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Alt 09.12.2005, 09:07
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Daniel Daniel ist offline
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Standard Regelmäßige Kontrolle der Fahrtauglichkeit bei älteren Menschen

Hallo,

aus aktuellem Anlaß mal eine Frage: Was haltet ihr von einem Gesetz, daß es vorschreibt ab einem bestimmten Alter (ich würde 60 oder 65 vorschlagen), daß man sich alle 2 Jahre einem Gesundheitscheck und kurzer Prüfung unterziehen lassen muß, ob man noch in der Lage ist ein KfZ zu fahren.
Bei LKW und Bussen ist dies schon längst üblich (ich bin mir nicht 100% sicher, aber ich glaub da gilt diese Regel sogar generell und nicht erst ab einem bestimmten Alter), nur PKW kann man auch mit 95 ohne weitere Prüfung fahren, nur weil man mal vor 77 Jahren den Führerschein gemacht hat, um es mal überspitzt auszudrücken.

Also meine Meinung ist: So ein Gesetz ist schon längst überfällig. Beziehungsweise fällt mir (außer dem Kostenfaktor, den man aber angesichts der Sicherheit vernachlässigen kann) kein vernünftiges Gegenargument ein. Was denkt ihr dazu?

Nun der aktuelle Anlaß: Der Vater von meiner Nachbarin (sein Alter weiß ich nicht, aber da sie schon über 40 ist schätze ich ihn zwischen 70 und 80) ist sowieso schon geistig ziemlich verwirrt. Das ganze hat wohl nach dem Tod seiner Frau angefangen. Das ganze äußert sich so, daß er oft totalen Schwachsinn redet, der auch inhaltlich keinen Sinn gibt, und eben seltsame Dinge tut (ich weiß das ganze auch nur aus Erzählungen). Körperlich ist er aber noch so fit, daß er alleine wohnen kann und eben auch noch Auto fährt.

Allerdings fährt er so extrem, daß wohl sogar seine Tochter sich weigert bei ihm mitzufahren, und auch ihrer Tochter (also seiner Enkelin) verboten hat bei ihm mitzufahren. Desöfteren hat er schon kleine Unfälle gebaut (Spiegel abgefahren, etc.). Auch hat er öfters Dellen oder Kratzer an seinem Auto, von denen er sich selbst nicht erklären kann wo sie herkommen. Er verbreitet übrigens immer noch die These daß er sein ganzes Leben lang unfallfrei gefahren ist. Seine Tochter hat schon mehrfach versucht ihm den Führerschein abnehmen zu lassen, aber von mehreren Stellen wurde sie abgewiesen mit dem Hinweis, daß dies nur möglich wäre wenn man ihn komplett entmündigen lassen wollte. So weit wollte sie natürlich nicht gehen.
Gestern ist es dann passiert: Der alte Herr war auf der Autobahn unterwegs, und hat ein anderes Fahrzeug gerammt, und ist einfach weitergefahren (Außer Blechschaden ist Gott sei Dank nichts passiert). Zeugen haben sich sein Kennzeichen gemerkt. So stand natürlich kurz später die Polizei vor seiner Tür, hat ihm klargemacht daß er wegen Fahrerflucht angezeigt wird und das sein Führerschein eingezogen wird. Darauf ist er dann völlig ausgetickt, hat behauptet daß wäre eine Verschwörung, er hätte nichts getan, und wenn man ihm seinen Führerschein abnimmt würde er Selbstmord begehen. Man hat ihn jetzt erstmal in die geschlossene Abteilung eingewiesen.

Jedenfalls ist es doch kein Zustand daß erst etwas schlimmes passieren muß bevor endlich jemand eingreift und solche Leute aus dem Verkehr (gemeint ist hier der Straßenverkehr) zieht.

gruß,
Daniel
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Alt 09.12.2005, 09:46
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Bin ich absolut dafür !

Wenn das schon Pflicht wäre, hätte der Wagen meiner Partnerin eine Beule in der Tür weniger.

Ich habe vor geraumer Zeit mal einen älteren Herrn an der Tanke beobachtet.
Der ist vor und zurück rangiert, hat dabei mehrere Wagen touchiert, hat sich auch nicht um die wild gestikulierenden Passanten geschert und ist einfach weitergefahren. Der war mir schon suspekt, als er eingestiegen ist. Einsteigen ist wohl das falsche Wort, reinfallen ist passender.

Das ganze ist aber wohl (leider) nicht realisierbar

Ansonsten sollte das für ALLE Verkehrsteilnehmer gelten.
Die 40-jährige Hausfrau ist hier genauso gefordert, die nur einmal im Monat mit Papas Auto fahren darf und den Lappen schon vor 20 Jahren gemacht hat.

Wenn ich sehe, wie manche hier konsequent die Verkehrsregeln mißachten, frage ich mich sowieso, weshalb nicht härter durchgegriffen wird.

Noch ein Beispiel:
Bei uns steht der Aldi an einem Kreisel. Vor dem Kreisel ist zwar die Einfahrt, aber nur für eine Richtung möglich, da auf der Hauptfahrbahn eine durchgestrichene Linie ist. Dort standen bisher Plastikpoller.
Diese wurden entfernt und jeder zweite nutzt jetzt diese Tatsache um vor dem Kreisel verbotenerweise abzubiegen. Dadurch wird der nachfolgende Verkehr und auch der Gegenverkehr gefährdet. Wenn man hinter so einem steht und hupt, bekommt man noch den Vogel gezeigt.

Durchgezogene Linien sind hier in der Gegend sowieso offensichtlich nicht existent. Da macht/fährt jeder wie er will.
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Alt 09.12.2005, 09:53
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Da bin ich ganz deiner Meinung. Der Fall, den Du schilderst, ist natürlich schon sehr extrem und selten. Aber wie oft fahren ältere Leute vor einem mit dauerhaft 80km/h auf dem Tacho, sowohl außerorts (wo sie blockieren und zu Überholmanövern verleiten) als auch innerorts. Habe auch schon öfters erlebt, dass sehr alte Fahrer blinkend auf der Geradeausspur stehen und dann links abbiegen ...

Eine solche Regelung, wie Du sie vorschlägst, wäre meiner Meinung nach keine Diskriminierung gegenüber alten Leuten, sondern würde der Verkehrssicherheit dienen. Kenne genügend ältere Menschen, die noch gut Auto fahren, die hätten ja nichts zu befürchten. Wichtig ist, dass die Kosten (solche Prüfungen würde wohl der TÜV übernehmen) größtenteils vom Staat übernommen werden, weil nicht jeder Rentner mal eben paar Hunderter für solche Prüfungen übrig hat (vor allen Dingen wenn noch ein medizinischer Test dabei ist) ...
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Alt 09.12.2005, 10:15
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Bin auch absolut dafür.
Wurde gestern fast von einem alten Mann von der Straße gedrängt.
Die Ironie daran ist auch, dass ich gerade auf einem Einsatz war um einer alten Dame zu helfen, die um Hilfe schrie.

Wäre vor einigen Jahren auch fast mit meinem Opa in einen Graben gerast, weil er das Gas mit der Bremse verwechselt hat.

Auch die Spur halten können die oftmals nicht oder machen keinen Schulterblick, weil der Rücken dies nicht mehr mitmacht.

Es gibt tausend Dinge, die die ältere Generation falsch macht, leider
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  #5  (Permalink
Alt 09.12.2005, 10:16
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Zitat:
Es gibt tausend Dinge, die die ältere Generation falsch macht, leider
Aber leider nicht nur die
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  #6  (Permalink
Alt 09.12.2005, 10:47
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Natürlich macht jeder Fehler, aber wenn noch körperliche Gebrechen dazukommen, dann kann das niemand mehr ausgleichen. Aber es wird sicher nichts passieren, denn die Politiker werden dieses Problem ganz sicher nicht angehen, da sie wohl fürchten dadurch Stimmen zu verlieren. Persönlich wäre ich absolut dafür einen Test ab 70 vorzuschreiben.
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  #7  (Permalink
Alt 09.12.2005, 10:49
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Ab 70 ist zu spät.

Ich wäre für zusätzliche Tauglichkeitsprüfungen ab dem 50. Lebensjahr.

Müssen LKW-Fahrer sowas nicht sowieso machen ?
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  #8  (Permalink
Alt 09.12.2005, 11:07
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Zitat:
aus aktuellem Anlaß mal eine Frage: Was haltet ihr von einem Gesetz, daß es vorschreibt ab einem bestimmten Alter (ich würde 60 oder 65 vorschlagen), daß man sich alle 2 Jahre einem Gesundheitscheck und kurzer Prüfung unterziehen lassen muß, ob man noch in der Lage ist ein KfZ zu fahren.
Absolut dagegen!!!! Es ging jahrelang bzw jahrzehnte lang schon so und wenn die meisten hier in dem Alter sind,dann müssen wir wieder für dämliche Untersuchungen blechen.Ich sehe es nicht ein,dass alle heute nichts zahlen und "ewig" fahren können und unsereins wird wieder benachteiligt.Wenn sowas kommt dann für alle und auch für die 18 -25 fährigen,die in meinen AUgen schlimmer sind.

Eher müssen mal die Fahrer der Oberklasse zu einer Tauglichkeitsprüfung.
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  #9  (Permalink
Alt 09.12.2005, 11:13
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Zitat:
Zitat von jumper
Absolut dagegen!!!! Es ging jahrelang bzw jahrzehnte lang schon so
Das ist nun wirklich kein Argument. Mit dieser Begründung könnte man jegliche Neuerungen in allen Bereichen abblocken.

Zitat:
und wenn die meisten hier in dem Alter sind,dann müssen wir wieder für dämliche Untersuchungen blechen.
Wie Magnum schon sagte, da muß man eine Lösung finden, daß die Kosten weitgehend vom Staat getragen werden. Es darf nicht zum Nachteil finanziell schwächerer Bürger führen. Also schlimmstenfalls daß ein älterer Mensch, der körperlich und geistig noch in der Lage wäre KfZ zu fahren es wegen der Untersuchungsgebühren nicht mehr kann, sowas darf natürlich nicht sein.

Zitat:
Wenn sowas kommt dann für alle und auch für die 18 -25 fährigen,die in meinen AUgen schlimmer sind.
Es geht hier aber speziell um die Älteren, die schlichtweg wegen ihrem körperlichen und geistigen Zustand nicht mehr in der Lage sind ein KfZ siher zu führen. Bei den jüngeren Fahrern, wo die Unfallquote in der Tat am höchsten ist, besteht diese Gefahr nicht, also braucht man auch keine entsprechende Untersuchung. Bei den jungen Fahrern liegt das Problem eher im Kopf. Wenn du dort strengere Auflagen bzw. Handlungsbedarf siehst, dann kannst du einen seperaten Thread eröffnen. Hier gehts ausschließich um die älteren Mitbürger.

gruß,
Daniel
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  #10  (Permalink
Alt 09.12.2005, 11:15
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Zitat:
Eher müssen mal die Fahrer der Oberklasse zu einer Tauglichkeitsprüfung.
Das ist Schmarrn.

Wo willst Du da die Grenze ziehen ?

Ich kann Dir zwei Hände voll Leute nennen, die mir in den letzten Tagen negativ aufgefallen sind und einen Klein- oder Mittelklassewagen fahren.

Oder höre ich da einen unterschwelligen Neid heraus, weil die sich eine sogenannte 'Oberklasse' leisten und diese dann nicht 'standesgemäß' nutzen ?
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