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Alt 01.07.2020, 19:54
websurfer83 websurfer83 ist offline
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Zitat:
Zitat von Tweakingworld Beitrag anzeigen
Glaub mir - Pyur, UM/VF, Solutions30 und auch Comsat (die das Netz damals für Pyur "gewartet" haben) wissen oft nicht, was genau abgeht.
Ja, das ist leider häufig so, wenn zu viele Unternehmen in einer Sache involviert sind. Aber leider wird heutzutage in der NE4 zu 100 % mit Subunternehmern gearbeitet und in der NE3 dürfte der Anteil an Subunternehmern ebenfalls sehr hoch sein, da das eigene Personal, welches noch aus Bundespost-/Telekom-Zeiten stammte mittlerweile zum Großteil in Pension geschickt wurde. Und neues Personal wurde dafür nicht mehr eingestellt, leider.

Zitat:
Zitat von Tweakingworld Beitrag anzeigen
S30 sagte mir, dass im Netz ein recht großer "Wartungsstau" war. Viele Steckverbindungen wären korrodiert gewesen etc. eben weil Pyur das Netz eher nur noch verwaltet und als notwendiges Übel angesehen hat.
Das hört sich natürlich gar nicht gut an. Aber ich könnte mir vorstellen, dass die anderen zahlreichen Inselnetze, welche teilweise sogar zum "Vodafone-Imperium" gehören, auch in keinem allzu guten Zustand sein dürften. Sonst hätte man diese bestimmt bereits an das Backbone angeschlossen und rückkanalfähig gemacht, aber vermutlich wären die Sanierungkosten höher als die zusätzlichen Einnahmen...

Zitat:
Zitat von Tweakingworld Beitrag anzeigen
Ein tolles hatte anno 2010/2011 das "Inselnetz" hier im Ort. Durch die eigene Kopfstation, welche damals von einem einzigen Primacom-Techniker betreut wurde (neben 5-6 weiteren Orten), wurden sehr viele Sender (sicherlich im tiefsten graubereich!) ohne Verschlüsselung eingespeist. So war das heutige HD+-Lineup + etliche weitere Sender in der HD-Variante ohne jegliche Verschlüsselung aufgeschaltet. In der offiziellen Primacom Senderliste stand dann jahrelang nur "Testeinspeisung" hinter der jeweiligen Frequenz. Es war also nicht alles schlecht

(...)

Besondere Story, die ich auch erst zuletzt mitbekommen habe:
In Bondorf wurde wohl in der Ortskirche der Sonntägliche Gottesdienst mit einer Kamera mitgeschnitten und Live in das Kabelnetz (über die eigene Kabelkopfstation) auf einer eigenen Frequenz eingespeist. Das lief bis zuletzt noch, wurde nun aber ebenfalls (aus nachvollziehbaren Gründen) gecancelt.
Das sind ja zwei nette Geschichten
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Alt 01.07.2020, 20:34
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Zitat:
Zitat von phonefux Beitrag anzeigen
Wobei die Rohre im Regelfall Telekom-Rohre sein dürften.
Nein, nicht zwangsweise.

Zitat:
Zitat von phonefux Beitrag anzeigen
Aber wird immer eigene GF gelegt oder ggf. auch freie Fasern einer KDG-Leitung genutzt und umgekert?
Bei mir wurden für MobFu bisher immer VF-eigene Kabel gelegt oder anderswo angemietet. Im Rahmen von VF-L2-BSA hat man allerdings auch öfters auf KDG-Fasern in Bestandskabeln (die teilweise auch durch T-Rohre gingen) zurückgegriffen.
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Ist schon irgendwie krass

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  #953  (Permalink
Alt 02.07.2020, 14:24
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Hallo zusammen,

Zitat:
Zitat von Tweakingworld Beitrag anzeigen
Glaub mir - Pyur, UM/VF, Solutions30 und auch Comsat (die das Netz damals für Pyur "gewartet" haben) wissen oft nicht, was genau abgeht. Bis ich am Telefon endlich eine passende Aussage erhalten habe bzw. einen Techniker mit entsprechendem Hintergrundwissen (vom Ortsnetz) bekommen habe hat es ewig gedauert. Ich hatte dann noch das Glück über das/die bekannten Kabelforen von einem Vodafone-MA (Planung) Informationen/Hilfestellung zu bekommen, um die Thematik zum Abschluss bzw. Anschluss zu bekommen
Auch in den früheren Telekom-Kabelnetzen kann man Überraschungen erleben, wenn z.B. zwar ein Hausübergabepunkt vorhanden ist, aber kein Netz in der Straße (siehe z.B. dieser Thread).

Und daß die aus dem Telekom-Kabelnetz hervorgegangenen Netzbetreiber teilweise mehrfach verkauft und umstrukturiert wurden, macht es auch nicht gerade einfacher - da dürfte mit der Zeit (u.a. auch deswegen) manches Wissen verloren gegangen sein.

Es ist aber ein gutes Zeichen, daß in Deinem Fall die Zusammenarbeit zwischen Vodafone / Unitymedia und Pyur offenbar funktioniert und man die Pyur-Netze auch gut in die Vodafone-Systeme integriert hat, sodaß man für Bestellung und Kundenservice wohl keine speziellen Hotlines oder Webseiten braucht (man vergleiche dagegen z.B. bei der Telekom die Unterschiede zwischen den normalen Magenta Zuhause-Produkten und den Regio-Varianten)...

Wenn die Infoveranstaltungen gut besucht waren und es Kritik an den bisherigen Leistungen gab, dann zeigt das immerhin, daß Pyur offenbar trotz des "angejahrten" Netzes noch einen gewissen Kundenstamm besitzt und die bisherigen Kabel-TV-Nutzer nicht an Sat, DVB-T und IPTV verloren hat.

Gab es in diesen Pyur-Netzen eigentlich noch Analog-TV oder wurde das bereits zuvor abgeschaltet?

Die Geschichten mit HD+ und den Gottesdiensten sind kurios - aber ich habe auch noch eine interessante Anekdote zu bieten: Mir ist ein Kabelnetz bekannt (einst Bundespost / Telekom, später KabelBW, heute Unitymedia / Vodafone), in das früher lange Jahre ORF1 + ORF2 analog eingespeist wurden. Mitte der 2000er Jahre kündigte KabelBW dann die Zuführungsstrecken der Telekom, konnte das Netz aber noch nicht an sein überregionales Backbone anschließen, sodaß man vorübergehend praktisch alle Programme lokal von Sat einspeiste. Dadurch fielen ORF1 und ORF2 zunächst weg, nach kurzer Zeit kehrte aber ORF1 mysteriöserweise wieder plötzlich zurück. Und dieses Signal sah dann (hinsichtlich Bildqualität, Zeitversatz, etc.) seeeehr stark nach einem Abgriff des digitalen und verschlüsselten(!) Astra-Signals aus. Nach einer gewissen Übergangszeit erfolgte dann die Netzmodernisierung sowie die Verbindung ans Backbone und ORF1 verschwand analog aus diesem Netz für immer...

Zitat:
Zitat von websurfer83 Beitrag anzeigen
Das hört sich natürlich gar nicht gut an. Aber ich könnte mir vorstellen, dass die anderen zahlreichen Inselnetze, welche teilweise sogar zum "Vodafone-Imperium" gehören, auch in keinem allzu guten Zustand sein dürften. Sonst hätte man diese bestimmt bereits an das Backbone angeschlossen und rückkanalfähig gemacht, aber vermutlich wären die Sanierungkosten höher als die zusätzlichen Einnahmen...
Im vodafonekabelforum.de wurde schon über verschiedene kleine Kabelnetze berichtet, die anstatt modernisiert zu werden offenbar einfach abgeschaltet wurden!

Siehe dazu z.B. diesen dortigen Forumsthread, demzufolge es offenbar sogar kleine Vodafone-Netze gab(?), in die nur analoge, also keine digitalen TV-Programme eingespeist wurden und die teilweise nur bis etwa 300 MHz ausgebaut waren! Ich war echt überrascht, als ich das erste Mal über solche Berichte gestolpert war - denn ich hätte gedacht, daß die Telekom in den 1990er Jahren noch alle Netze zumindest für 450 MHz und ein paar wichtige Digital-TV-Pakete ausgebaut hätte.

Zur Netzabschaltung siehe dort auch z.B. die Infothreads für Baden-Württemberg (Abschaltung in Stühlingen-Eberfingen, siehe hier) und für Bayern (Abschaltungen in Gundremmingen, Holzheim und Lohkirchen; siehe hier und auch hier).

Ein wesentlicher Kostenfaktor für eine Netzmodernisierung dürfte die Anbindung ans Backbone sein, für die man in solchen (wohl eher ländlichen) Gebieten vermutlich keine alternativen Carrier zur Verfügung hat und wohl auch nicht selber den Bagger herausholen will. Allerdings können die Ex-Telekom-KNBs dafür auch auf Vorleistungen der Telekom zurückgreifen (evtl. erscheint einem das in diesem Fall auch zu teuer). Außerdem stellt sich bei solchen Netzen auch die Frage, ob man da überhaupt noch Kunden gehabt hat, wenn man da teilweise nicht mal die gängigen Digital-Pakete anbieten konnte. Andererseits haben ländliche Gegenden ja teilweise noch Probleme mit der DSL-Versorgung, da hätte man mit Kabel Internet vielleicht manche Lücke schließen können - irgendwie schade, wenn da nun bestehende Netze quasi einfach "aufgegeben" werden.

Vor allem in Ostdeutschland dürften in den letzten Jahren auch diejenigen TV-Kabelnetze abgeschaltet worden sein, die über das OPAL-Netz der Telekom realisiert wurden. Meines Wissens wurde dann mancherorts wohl ein eigenes Netz darübergebaut, andernorts wurde halt die Kabel-TV-Versorgung eingestellt...

cu talk
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