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Kommentar zum Artikel: Telekom rudert zurück: DSL-Drosselung auf 2 Mbit/s statt 384 Kbit/s
Lenkt die Deutsche Telekom ein? Laut eines Blog-Berichts und nach Informationen der "Bild" will der Bonner Konzern am Mittwoch angeblich bekanntgeben, dass die Bandbreite von gedrosselten Verbindungen erheblich höher liegen soll als bislang geplant.
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  #21  (Permalink
Alt 12.06.2013, 16:20
dsl-fan dsl-fan ist offline
Senior Mitglied
 
Registriert seit: 30.10.2001
Beiträge: 1.921
Provider: Telekom
Bandbreite: 50 Mbit/s
Standard AW: Die FTTH Anschlüsse hatten doch schon vorher ne Drosselklausel ?

Zitat:
Zitat von G A S T Beitrag anzeigen
Die Telekom tut technisch und rechtlich nämlich nichts anderes, als ein KNB mit seinem DVB-C-Angebot.
Es geht nicht darum, der Telekom ihr TV-Angebot zu verbieten. Es geht allein um die "Managed Services", die gegen die Netzneutralität verstoßen.

Zitat:
Zitat von G A S T Beitrag anzeigen
Das führt aber letztendlich zur ABSOLUTEN Unmöglichkeit einer Drosselung.
Und genau dieses Ergebnis kann ja wohl auch nicht sein!
Warum nicht?

Zitat:
Zitat von G A S T Beitrag anzeigen
Letztendlich dreht sich sich diese Panikmache und dieses Affentheater um einen kleinen Haufen Internet-Extremnutzer, die schlichtweg keinen Bock haben, ab den Jahr 2016 einen allgemeinen Preisaufschlag von wahrscheinlich 5 - 10 € auf den bis dahin gültigen Standardpreis zu bezahlen.
Da werden wohl wesentlich mehr von betroffen sein. Und was letztendlich zu zahlen ist, ist auch noch nicht festgeschrieben.

Zitat:
Zitat von G A S T Beitrag anzeigen
Halten wir fest:
Die Argumentation der Drosselgegener und Netzneutralitätsschreier ist wider alle Fakten und total inkonsistent;
löchrig wie ein schweizer Käse. Kurzum: Unhaltbar.
Du glaubst das so beurteilen zu können? Ich habe da so meine Zweifel...
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  #22  (Permalink
Alt 12.06.2013, 16:28
Robert Beloe Robert Beloe ist offline
Mitglied
 
Registriert seit: 20.08.2008
Beiträge: 411
Provider: Vodafone D2
Standard AW: Die FTTH Anschlüsse hatten doch schon vorher ne Drosselklausel ?

Mir ist Dein Standpunkt schon klar, Gast. Mein Verstand ist nämlich - bei all meinen übrigen und zahlreichen Unzulänglichkeiten - glücklicherweise recht geschärft.

Ich habe einfach Zweifel, ob die technische Argumentation hier wirklich rechtlich zieht, weil die Perspektive im Wettbewerbsrecht anders ist: Gibt es einen Markt Fernsehen, auf dem sowohl Zattoo als auch Entertain als Angebote vorhanden sind, oder sind beide auf unterschiedlichen Märkten unterwegs? Das ist m.E. eine nicht so klare Frage, und sie wird mit dem Hinweis auf die unterschiedlichen technischen Kontexte nicht geklärt. Wichtiger ist da etwa die Wahrnehmung und das Nutzungsverhalten der Verbraucher. Nutzen diese Mediatheken und Dienste wie Zattoo oder Youtube inzwischen schon ähnlich wie 'klassische' Fernsehdienste? Dass TV over IP und TV over Internet over IP unter diesen Voraussetzungen in unterschiedlichen Märkten operieren, kann man vielleicht begründen, aber ganz einfach ist die Begründung nicht, und ich würde vermuten, dass die Annahme eines gemeinsamen Marktes zumindest nicht schwieriger zu begründen ist.

Da könnte man nämlich schon argumentieren, dass sich hier die Praxis in den vergangenen Jahren sehr geändert hat. Ein Beispiel dafür ist die Rezeption der Amazon-Reportage, die vor allem über die Mediathek funktioniert hat. Ein anderes Indiz ist die Tatsache, dass wir mittlerweile Fernseh- und Rundfunkgebühr für die Nutzung des Internetanschlusses zahlen, was damals gerade damit begründet wurde, dass das Internet als Quelle für Fernsehen und Rundfunk (Webradio) genutzt wird. Oder ganz praktisch argumentiert: Denkt Fritz Meyer: 'Ach, den Tatort schaue ich mir nicht um 20.15 Uhr an, da treffe ich mich heimlich mit meiner Geliebten, ich kann ja später den Film noch in der Mediathek oder über Zattoo schauen?' Ich glaube, das denken (jenseits der Geliebten ) inzwischen gar nicht so wenige.

Wir werden sehen, wie das Bundeskartellamt die Sache sieht. Ich kann mich mit dieser Frage ohnehin gerade nicht ausführlich beschäftigen, will aber nur zeigen, dass die technische Unterscheidung an sich kein Grund sein muss anzunehmen, dass es per se wettbewerbsrechtlich kein Problem gibt, sondern die Sache komplizierter ist.

Du brauchst übrigens keine Sorge zu haben, dass das Bundeskartellamt die von Dir angeführten Argumente nicht kennt oder versteht. Die Leute in diesem Amt sind es nun wirklich gewohnt, sich zügig in die unterschiedlichsten Marktstrukturen einzuarbeiten - vom Kaffeemarkt mit seinen Gesetzmäßigkeiten über den Waschmittelmarkt oder den Schienenmarkt.

Geändert von Robert Beloe (12.06.2013 um 16:38 Uhr)
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