#31  (Permalink
Alt 12.04.2021, 17:25
Mettwurscht Mettwurscht ist offline
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Zitat:
Zitat von kingpin42 Beitrag anzeigen
Weil die Hotliner es nicht können und die technischen Ingenieure solche Kinkerlitzchen nicht machen, die haben dafür schlicht keine Zeit. Eine Fritzbox dürfte man vermutlich noch problemlos provisioniert bekommen, für andere ONTs seh ich da eher schwarz. Wenn man an Privatkundenanschlüsse abseits automatisierter Prozesse Hand anlegen muss, wars das mit der Marge. Dann wird das fast sofort zum Verlustgeschäft.
Wieso konzipiert man überhaupt ein Produkt ohne die rechtlichen Bedingungen zu erfüllen? Niemand ist gezwungen, das zu ignorieren um hinterher den unmenschlichen Aufwand zu beklagen, der nötig ist, Endgerätefreiheit umzusetzen. Man kann doch in der Planungsphase schauen, was sind die Anforderungen, was muss erfüllt werden und das baut man dann eben.

Erinnert mich ein bisschen an die Argumentation, Datenschutz verhindere Innovation oder Artenschutz Bauvorhaben. Als ob diese Vorgaben plötzlich vom Himmel fielen.
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  #32  (Permalink
Alt 12.04.2021, 17:49
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Was spricht denn gegen ein Klonen der ONT Daten?

Damit läuft zumindest am Telekom FTTH und auch bei fast allen ausländischen Infrastrukturen der Anschluss weiterhin problemlos ohne Bemühungen auf Seiten der Provider.

EDIT: Das war doch schon häufiger so. Deshalb haben z.B. sehr viele Consumer Router eine "Clone WAN MAC" Funktion.
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  #33  (Permalink
Alt 12.04.2021, 18:34
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In der Praxis geht das Klonen, wenn das MIB nicht zu sehr voneinander abweicht. Oder herstellerspezifischen Erweiterungen genutzt werden.
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  #34  (Permalink
Alt 12.04.2021, 22:15
kingpin42 kingpin42 ist offline
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Zitat:
Zitat von Mettwurscht Beitrag anzeigen
Wieso konzipiert man überhaupt ein Produkt ohne die rechtlichen Bedingungen zu erfüllen? Niemand ist gezwungen, das zu ignorieren um hinterher den unmenschlichen Aufwand zu beklagen, der nötig ist, Endgerätefreiheit umzusetzen. Man kann doch in der Planungsphase schauen, was sind die Anforderungen, was muss erfüllt werden und das baut man dann eben.

Erinnert mich ein bisschen an die Argumentation, Datenschutz verhindere Innovation oder Artenschutz Bauvorhaben. Als ob diese Vorgaben plötzlich vom Himmel fielen.
Das Produkt war bereits lange vor der Endgerätefreiheit 2016 da. Vermutlich hatte man eben auf das Wohlwollen der BNetzA gehofft, die sich ja auch lange geziert hat mit der Klarstellung der Definition des passiven Netzabschlusses.

Es ist auch kein unmenschlicher Aufwand, es will nur niemand bezahlen. Wenn das so im Auftrag an uns steht, wird das auch umgesetzt.

Ich finde aber auch das es für die allermeisten Nutzer doch ausreicht, wenn sie ihre AVM Glasfaser Fritzbox betreiben können. Was will man mit einem eigenen ONT ? Im Störfall hat man keinen Support, wenn etwas das ganze Netz stört kann es sogar teuer werden. Nur für ein paar mickrige Mbits mehr beim Gigabit-Tarif ? Oder für die Anzeige des Receive/Transmit-Levels und der Temperatur des optischen PHYs ? Was bringt einem das ohne weitere Daten des Netzes zu kennen ? Der OLT merkt das schon selbst, wenn die Pegel nicht mehr der Norm entsprechen und gibt entsprechende Warnungen an den ISP aus.

Ich versuche natürliche jedem zu helfen, der trotzdem einen exotischen ONT bei EON provisioniert haben möchte. Nur zaubern kann ich da nicht, da die FTTX-Access-Infrastruktur für mich nur ein beruflicher Nebenschauplatz ist und ich nicht mit jedem Detail vertraut bin.
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Alt 12.04.2021, 23:05
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Zitat:
Zitat von kingpin42 Beitrag anzeigen
Das Produkt war bereits lange vor der Endgerätefreiheit 2016 da. Vermutlich hatte man eben auf das Wohlwollen der BNetzA gehofft, die sich ja auch lange geziert hat mit der Klarstellung der Definition des passiven Netzabschlusses.
Dass sich regulatorische Rahmenbedingungen durchaus im Laufe der Zeit ändern können sollte ausgerechnet ein großer Infrastruktur-Anbieter wie E.ON wissen. Das ist letztendlich Geschäftsrisiko.
Wenn das jetzt die komplette Kalkulation zerstören sollte (was ich nicht glaube) ist das Geschäftsmodell schon sehr wackelig.

Zitat:
Zitat von kingpin42 Beitrag anzeigen
Ich finde aber auch das es für die allermeisten Nutzer doch ausreicht, wenn sie ihre AVM Glasfaser Fritzbox betreiben können. Was will man mit einem eigenen ONT ? Im Störfall hat man keinen Support, wenn etwas das ganze Netz stört kann es sogar teuer werden. Nur für ein paar mickrige Mbits mehr beim Gigabit-Tarif ? Oder für die Anzeige des Receive/Transmit-Levels und der Temperatur des optischen PHYs ? Was bringt einem das ohne weitere Daten des Netzes zu kennen ? Der OLT merkt das schon selbst, wenn die Pegel nicht mehr der Norm entsprechen und gibt entsprechende Warnungen an den ISP aus.
Für viele hier (mich eingeschlossen) geht es in solchen Fragen letztendlich weniger um die Notwendigkeit als um die technische Machbarkeit.

Unterm Strich spielt es aber überhaupt keine Rolle warum jemand einen eigenen ONT einsetzen will. Das Problem ist ja nicht gelöst wenn man jetzt notdürftig die 5530 provisionieren kann.
Mittelfristig werden mehr GPON-Geräte auf den Markt kommen und dann hat man wieder das gleiche Problem, dass sie vielleicht nicht genau die MIBs sprechen die gewünscht sind.
Dass ausgerechnet die Telekom hier offensichtlich Prozesse und Technik etabliert hat, die viele ONTs unterstützt sollte E.ON (und ganz vielen anderen GPON-Betreibern in D) schon zu denken geben.

Letztendlich verlangt ja auch niemand, dass jedes noch so exotische SFP-Modul von Aliexpress provisioniert werden muss.
Etwas weiter als ONT vom OLT-Vendor der so tief integriert ist, dass sich die Faser selbstständig anschließt sollte man schon denken.

Zitat:
Zitat von kingpin42 Beitrag anzeigen
Ich versuche natürliche jedem zu helfen, der trotzdem einen exotischen ONT bei EON provisioniert haben möchte. Nur zaubern kann ich da nicht, da die FTTX-Access-Infrastruktur für mich nur ein beruflicher Nebenschauplatz ist und ich nicht mit jedem Detail vertraut bin.
Dein persönlicher Einsatz steht ja ganz außer Frage. Bei der Endgerätefreiheit geht es ja letztendlich darum, dass es solche "Insider-Kanäle" nicht braucht.
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Alt 15.04.2021, 13:55
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Zitat:
Zitat von TheCadillacMan Beitrag anzeigen
Etwas weiter als ONT vom OLT-Vendor der so tief integriert ist, dass sich die Faser selbstständig anschließt sollte man schon denken.
Wobei das natürlich der feuchte Traum der ISP ist
__________________
"Mehr als 80 Prozent der Anschlüsse im Projektgebiet werden nach Ende der Maßnahme (Ende 2024) mit 100 Mbit/s oder mehr versorgt." (LK SLF-RU)

Also Ende 2024 noch knapp 20% der Anschlüsse unter 100 MBit/s. Geil.
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e.on, fritzbox 5530 fiber, ftth, glasfaser, ont


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