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Alt 06.04.2019, 16:25
Speedy² Speedy² ist offline
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Standard AW: Faxe von 1&1 zu VSEnet dauerhaft nicht möglich

Ich habe bei mir "Faxübertragung auch mit T.38" rausgenommen, nachdem manche Faxe ihr Ziel auch nicht erreichten. Seitdem keine Probleme mehr, eingehend Vodafone, ausgehend easybell. Fritz legt die eingehend bekanntlich ja gleich als PDF ab.
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Alt 15.04.2019, 15:36
dark_rider dark_rider ist offline
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Standard AW: Faxe von 1&1 zu VSEnet dauerhaft nicht möglich

1&1 schreibt nun, VSE-NET sei schuld:
Zitat:
Wir haben den Sachverhalt bereits bei VSE-Net in Klärung gegeben. Leider können wir von unserer Seite aus keine weitere Lösung für die Angelegenheit herbeirufen. Wir werden unsere internen Informationen dahingehend anpassen, das T.38 nicht mehr verwendet werden sollte. Mehr können wir zum aktuellen Zeitpunkt nicht tun. Von unserer Seite aus arbeiten die Systeme wie sie sollen. Betroffene Kunden können die Problematik umgehen, indem T.38 deaktiviert wird.
VSE-NET schreibt, die Telekom sei schuld:
Zitat:
Die Telekom tritt bei Servicerufnummern als Transit-Carrier auf und vermittelt Anrufe zwischen den Carriern. Im Transit transcodiert die Telekom nicht auf G3.
...
Beim IP-Interconnect mit der Deutschen Telekom wurde der Standard T.38 bei der Konfiguration falsch definiert. Die Telekom müsste uns den IP-Strom transparent durchreichen, was jedoch leider nicht geschieht. Die Telekom bricht somit die Verbindung ab. Das Problem ist erkannt und wird behoben, jedoch ist der Zeitpunkt ungewiss.
Die Telekom schreibt:
Zitat:
So pauschal kann mir niemand dieses Fehlerbild bestätigen. Hier ist wirklich der richtige Weg, sich an den jeweiligen Anbieter zu wenden und dies über eine gemeldete Störung zu klären. Wenn der Anbieter hier einen Fehler feststellt, dann hat er dies über die ihm bekannten internen Kanäle zur Behebung an uns zu melden. Es tut mir leid, dass ich hier keine andere Antwort für Sie habe.
...
Eine Fehlerbehebung kann ich Ihnen in diesem Fall nicht anbieten, tut mir leid. Gern hätte ich Ihnen hierzu eine Lösung angeboten. Wenn das Problem bekannt ist und von den Carrier an uns weitergeleitet worden ist, werden die Kollegen an der Behebung arbeiten.
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Alt 18.04.2019, 18:35
talk talk ist offline
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Standard AW: Faxe von 1&1 zu VSEnet dauerhaft nicht möglich

Hallo dark_rider,

ist mit 1&1 der Kontakt über die Wholesale-Abteilung von 1&1/Versatel gemeint?

Hattest Du 1&1/Versatel die hier im Thread diskutierten Erkenntnisse (Abreißen des eingehenden RTP-Streams offenbar direkt nach erstem Re-Invite-Versuch, seltsame Fehlermeldungen mit SIP-Fehlercodes 408 und 480) mitgeteilt?

Meines Erachtens sollte 1&1/Versatel das Problem mit der Carrier-Abteilung der Telekom besprechen, denn diese ist ja wohl der IC-Partner, an den die Verbindung übergeben wird.

Wenn 1&1 der Meinung ist, daß ihre Systeme einwandfrei funktionieren und diese Fehler nicht von 1&1 verursacht werden, dann müßten der abreißende RTP-Stream und die Fehler 408 / 480 auch am Netzübergang 1&1/Versatel <> Telekom sichtbar sein. Dann könnte 1&1 ja einfach mal bei der Telekom nachhaken, warum die Telekom keine RTP-Daten mehr nach dem versuchten T.38-Reinvite übergibt und warum die zitierten Fehlercodes signalisiert werden.

Danach könnte die Telekom ihrerseits überprüfen, ob von ihr alle SIP-/RTP-Daten wirklich nur transparent durchgeleitet werden, oder ob es evtl. im Telekom-Netz zu einer fehlerhaften Umsetzung kommt.

Falls ersteres, müßten die geschilderten Probleme auch am Netzübergang Telekom <> VSE-Net auftauchen, dies könnte die Telekom dann wiederum mit VSE-Net abklären.

cu talk
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  #84  (Permalink
Alt 19.04.2019, 09:06
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Hallo talk,

ja, der Kontakt wurde initiiert über 1&1-/Versatel-Wholesales, lief dann weiter über support@1und1.de. Die Erkenntnisse im Detail inkl. der per Wireshark aufbereiteten Fritzbox-Mitschnitte hatte ich dorthin mitgeteilt. Zwischenzeitlich schrieb man mir auch: "Es gibt verschiedene Netzbetreiber in Deutschland, die auf T.38 verzichten und eine Übertragung ohne das T.38-Protokoll bevorzugen. Wir sind im Dialog mit den weiterführenden Netzbetreibern, wieso bei einer T.38-Faxübertragung auf das Reinvite mit dem Fehlercode 488 abgelehnt wird und keine Weiterführung über G.711A stattfindet."

Wie Du oben ja leider siehst, schieben ja alle drei die Schuld von sich und verweigern auch weitere Aktivitäten. Wirklich absurd.
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  #85  (Permalink
Alt 02.06.2019, 16:25
talk talk ist offline
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Standard AW: Faxe von 1&1 zu VSEnet dauerhaft nicht möglich

Hallo dark_rider,

im Telekom-Hilft-Forum ist aktuell ein interessanter Fall aufgetaucht, bei dem es seit kurzem aus dem 1&1 Versatel-Netz zu Faxproblemen mit T.38 kommt - und zwar zu Anschlüssen im Telekom-Netz!

Die "Unterschiede" zu Deinem Fall: Aus dem Telekom-Netz kommt offenbar gar keine Rückmeldung zum Re-Invite-Versuch, bis die anrufende Seite schließlich die Verbindung beendet. Zudem kommt es offenbar zu keinem Abreißen des eingehenden RTP-Datenstroms.

Auffallend ist, daß in beiden Fällen 1&1 Versatel und die Telekom im Spiel sind. Es läßt sich ja vermuten, daß die SIP-Kommunikation des Re-Invite-Versuchs nicht korrekt über die Netzübergänge signalisiert wird. Mit dem jetzt vorliegenden Fall könnte man das Thema evtl. mit neuer Energie angehen - das Telekom-Netz ist hier ja das Zielnetz (und es sind nur zwei statt drei Netzbetreiber an der Verbindung beteiligt). Da kann man die Zuständigkeit nicht mehr so leicht hin und her schieben. Vielleicht gelingt es auf diesem Weg sogar, das Problem grundsätzlich zu lösen, sodaß auch Transit-Verbindungen über das Telekom-Netz (wie in Deinem Fall) hiervon profitieren können.

Ich habe Dich mal im Telekom-Hilft-Forum angepingt und dabei auch auf diese Diskussion hier hingewiesen, siehe hierzu folgenden Thread:

https://telekomhilft.telekom.de/t5/T...er/m-p/3930127

Wenn Du magst, kannst Du ja mal mit dem dortigen Nutzer lpinguin Kontakt aufnehmen und Erfahrungen austauschen.

cu talk
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  #86  (Permalink
Alt 03.06.2019, 07:07
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Hallo talk,

danke für die Info, aber die Recherchen aller Seiten, sei es 1&1/Versatel, die Telekom, VSE-Net, der VSE-Net-Reseller, die BNetzA, diverse PBX-Anbieter, AVM usw. haben trotz intensivster Recherchen auch meinerseits und zahlreicher Kontaktaufnahmen nichts ergeben.

Mir wurde am Ende bestenfalls immer wieder nur gesagt, dass der jeweilige Anbieter keinen Fehler finden könne und er bei einem anderen Anbieter liegen müsse, dass Fax ein aussterbendes Medium sei und in IP-Netzen ohnehin nie zuverlässig funktioniert, oder es wurde gar nicht (mehr) geantwortet.

Ich gebe es daher auf, dem Thema weiter nachzugehen.
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Geändert von DarkAngel2401 (07.06.2019 um 07:25 Uhr) Grund: Auf Wunsch geändert / gekürzt
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  #87  (Permalink
Alt 03.06.2019, 18:10
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Standard AW: Faxe von 1&1 zu VSEnet dauerhaft nicht möglich

Hallo dark_rider,

es ist sehr schade, daß trotz aller Mühen keine Lösung des Problemes möglich war.

Und daß das Thema hauptsächlich zwischen den verschiedenen Unternehmen hinundher geschoben wurde und alles letztlich sogar mit einer Kündigung endete, ist wirklich bitter.

Unterm Strich war das Thema wohl zu exotisch und die Anzahl der Beteiligten zu hoch. Da auf der anrufenden Seite nicht Du selbst, sondern jeweils eine dritte Person stand und auf der angerufenen Seite noch ein Reseller beteiligt war, war es eigentlich fast schon ein kleines Wunder, überhaupt zu den technischen Abteilungen der Netzbetreiber (zumindest bei 1&1 Versatel und VSE-Net) durchzudringen. Es hätte auch sein können, daß alle Kontakte in dieser Richtung geblockt werden ("Sie sind kein Vertragspartner von uns"). Das hilft aber jetzt natürlich auch nicht groß weiter.

Dieser Fall bestätigt, daß Anbieter sich gerne damit brüsten, mit VoIP angeblich die gleiche Qualität bieten zu können, wie im klassischen ISDN. Kommt es dann aber doch zu Problemen, ist man auf Seite der Carrier schnell ziemlich blank und greift zu Ausflüchten ("Fax ist nicht garantiert" / "Wer braucht heute noch Fax" / "Bei uns funktioniert alles einwandfrei")...

Bei solchen Fällen kann ein einzelner Nutzer (erst recht, wenn er selbst gar kein Kunde bei den fraglichen Netzbetreibern ist) auch nicht genug "Gewicht" aufbringen, um ggf. eine unkonventionelle Lösung zu erreichen. Bei den Massenmarkt-Angeboten sind da vielleicht auch die Margen zu gering (mit mehreren Support-Anfragen ist der Gewinn für ein Jahr schnell futsch) und die Abläufe zu formell. Das kann aber natürlich alles keine Entschuldigung dafür sein, daß man den Kunden im Regen stehen läßt.

Im aktuellen Fall im Telekom-Hilft-Forum geht es offenbar um eine größere Anzahl von Geschäftskundenanschlüssen, das ist dann schon eine etwas andere Hausnummer. Und nachdem bei den üblichen Carriern jetzt auch zunehmend (große) Geschäftskunden zu All-IP umgezogen werden, wird der Druck, vergleichbare Probleme zu lösen, vermutlich (oder sollte ich eher hoffentlich sagen?) auch steigen.

Falls Du irgendwann nochmal einen Versuch mit einer Faxnummer starten möchtest, solltest Du vielleicht nach einem Anbieter suchen, der möglichst viel von der technischen Wertschöpfung selbst realisiert. Die großen internationalen Fax2Mail-Anbieter müssen in den einzelnen Ländern ihre Rufnummern unter Umständen von verschiedenen Carriern zusammenpuzzeln - wer weiß, wie die technische Realisierung da dann im Hintergrund aussieht.

Mangels eigener Erfahrungen mit Fax2Mail-Diensten ist es nicht leicht, da nun eine konkrete Empfehlung auszusprechen. Der Provider Portunity (www.portunity.net) bietet mit www.faxnummer.de eine Fax-Rufnummer (normale ortsrufnummer, kein 0800) für 7,80 EUR/Jahr + 9,80 EUR einmalig an. Das Unternehmen ist schon seit ca. 20 Jahren am Markt und einst aus einem lokalen mittelständischen ISP entstanden (wer schon Mitte der 90er online war, kennt noch die lokalen Provider, die damals insgesamt eine wichtige Rolle im Markt spielten).

Portunity ist auch im Wholesale-Bereich für Telefonie und DSL aktiv und hatte vor ein paar Jahren mit anderen Providern den "Genossenschafts"-Carrier Opennumbers.de gegründet, um gemeinsam unabhängiger von der Telekom und den anderen bekannten Carriern zu werden. Opennumbers ist heute eigenständig, ich vermute aber weiterhin Kontakte zwischen den Unternehmen. Portunity hat inzwischen auch eine eigene Portierungskennung (ich schätze mal als virtueller TNB auf dem Opennumbers-Netz).

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich würde bei einem Anbieter wie Portunity mehr fachliche Expertise vermuten und evtl. auch mehr Bereitschaft, bei einem exotischen Problem zu helfen, als bei einem großen Reseller. Garantieren kann ich aber leider nix. Vielleicht kann man dort mal nachfragen, wie dort so die Erfahrungen mit der Erreichbarkeit aus verschiedenen Netzen und der Nutzbarkeit von T.38 sind...

cu talk
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  #88  (Permalink
Alt 04.06.2019, 15:45
Wechsler Wechsler ist offline
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Standard AW: Faxe von 1&1 zu VSEnet dauerhaft nicht möglich

Ich habe mal meine Nummern von Easybell zu Dus.net portiert, weil bei letzterem T.38 abgehend unterstützt wird. Ein paar Monate lang funktionierte das auch hervorragend, dann gab es plötzlich Probleme und ich mußte es ausschalten.

Am besten funktionierte Fax bei mir über einen ADSL2+-Anschluß mit Fastpath von Telefonica, dessen VoIP von Easybell auf den Telefonica-SIP-Servern "um die Ecke" terminiert wurde.

Das waren dann so ca. 5 ms Latenz zum Media-Gateway. Die BSA-Anschlüsse der Telekom haben offenbar schon zuviel Latenz und Jitter (15 ms zu sip.alice-voip.de, 20 ms zu voip.dus.net) und das mag mein Faxgerät offenbar nicht.
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  #89  (Permalink
Alt 07.06.2019, 15:40
talk talk ist offline
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Standard AW: Faxe von 1&1 zu VSEnet dauerhaft nicht möglich

Hallo zusammen,

Zitat:
Zitat von Wechsler Beitrag anzeigen
Ich habe mal meine Nummern von Easybell zu Dus.net portiert, weil bei letzterem T.38 abgehend unterstützt wird. Ein paar Monate lang funktionierte das auch hervorragend, dann gab es plötzlich Probleme und ich mußte es ausschalten.
Hattest Du Dich in der Angelegenheit an den Support gewandt? Falls ja: Konnte man Dir dort weiterhelfen (dieser Thread zeigt ja, in welche Supportabgründe man mit T.38 geraten kann)?

Zitat:
Zitat von Wechsler Beitrag anzeigen
Am besten funktionierte Fax bei mir über einen ADSL2+-Anschluß mit Fastpath von Telefonica, dessen VoIP von Easybell auf den Telefonica-SIP-Servern "um die Ecke" terminiert wurde.
Bei einer solchen "internen" Lösung (Telefonica-VoIP mit Telefonica-Backbone) ist das ja auch kein Wunder... Meines Wissens hat Telefonica früher auf der eigenen DSL-Plattform auch eigene ATM-PVCs für VoIP genutzt.

Zitat:
Zitat von Wechsler Beitrag anzeigen
Das waren dann so ca. 5 ms Latenz zum Media-Gateway. Die BSA-Anschlüsse der Telekom haben offenbar schon zuviel Latenz und Jitter (15 ms zu sip.alice-voip.de, 20 ms zu voip.dus.net) und das mag mein Faxgerät offenbar nicht.
Nun ja, eine solche Latenz sollte eigentlich noch tolerabel sein. Ich hatte ja schon mal geschrieben, daß viele Router/IADs/MGWs für Fax oder Modem die Jitter-Buffer deutlich verlängern - teils auf bis zu dreistellige ms-Werte. Du weißt vermutlich nicht, welche Verzögerung im Router durch den Jitter-Buffer dazu kam (die 15 bzw. 20 ms oben sind vermutlich Werte aus Traceroutes)? Die meisten für Privatkunden interessanten bzw. bezahlbaren Geräte bieten da für den Nutzer ja leider kaum Analyse- bzw. Konfigurationsmöglichkeiten.

Zu Gegenstellen im klassischen Telekom ISDN-Netz habe ich bei einem Telekom VoIP-Anschluß eigentlich ziemlich geringe Jitter-Werte (das war bei mir auf allen drei DSL-Plattformen so, egal ob ATM, GbE/AGS oder BNG). Ist die Gegenstelle ebenfalls VoIP, nimmt der Jitter zu - was nachvollziehbar ist, weil die IP-Strecke so deutlich länger ist und auch im Upstream der Gegenstelle VoIP und Best-Effort-IP gemischt werden.

Setze ich während einer VoIP-Verbindung meinen DSL-Anschluß zusätzlich unter Last mit normalem Datenverkehr, verschlechtert sich die Jitter-Situation ebenfalls zu einem gewissen Teil. Eine Analyse mit Wireshark zeigt dabei, daß anscheinend VoIP-Pakete doch etwas stärker beeinflußt werden, als ich es bei einer Priorisierung auf VLAN- bzw. IP-Ebene vermuten würde. Da können sich nach der Übertragung eines Best-Effort-Paketes offenbar durchaus noch weitere Best-Effort-Paket vordrängeln (auch im Downstream!), obwohl laut "Takt" bzw. "Priorisierung" eigentlich schon ein VoIP-Paket Vorfahrt haben und als nächstes dran sein müßte. Meine eigentliche Erwartung wäre es ja, daß ein frisch eintreffendes VoIP-Paket mit entsprechender Priorisierung auf jeden Fall als nächstes Paket übertragen werden müßte (egal wieviele Best-Effort-Pakete schon in der Warteschlange sind), das ist aber wohl nicht unbedingt so.

Die Frage ist, inwiefern ein interner Paketmitschnitt der Fritzbox für solche Tests hundertprozentig verläßlich ist, oder ob sie evtl. mit VoIP + Best-Effort-Internet + Paketmitschnitt gleichzeitig vielleicht etwas ins Schnaufen kommt und evtl. hierdurch auch Verzögerungen oder sonstige Effekte entstehen. Unter Last fehlen im Wireshark-Mitschnitt nämlich oft auch ein paar VoIP-Pakete im eingehenden RTP-Stream, die aber in Wirklichkeit wohl korrekt übertragen wurden (die offiziellen Verbindungsstatistiken zeigen keine Paketverluste an).

Na ja... eine Fritzbox ist ein guter Allrounder aber halt kein Carrier-grade-Router für exotischere Anwendungen...

Nutzt Du denn in irgendeiner Form aktuell Fax über eine VoIP-Verbindung?

cu talk
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  #90  (Permalink
Alt 10.06.2019, 00:11
Wechsler Wechsler ist offline
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Zitat:
Zitat von talk Beitrag anzeigen
Hattest Du Dich in der Angelegenheit an den Support gewandt? Falls ja: Konnte man Dir dort weiterhelfen (dieser Thread zeigt ja, in welche Supportabgründe man mit T.38 geraten kann)?
Der Support unterstützt nur AVM.

Zitat:
Bei einer solchen "internen" Lösung (Telefonica-VoIP mit Telefonica-Backbone) ist das ja auch kein Wunder...
Solange Latenz und Jitter passen, geht auch V.90-Modem problemlos über VoIP.

Zitat:
Du weißt vermutlich nicht, welche Verzögerung im Router durch den Jitter-Buffer dazu kam (die 15 bzw. 20 ms oben sind vermutlich Werte aus Traceroutes)?
Ein ICMP Echo Request/Reply setzt die Untergrenze der Paketlaufzeit fest.

Der Router hat übrigens nichts mit irgendwelchen VoIP-Jitterbuffern zu tun. Darum kümmern sich die IP-Endgeräte selbst. Das IP-Fax ist ein Cisco SPA112.

Zitat:
Na ja... eine Fritzbox ist ein guter Allrounder aber halt kein Carrier-grade-Router für exotischere Anwendungen...
Ich habe keine Fritzbox.

Zitat:
Nutzt Du denn in irgendeiner Form aktuell Fax über eine VoIP-Verbindung?
Ja, nutze ich.
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