#1  (Permalink
Alt 20.08.2009, 17:57
Ramtha Ramtha ist offline
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Standard Richtiger Schritt und falsche Umsetzung

Es ist immer das gleiche Prozedere mit dem, was aus Brüssel kommt: Eine gute Idee wird bürokratisch schlecht in die Praxis umgesetzt. Was scheinbar zum Wohle des Systems ist, geht häufig nach hinten los.

Vier Jahre Garantie verteuern zwar die Produkte aufgrund der erforderlichen Garantierückstellungen, würden aber vermutlich den Trend billiger Wegwerfprodukte eindämmen. Qualität statt schnellebiger Eintagsfliegen könnte wieder in die Regale Einzug halten.

Allerdings würde die derzeitge Frist von zwei Jahren auch schon helfen, hätte nicht der bürokratische Wahn Einzug gehalten.
  1. Ein Händler hat keinen Einfluß auf die Qualität der Produkte, also sollte dieser auch bis auf die Abwicklung der Retoure kostenseitig außen vor sein.
  2. Die Gewährleistung sollte volle 2 Jahre durch den Hersteller inklusive der Versandkosten getragen werden. Die derzeitige spitzfindige Regelung mit der Umkehr der Beweislast ab dem 7. Monat (Käufer muß beweisen, daß der Mangel bereits in Monat 1-6 bestand) ist ein Witz für alle Verbraucher. Wer heute z.B. Computerteile kauft, ist gut beraten, den Händler vorher zu Fragen, ob er von dieser Regelung Gebrauch macht, oder ob er volle 2 Jahre Gewährleistung gibt.
  3. Keine Verlagerung von Gewährleistungspflichten auf Verbraucher: Warum muß derzeit ein Selbständiger/Freiberufler, der seinen Firmenwagen verkauft 1 Jahr Gewährleistung gegenüber Privatkäufern leistern. Hat er etwa Einfluß auf die Qualität des Herstellers ?
Hersteller könnten sich durch eine verlängerte freiwillige Garantie von der derzeitigen Regelung sogar distanzieren und so die Qualität ihrer Produkte unterstreichen - damit meine ich nicht die 3 Jahre Garantie auf z.B. die koreanische Bohrmaschinie aus den Albrecht Läden - diese Geräte haben leider nichts mit Qualität zu tun.
Bevor man also wieder eine langwierigen Prozeß ansteuert, sollte man einfach die bestehenden Regeln optimieren.

Und ein freundliches "Hallo" an dieses Forum
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  #2  (Permalink
Alt 20.08.2009, 20:19
Entsch Entsch ist offline
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Standard AW: Richtiger Schritt und falsche Umsetzung

Warum lässt man den Konsumenten nicht entscheiden wieviel Garantie wer will ?

Antwort: weil die EU die UDSSR 2.0 ist.
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Alt 20.08.2009, 21:21
Camue Camue ist offline
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Standard AW: Richtiger Schritt und falsche Umsetzung

Zitat:
Zitat von Entsch Beitrag anzeigen
Warum lässt man den Konsumenten nicht entscheiden wieviel Garantie wer will ?

Antwort: weil die EU die UDSSR 2.0 ist.
Das schreibt jemand der vermutlich 1x im Jahr Reisefreiheit genießt und sich mit Bananen zuschüttet und sein neues Auto nach 3 Monaten in der Garage stehen hatte.

Äpfel und Birnen sind tolle Obstsorten.
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  #4  (Permalink
Alt 21.08.2009, 00:32
Roboterfreak Roboterfreak ist offline
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Standard AW: Richtiger Schritt und falsche Umsetzung

Zitat:
Zitat von Entsch Beitrag anzeigen
Warum lässt man den Konsumenten nicht entscheiden wieviel Garantie wer will ?
Weil die Firmen zu sowas "gezwungen" werden müssen.
Freiwillig würden sie sowas sicherlich nicht anbieten... Und wenn zu unmöglichen Zusatzpreisen.

Man kann viel über die EU meckern, aber bei sowas ist sie sicherlich nicht unnötig mit der UDSSR2 vergleichbar.
Und gäbe es sie nicht, gäbe es wieder zig INsellösungen in dem Punkt, weil die Länder dann selbst sowas entscheiden müssten.

Mal abgesehen davon, dass man in der UDSSR nicht wirklich wählen konnte
__________________

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  #5  (Permalink
Alt 21.08.2009, 01:34
Elandur Elandur ist offline
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Standard AW: Richtiger Schritt und falsche Umsetzung

Ich muss Ramthas Punkten zustimmen, dort muss auch was getan werden.
Jedoch finde ich die Verlängerung der Dauer der Gewährleistung um einiges Wichtiger als das Thema Umkehr der Beweislast nach 6 Monaten.
Bei den heutigen Produkten wird ja schon bei der Herstellung von Produkten darauf spekuliert, dass die Produkte nach 2 Jahren ausfallen um einen Konsum der Waren aufrecht zu erhalten. Es gibt nicht mehr viele Unternehmen die auf Langlebigkeit ihrer Produkte achten, außer es ist Tradition oder eben Unternehmensphilosophie oder es werden halt Qualitätsprodukte angeboten sowie geworben.
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  #6  (Permalink
Alt 21.08.2009, 04:49
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Misterxxxxx Misterxxxxx ist offline
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Standard AW: Richtiger Schritt und falsche Umsetzung

Jaja, die Beweislast - das gehört abgeschafft! Wenn man Glück hat kann man nach 6Monaten nur noch was mit nem Gutachter erreichen was sich natürlich erst ab Produkten >2500€ lohnt.

Mann muss dann eben Produkte von Firmen kaufen wo man weiss die kein Stress machen. Mir fällt da ein aktuelles Beispiel aus meinem Bekanntenkreis ein. 2 Personen, der eine hat ne Xbox360 von M$, der andere eine PS3 von Sony, beide haben gleichzeitig (+-2Wochen) den gleichen Fehler. Nehmen keine DVDs/BRDs mehr an. Beide Befinden sich in der Garantiezeit 7.-24.Monat. Wer hats umgetauscht? Mircosoft. Sony wollte 180€ haben für die Reparatur.

Wer billig kauft, kauft 2x. (nicht auf Sony bezogen)
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