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Kommentar zum Artikel: Verbände wollen "Trittbrettfahrer" beim Glasfaserausbau stoppen
Die geplante Änderung des Telekommunikationsgesetzes, die auch den Glasfaserausbau betrifft, hat eine weitere Etappe gemeistert. Doch die Verbände BREKO, BUGLAS und VKU kritisieren, dass die Gefahr des Überbaus von Netzen nicht gebannt sei.
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Alt 22.09.2019, 08:24
dslworker dslworker ist offline
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Registriert seit: 24.06.2004
Beiträge: 1.233
Standard Das nennt man Koordinierung beim Strassenbau

normalerweise versucht man sämtliche Infrastruktur gemeinsam zu verlegen um Kosten zu sparen. Das bedeutet für das einzelne Unternehmen wird die Verlegung preiswerter. Es ist nicht so dass die Anderen kostenlos die Tiefbauleistungeneistunge mitbenutzen können.

Üblicherweise wird koordiniert:
Wasser, Abwasser, Gasversorgung, Strom, Strassenbeleuchtung, Strassenbahn, Radwege, Fahrwege, ...

Telekommunikation:
Kupfer-, Koax-, Glasfaserkabel
Darf dann ein Glasfaserfernkabel und ein Ortskabel gemeinsam verlegt werden? Was wenn ein Koaxkabel erforderlich ist?
Dürfen Kabelschächte erneuert werden? denn es könnte die Gefahr bestehen, dass dort später ein Glasfaserkabel eingezogen wird. Infrastrukturwettbewerb ist m.E. sinnvoll denn es teilen sich ja auch die Investitionskosten.
__________________
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Alt 22.09.2019, 10:49
pufferueberlauf pufferueberlauf ist offline
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Standard AW: Das nennt man Koordinierung beim Strassenbau

"Doch die Verbände BREKO, BUGLAS und VKU kritisieren, dass die Gefahr des Überbaus von Netzen nicht gebannt sei."
Das ist letztlich das Eingeständnis, dass diese Organisationen Konkurrenz und "freien Markt" als eher störend empfinden. Persoenlich kann ich mich nit einer Monopol-Netzzugangsinfrastruktur schon anfreunden, aber dann unter Kontrolle der Kommunen/des Staates und nicht privatwirtschaftlicher, profit-maximierender Unternehmen...

Gruss
P.
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  #3  (Permalink
Alt 22.09.2019, 11:06
blubblubb blubblubb ist offline
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Provider: Telekom FTTH
Standard AW: Das nennt man Koordinierung beim Strassenbau

Zitat:
Zitat von dslworker Beitrag anzeigen
normalerweise versucht man sämtliche Infrastruktur gemeinsam zu verlegen um Kosten zu sparen. Das bedeutet für das einzelne Unternehmen wird die Verlegung preiswerter. Es ist nicht so dass die Anderen kostenlos die Tiefbauleistungeneistunge mitbenutzen können.
Das macht natürlich auch Sinn, allerdings eben nur solange der Regionale Versorger den Gehweg sowieso im Rahmen seiner Aufgabe öffnen müsste zur Strom/Gas Versorgung. Aber für die Versorgung mit Glasfaser muss eben meistens der Gehweg extra geöffnet werden, da der Rest der Infrastruktur in der Regel schon existiert.
An dieser Kooperation will man auch hoffentlich nichts ändern... gerade im Rahmen der Erschließung etc. können da von mir aus auch 20 Anbieter ihre Faser rein werfen...

Was hier ja getan wird und schon getan wurde ist dass ein kommunaler Versorger die Gehwege eben genau NUR für sein eigenes Glasfasernetz geöffnet hat und dann kam die Telekom um die Ecke und hat ihr Glasfaserkabel mit rein geworfen und sich kaputt gelacht.

Hätte z.B. die Deutsche Glasfaser das ganze gemacht hätte man der Telekom einfach den Vogel gezeigt, denn das ganze gilt eben nur für Versorgungsnetzbetreiber "die ganz oder teilweise aus öffentlichen Mitteln finanzierte Bauarbeiten direkt oder indirekt ausführen"
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  #4  (Permalink
Alt 22.09.2019, 12:54
phonefux phonefux ist gerade online
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Standard AW: Das nennt man Koordinierung beim Strassenbau

Auch wenn die kommunalen Betreiber das auf dem Papier "eigenwirtschaftlich" machen, haben sie durchaus einen Vorteil durch die kommunale Beteiligung. So kann man z.B. einen Glasfaserausbau auch mal komplett in den Sand setzen wie m-net in Cham und bekommt dann aus Richtung Stadt(werke) einfach mal 50 Mio. überwiesen. Eine Deutsche Glasfaser würde in diesem Fall kein kommunales Geld bekommen.

Insofern sehe ich nicht, warum das Verlegen von TK-Kabeln von Stadtwerken oder Stadtwerketöchtern priviligiert sein sollte gegenüber Erschließungen mit Energie. Das macht schon Sinn, dass dann weiterhin andere ihre Kabel mit reinlegen können.
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  #5  (Permalink
Alt 22.09.2019, 13:27
dslworker dslworker ist offline
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Registriert seit: 24.06.2004
Beiträge: 1.233
Standard AW: Das nennt man Koordinierung beim Strassenbau

Zitat:
Zitat von blubblubb Beitrag anzeigen
Was hier ja getan wird und schon getan wurde ist dass ein kommunaler Versorger die Gehwege eben genau NUR für sein eigenes Glasfasernetz geöffnet hat und dann kam die Telekom um die Ecke und hat ihr Glasfaserkabel mit rein geworfen und sich kaputt gelacht.

Die Behauptung dass einfach ein Kabel mitverlegt werden kann ist Unsinn.
Der Kabelgraben wird breiter und die Baufirmen machen keinen Handgriff kostenlos.
Deshalb wird koordiniert und die Kostenverteilung festgelegt.
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Alt 22.09.2019, 15:16
Benutzerbild von rezzler
rezzler rezzler ist offline
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Standard AW: Das nennt man Koordinierung beim Strassenbau

Zitat:
Zitat von dslworker Beitrag anzeigen
normalerweise versucht man sämtliche Infrastruktur gemeinsam zu verlegen um Kosten zu sparen. Das bedeutet für das einzelne Unternehmen wird die Verlegung preiswerter. Es ist nicht so dass die Anderen kostenlos die Tiefbauleistungeneistunge mitbenutzen können.
Das ist nichts neues...

Zitat:
Zitat von dslworker Beitrag anzeigen
Üblicherweise wird koordiniert:
Wasser, Abwasser, Gasversorgung, Strom, Strassenbeleuchtung, Strassenbahn, Radwege, Fahrwege, ...
Nur solange die jeweiligen Eigentümer auch Interesse daran haben bzw. es unvermeidlich ist.

Zitat:
Zitat von dslworker Beitrag anzeigen
Telekommunikation:
Kupfer-, Koax-, Glasfaserkabel
Wäre mir neu, das sich Vodafone mit der Telekom abspricht zwecks Baumaßnahmen

Zitat:
Zitat von dslworker Beitrag anzeigen
Darf dann ein Glasfaserfernkabel und ein Ortskabel gemeinsam verlegt werden?
Dem Kabel und der Verlegung ist es sowas von egal, wo es endet.

Zitat:
Zitat von dslworker Beitrag anzeigen
Was wenn ein Koaxkabel erforderlich ist?
Dann gräbt Vodafone üblicherweise erneut bzw, da sie ja oft genug eh nur in Schachtanlagen sind, zieht sie dort ein.

Zitat:
Zitat von dslworker Beitrag anzeigen
Dürfen Kabelschächte erneuert werden?
Natürlich. Aber das einzige, was in letzter Zeit oft genug erneuert wurde ist der Deckel bzw. Rahmen obendrauf.

Zitat:
Zitat von dslworker Beitrag anzeigen
denn es könnte die Gefahr bestehen, dass dort später ein Glasfaserkabel eingezogen wird.
Die Gefahr hast du auch ohne Erneuerung und ohne Schacht.

Zitat:
Zitat von dslworker Beitrag anzeigen
Infrastrukturwettbewerb ist m.E. sinnvoll denn es teilen sich ja auch die Investitionskosten.
Was willst du aber bei einer Glasfaser für Infrastrukturwettbewerb haben? Die Gf hat die gleichen Eigenschaften, unabhängig ob sie nun Vaderfone, Telekom oder einem lokalen Anbieter gehört.
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Ist schon irgendwie krass

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Alt 22.09.2019, 15:31
Silver2 Silver2 ist offline
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Standard AW: Das nennt man Koordinierung beim Strassenbau

Kostenverteilung ist ja eine Sache...
Aber es wird (wurde), gerade von großen Providern gut ausgenutzt.

Beispiele, gerade auch hier aus dem dünn besiedelten Norden gibt es zu Genüge.
Jahre bzw. sogar Jahrzehnte, wird die Telekom von den Gemeinden bekniet, für schnelles Internet zu sorgen.
"Lohnt nicht" hieß es dann viele Jahre lang. Wahrscheinlich noch bis zwei Monate vor einem Ausbau durch Dritte.
Nun baut vielleicht die Gemeinde/ Kreis die Infrastruktur oder die benachbarten Stadtwerke ein komplettes Netz. Schwupp kommen die großen Provider aus dem Knick dass sie nochmal mit gaaaaaanz spitzem Bleistift gerechnet hätten und sich (natürlich mit ganz viel gutem Willen und unter Bausschmerzen) ein Ausbau doch plötzlich lohnen würde....

Klar, an Stelle dieser Provider kann ich das verstehen. Dennoch:Wer über 15 Jahre keinen Handstreich getan hat, trotz Bereitschaft der Gemeinden, durchaus zu unterstützen, der hat es nicht verdient, sich dann dran zu hängen.

Ging ja bei Vectoring auch, dass es plötzlich hieß, dass es eben nur "einen" geben kann, dem der kvz zugesprochen werden kann. Alle anderen müssen sich bei demjenigen einkaufen oder weg bleiben.
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  #8  (Permalink
Alt 22.09.2019, 15:58
EPEOK EPEOK ist offline
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Beiträge: 47
Standard AW: Das nennt man Koordinierung beim Strassenbau

Zitat:
Zitat von Silver2 Beitrag anzeigen
Kostenverteilung ist ja eine Sache...
Aber es wird (wurde), gerade von großen Providern gut ausgenutzt.

Beispiele, gerade auch hier aus dem dünn besiedelten Norden gibt es zu Genüge.
Jahre bzw. sogar Jahrzehnte, wird die Telekom von den Gemeinden bekniet, für schnelles Internet zu sorgen.
"Lohnt nicht" hieß es dann viele Jahre lang. Wahrscheinlich noch bis zwei Monate vor einem Ausbau durch Dritte.
Nun baut vielleicht die Gemeinde/ Kreis die Infrastruktur oder die benachbarten Stadtwerke ein komplettes Netz. Schwupp kommen die großen Provider aus dem Knick dass sie nochmal mit gaaaaaanz spitzem Bleistift gerechnet hätten und sich (natürlich mit ganz viel gutem Willen und unter Bausschmerzen) ein Ausbau doch plötzlich lohnen würde....

Klar, an Stelle dieser Provider kann ich das verstehen. Dennoch:Wer über 15 Jahre keinen Handstreich getan hat, trotz Bereitschaft der Gemeinden, durchaus zu unterstützen, der hat es nicht verdient, sich dann dran zu hängen.

Ging ja bei Vectoring auch, dass es plötzlich hieß, dass es eben nur "einen" geben kann, dem der kvz zugesprochen werden kann. Alle anderen müssen sich bei demjenigen einkaufen oder weg bleiben.
Die Verlegung von einem Anbieter reicht auch vollkommen aus und der Doppelausbau sollte sogar verboten werden. Sprich die Baugenehmigung wird schlicht verweigert wenn schon GF liegt.
Was das Vorleistungsprodukt angeht, welches von dem ausbauenden Provider zur Verfügung gestellt werden muss, wäre eine Zusatzregelung wichtig: Jeder bisher aktive Anbieter im jeweiligen Ausbaugebiet mit mehr als 10% Markanteil vor dem Ausbau hat sich verpflichtend innerhalb von 6 Monaten mit dem ausbauenden Anbieter über die Nutzung zu einigen und entsprechende Endkundenprodukte in dem Bereich zur Verfügung zu stellen. Somit wäre der Endkunde auch vor Monopolen un deren Ausnutzung geschützt ...
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  #9  (Permalink
Alt 22.09.2019, 16:56
Silver2 Silver2 ist offline
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Beiträge: 1.874
Standard AW: Das nennt man Koordinierung beim Strassenbau

Ja, sehe ich auch so. Zumindest bei Glasfaser reicht ein Zugang pro Haus, der Ausbauende müsste sich zu festgelegten Konditionen öffnen und umgekehrt weitere Parallelausbauten verhindert werden.
Da geht's aber schon wieder beim Telekom Bestandsschutz los, wo die Telekom die VDSL/Vectoring Frequenzen doch bitte schon für sich reserviert haben möchte.

Wie auch immer, man kann trefflich über Vor- und Nachteile im Detail Streiten, ein Glasfaser doppel und dreifachausbau ist aber nicht das wahre. Zumal das Geld dann woanders fehlt
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  #10  (Permalink
Alt 22.09.2019, 21:15
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rezzler rezzler ist offline
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Standard AW: Das nennt man Koordinierung beim Strassenbau

Zitat:
Zitat von EPEOK Beitrag anzeigen
Was das Vorleistungsprodukt angeht, welches von dem ausbauenden Provider zur Verfügung gestellt werden muss, wäre eine Zusatzregelung wichtig: Jeder bisher aktive Anbieter im jeweiligen Ausbaugebiet mit mehr als 10% Markanteil vor dem Ausbau hat sich verpflichtend innerhalb von 6 Monaten mit dem ausbauenden Anbieter über die Nutzung zu einigen und entsprechende Endkundenprodukte in dem Bereich zur Verfügung zu stellen.
Wenn der Ausbauende clever ist kostet das dann halt 10€/Monat mehr als bei ihm direkt.

Zitat:
Zitat von EPEOK Beitrag anzeigen
Somit wäre der Endkunde auch vor Monopolen un deren Ausnutzung geschützt
Wieviel das den Unternehmen wert ist bzw. wie sehr das ausgenutzt wird (ich finde: nicht wirklich) sieht man ja bei Telekom-FTTH. Aber ich meine, wer ausbaut bestimmt erstmal die Regeln, Netzstruktur und verwendete Technik. Wenn mehr gewünscht ist müsste sich mMn die BNetzA auch bei solchen lokalen Sachen einmischen.
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