#1  (Permalink
Alt 24.03.2006, 02:13
dslworker dslworker ist offline
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Standard Die T-Kosten sind immer falsch

Hallo zusammen,

also einfach ist das Verhalten der T-Konkurrenten nicht zu verstehen.

laut diesem Artikel ist bei DSL alles zu billig:
http://www.teltarif.de/arch/2006/kw12/s21004.html

Ich fasse die Meinungen mal zusammen:

1. Die Kupfer-TAL Miete ist zu teuer 10,60€
2. Die Glasfaser mieten ist ebenfalls zu teuer
3. Eigene Leitungen zu verlegen ist nicht gewünscht
4. Die T- Kundenprodukte sind zu billig
5. Paketprodukte der T sind wettbewerbsverzerrend
6. Der T-DSL Wiederverkauf ist zu billig
7. Eine Investition der Wettbewerber in VDSL ist nicht vorgesehen
8. Die T soll zum VDSL Resale verpflichtet werden
9. Die call by call Interconnection Preise sind zu hoch
10. Die Inkasso-Preise sind zu hoch
11. Das Mahnungen versenden und Geld eintreiben soll doch die T machen
12. Die T Vertragslaufzeiten sind zu lang
13. Die Vertragsalufzeiten der Wettbewerber sind standartmässig 1 Jahr
14. Die Preselection ist zu teuer
15. Eigene Technik ist zu teuer und wird nur in Zentren installiert
16. Kabelkanäle mieten will man auch nicht
17. Die Hausverkabelung möge bitte die T machen
18. Bei Service vor Ort muss die T hin
19. Die Neubauanschlüsse möge bitte die T finanzieren
20. Die Bereitstellungskosten für Vollanbieter sind zu teuer
21. Die Kollokationskosten sind zu teuer
22. Eigene Gebäude erstellen ist zu teuer
23. und und und

also hier ein Vorschlag zur Güte:

Die T soll einfach 60% Ihres Geldes an die Wettbewerber überweisen,
die Wettbewerber haben keine Kosten und dann ist hoffentlich das Gejammer beendet.

mfG
__________________
dIe eInZIG vErNÜftiGE RecHTsChReibrefORM :
diE grOßSchReiBung geHÖrT AbGEscHaFfT

Geändert von dslworker (24.03.2006 um 02:28 Uhr)
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  #2  (Permalink
Alt 24.03.2006, 02:30
Deacon Frost Deacon Frost ist offline
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Standard AW: Die T-Kosten sind immer falsch

arme Telekom...sollen wir sammeln gehen?
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  #3  (Permalink
Alt 24.03.2006, 02:35
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Standard AW: Die T-Kosten sind immer falsch

Er schreibt nur, was Tatsache ist. Der "Wettbewerb" möchte sich nach Möglichkeit aus jeglichem Risiko heraushalten und scheut sämtliche Kosten. Das ist Fakt.

Trotz Ausschreibung gibt es afaik kein Neubaugebiet in Deutschland, das von einer anderen Telco als der T-Com erschlossen wurde seit Beginn der Privatisierung.

Die Konkurrenz sagt immer, die T wäre viel zu teuer und das ginge alles viel günstiger. Bitte. Wieso zeigen sie es dann nicht mal? Würden sie ein solches Gebiet selbst ausbauen müssten sie sich nicht mehr mit der T "herumschlagen".
Wird ihnen wohl nur zuviel Risiko und Aufwand sein. Ist doch auch viel bequemer einfach wie ein kleines Kind in der Wiege zu liegen und zu heulen es ist alles so unfair.
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  #4  (Permalink
Alt 24.03.2006, 10:47
KlausKlausi KlausKlausi ist offline
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Standard AW: Die T-Kosten sind immer falsch

Zitat:
Zitat von ilanzius
Trotz Ausschreibung gibt es afaik kein Neubaugebiet in Deutschland, das von einer anderen Telco als der T-Com erschlossen wurde seit Beginn der Privatisierung.
Doch gibt es !

Hier in Hamburg hat Hansenet schon vor ein paar Jahren in einem Neubaugebiet die Grundversorgung gemacht.

Ich weiss nicht den "aktuellen Stand" (!!!), aber als ich darüber gehört hatte soll es so gewesen sein:

- Dort hatte Hansenet das 100% Monopol
- Kein Call by Call
- Kein Preselection
- Kein Reselling
- Kein Wettbewerb

Es wäre natürlich auch für andere Anbieter möglich gewesen, dort die TAL von Hansenet anzumieten, aber soweit ich weiss nicht zu den regulierten Preisen.

Die Telekom hatte natürlich auch keinerlei Interesse dort zu investieren.
Wenn ein Wettbewerber irgendwo investiert, dann kann er durch seine günstigen Preise ja damit rechnen, daß ein Haufen Kunden zu ihm wechselt. Das trifft auf die Telekom mit den regulierten Preisen allerdings nicht zu, so daß sich dort eine Investition bei 100% Hansenetkunden bestimmt nicht lohnen würde.

Kann sein, daß die Situation jetzt nach ein paar Jahren schon etwas besser aussieht.
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  #5  (Permalink
Alt 24.03.2006, 11:52
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fruli fruli ist offline
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Standard AW: Die T-Kosten sind immer falsch

Hi,

es wurden auch TAL in Neubaugebieten von Netcologne und Isis realisiert.

Die angebotenen Leitungsmiet-Konditionen an die DT AG oder Wettbewerber waren dabei weit unterhalb der Konditionen der DT AG.

KlausKlausis Argumentation ist nicht von der Hand zu weisen, deshalb ist es für den Markt das beste, wenn die DT AG die TALen unterhält.


@dslworker: im von dir zitierten Teltarif-Artikel geht es ganz einfach darum, dass bei DSL-Resale-Preisen von 10€ für DSL-Anschlüsse beliebiger Bandbreite ohne Einmalentgelte der Preisabstand zu den derzeitigen Preisen für TAL-Komplettmiete und insbesondere auch Line-Sharing nicht mehr stimmt (dort die hohen Einmalentgelte beachten, hohe Kollokationskosten, etc).

D.h. die mit den auf tieferen Netzebenen verfügbaren Vorleistungsprodukten ist keine ausreichende Wertschöpfung mehr möglich bei diesen Resale-Dumping-Konditionen.

Diese Strategie ist für die DT AG typisch: erst fordert sie jahrelang gebetsmühlenartig die Investion in möglichst engmaschige Netzanbindung ans DT AG-Netz und wenn das dann durch Wettbewerber geschehen ist, versucht sie, diese Investitionen völlig zu entwerten, siehe diesen Thread.

Mit den neuen Resale-Preisen ohne damit einhergehende Anpassung von TAL/Line-Sharing verfolgt sie genau die gleiche Strategie.

So long.
fruli
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  #6  (Permalink
Alt 24.03.2006, 12:10
Lucy Lucy ist offline
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Standard AW: Die T-Kosten sind immer falsch

Ich finde, du hast recht mit der Stimmungsmache die du beschreibst dslworker. Sonage die Bundesnetzagentur ihren Erfolg an verlorenen Marktanteilen der Telekom misst wird sich an dem Verhalten der sogenannten Konkurrenten auch nichts ändern. Schliesslich müssen diese Firmen förmlich das Gefühl bekommen, dass Nörgelei und Rumgeheule mehr Ertrag bringt, als Investition und Innovation.
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  #7  (Permalink
Alt 24.03.2006, 12:32
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Hi,

@Lucy: wie sonst wenn nicht am schwindenden Marktanteil des Incumbents am Gesamt-TK-Markt soll man sonst den Erfolg der Regulierung bemessen?

Das aussagekräftigere Kriterium Vorhandensein von alternativen Anbietern für den Verbraucher dürfte eng mit erstgenanntem Kriterium korrelieren.

... und dass die DT AG gerade die Strategie hat, die Infrastruktur-Investitionen der Mitbewerber zu entwerten, zeigt der neue Resale-Vertrag ganz deutlich - hier wird das T-Com-Netz per Resale verrammscht mit dem einzigen Ziel, um eine Wertschöpfung der Mitbewerber über ihre erfolgten Investitionen in die Netzzusammenschaltung auf unterer Netz-Ebene unmöglich zu machen (insbesondere das jetzt aufkommende Telefonica-Line-Sharing).

siehe auch verlinkter Thread von mir, der diese Strategie auf einem anderen Markt (Carrier Selection) schön deutlich macht.

So long.
fruli
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  #8  (Permalink
Alt 24.03.2006, 12:37
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Zitat:
Zitat von fruli
Hi,

@Lucy: wie sonst wenn nicht am schwindenden Marktanteil des Incumbents am Gesamt-TK-Markt soll man sonst den Erfolg der Regulierung bemessen?
D.h. wenn der größte Anbieter am Markt die Kunden auch rein durch bestes Angebot, bestes P/L-Verhältnis und Service halten könnte und demnach keine Marktanteile abgibt, wäre die Regulierung in deinen Augen nicht ausreichen.

Aha.

Womit wir wieder beim Thema wären:
Regulierung ist scheinbar nur dann gut, wenn man Unternehmen möglichst zerstört.


Und zu Resale:
Wer wollte Resale? Wer hats gefordert? Wer hat jahrelang geheult, dass es zu teuer war?

Schaffts ab, dann sind wir ein paar Sorgen los. Aber dann fangen die nächsten wieder zu jammern an, der böse Monopolist würde ja...
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  #9  (Permalink
Alt 24.03.2006, 13:04
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Standard AW: Die T-Kosten sind immer falsch

Hi,

@ilanzius: da der Gesamt-TK-Markt durch neue Produkte wächst und sich dynamisch entwickelt, bedeutet ein Verringerung des Marktanteils des Incumbents keineswegs dessen "Zerstörung"

Der Incumbent-Festnetz-Geschäftsbereich der DT AG schreibt im übrigen tiefschwarze Zahlen seit der Privatisierung - auch heute und in den Krisenjahren, als der Konzern durch Spekulationen/Akqusitionen/Lizenzen in Schieflage geriet, war das so.

Resale wollte im übrigen niemand mit Ausnahme der T-Com (höchstens United Internet).

Die Wettbewerber wollten stets Bitstream und Line-Sharing - ersteres gibt es immer noch nicht trotz EU-Vorgaben und letzteres zu vernünftigen Konditionen erst seit letztem Sommer; durch das jetzige Net-Rental-Resale ist damit aber wohl kaum noch eine Wertschöpfung möglich -> Ausbau durch Telefonica in Gefahr.

Es ist ein Unding, Wettbewerber zu kritisieren, dass sie nicht in Netzzusammenschaltung auf unterer Netzebene investieren - und wenn sie das getan haben, werden sie durch Ramsch-Resale plattgemacht.

So long.
fruli
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  #10  (Permalink
Alt 24.03.2006, 13:45
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Glasfaserkunde Glasfaserkunde ist offline
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Standard AW: Die T-Kosten sind immer falsch

Zitat:
Es ist ein Unding, Wettbewerber zu kritisieren, dass sie nicht in Netzzusammenschaltung auf unterer Netzebene investieren - und wenn sie das getan haben, werden sie durch Ramsch-Resale plattgemacht.

So long.
fruli
Die Dummen sind in diesem Fall Arcor, Versatel und Co.! Diese haben überhaupt erst in eigene Netze investiert (hat man das nicht immer gefordert?) und werden jetzt von only-Resellern wie 1&1 in die Ecke gedrängt - (massen-)subventioniert von der Telekom.

Was nu? Sind der T-Com jetzt die resale-Billigheimer doch lieber als Konkurrenznetze von Arcor usw.?
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