#111  (Permalink
Alt 18.10.2012, 23:38
ConiKost ConiKost ist offline
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Zitat:
Zitat von robert_s Beitrag anzeigen
Selbst bei der bin ich skeptisch, denn es wird ja nichts an der Sendeleistung oder dem sonstigen Verfahren geändert, es wird nur der Einfluß anderer VDSL2-Anschlüsse im selben Kabelbündel minimiert.

Sprich: Ein "Early Adopter" wie z.B. @kriewald, der als erster(?) in seiner Gegend den VDSL2-Anschluss geschaltet bekommen hat, wird durch Vectoring praktisch keine Verbesserung gegenüber diesem "Ursprungszustand" erzielen können, denn der wird ja nur so gut es geht wiederhergestellt. Wer also als erster am Outdoor-DSLAM mal eine Leitungskapazität von 80Mbps hatte, die sich über die Jahre durch weitere VDSL-Anschlüsse in der Nachbarschaft verschlechtert hat, wird durch Vectoring wieder die 80Mbps bekommen - aber auch nicht mehr (bestenfalls minimal, durch anderweitige Verbesserungen der Modemtechnik).

Deshalb bin ich schon bei den 100Mbps Downstream skeptisch, und erst recht bei den ins Gespräch gebrachten 40Mbps Upstream. Bei wem wurde denn jemals eine solche Upstream-Kapazität angezeigt? Man bedenke, dass Vectoring nur relativ wenig am Upstream verändern kann, denn man hat im Upstream in Senderichtung üblicherweise keine direkten "Nachbarn", und eine Koordinierung der Daten wie im Downstream ist da gar nicht vorgesehen, weil auch praktisch nicht möglich.

Es sei denn, die Telekom will mit Vectoring auch gleich Profil 30a einführen? Das würde dann natürlich ganz andere Leitungskapazitäten bringen...
Bei mir im Umkreis muss ich wohl auch als einer der ersten mit VDSL gewesein sein.. hatte im ersten Jahr längere Zeit etwa 117/35 als theoretisches Max. Inzwischen bin ich bei 86/17 angekommen. Muss also einiges drauf geschaltet sein. Luftlinie sind etwa 20M zum ODSLAM.
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  #112  (Permalink
Alt 18.10.2012, 23:40
Andreas Wilke Andreas Wilke ist offline
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Standard AW: VDSL mit über 100 Mbit/s mögich?

Je nach Region sind bei den V-DSL Preisen mittlerweile schon ziemliche viele V-DSL Anschlüsse dazugekommen, das stimmt.
  #113  (Permalink
Alt 18.10.2012, 23:41
f1d1l1ty f1d1l1ty ist offline
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Bald erlebt das Kuperkabeldoppeladern noch seine Renaissance…
  #114  (Permalink
Alt 18.10.2012, 23:47
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Zitat:
Zitat von f1d1l1ty Beitrag anzeigen
Bald erlebt das Kuperkabeldoppeladern noch seine Renaissance…
Wer weiß, vielleicht läuft das im WAN ja so wie im LAN: Im LAN wurde ja auch einst vorausgesagt, dass die Zukunft bei Glasfaser und ATM läge, es gab sogar vereinzelt Netzwerkkarten dafür. Aber stattdessen wurde Ethernet auf Kupferbasis immer weiter aufgebohrt. Auf den Durchbruch der Glasfaser im LAN wartet man bis heute.

Oder Intel's x86-Prozessorarchitektur, die auch schon vor Jahrzehnten für obsolet erklärt wurde...
  #115  (Permalink
Alt 18.10.2012, 23:51
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Zitat:
Zitat von EXP1337 Beitrag anzeigen
Die Industrie ist gerade kräftig dabei G.Fast zu spezifizieren: 1-2GBit/s @ 150 Meter bei bis zu 300 Mhz Frequenzspektrum.
Interessant die Variante, den "Outdoor-DSLAM" dann vom Kundenmodem mit Strom versorgen zu lassen, damit die Netzbetreiber keine Stromversorgung legen müssen. Kommt nur für die Telekom leider zu spät...

Aber bei bis zu 300MHz stellt sich die Frage, ob die Telcos diese Frequenzbereiche dann auch nutzen dürfen...
  #116  (Permalink
Alt 19.10.2012, 07:48
kriewald kriewald ist offline
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Zitat:
Zitat von EXP1337 Beitrag anzeigen
Wenn wir schon mal bei der Zukunft von Kuperkabeldoppeladern sind. Die Industrie ist gerade kräftig dabei G.Fast zu spezifizieren: 1-2GBit/s @ 150 Meter bei bis zu 300 Mhz Frequenzspektrum.
Dann würde FTTB wieder attraktiv werden, für die Gebäude wo aus Kosten- oder Baugründen eine komplett neue inhouse Glasfaserverkabelung (FTTH) nicht gemacht wird - ich kenn da so einen Fall.
  #117  (Permalink
Alt 19.10.2012, 08:12
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EXP1337 EXP1337 ist offline
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Zitat:
Zitat von robert_s Beitrag anzeigen
Aber bei bis zu 300MHz stellt sich die Frage, ob die Telcos diese Frequenzbereiche dann auch nutzen dürfen...
Was ich so gelesen habe ist das Frequenzband völlig variabel und flexibel. Man könnte also andere bereits verwendete Frequenzen ausblenden.

Außerdem dürfte das Nebensprechen bzw. die Reichweite der Wellen vom Kabel recht kurz sein.
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Alt 19.10.2012, 12:56
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Zitat:
Zitat von kriewald Beitrag anzeigen
Dann würde FTTB wieder attraktiv werden, für die Gebäude wo aus Kosten- oder Baugründen eine komplett neue inhouse Glasfaserverkabelung (FTTH) nicht gemacht wird
Vor allem, wenn erst mit Vectoring und dann mit G.fast die Lebensdauer der Kupferdoppelader weiter verlängert wird, und entsprechend der FTTH-Ausbau auf die längere Bank geschoben, könnte das dazu führen, dass sich die derzeitigen Ausbaugebiete dann hinter OPAL und HYTAS in die Riege der obsoleten Glasfasernetze einreihen dürfen...
  #119  (Permalink
Alt 19.10.2012, 13:18
kriewald kriewald ist offline
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Zitat:
Zitat von robert_s Beitrag anzeigen
Vor allem, wenn erst mit Vectoring und dann mit G.fast die Lebensdauer der Kupferdoppelader weiter verlängert wird, und entsprechend der FTTH-Ausbau auf die längere Bank geschoben, könnte das dazu führen, dass sich die derzeitigen Ausbaugebiete dann hinter OPAL und HYTAS in die Riege der obsoleten Glasfasernetze einreihen dürfen...
...aber nur für das kleine Teilstück Glasfaser im Haus. Der Verlegung der Gf-Kilometer von den Glas-KVz bis zu den Häusern ist zumindest bei G.fast notwendig, wenn ich das richtig gelesen habe. Sonst kommt man nicht unter 100..150m Cu-Kabel.

Bei uns im Gebäudekomplex dürften im worst-case schon von der TAE in der Wohnung bis zum Technikraum allein 100..120m sein.
  #120  (Permalink
Alt 19.10.2012, 15:00
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Zitat:
Zitat von kriewald Beitrag anzeigen
...aber nur für das kleine Teilstück Glasfaser im Haus. Der Verlegung der Gf-Kilometer von den Glas-KVz bis zu den Häusern ist zumindest bei G.fast notwendig, wenn ich das richtig gelesen habe. Sonst kommt man nicht unter 100..150m Cu-Kabel.
Und wenn es dann dumm läuft, brauchen die G.fast DSLAMs netzseitig eine PtP-Glasfaseranbindung oder spielen aus anderen Gründen mit dem aufgebauten PON zum HVT nicht zusammen. Und wo schon mal die obsolete Glasfaser liegt, tut die Telekom ja auch ungerne wieder etwas...
 
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