#1  (Permalink
Alt 07.12.2018, 08:03
MPWINNEN MPWINNEN ist offline
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Standard Glasfaserausbau im Gebiet mit oberirdischen Anschlussleitungen

In der ersten Jahreshälfte soll im Rahmen von einem kommunal geförderten Breitband-Ausbau-Projektes im Kreis Ahrweiler vollzogen werden. (T-Com)
Einige Haushalte können mit einer Anschluss-pauschale von ca. 800,-€ sich FTTH ins Gebäude legen lassen.
In einem noch nicht erschlossenem Wohngebiet mit nicht asphaltierter Zuwegung sind die meisten Anwohner noch mit oberirdischen Anschlussleitungen (Asl).
Diese Asl sind in einem Kabelverzweiger (KVz) auf Endverschlüsse (Evs) mit Überspannungs-Sicherungen abgeschlossen.
Dieser KVz soll durch ein Multifunktionsgehäuse (MFG) ersetzt werden. Von hieraus sollen dann die Anwohner mit der FTTC Lösung versorgt werden.
Hierzu hätte ich einige Fragen.
1. gibt es Erfahrungen mit einer oberirdischen "letzten Meile" ? (Wie sieht es im Überspannungsschäden aus)
2. wie sieht die Übertragungs-Qualität bei ca. 400m Anschlussleitung oberirdisch oder unterirdisch aus? (Gibt es hier Tabellen)
3. Hat man einen Anspruch auf FTTH bei diesen schlechten physikalischen Voraussetzungen ?
(eine Verlegung wäre dann in einer nicht asphaltierten Strasse mit einfachen Tiefbau-arbeiten)

Vielen Dank für ein paar Infos Voraus
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  #2  (Permalink
Alt 07.12.2018, 09:11
wellmann wellmann ist offline
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Standard AW: Glasfaserausbau im Gebiet mit oberirdischen Anschlussleitungen

Oberirdische Leitungen sind an sich kein Problem. Die Telekom berechnet vorab, ob die Dämpfung ausreichend ist, um die Förderbedingungen einhalten zu können. Bei 400m sind typischerweise 100 oder 175 Mbit/s möglich. Die Gefahr von Blitzeinschlägen besteht natürlich auch mit FTTC weiterhin. (Tips zum Überspannungsschutz mit VDSL gibt es hier.)

Anspruch speziell auf FTTH hat man nicht. Sollten die Förderbedingungen nicht eingehalten werden können, könnte die Gemeinde Nachbesserung verlangen, aber der Fall ist unwahrscheinlich, weil die Telekom vorab berechnet und da viel Erfahrung hat. Häufig werden auch nur 50 Mbit/s gefordert und die sind bei 400m absolut kein Problem. Oft nicht mal für 100%, sondern nur für 85% der Haushalte oder ähnlich.

Man kann sich FTTH nach Abschluß des Projekts auf eigene Kosten legen lassen. Aber das kostet ~10.000 Euro plus Tiefbau (50 bis 150 Euro pro Meter), auf Wunsch ist wohl auch die Nutzung der Masten möglich, dann wird es deutlich günstiger. Umso mehr mitmachen, umso günstiger wird es. (Überspannung ist ja auch bei oberirdischer Glasfaser kein Problem. )
https://telekom.de/mehr-breitband-fuer-mich
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  #3  (Permalink
Alt 07.12.2018, 13:35
A1B2C3D4 A1B2C3D4 ist offline
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Standard AW: Glasfaserausbau im Gebiet mit oberirdischen Anschlussleitungen

Bei 400 Metern bis zum KVz braucht man nicht über MBfm nachdenken.

https://youtu.be/R1HRunUEz50?t=223
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  #4  (Permalink
Alt 07.12.2018, 14:56
Peter13779 Peter13779 ist offline
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Standard AW: Glasfaserausbau im Gebiet mit oberirdischen Anschlussleitungen

Wobei der Herr Schnurer ja auch noch nen kleinen Bekanntheitsbonus erhalten hat. Mir wurden für effektiv 120 Meter Tiefbau 106.000 Euro errechnet ;-)
Bei mir wären es 380 Meter Kabel von Mast zu Mast zum Kabelverzweiger ...
__________________
Suche VVDSL Internetanschluss mit mindestens: 75 MBit/s Download, 30 MBit/s Upload, Flatrate + dynamische, öffentliche IPv4 Adresse (kein CGN oder DS-Lite) und Telefonflat ins Festnetz. Biete 50 Euro im Monat. Bei doppelter Bandbreite und Glasfaserumsetzung inkl. einmaliger, vierstelliger Ausbaubeteiligung...
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  #5  (Permalink
Alt 09.12.2018, 15:42
Benutzerbild von thom53281
thom53281 thom53281 ist offline
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Standard AW: Glasfaserausbau im Gebiet mit oberirdischen Anschlussleitungen

Zitat:
Zitat von wellmann Beitrag anzeigen
(Tips zum Überspannungsschutz mit VDSL gibt es hier.)
Das hab ich hier auch noch etwas weiter ausgeführt. Allerdings nicht hier im Forum, da man hier seinen Beitrag nur für eine kurze Zeitdauer bearbeiten kann.

Ansonsten spielt es aus blitzschutztechnischer Sicht imho keine Rolle ob der DSL nun aus dem Amt kommt oder direkt vom MFG. Es ändert sich ja im Grunde nichts an der Situation, welche dort ja schon bereits seit Jahrzehnten besteht. Nein, eigentlich ist DSL aus dem MFG sogar vorteilhaft in der Hinsicht, schließlich könnte der Blitz ja auch irgendwo im Hauptkabel einschlagen. Je kürzer die Kupferstrecke, desto besser.
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ftth fttc oberirdische


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