#2931  (Permalink
Alt 24.11.2020, 19:42
xdjbx xdjbx ist offline
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Zitat von dw4817 Beitrag anzeigen
Und genau da liegt der "Konstruktionsfehler": Das gehört aufgesplittet in das internationale Tier-1-AS und ein nationales Eyeball-AS (wie es übrigens bei allen anderen Töchtern der Telekom in diversen Ländern gehandhabt wird). Das nationale Eyeball-AS könnte dann lokal peeren, für den Rest weiterhin auf bezahlte Zusammenschaltungen und Transit vom konzerneigenen Tier-1-Netz setzen, durch die Lokalität würde man a) die Peers motivieren "näher" zu kommen (= Kosten abwälzen), b) die Last im eigenen Kernnetz reduzieren (= Kosten reduzieren), c) würde kundenfreundlich handeln und d) könnte im Tier-1-Netz die bisherige Policy beibehalten.
Das sehe ich genauso. (denke ich )
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  #2932  (Permalink
Alt 24.11.2020, 20:55
pufferueberlauf pufferueberlauf ist offline
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Zitat von xdjbx Beitrag anzeigen
ich war schon die Verträge am Suchen


T muss den Resellern die Vorleistung trotzdem so billig verkaufen, dass diese unter dem Retail Preis der Telekom bleiben können. Damit sind Reseller per Definition billiger, selbst wenn es das technisch gleichwertige Produkt ist.
Genau, nur muss die T die Vorleistung auch kostendeckend ansetzen, nach einem sehr freundlichen Schlüssel fuer die T (mit dem Geld sollte die T theoretisch ihr Kupfernetz neu bauen koennen). Das ist so gewollt um die fuer einen funktionierenden Markt notwendige Vielfalt auf Anbieterseite aufzubauen... Einfach den ehemaligen Monopolisten privatwirtschaftlich aufzustellen alleine erzeugt ja noch keine Konkurrenz . Und Hand aufs Herz privatwirtschaftlich organisierte Monopole sind meist so richtig bloede fuer Endverbraucher.


Gruss
P.
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  #2933  (Permalink
Alt 24.11.2020, 23:42
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Zitat von pufferueberlauf Beitrag anzeigen
Genau, nur muss die T die Vorleistung auch kostendeckend ansetzen, nach einem sehr freundlichen Schlüssel fuer die T (mit dem Geld sollte die T theoretisch ihr Kupfernetz neu bauen koennen).

Gruss
P.
Ist zwar hier offtopic, aber der Schlüssel ist nicht "freundlich", weil er die Bruttowiederbeschaffungswerte eines FTTB/H Netzes ansetzt und diesen Wert auf Kupfer zurückrechnet (Abschlag) und so bestimmte Anlagen (z.B. für Glasfaser weiternutzbare Anlagen / Kabelschächte etc) überhaupt nicht berücksichtigt werden und kostensenkend wirken. Obwohl diese genauso instandgehalten werden müssen.
Auch wurde und wird kräftig gekürzt.
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  #2934  (Permalink
Alt 25.11.2020, 07:06
dw4817 dw4817 ist offline
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Zitat von xdjbx Beitrag anzeigen
T muss den Resellern die Vorleistung trotzdem so billig verkaufen, dass diese unter dem Retail Preis der Telekom bleiben können.
Das ist nicht korrekt, sie muss Vorleistungen zu dem Preis verkaufen, zu dem sie intern die entsprechende Vorleistung verrechnen würde.

D.h. ein Wettbewerber kommt nur dann auf einen niedrigeren Endpreis, wenn er es schafft, die restlichen Bestandteile der Gesamtleistung günstiger bereitzustellen.

Damit wird übrigens auch klar, dass der Endkunde die Telekom direkt für den Datentransport im Access-Netz bezahlt: Das ist nämlich Teil der (volumentarifierten) Vorleistung, somit muss es regulatorisch auch Bestandteil des eigenen Endkundenproduktpreises sein. Das Argument, die Content-Provider sollen sich am Datentransport im Access-Netz beteiligen ist damit hinfällig, der ist nämlich bereits vom Endkunden bezahlt.


Disclaimer: Ich verwende bewusst nicht "Reseller", das ist für mich ein Anbieter, der weitestgehend das komplette Produkt weiterverkauft (könnte man am ehesten bei 1&1 auf WIA-Zugänge bezogen noch so nennen). Sobald eigene Leistungen im Spiel sind (also ab dem BSA) ist das kein reiner "Resale" mehr.
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  #2935  (Permalink
Alt 25.11.2020, 09:18
pufferueberlauf pufferueberlauf ist offline
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Zitat von dw4817 Beitrag anzeigen
Das ist nicht korrekt, sie muss Vorleistungen zu dem Preis verkaufen, zu dem sie intern die entsprechende Vorleistung verrechnen würde.

D.h. ein Wettbewerber kommt nur dann auf einen niedrigeren Endpreis, wenn er es schafft, die restlichen Bestandteile der Gesamtleistung günstiger bereitzustellen.
Der Regulierer wacht darueber, dass die Endkundenpreise der T soweit ueber den Vorleistungspreisen liegen, dass ein wirtschaftlich effizient arbeitender ISP Preise unterhalb der T anbieten kann, da man sich bewusst war/ist, dass der Preis eines der wichtigsten Kriterien fuer Endverbraucher ist und ein wichtiges Ziel der Regulierung ist Wettbewerb zu schaffen.
Zitat:
Zitat von dw4817 Beitrag anzeigen


Damit wird übrigens auch klar, dass der Endkunde die Telekom direkt für den Datentransport im Access-Netz bezahlt: Das ist nämlich Teil der (volumentarifierten) Vorleistung, somit muss es regulatorisch auch Bestandteil des eigenen Endkundenproduktpreises sein. Das Argument, die Content-Provider sollen sich am Datentransport im Access-Netz beteiligen ist damit hinfällig, der ist nämlich bereits vom Endkunden bezahlt.
Das war auch vorher schon klar, die verkaufte Dienstleistung ist ja Internetzugang, das schliesst halt alle Komponenten mit ein die ein ISP bereitstellen muss, oder? Das "die heftigen Nutzer (von intern -> Drosselversuch; von extern -> T1-Unterpeering) fuer die von ihnen verursachten Kosten extra zahlen zu lassen" Argument macht ja auch wenig Sinn (zumindest die internen sind Kunden die lediglich die vertraglich ausgehandelten Leistungen nutzen). IMHO wird das verwendet, da es ein gewissen unterschwelliges Neid-Resentiment bedient, und versucht eine Kundengruppe gegen eine andere auszuspielen (was wie Knorr zeigt durchaus erfolgreich sein kann)...
Zitat:
Zitat von dw4817 Beitrag anzeigen

Disclaimer: Ich verwende bewusst nicht "Reseller", das ist für mich ein Anbieter, der weitestgehend das komplette Produkt weiterverkauft (könnte man am ehesten bei 1&1 auf WIA-Zugänge bezogen noch so nennen). Sobald eigene Leistungen im Spiel sind (also ab dem BSA) ist das kein reiner "Resale" mehr.
Guter Punkt, versuche anb jetzt auch von Wettbewerbern zu sprechen, denn Wettbewerb ist das Ziel der Regulierung, und "Resale" nur ein Mittel...

Gruss
P.
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  #2936  (Permalink
Alt 26.11.2020, 07:12
dw4817 dw4817 ist offline
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Zitat von pufferueberlauf Beitrag anzeigen
Der Regulierer wacht darueber, dass die Endkundenpreise der T soweit ueber den Vorleistungspreisen liegen, dass ein wirtschaftlich effizient arbeitender ISP Preise unterhalb der T anbieten kann, da man sich bewusst war/ist, dass der Preis eines der wichtigsten Kriterien fuer Endverbraucher ist und ein wichtiges Ziel der Regulierung ist Wettbewerb zu schaffen.
Das ist der Effekt, aber erreicht wird das durch regulatorische Eingriffe sowohl bei den Vorleistungspreisen (mit genannter Obergrenze) als auch mit Endkundenpreisen (mit der von Dir genannten Untergrenze). Damit wird der wirtschaftliche Korridor für die Wettbewerber geschaffen.
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  #2937  (Permalink
Alt 26.11.2020, 08:07
pufferueberlauf pufferueberlauf ist offline
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Zitat:
Zitat von dw4817 Beitrag anzeigen
Das ist der Effekt, aber erreicht wird das durch regulatorische Eingriffe sowohl bei den Vorleistungspreisen (mit genannter Obergrenze) als auch mit Endkundenpreisen (mit der von Dir genannten Untergrenze). Damit wird der wirtschaftliche Korridor für die Wettbewerber geschaffen.

+1;ja an beiden Seiten greift der Regulierer ex-ante ins Geschehen ein.


Gruss
P.
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