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Alt 22.11.2018, 09:29
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Dass die Erschließung ländlicher, dünn besiedelter Gebiete mit "Glasfaser-Internet" nicht unbedingt lukrativ ist, kann man ja verstehen, aber was da teilweise abgeht, ist mit normalem Menschenverstand nicht mehr zu verstehen.

Bei den folgenden Ausführungen mag man im Hinterkopf behalten, dass bis 2025 ein fast 100%ige Glasfaserabdeckung für Deutschland erreicht werden soll und man dann sogar einen einklagbaren Rechtsanspruch auf einen Glasfaseranschluss haben soll.

Auf der Seite https://breitband-altmark.de/cms/willkommen/loader/ wollte ich letztens über einen Verfügbarkeitscheck und Ausfüllung eines Vorvertrages meinen Bedarf melden. So sollte man es gemäß einer Pressemeldung tun.

Für meine Adresse kam folgendes Ergebnis, ich zitiere:
"Aufgrund der Förderbedingungen in den Landes- und Bundesrichtlinien
ist bei Ihnen kein geförderter Glasfaserausbau durch den ZBA möglich."
Zitat Ende

Ich habe noch mehrere andere Adressen von Bekannten im Ort eingegeben und stellte dabei fest, dass mal das Ergebnis positiv und mal negativ, wie bei mir, ausfiel. Auf Nachfrage per Mail bei dem Zweckverband erhielt ich folgende Antwort.

Ich zitiere:

"Sehr geehrter Herr .......,
leider ist es tatsächlich so das "nur" der nördliche Teil von Schinne (grob gesagt alles was nördlich der FFW liegt) von uns aktuell erschlossen wird.
Das ist für uns genauso ärgerlich wie für Sie! Leider sind uns im Moment die Hände gebunden da wir mit Landes- und Bundesfördermitteln arbeiten und wir uns deshalb an die Förderrichtlinien halten müssen.
Grund für den Nichtausbau ihrer Adresse ist, dass für Ihren Haushalt eine mindestens 30Mbit Verbindung vorliegt oder in kürze durch ein privates Unternehmen zur Verfügung gestellt wird.


Mit freundlichen Grüßen
Das Support Team des ZBA "

Zitat Ende

Richtig ist, dass seit Spätsommer diesen Jahres unser Dorf durch die deutsche Telekom mit VDSL mit mind. 50MBit versorgt wird. Dies gilt aber für das GANZE Dorf und nicht nur für den südlichen Teil, der jetzt bei der Erschließung mit zukunftssicherem Glasgfaser außen vor bleiben soll. Ebenso werden umliegende Ortschaften wie Belkau und Schernikau schon seit über einem Jahr von der Telekom mit VDSL mit mind. 50MBit versorgt. Auch hier kann man prima für die Erschließung mit Glasfaser einen Vorvertrag abschließen.

Wie die Förderbedingungen aussehen, die jetzt verhindern, dass der südliche Teil Schinnes nicht mit Glasfaser erschlossen wird, wäre interessant zu wissen. Nachvollziehen kann man aus meiner Sicht zumindest die Begründung in der Antwortmail des Zweckverbandes nicht.
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Alt 22.11.2018, 15:46
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Zitat:
Zitat von rmbigfoot Beitrag anzeigen
Bei den folgenden Ausführungen mag man im Hinterkopf behalten, dass bis 2025 ein fast 100%ige Glasfaserabdeckung für Deutschland erreicht werden soll
Dass es bis dahin fast 100 % FTTB/H geben soll hat niemand gesagt und ist auch nicht realistisch.

Zitat:
und man dann sogar einen einklagbaren Rechtsanspruch auf einen Glasfaseranschluss haben soll.
Auch das ist noch völlig unklar, ob das kommt und wie das dann aussehen wird.

Zitat:
Grund für den Nichtausbau ihrer Adresse ist, dass für Ihren Haushalt eine mindestens 30Mbit Verbindung vorliegt oder in kürze durch ein privates Unternehmen zur Verfügung gestellt wird.
So ist immer noch die Rechtslage, dass solche Gebiete nicht mit Steuermitteln gefördert werden dürfen.

Zitat:
Dies gilt aber für das GANZE Dorf und nicht nur für den südlichen Teil, der jetzt bei der Erschließung mit zukunftssicherem Glasgfaser außen vor bleiben soll.
Ich könnte mir vorstellen, dass dort Untersuchungsgebiete gebildet wurden, in die größere unversorgte Bereiche reinfallen und dass deshalb das gesamte betrachtete Teilgebiet ausgebaut werden soll.

Macht natürlich wenig Sinn, dass man dadurch für gleichmäßig versorgte Dörfer zu unterschiedlichen Aussagen für Nord und Süd kommt.
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Alt 06.12.2018, 07:44
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Als "Kirsche auf die Torte" wurde jetzt im sudlichen Teil unseres Dorfes, also in dem Teil, der nicht erschlossen werden soll, noch ein großes Werbebanner des Breitbandverbandes aufgehängt. Na vielen Dank.
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