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Alt 18.07.2021, 11:41
eifelman eifelman ist offline
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Standard Wiederherstellung Infrastruktur Telekom nach dem Hochwasser 2021

Da es im NGA-Ausbauthread inzwischen zu sehr OT wurde, kann hier weiter über die Wiederherstellung der FN+MoFu Infrastruktur geschrieben werden.
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Alt 18.07.2021, 12:22
Chris Machold Chris Machold ist offline
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Standard AW: Wiederherstellung Infrastruktur Telekom nach dem Hochwasser 2021

https://youtu.be/L0YWD7Mmhjo
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Alt 18.07.2021, 12:42
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Standard AW: Wiederherstellung Infrastruktur Telekom nach dem Hochwasser 2021

wird eigentlich darüber nachgedacht, Betriebsstellen aus Hochwasser-/Sturzflut-/Erdrutsch-Risiko-Bereichen zu verlegen, wenn ein entsprechendes Schadensereignis eingetreten ist?
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Alt 18.07.2021, 14:52
talk talk ist offline
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Standard AW: Wiederherstellung Infrastruktur Telekom nach dem Hochwasser 2021

Hallo zusammen,

das ist ein interessantes Thema, zu dem man in den Medien bislang eher wenig lesen zu konnte. Die Auswirkungen der Überflutungen dürften unter anderem davon abhängig sein, welche Infrastruktur wie genau beeinträchtigt wurde.

1.) Technik beim Endkunden

Wenn Geräte wie Router, PC, Telefone, etc. unter Wasser standen, dürften sie in der Regel nicht mehr nutzbar sein. Diese Geräte sind aber relativ leicht und in Eigenregie des Nutzers ersetzbar.

Was ist aber z.B. mit passiver Technik wie einem APL (Telefon) oder HÜP (Kabel)? Da diese teilweise auch außen an Gebäuden verbaut werden, müßten diese auch stärkere Regenfälle aushalten können. Doch was ist, wenn ein APL oder HÜP unter Wasser steht / stand? Wie "wasserfest" sind diese Einrichtungen? Trocknen diese wieder von selbst oder müssen sie nach einer Überflutung ausgetauscht werden?

Was ist mit einer 1. TAE, wenn diese z.B. im Keller hängt und überflutet wurde?

Ein Hausanschlußverstärker bei Kabel dürfte in der Regel nach einer Überflutung nicht mehr nutzbar sein, selbst wenn er in einem Kasten verbaut wurde (z.B. in größeren Gebäuden)?

2.) Technik in / auf / neben der Straße

Wenn ein MSAN überflutet wird, dürfte die darin verbaute Technik vermutlich nicht mehr verwendbar sein? Wenn ich Bilder aus diesem und anderen Foren richtig im Kopf habe, ist die aktive Technik eines MSANs nicht speziell gegen Wasser geschützt?

Was ist mit einem klassischen Telefon-KVz ohne aktive Technik (da wird es vermutlich ähnlich aussehen wie bei einem APL oder einer TAE)?

Was ist mit einem Verstärkerpunkt für Kabelfernsehen? Dort wird ja von einer "Verstärkerwanne" gesprochen. Ist diese auch ein Schutz gegen Wasser oder einfach nur eine Art Halterung?

Selbst wenn ein KVz / MSAN / VrP selbst nicht überflutet oder hinweggerissen wurde, bringt das wenig, wenn er "kein Signal" mehr bekommt, weil andere Netzelemente nicht mehr betriebsfähig sind. MSANs oder eine Mobilfunk-Basisstation dürften mit Akkus höchstens einen begrenzten Stromausfall überbrücken können, falls sie überhaupt über eine solche Absicherung verfügen (das ist meines Wissens nicht flächendeckend der Fall)?

Ist Stom vorhanden, aber die Anbindung ans Netz das Problem, dann könnte eine Mobilfunk-Basisstation, die mit Richtfunk angebunden ist, evtl. einen einen Vorteil gegenüber einer leitungsangebundenen Station haben, deren Anbindung über DSL oder Glasfaser jetzt möglicherweise ausgefallen ist. Früher wäre dies dann tendenziell ein Vorteil von Vodafone, e-plus und o2 (mit vielen Richtfunkanbindungen) gegenüber der Telekom (mit meist leitungsgebundener Anbindung) gewesen. Aber inzwischen haben Vodafone und o2 ja bei vielen Sendern auch auf eine LWL-Anbindung statt Richtfunk umgestellt?

3.) Technik "im Netz"

Wenn verschiedentlich von "überfluteten Vermittlungsstellen" die Rede ist, dann sind das ja keine Vermittlungsstellen mehr im klassischen Sinn, denn die traditionelle ISDN-VSt-Technik (Siemens EWSD, Alcatel S12, ....) dürfte inzwischen abgeschaltet worden sein und die heutigen VoIP-Netze (auch bei der Telekom) arbeiten mit einer vergleichsweise geringen Zahl an zentralen Standorten für ihre VoIP-Plattformen. Das nützt aber natürlich dem Nutzer relativ wenig, wenn er mangels funktionierendem Internet-Anschluß die VoIP-Plattform gar nicht mehr erreicht. Zudem ist in den "Vermittlungsstellen"-Standorten auch sonst einiges an Technik untergebracht (evtl. HVt / NVt / DSLAMs / Switches, ...).

Die Betriebsstellen der oberen Netzebene oder große Rechenzentren mit Colocation-Flächen für Carrier und ISPs scheinen offenbar nicht betroffen zu sein, sodaß die Ausfälle eher auf lokaler bzw. regionaler Ebene zu finden sein dürften?

Wenn ein Nutzer von einem Outdoor-DSLAM versorgt wird, der nicht von der Flut betroffen ist, jedoch der örtliche HVt (wo auch die Indoor-DSLAMs stehen) unter Wasser steht/stand, hat vermutlich auch der Outdoor-Nutzer kein Internet mehr, weil die LWL-Anbindung des Outdoor-DSLAMs wohl (meist) über den HVt-Standort geführt wird?

4.) Unterschiede zwischen Anbietern

Im Mobilfunk dürfte die Vermutung plausibel sein, daß die verschiedenen Netze (mit unterschiedlichen Standorten und Netzstrukturen) auch in einer bestimmten Region unterschiedlich betroffen sein können.

Aber auch im Festnetz könnte es Unterschiede geben, wenn z.B. im einem funktionsfähigen HVt-Standort neben der Telekom evtl. auch Vodafone oder ein lokaler Carrier präsent sind und ihre Technik über andere, "eigene" Leitungswege an höhere Netzebenen angebunden haben (und diese Leitungen oder Netzebenen beim einen Carrier ausgefallen sind und beim anderen nicht).

5.) Ausmaß des Schadens

Die obigen Punkte bezogen sie schwerpunktmäßig darauf, wenn Technik überflutet wurde, aber noch vorhanden ist. Da stellt sich dann ja die Frage, was davon noch nutzbar ist (vgl. oben). Wenn Infrastruktur durch die Wassermassen einfach weggerissen wurde oder dergleichen, sieht die Situation natürlich noch übler aus.

cu talk
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Alt 18.07.2021, 15:08
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Kalle Kalle ist offline
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Bei FTTH darf die Leitung unter Wasser stehen, da passiert nix. Und wer den ONT nicht im Keller hat, muss sich dann auch keine Sorgen machen.
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Alt 18.07.2021, 15:38
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Zitat:
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Doch was ist, wenn ein APL oder HÜP unter Wasser steht / stand? Wie "wasserfest" sind diese Einrichtungen? Trocknen diese wieder von selbst oder müssen sie nach einer Überflutung ausgetauscht werden?
Wasserfest sind die kein Stück. Das Wasser läuft rein und dann wieder raus. An der Außenwand lüften sie des öfteren schon wieder aus und es gibt auch Unterschiede bei der Wasserfestigkeit, je nach Baujahr. Die alten EVza aus des 60ern sind imho etwas im Vorteil, da dort noch das Papierkabel an der Rückseite vergossen wurde. Sind die APL im Keller montiert und der ist vollgelaufen und wird nicht zeitnah wieder getrocknet, dann sind die wahrscheinlich eher kaputt, weil sie nicht mehr austrocknen können.

Zitat:
Zitat von talk Beitrag anzeigen
Was ist mit einem klassischen Telefon-KVz ohne aktive Technik (da wird es vermutlich ähnlich aussehen wie bei einem APL oder einer TAE)?
Tür von KVz aufsperren, mit dem Hochdruckreiniger sauber waschen, austrocknen lassen. Kaputt machen kann man da eigentlich nicht mehr viel. VDSL funktioniert fast immer auch auf total feuchten Adern. Analogtelefonie aber eher nicht, im ersten Step geht es aber immer nur um Schadensbegrenzung. Langfristig werden die Endverschlüsse fast immer getauscht werden müssen.

Zitat:
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Wenn ein Nutzer von einem Outdoor-DSLAM versorgt wird, der nicht von der Flut betroffen ist, jedoch der örtliche HVt (wo auch die Indoor-DSLAMs stehen) unter Wasser steht/stand, hat vermutlich auch der Outdoor-Nutzer kein Internet mehr, weil die LWL-Anbindung des Outdoor-DSLAMs wohl (meist) über den HVt-Standort geführt wird?
Der HVt-Standort ist den Outdoor-Standorten eigentlich eher egal. Was dort drin ist, das ist eigentlich fast immer nur eine passive Glas-Verteilung. Wenn sie nicht weggespült wurde, dann ist sie immer noch funktionsfähig. Das Signal läuft dann weiter zum nächsten BNG-Standort. Ist der allerdings unter Wasser, dann hat man ein richtiges Problem.

VSt verlegen, ist aber nicht so einfach. Das ist so ein klassisches Henne-Ei-Problem. Schließlich liegen dort ja auch alle Kabel. Gerade wenn man Carrier mit im Boot hat, kann man diese nicht einfach mal verlängern und die VSt um 500m verschieben. Das zieht einen Rattenschwanz nach sich, das kann man sich gar nicht vorstellen. Das geht von dem ganzen Schriftverkehr mit Carrier, BNetzA, etc. bis hin zum Abändern von DPBO für alle Outdoor-Standorte (inkl. der Standorte aller Carrier). Wir müssen nämlich in unserer Region die nächsten Jahre eine VSt umziehen, weil diese eingemietet war und der Mietvertrag ausläuft.

Wenn man ein wenig mitdenkt, dann kommt die Ersatztechnik aber bevorzugt in höher gelegene Räume, sofern die VSt sowas hat. Früher waren dort fast immer die Büroräume (größere VSt) besetzt und die Technik im Keller, während mittlerweile die Büros an vielen kleinen Standorten leer stehen.
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Alt 18.07.2021, 19:49
kingpin42 kingpin42 ist offline
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Tjo da hat die Telekom leider keine ausreichende Redundanz gebaut für ihre Regio Anschlüsse im Saarland...
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Alt 18.07.2021, 20:11
eifelman eifelman ist offline
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Zitat:
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1.) Technik beim Endkunden

Wenn Geräte wie Router, PC, Telefone, etc. unter Wasser standen, dürften sie in der Regel nicht mehr nutzbar sein.
Das wird die nächste Zeit noch ein großes Thema werden. In der ersten Phase nach dem Schadensereignis haben die Menschen wichtigere Dinge im Kopf - aber wenn Strom/Wasser wieder da und die gröbsten Schäden beseitigt sind, wird das kommen. Von 2 FRITZ!Boxen, die es erwischt hat, weiß ich schon.

Die derzeitigen Lieferschwierigkeiten bei AVM tun ihr übriges, um die Lage noch schwieriger zu machen. Die 7590 ist zumindest, wenn auch deutlich teurer als früher, direkt erhältlich.

Hat schon jemand Erfahrungen, ob Boxen, die zwar im Wasser standen, zu dem Zeitpunkt aber keine Spannungsversorgung hatten, ggf. gerettet werden können? Also Gehäuse öffnen, Platine säubern und gut trocknen (lassen) und hoffen, dass danach noch alles funktioniert?

Zitat:
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Was ist aber z.B. mit passiver Technik wie einem APL (Telefon) oder HÜP (Kabel)?
Zitat:
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Was ist mit einem klassischen Telefon-KVz ohne aktive Technik (da wird es vermutlich ähnlich aussehen wie bei einem APL oder einer TAE)?
Hier im Ort stand ein KVz komplett im Wasser - er wird von einem 500 Meter entfernten MSAN mitversorgt. Die VDSL-Anschlüsse, die über den KVz geschaltet sind, laufen wieder ohne Auffälligkeiten. Sicherlich wird man sich irgendwann, wie thom53281 schrieb, darum kümmern - dürfte aber derzeit nicht die höchste Prio haben.

Ein Bekannter von mir hatte im Keller den APL (EVz 84) komplett im Wasser. Anschluss funktioniert auch hier ohne Auffälligkeiten. Werde ich mir demnächst aber anschauen fahren.

Hier mal ein Luftbild, wie es in Irrel aussah:



Links oben rot markiert die Vermittlungsstelle 6525/1. Da dürfte man noch Glück im Unglück gehabt haben - die von dort geschalteten Anschlüsse sind online.

Peter Schmidt berichtet derzeit auf Twitter (https://twitter.com/33dbm) davon, wie er versucht, möglichst viel Mobilfunk im Ahrtal wieder ans Netz zu bringen. Zu manchen Standorten kommt er noch überhaupt nicht hin.
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Alt 18.07.2021, 21:14
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Bei FTTH darf die Leitung unter Wasser stehen, da passiert nix. Und wer den ONT nicht im Keller hat, muss sich dann auch keine Sorgen machen.
Nur blöd, wenn die Leitung/NVt vom Wasser weggespült wurde. Und ob eine LWL-Steckverbindung wasserfest ist würd ich bezweifeln, das muss ich aber mal ausprobieren

Zitat:
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Wenn ein MSAN überflutet wird, dürfte die darin verbaute Technik vermutlich nicht mehr verwendbar sein? Wenn ich Bilder aus diesem und anderen Foren richtig im Kopf habe, ist die aktive Technik eines MSANs nicht speziell gegen Wasser geschützt?
Richtig.

Zitat:
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Was ist mit einem Verstärkerpunkt für Kabelfernsehen? Dort wird ja von einer "Verstärkerwanne" gesprochen. Ist diese auch ein Schutz gegen Wasser oder einfach nur eine Art Halterung?
Das ist eine Halterung und Abschirmung. Wasserdicht dürfte das Ding nicht sein. Der manchmal daneben befindliche 230V-Anschluss ist es definitiv nicht.

Zitat:
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Aber inzwischen haben Vodafone und o2 ja bei vielen Sendern auch auf eine LWL-Anbindung statt Richtfunk umgestellt?
Ja, zwangsweise. Ob die noch lebt dürfte von regionalen, topografischen Eigenarten abhängig sein.

Zitat:
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Wenn verschiedentlich von "überfluteten Vermittlungsstellen" die Rede ist, dann sind das ja keine Vermittlungsstellen mehr im klassischen Sinn, denn die traditionelle ISDN-VSt-Technik (Siemens EWSD, Alcatel S12, ....) dürfte inzwischen abgeschaltet worden sein und die heutigen VoIP-Netze (auch bei der Telekom) arbeiten mit einer vergleichsweise geringen Zahl an zentralen Standorten für ihre VoIP-Plattformen. Das nützt aber natürlich dem Nutzer relativ wenig, wenn er mangels funktionierendem Internet-Anschluß die VoIP-Plattform gar nicht mehr erreicht. Zudem ist in den "Vermittlungsstellen"-Standorten auch sonst einiges an Technik untergebracht (evtl. HVt / NVt / DSLAMs / Switches, ...).
Eben. Ein abgesoffener (Gf-)HVt oder Indoor-MSAN macht auch schon gut Schaden

Zitat:
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Die Betriebsstellen der oberen Netzebene oder große Rechenzentren mit Colocation-Flächen für Carrier und ISPs scheinen offenbar nicht betroffen zu sein, sodaß die Ausfälle eher auf lokaler bzw. regionaler Ebene zu finden sein dürften?
Achtung, Kolokation hat, außer bei L2-BSA, wenig mit der Vst-Größe zu tun. Wenn man Zugriff auf die Kupfer-TAL will braucht man im dortigen Amt auch eigene Technik.

Zitat:
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Wenn ein Nutzer von einem Outdoor-DSLAM versorgt wird, der nicht von der Flut betroffen ist, jedoch der örtliche HVt (wo auch die Indoor-DSLAMs stehen) unter Wasser steht/stand, hat vermutlich auch der Outdoor-Nutzer kein Internet mehr, weil die LWL-Anbindung des Outdoor-DSLAMs wohl (meist) über den HVt-Standort geführt wird?
Kommt auf den Standort des Gf-HVt im Gebäude an. Wenn der auch überflutet wurde siehts schlecht aus, ansonsten sollte die Faser noch durchgängig sein.

Zitat:
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Die obigen Punkte bezogen sie schwerpunktmäßig darauf, wenn Technik überflutet wurde, aber noch vorhanden ist. Da stellt sich dann ja die Frage, was davon noch nutzbar ist (vgl. oben).
Die aktive Technik dürfte via Kurzschluss gegrillt sein und dann vom Wasser verdreckt worden sein. Passive Technik "nur" verdreckt.
__________________
"Mehr als 80 Prozent der Anschlüsse im Projektgebiet werden nach Ende der Maßnahme (Ende 2024) mit 100 Mbit/s oder mehr versorgt." (LK SLF-RU)

Also Ende 2024 noch knapp 20% der Anschlüsse unter 100 MBit/s. Geil.

Geändert von rezzler (18.07.2021 um 21:19 Uhr)
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Alt 18.07.2021, 21:38
Chris Machold Chris Machold ist offline
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Standard AW: Wiederherstellung Infrastruktur Telekom nach dem Hochwasser 2021

Ich habe mir vorhin mal einen kleinen Überblick verschafft und muss sagen, dieses Ereignis ist an Zerstörung seit dem Krieg nicht zu übertreffen in der Deutschen Geschichte in diesen betroffenen Regionen.
Um APL brauchen wir uns in naher Zukunft gar nicht so schnell kümmern, unzählige Häuser sind gar nicht mehr existent.
Leider aus Presse und Bildern ist das oft gar nicht zu erkennen, aber die Verwüstung ist unglaublich.
Heute habe ich Bilder einer unserer Vermittlungsstellen an der Ahr gesehen. Das Wasser war bis über das Dach, wahrscheinlich kann man das gesamte Gebäude abreisen und neu bauen. Ebenso die Kabel sind wohl zerstört. Kabelübergänge an Brücken sind weg, selbst Düker werden nicht mehr alle da sein. Kabelschacht am Düker nicht mehr existent.
Ebenso klingt das alles einfach mal eben neues Kabel verlegen und dann geht das wieder. Leider nein, es ist ja gar keine Brücke mehr da… Düker defekt und somit nicht mehr nutzbar.
Eine Vermittlungsstelle bekommt man vielleicht recht schnell ersetzt aber wenn dann auch die Verbindungen fehlen wird es schwer.

Daher denkt zunächst erst mal an die Menschen vor Ort, die haben alles verloren, wirklich alles und nichts ist mehr dort wo es war.
Die Telekom und sicher alle anderen Anbieter werden alles versuchen um erst einmal
Mobilfunk und dann alles weitere instand zu setzen.

Aber ich denke das wird in einigen Bereichen Monate dauern, bei all der Unterstützung die kommen wird.
Wer weiß wie lange es dauert bis die unzähligen Brücken überhaupt wieder gebaut sind.
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