslichen Gf-Ausbau statt der vorsichtigen FTTC-Modernisierung zufrieden waeren. Insofern sehe ich nicht wie die vom Staat gehaltenen ~30% da die Strategie beeinflusst haben sollten.
Zitat:
Zitat von Wechsler Beitrag anzeigen

Das Interesse an lukrativen Dividenden für den Staatshaushalt steht nämlich automatisch in Konflikt mit hohen Investitionen und einer am Gemeinwohl orientierten Regulierung.
Das ist genau mein Punkt, die anderen Investoren der Telekom duerften auch keine Fans von "hohen Investitionen und einer am Gemeinwohl orientierten Regulierung" sein. Aber so schlecht wie hier immer dargestellt ist die Regulierung durch die BNetzA IMHO auch nicht.
Zitat:
Zitat von Wechsler Beitrag anzeigen


Das kann man auch schön sehen, wenn man die Firmen Apple und Tesla vergleicht. Bei Apple hat man geringe Investitionen und hohe Finanzmarkt-Renditen, bei Tesla ist es umgekehrt.

Ein auf Zukunftsfähigkeit gerichteter Markt benötigt Unternehmen wie Tesla, nicht Verwalter eines erfolgreichen Erbes wie Apple.

Die digitale Wüste Deutschland ist das zwingende Ergebnis einer auf die Renditensteigerung des 1/3-Staatskonzern ausgerichteten Regulierung und daran wird sich nichts ändern, solange dieser Interessenkonflikt nicht gelöst ist.
Diese Hypothese waere IMHO ueberzeugender wenn Du zeigen koenntest, dass vergleichbare Incumbents/ISPs im Deutschen Markt sich anders verhielten als die DTAG, aber das sehe ich weder bei VF/UM, noch bei Netcologne oder M-Net. Insofern halte ich Dein Argument fuer nicht durch Fakten gedeckt...
Zitat:
Zitat von Wechsler Beitrag anzeigen

Als Anleger werde ich auch nicht in Unternehmen investieren, die Infrastruktur-Investitionen im dysfunktionalen deutschen "Markt" vornehmen, bis dieser repariert ist, weil man da nur Geld verbrennt.
Ware die Gf-TAL der hier immer postulierte Selbstlaeufer, dann würden sich auch quantitativ Investoren dafür finden; IMHO wird sich das langsam ändern, wenn die Zeit reif dafür ist, die DG ist da ein frühes Beispiel fuer.
Ich will nicht sagen, dass die Situation in Deutschland get oder gar perfekt ist, nur so schlecht wie hier oft postuliert ist sie IMHO auch nicht.

Gruss
P.
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  #23  (Permalink
Alt 20.07.2018, 13:20
pufferueberlauf pufferueberlauf ist offline
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Beiträge: 1.878
Standard AW: Das dauert doch alles viel zu lange

Zitat:
Zitat von Wechsler Beitrag anzeigen
Vodafone ist im Besitz von Mobilfunkfrequenzen und benötigt das Festnetz-Backbone für den künftigen Betrieb dieses Netzes. Ohne die Mobilfunklizenz würde VF keinen Cent in der Bundesrepublik investieren. DOCSIS ist das Abfallprodukt eines Mobilfunkausbaus.
Ich teile Deine Ansicht nicht; waere dem so dann wuerde VF nicht versuchen das DOCSIS-Netz der UM zu uebernehmen. Um Basisstationen anzuschliessen scheint mit ein HFC-Netz naemlich nicht sonderlich geeignet. Insbesondere da der F-Anteil von HFC oft noch mit Analoger-Umsetzung der HF-Signale auf dem Kupfer-Segment arbeitet anstatt direkt digitale Modulierungen zu verwenden. Was bleibt ist das Backbone, welches von DOCSIS und Mobilstationen gemeinsam genutzt werden kann.

Andererseits unterstützt das ja mein Argument, dass es nicht der vom Staat gehaltene Anteil ist, der die DTAG vom Gf-TAL-Ausbau abhält; schoen dass Du mir letztlich zustimmst

Gruss
P.
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  #24  (Permalink
Alt 20.07.2018, 17:17
Silver2 Silver2 ist offline
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Registriert seit: 30.06.2000
Beiträge: 1.624
Standard AW: Das dauert doch alles viel zu lange

Seit wann soll Vodafone denn irgendwelche Mobilfunk Sendeanlagen über das Koax kabel anbinden?
So ein Schmarrn.
Vodafone betreibt, wenn man den Vorgänger Mannesmann Mobilfunk D2 dazu rechnet, das Mobilfunknetz seit 1992.
Internet über das Koaxkabel hat Vodafone erst 2015 dazu gekauft, als sie Kabel Deutschland übernahmen.
Wie waren die Sende Anlagen bis 2015 angebunden?
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  #25  (Permalink
Alt 20.07.2018, 18:06
Wechsler Wechsler ist offline
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Standard AW: Das dauert doch alles viel zu lange

Zitat:
Zitat von Silver2 Beitrag anzeigen
Seit wann soll Vodafone denn irgendwelche Mobilfunk Sendeanlagen über das Koax kabel anbinden?
Nicht Koax, sondern Glasfaser+Koax. HFC eben.

Zitat:
Wie waren die Sende Anlagen bis 2015 angebunden?
Richtfunk und gemietete Glasfaser (wie Telefonica). Richtfunk reicht für 4G/5G nicht mal ansatzweise und von der Telekom Fasern mieten ist teuer.

Deswegen hat Vodafone sich 2015 ein eigenes Festnetz zugelegt.
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  #26  (Permalink
Alt 20.07.2018, 22:37
Silver2 Silver2 ist offline
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Registriert seit: 30.06.2000
Beiträge: 1.624
Standard AW: Das dauert doch alles viel zu lange

Mannesmann Mobilfunk und Arcor hatten damals aber das größte Glasfasernetz in Deutschland. Da Arcor zusammen mit der Deutschen Bahn die DB Systel betrieben hat.
Historisch hatte damls die Bahn ein eigenes Telekommunikationsnetz, und natürlich auch die Möglichkeit, sehr günstig und schnell Glasfaser überall in den Bahnschächten zu verlegen.
Zumindest überall wo die Bahn war, gab es dann auch Glasfaser. Und oftmals dann auch D2 Mobilfunk.
Reicht natürlich nicht bis ins Land hinein.
Aber wenn man dann noch sieht, dass in Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen Vodafone mit HFC noch nichts zu melden hat und auch sonst das Vodafone Kabelnetz ja nur sporadisch verfügbar ist....

Klar, wo es passt, wird Vodafone auch mal bereits bestehende Mobilfunk Sendeanlagen von einer gemieteten Leitung auf eine eigene umschwenken können.

Aber zu behaupten, DOCSIS sei das Abfallprodukt von Mobilfunk?
Ich glaube Kabel Deutschland hatte 0 Prozent Mobilfunk und 100 Prozent HFC Kunden.
Vodafone hst das gekauft und sicher gibt es in ein paar Prozent auch Synergieeffekte.
Ich vermute Vodafone möchte eher ein zweites Standbein haben und viele der angemieteten DSL Anschlüsse nun eher mit HFC selbst versorgen.

Wo allerdings Vodafone völlig versagt, ist der Ausbau des Netzes. Da tun sie weder in HFC noch in Glasfaser wirklich etwas.
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  #27  (Permalink
Alt 21.07.2018, 01:15
pufferueberlauf pufferueberlauf ist offline
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Registriert seit: 20.06.2013
Beiträge: 1.878
Standard AW: Das dauert doch alles viel zu lange

Zitat:
Zitat von Silver2 Beitrag anzeigen
Mannesmann Mobilfunk und Arcor hatten damals aber das größte Glasfasernetz in Deutschland. Da Arcor zusammen mit der Deutschen Bahn die DB Systel betrieben hat.
Historisch hatte damls die Bahn ein eigenes Telekommunikationsnetz, und natürlich auch die Möglichkeit, sehr günstig und schnell Glasfaser überall in den Bahnschächten zu verlegen.
Zumindest überall wo die Bahn war, gab es dann auch Glasfaser. Und oftmals dann auch D2 Mobilfunk.
Reicht natürlich nicht bis ins Land hinein.
Aber wenn man dann noch sieht, dass in Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen Vodafone mit HFC noch nichts zu melden hat und auch sonst das Vodafone Kabelnetz ja nur sporadisch verfügbar ist....

Klar, wo es passt, wird Vodafone auch mal bereits bestehende Mobilfunk Sendeanlagen von einer gemieteten Leitung auf eine eigene umschwenken können.

Aber zu behaupten, DOCSIS sei das Abfallprodukt von Mobilfunk?
Ich glaube Kabel Deutschland hatte 0 Prozent Mobilfunk und 100 Prozent HFC Kunden.
Vodafone hst das gekauft und sicher gibt es in ein paar Prozent auch Synergieeffekte.
Ich vermute Vodafone möchte eher ein zweites Standbein haben und viele der angemieteten DSL Anschlüsse nun eher mit HFC selbst versorgen.

Wo allerdings Vodafone völlig versagt, ist der Ausbau des Netzes. Da tun sie weder in HFC noch in Glasfaser wirklich etwas.
Das ist halt unser Wechsler selten ganz falsch, selten ganz korrekt und meist polemisch

Gruss
P.
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  #28  (Permalink
Alt 21.07.2018, 01:21
Benutzerbild von robert_s
robert_s robert_s ist offline
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Standard AW: Das dauert doch alles viel zu lange

Zitat:
Zitat von Silver2 Beitrag anzeigen
Wo allerdings Vodafone völlig versagt, ist der Ausbau des Netzes. Da tun sie weder in HFC noch in Glasfaser wirklich etwas.
Naja, sie wollen in 4 Jahren 1 Mio HH neu mit FTTH erschließen. Das wäre mehr als die Telekom in den letzten 8 Jahren geschafft hat...
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  #29  (Permalink
Alt 21.07.2018, 01:35
pufferueberlauf pufferueberlauf ist offline
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Beiträge: 1.878
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Zitat:
Zitat von robert_s Beitrag anzeigen
Naja, sie wollen in 4 Jahren 1 Mio HH neu mit FTTH erschließen. Das wäre mehr als die Telekom in den letzten 8 Jahren geschafft hat...
Man beachte VODAFONE "will" und die Telekom hat geschafft; lass uns mal in 4 Jahren die FTTH-Anschlusszahlen verglichen. Kann gut sein, dass VF dann vorne liegt, aber von der Absichtserklaerung her zu argumentieren finde ich etwas mutig...

Gruss
P.
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