#4671  (Permalink
Alt 16.04.2010, 15:58
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Zitat:
Zitat von Odde23 Beitrag anzeigen
Mann kann das nicht pauschalisieren. Es gibt viele Kommunen die stehen am Rande der Pleite, andere hingegen sind Schuldenfrei und haben sogar noch massiv Rücklagen. Hier bei uns in der Region gibt es da auch einige. Kam erst vor kurzem was in der Zeitung dazu.
Also in NRW reden wir da von 1-2% der Kommunen, je nachdem, ob man die Verschuldung der Eigenbetriebe berücksichtigt, oder nicht.

Auch die Art und Weise, wie die Schuldenfreiheit zustande kommt, dürfte vielen hier nicht passen: Langenfeld hat sich tatsächlich schuldenfrei gespart, z.B. indem es die Stadtreinigung eingespart hat, Gehweg selber fegen ist angesagt.
Idiotisch ist der Weg von Raesfeld: Man leistet sich kein eigenes Schwimmbad, sondern kutschiert die Bürger in Schwimmbäder der Nachbargemeinden. Das ist einerseits gut, denn warum sollen sich mehrere Gemeinden unausgelastete Schwimmbäder leisten, wenn man eines (dann evtl. besser ausgestattet) auch gut gemeinsam nutzen kann. Funktioniert aber in dieser Weise auch nur, wenn nicht die Nachbargemeinden auf dieselbe Idee kommen ... (Das ist der Kino-Effekt: Der erste, der im Kino aufsteht, sieht besser ... stehen alle auf, ist der Vorteil hinüber).

Naja, ich denke, wir kommen damit auch etwas sehr vom Thema ab. Für die Diskussion war nur wichtig, daß wir bei schuldenfreien Kommunen von Ausnahmen reden und dort durchaus auch Eigeninitiative der Bürger mit dazu beigetragen hat, während hier ja doch eher in Vollkasko-Mentalität von der Kommune gefordert wird, sie habe gefälligst für den Ausbau zu sorgen.
  #4672  (Permalink
Alt 16.04.2010, 16:32
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Zitat:
Zitat von SpaceRat Beitrag anzeigen
Für die Diskussion war nur wichtig, daß wir bei schuldenfreien Kommunen von Ausnahmen reden und dort durchaus auch Eigeninitiative der Bürger mit dazu beigetragen hat, während hier ja doch eher in Vollkasko-Mentalität von der Kommune gefordert wird, sie habe gefälligst für den Ausbau zu sorgen.
Ich bin hier auch von der Situation im Südwesten ausgegeangen. Wie man auf Seite 2 der hier verlinkten Präsentation sehen kann, gibt es in BW einige Gebiete, in denen BB Versorgung >= 1 M/Bit (gelb hinterlegt) sehr gering ist. Ich lebe hier in so einem Gebiet das zum Speckgürtel von Ulm gehört. Aus irgend welchen Gründen, wurden im Ulmer Umland vergleichsweise wenig VSt. erichtet. Hinzukommt, dass einige VSt. sogar noch in den kleinsten Dörfern stehen und die daran angeschlossenen Gemeinden nicht selten 4-5 mal so groß sind wie die Gemeinde in der die VSt. steht. Von der VSt. in unserem Nachbarort, halb so groß wie unser Ort, werden z.B. 8000 Anschlüsse versorgt. Die Leitungen sind dabei entsprechend lang. Ergo ist die DSL-Penetration äußerst gering. Dass hier die VSt-Dichte ungewöhnlich niedrig ist, hatte mir auch Robert T-DSL bestätigt. Was uns aber hier zu gute kommt, ist, dass die Haushaltslage der Gemeinden noch vergleichsweise rosig ist, weswegen hier in der Region in den letzten 1,5 Jahren ein massiver BB Ausbau, durchweg mit Bezuschussung durch die Kommunen, stattgefunden hat. Immer Vorausgesetzt, es ist den Bürgern gelungen, die Entscheidungsträger hinsichtlich eines Ausbaus zu sensibilisieren und diesen klar zu machen, dass LTE die Problematik nicht lösen wird, denn dafür ist die Bevölkerungsdichte wieder zu hoch.
  #4673  (Permalink
Alt 16.04.2010, 16:45
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Langenau !? Eine Mustergemeinde in BaWü betr. DSL-Ausbau !!!!

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Alt 16.04.2010, 16:48
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Ja, Langenau da komme ich her. Ich beziehe mich aber in meinem Post nicht auf die Situation Langenau, sondern ganz im Allgemeinen auf die Landkreise Alb-Donau und Biberach/Riß. Die Kreisfreie Stadt Ulm lassen wir mal außen vor, da hier VDSL und zum Teil inzwischen auf FTTH Vollversorgung herrscht.
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Alt 16.04.2010, 16:53
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Hier am Ort haben wir im Neubaugebiet, wo die Gemeinde einige eigene noch unverkaufte Plätze seit Jahren vor sich herschiebt, nur die bereits diskutierten 768. Und nun wundert man sich, warum die Einwohnerzahl nicht zunimmt, sondern ab - und die Hauptschule stirbt.....

Also, wenn ich mir einen neuen Wohnort suchen müsste, wäre die Breitbandversorgung ein wichtiger Faktor - und die jungen Familien, wo beide berufstätig sind und ein schnelles Internet etc. eine Mindestbedingung, bleiben dann halt in soner DSL-Wüste einfach weg - und lassen sich woanders nieder.

Aber das "schnallen" viele Bürgermeister, die selber EDV-Nullen sind, und die meisten GRäte drumrum, nicht !!! Bei uns am Ort jedenfalls.

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Alt 16.04.2010, 17:06
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Zitat:
Zitat von SpaceRat Beitrag anzeigen
Ich bin ja schon computer- und internetbesessen, aber trotzdem würde es für meine Begriffe nicht von Sachverstand zeugen, wenn eine Gemeinde ihr knappes Geld für einen Internetausbau raushaut, während sich die Leute auf den kaputten Gehwegen die Haxen brechen oder in die Kanalschächte fallen.
Full Ack.

Zitat:
Zitat von SpaceRat Beitrag anzeigen
Noch etwas naheliegender, wenn wir vom untersten Ende der DSL-Versorgung reden (Also kein DSL/DSL384): Der ÖPNV in solchen Gebieten muß oft hoch bezuschußt werden.
[...]
(Bei der RB23 geht es um den Erhalt und die Ausweitung des 15-Minuten-Taktes, in diversen Käffern eher darum, daß ein Bus zumindest mehrere Runden fährt, statt 1x hin und 1x zurück).
Das kann man sich auch sparen. Ich wohne auch in so nem Kaff und 1x pro Tag Bus ist unbrauchbar. Der fährt dann nämlich immer zu der Zeit, wo man ihn nicht braucht. 15 Minuten Takt ist natürlich nicht finanzierbar. Aber wenn hier gar kein Bus mehr fahren würde, wärs eben auch kein Verlust.

Zitat:
Zitat von fruli Beitrag anzeigen
bei einer leistungsfähigen Breitbandinfrastruktur handelt es sich nicht um das Privatvergnügen eines jungen BM, damit sich der seinen Pr0n zeitgemäß reinziehen kann, sondern um einen wichtigen Standortfaktor für die örtliche Wirtschaft Wenn eine Ortschaft kein reines Wohn- und Schlafanhängsel einer nahegelegenen Stadt ist, wo allein der ÖPNV-Takt dortin wichtig ist, entscheidet die (Nicht-)Verfügbarkeit einer solchen Anbindung entscheidend darüber, ob Gewerbebetriebe zu halten sind, geschweige denn ob sich beim Fehlen überhaupt welche ansiedeln. Selbst ein x-beliebiger popeliger Bauhandwerker kann heute nur noch wenig mit DSL-Abfall-Bandbreiten und Volumen-gedrosselten Zugängen anfangen.
Wie viele Ortschaften gibt es denn, die kein DSL haben und nicht nur Wohn- und Schlafanhängsel sind? Ich würde sagen, die sind in der Minderheit.
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Alt 16.04.2010, 17:08
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Zitat:
Zitat von DSL-Interessent Beitrag anzeigen
Also, wenn ich mir einen neuen Wohnort suchen müsste, wäre die Breitbandversorgung ein wichtiger Faktor - und die jungen Familien, wo beide berufstätig sind und ein schnelles Internet etc. eine Mindestbedingung, bleiben dann halt in soner DSL-Wüste einfach weg - und lassen sich woanders nieder.
Wenn ich mir heute nochmal ein Haus bauen würde, würde ich es auch an einem Ort bauen, wo vernünftiges BB verfügbar ist. Auch würde ich meinen Betrieb den ich habe nicht mehr in der BB-Wüste ansiedeln. Leider war das, als diese Entscheidung damals für Wohnort und Firmenstandort fiel, mit DSL noch nicht so wie heute.
  #4678  (Permalink
Alt 16.04.2010, 18:09
boergeni boergeni ist offline
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Hiho,

hab lange nicht mehr reingeschaut und lediglich den Status von Seite 1 verfolgt. Es hat sich ja leider nicht viel getan.

Fruli, Du Glücklicher. Hast RAM bekommen? How so? ^^

Boergeni
  #4679  (Permalink
Alt 16.04.2010, 19:36
Rouge Rouge ist offline
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Alt 16.04.2010, 22:19
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Der Witz an der ganzen RAM-Sache ist doch eigentlich, daß diese Technik fast gar nichts kostet und im Prinzip sehr kurzfristig eingeführt werden könnte, so daß die Grundversorgung ganz erheblich verbessert wäre. Im nächsten Schritt sollte "Fiber to the curb" (FTTC), also Glasfaser bis zum Kabelverzweiger ausgebaut werden (bei höherer Wohndichte evtl. gleich FTTB), und dabei sollte man inzwischen auf VDSL2 setzen, da ADSL(2+) insbesondere vom Upload her nicht mehr zukunftssicher ist.

Die Finanzierung stelle ich mir so vor: Die T-Lekomm hat seit vielen Jahren von vielen Kunden die vollen Preise verlangt, obwohl sie nur stark eingeschränkte Leistungen erbracht hat. Das hat sie damit begründet, daß technisch nicht mehr machbar sei, was aber gelogen ist. Also soll sie das auf diese Weise unberechtigterweise eingenommene Geld einsetzen, um in den bisherigen DSL384-Gebieten FTTC auszubauen.

Da sie das wahrscheinlich nicht freiwillig tun wird, müßte die Bundeswitzagentur ihr in den ***** treten. Und da letztere offenbar unfähig ist, sollte man zunächst den Bundeswitzkurt mit einem Tritt in den ***** ins Freie befördern. Und damit das passiert, müßte der Wähler mal seinen Volksverrätern in den ***** treten.
 
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