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Alt 23.02.2020, 08:44
Chrono1st Chrono1st ist offline
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Standard Hausanschluss für Bestandsgebäude (FTTH, VDSL oder Kabel)?

Hallo zusammen,
mein Haus hat leider keinen eigenen Telefonanschluss. Derzeit nutze ich den Internetzugang über das Nachbarhaus (A0 Anschluss, 409m Leitungslänge CuDa, SNR 7/10 (116,8/33,0 Mbit), Ping 6 ms) über Ethernet-Anbindung. Keine SV LC verbaut.
Bei Schaltung von VDSL in mein Haus über den Nachbar APL bleiben hier noch knapp 100 Mbit Brutto Snyc übrig. Wobei eine direkte Buchung auf mein Haus nicht möglich ist, hier muss bei Bestellung immer die Adresse des Nachbarhauses angegeben werden.
Da aber eine Versorgung über das Nachbarhaus (z.B. im Störungsfall) äußerst ungünstig ist (vor allem wenn dort eines Tages nicht mehr die Oma wohnt), suche ich derzeit nach einem eigenen Hausanschluss.

Es gibt nun 5 Möglichkeiten:

CuDa von der Telekom (800 €)

800 € (APL Innen): Leitungslänge ~400 Meter

FTTH von der Telekom (17.000 € / 6.250 €)

17.000 € über Mbfm für 1 Anschluss
6.250 € über Mbfm (bei 4 Gebäudeanschlüssen 25.000 €) – Anfrage bei den Nachbarn läuft noch

Vodafone Gigabit Kabelanschluss direkt an einen Verstärkerkasten / Grauen Verteilerkasten (7697 € / 3809 €)

7197 € (an Vodafone) ohne Eigenleistung
+ Dienstbarkeit für Leitungsrecht beim Nachbarn 500 €

ODER

1309 € (an Vodafone)
+ Mauerdurchbruch + 100 Meter Garten aufgraben 2000 € und viel Eigenleistung
+ Dienstbarkeit für Leitungsrecht beim Nachbarn 500 €

Für was würdet ihr euch entscheiden und was könnt ihr mir empfehlen? Vermutlich werde ich an diesem Standort noch mind. 20 Jahre verbringen. Einen kostenlosen Ausbau werden wir wohl lange nicht (oder nie) bekommen, da es hier nur 2 Wohnhäuser und 10 Gewerbeeinheiten sind (Außenbereich). Ich freue mich über eine anregende Diskussion.


PS: Da mein Anliegen zu 2/3 aus VDSL und Glasfaser besteht, habe ich mich für den Themenbereich „VDSL und Glasfaser“ entschieden ��
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Alt 23.02.2020, 09:13
dollux dollux ist offline
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Hi,

Das hängt vom nötigen Kleingeld und ob du ein Poweruser bist, ab. ;-)

Als Normaluser mit 2-3 Personen im Haushalt, würde ich sagen:

Die Telekom-Leitung ist die günstigste Variante und hält noch 5-10 Jahre.

Vodafone liegt in der Mitte und wird mit 1 Gigabit „sogar“ die 20 Jahre packen, falls nicht eine extrem auf den Upload ausgerichtete Anwendung kommt.

Wobei Vodafone nicht schläft und auch in Zukunft immer neue DOCSIS-Versionen kommen werden.
Weißt du, wie es mit der Kabel-Segmentauslastung ist? Falls momentan abends schon nur 50 MBit/s durchkommen, wäre das ein NoGo.

FTTH wäre natürlich zukunftsmäßig gedacht die beste Variante. Ich halte allerdings die 17k, obwohl schon andere Provider gute Datenraten liefern, schon viel.

Ich habe seit 12/2019 nun FTTH 250/100 MBit/s (320/100 kommen an) - das läuft gut.
Allerdings hatte ich davor Telekom VVDSL100 und dies lief ebenso gut, da davor Unitymedia 200/10 Mbit/s - das lief auch gut.

Bei Downloads merkt man den Unterschied, beim Surfen usw. nicht.

FTTH spielt seine Vorteile erst so richtig aus, wenn DSL/Koax am Standort instabil sein sollte oder höhere Datenraten als bei Vodafone benötigt werden. Solange die Telekom bei VVDSL100 bleibt, ist sie irgendwann raus.
Wer weiß, vielleicht bündelt die Telekom aus der Not heraus mehrere VVDSL-Anschlüsse und erreicht dann wieder das Bandbreitenniveau der Konkurrenz.

Wenn eine Wertsteigerung der Immobilie mit erfolgen soll, wäre wahrscheinlich FTTH die beste Variante.

Ich würde mal abwarten, wie sich die Zahlen entwickeln und ob die Nachbarn dann auch wirklich mitmachen - FTTH im Bereich 5-6k hört sich schon freundlicher an.

Geändert von dollux (23.02.2020 um 09:19 Uhr)
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Alt 23.02.2020, 09:40
phonefux phonefux ist offline
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Die FFTH-Variante mit den Nachbarn wäre auch meine Prio 1.

Ist der Leitungsweg in beiden Fällen der Gleiche? Warum geht bei Telekom FTTH keine Eigenleistung? Wenn man den Aufwand mit dem Bauen betreibt, würde ich immer versuchen, ein Leerrohr für die jeweils andere Anschlussart mit zu verlegen. Man weiß ja nie. Oder tatsächlich gleich beides zu legen, wenn sich die Mehrkosten in Grenzen halten.
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Alt 23.02.2020, 09:45
mistry7 mistry7 ist offline
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Sag uns mal die PLZ um die es geht, noch Alternativen zu den ganz großen unterwegs?
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  #5  (Permalink
Alt 23.02.2020, 10:03
Chrono1st Chrono1st ist offline
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Die Auslastung im Kabelsegment ist mir leider nicht bekannt. In einer Wohnung im Wohnort hatte ich immer 100 Mibt vor ca. 5 Jahren. Jedoch mal gelegentliche Aufhänger bei der Telefonie / Internet, was ein Neustart des Modems erforderlich machte. Die Datenrate war zuverlässig vorhanden. Wie das heute ist weiß ich leider nicht.

Es geht um den Ort 86405 Meitingen (Hauptort); Vorwahl 08271; Kannst du hierzu speziell was rausfinden?

Ich denke bei uns gibts nur die Big Player. Es gibt auch M-Net, aber nur in einigen Nachbarorten vertreten.

Leitungsweg von Kabel ist mit 100 Meter auf der anderen Grundsücksgrenze; Kupferanschluss/FTTH 20 Meter direkt von der Erschließungsstraße. FTTH ist "nur" so günstig, da die Telekom bis ein paar Meter vor unserem Haus eine Rohrtrasse (~300m) hat, wo diese Glasfaser einblasen kann.

Bei FTTH lässt sich der Preis nicht viel weiter reduzieren 230 Meter Verrohrung sind erforderlich, wovon 170 Meter über Leerrohre abgedeckt sind. Telekom würde 60 Meter Tiefbau durchführen.
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  #6  (Permalink
Alt 23.02.2020, 10:09
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Dann sind die baulichen Voraussetzungen für FTTH ja an sich gut. Da ist natürlich die Frage, ob du nicht abwarten solltest, ob sich die Konditionen noch verbessern, z.B. weil die Telekom ohnehin einen NVt setzt, um die Gewerbeanschlüsse zu versorgen. Der schlägt ja allein mit 5.000 € rein. Was bekommen die Gewerbebetriebe derzeit?
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  #7  (Permalink
Alt 23.02.2020, 10:15
sony sony ist offline
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100 Mbit reichen doch dicke aus.
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  #8  (Permalink
Alt 23.02.2020, 10:17
Andreas Wilke Andreas Wilke ist offline
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Für die nächsten 20 Jahre? Eher nicht.
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  #9  (Permalink
Alt 23.02.2020, 10:18
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Ich würde wohl auch erstmal versuchen, möglichst viele Nachbarn für die FTTH-Lösung ins Boot zu holen. Wenn das nicht klappt, klingt die Kabel-Option auch noch machbar. Wobei ich in dem Fall gleich noch passendes Leerrohr für Glasfaser mit in den Graben legen würde.

Die 1300 Euro für Vodafone sind der Fall, wenn du den Graben auf deinem Grundstück selbst graben würdest?

Die CuDA-Variante würde ich nur nehmen, wenn die anderen Optionen gar nicht klappen würden.
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  #10  (Permalink
Alt 23.02.2020, 13:28
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Ich sehe es auch wie Andreas W. Aktuell würde mir die CuDa reichen, aber wie lange die noch zukunftssicher ist, bleibt etwas fraglich. Kostentechnisch ist es natürlich die schönste Lösung. Aber um mich nicht immer wieder mit der Thematik beschäftigen zu müssen, gefällt mir die FTTH Lösung (mit Beteiligung der Nachbarn) schon sehr gut.

Beim Kabelanschluss ist auch die Beteiligung des "fremden" Grundstücks und die Dienstbarkeit etwas blöd, aber dennoch eine günstigere Lösung.

@Mettwurscht: Genau, den Kabelgraben müsste ich selber erledigen. Mit Material, Minibagger und einem Hilfsarbeiter hab ich hierfür 2000 € gerechnet.

Mehr als 3 Nachbarn (mit mir 4 Anschlüsse) kommen für FTTH nicht in Frage. Die weiteren 10 Nachbarn sind auf 700 Meter verteilt. D.h. jeder zusätzliche Nachbar verursacht im gleichen Maße Mehrkosten wegen anfallendem Tiefbau. (Auch ist es schwierig bei wenig Nachbarn das Interesse für mehr Bandbreite hervorzurufen). Das Interesse hier auszubauen ist gleich 0, da dem viel zu wenig Einnahmen entgegen stehen. Auch ein NVT im Gewerbegebit würde mir kaum helfen, da der NVT mit 5k günstiger ist als der anfallende Tiefbau bis zum Haus.

Bei einer Ausschreibung der Gemeinde für ca. 30 unterversorgte Anschlüsse hätte man 500.000 € ausgegeben. Jedoch hat sich nur ein kleiner Anbieter gemeldet mit Kosten in Höhe von ca. 1.000.000 €. Hier waren auch 2 Nachbargründstücke mit 16 Mbit dabei. Es wurde nicht ausgebaut. Die großen Anbieter haben alle kein Interesse bekundet.

Inzwischen hat jeder in unserer Straße durch den A0 Vectoring Ausbau zwischen 25 und 100 Mbit. Das Gewerbegbiet wäre wohl mit der neuen Förderrichtlinie in Bayern wieder förderbar, allerdings nutzt das nichts wenn kein Anbieter ein Angebot abgibt.

@Phonefux: Ich sehe die Vorraussetzungen für unsere Lage im Außenbereich sogar als sehr positiv.

Die Rohrtrasse habe ich entdeckt als mal ein Techniker von der Deutschen Telekom nach alten Schächten gesucht hat. Er hat mir hier vor meinem Haus die Infrastruktur etwas aufgezeigt. Von Mbfm hab ich sogar vor ca. einem Jahr schonmal eine Absage erhalten.

"vielen Dank für Ihr Interesse an einem individuellen Glasfaseranschluss. Gern hätte ich persönlich mit Ihnen gesprochen, hatte jedoch leider kein Glück. Aus diesem Grund wende ich mich auf diesem Weg an Sie. Zunächst bitte ich die verzögerte Antwort zu entschuldigen. Nach meinen Recherchen liegt der Standort *****, 86405 Meitingen nicht in einem Glasfaserausbaugebiet. "

Auch von Vodafone habe ich erst eine Absage bekommen, bis ich Ihnen erklärt habe das es einen Verteiler an der Grundstücksgrenze gibt (nicht Erschließungsstraße)...
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