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Alt 20.04.2006, 13:03
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Böse Freenets merkwürdige Geschäftspraktiken

Am 24. Mai letzten Jahres bestellten wir bei Freenet einen DSL 2000-Anschluss, nachdem wir über viele Jahre einen T-DSL-Anschluss der Telekom besaßen. Da im Juli 2005 der Freenet-DSL-Anschluss immer noch nicht eingerichtet war, zogen wir unseren Auftrag zwar am 24. Juli zurück. Das scherte Freenet jedoch nicht, obwohl der Eingang des Schreibens bestätigt wurde. Freenet teilte lediglich mit, die DTAG habe noch keinen Leitungswechseltermin bekannt begeben.

Am 31. August 2005 wurde unser DSL-Anschluss dann plötzlich und unerwartet und trotz unserer Auftragsstornierung auf Freenet-DSL umgestellt.

Wir nahmen dies erst einmal hin. Nach wenigen Tagen fiel uns jedoch auf, dass sich die Geschwindigkeit nicht verändert hatte. Wir testeten daraufhin den Zugang und stellten fest, dass uns weiterhin lediglich ein DSL 1000-Zugang zur Verfügung gestellt wurde, obschon uns die Einrichtung eines DSL 2000-Anschluss nicht nur bestätigt, sondern dieser auch berechnet wurde (!).

Nach einigen recht unerfreulichen Telefonaten mit der kostenpflichtigen Hotline und unbeantworteten eMails entschieden wir uns, Freenet mit Datum vom 19. September 2005 per Einschreiben eine Frist zur Nachbesserung zu setzen und die fristlose Kündigung des Vertragsverhältnisses (das eigentlich ja gar nicht existiert) anzudrohen. Da nichts passierte, kündigten wir am 11. Oktober 2005 schließlich fristlos.

Der Eingang wurde uns insofern bestätigt, als dass eine reguläre Kündigung bestätigt wurde. Seither wurden wir immer wieder hingehalten: Man prüfe den Fall, die Sache läge an der Telekom. Immer wieder verweist Freenet auf eine 0190-Abzocke-"Service"-Nummer. Eine Hotline-Mitarbeiterin behauptet zwischenzeitlich sogar, für unsere Wohnung sei kein schnellerer Zugang als DSL 1000 lieferbar. Das stimmt definitiv nicht; unsere Nachfragen ergaben: T-Com könnte DSL 6.000, Versatel sogar DSL 16.000 liefern.

Mit Datum vom 3. April 2006 teilte Freenet uns nun mit, einer vorzeitigen Vertragsauflösung nicht entsprechen zu wollen. Man habe unseren Vertrag am 24. Januar 2006 an die tatsächlich gelieferte Bandbreite angepasst; eine Gutschrift werde gerade geprüft.

Kurz und gut: Freenet zwingt uns, DSL 1000 zu akzeptieren und zu bezahlen, obwohl wir das nicht bestellt haben. Da Freenet den DSL-Port blockiert, verhindert das Unternehmen, dass wir einen Wettbewerber mit der Lieferung eines schnelleren Anschlusses beauftragen können. Freenet stellt sich also unserem Wunsch ohne jede Rechtsgrundlage in den Weg.

Ein befreundeter Anwalt von uns nennt das einen "Skandal". Wir baten ihn, eine Port-Freigabe durchzusetzen. Er sagt: Unser Vertrag laufe nun ja "lediglich" noch bis August, bis ein Gericht eine Entscheidung herbeiführe, sei unser Vertrag bereits ausgelaufen. Da hat er wahrscheinlich recht.

Anders gesagt: Freenet hat uns offenbar so lange hingehalten, bis jedes gerichtliche Einschreiten gegen das Unternehmen sinnlos ist.

Wir empfinden das als unerhört - und sind schlichtweg ratlos. Hat hier noch irgendwer 'ne gute Idee, wie wir Freenet möglichst rasch loswerden?
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Alt 20.04.2006, 13:46
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Hallo Worldexplorer,

gib hier mal bitte deinen Loginnamen an, dann schauen wir mal ins System, ob und wie wir dir helfen können.

Gruß
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Alt 20.04.2006, 14:24
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Standard AW: Freenets merkwürdige Geschäftspraktiken

Hallo Christian,

eine außerordentliche Kündigung ist außer im Falle eines Umzugs nicht möglich. Des Weiteren wurde für die Falschberechnung der DSL-Grundgebühr eine Gutschrift beauftragt. (Eigentlich solltest du schon eine Gutschrift auf deinem Konto verzeichnen können.)

Wenn du eine höhere Bandbreite haben möchtest, kannst du diesen Wechsel über das Menü "Meine Daten" auf freenet.de starten.

Warum die Anpassung der Grundgebühr oder die Anpassung der DSL-Geschwindigkeit nicht eher erfolgte, kann ich nicht nachvollziehen.

Gruß
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  #4  (Permalink
Alt 20.04.2006, 14:40
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Zitat:
Zitat von lmeyer
eine außerordentliche Kündigung ist außer im Falle eines Umzugs nicht möglich. Des Weiteren wurde für die Falschberechnung der DSL-Grundgebühr eine Gutschrift beauftragt. (Eigentlich solltest du schon eine Gutschrift auf deinem Konto verzeichnen können.)

Wenn du eine höhere Bandbreite haben möchtest, kannst du diesen Wechsel über das Menü "Meine Daten" auf freenet.de starten.
Danke für das Nachgucken im System.

Außerordentlich Kündigung, Rücktritt vom Vertrag - nenne es wie Du willst. Das sollte schon möglich sein, wenn eine Firma nicht liefert, was bestellt ist - und somit dem geschlossenen Vertrag nicht nachkommt.

Nochmal: Wir haben DSL 1000 niemals bestellt. Nach eigenen Angaben kann Freenet DSL 2000 uns prinzipiell nicht zur Verfügung stellen - im Gegensatz zu allen anderen Anbietern. Der Anschluss wurde zudem eingerichtet, obwohl wir die Bestellung im Juli letzten Jahres mehr als einen Monat vor Umsetzung unseres Auftrags storniert hatten...

:-)
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Alt 20.04.2006, 14:46
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Soll ich mal probieren, ob es möglich ist dir DSL 2000 zu schalten?

Laut T-Com Verfügbarkeitscheck ist es nämlich möglich.
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  #6  (Permalink
Alt 20.04.2006, 16:53
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Zitat:
Zitat von WorldExplorer

Ein befreundeter Anwalt von uns nennt das einen "Skandal". Wir baten ihn, eine Port-Freigabe durchzusetzen. Er sagt: Unser Vertrag laufe nun ja "lediglich" noch bis August, bis ein Gericht eine Entscheidung herbeiführe, sei unser Vertrag bereits ausgelaufen. Da hat er wahrscheinlich recht.
Dir ist aber auch klar, das Du den Anwalt ohnehin brauchst um nicht evtl. wochenlang ohne DSL dazustehen nach der Vertragszeit???

Insofern solltest du dir eine gute Strategie überlegen wie du ohnehin verfährst. Nach Ende der Vertragslaufzeit kannst du evtl. mit anderen Accountdaten den Anschluß weiter nutzen bis dann eine ein- bis mehrwöchige Abschaltung und anschließende Neubelegung des Ports erfolgt. Bei Resale-DSL bleibt der Port wochenlang blockiert und bereitet daher jede Menge Ärger.

Dazu bekommst Du hier im Forum auch ganz gute Hinweise.
Manchmal helfen auch die Freenet-Angestellten hier durch das Chaos bei denen. Gegen Resale-DSL hilft das aber nicht!

Gruß + viel Erfolg
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Alt 20.04.2006, 19:02
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Zitat:
Zitat von WorldExplorer
Am 24. Mai letzten Jahres bestellten wir bei Freenet einen DSL 2000-Anschluss, nachdem wir über viele Jahre einen T-DSL-Anschluss der Telekom besaßen. Da im Juli 2005 der Freenet-DSL-Anschluss immer noch nicht eingerichtet war, zogen wir unseren Auftrag zwar am 24. Juli zurück. Das scherte Freenet jedoch nicht, obwohl der Eingang des Schreibens bestätigt wurde. Freenet teilte lediglich mit, die DTAG habe noch keinen Leitungswechseltermin bekannt begeben.

Am 31. August 2005 wurde unser DSL-Anschluss dann plötzlich und unerwartet und trotz unserer Auftragsstornierung auf Freenet-DSL umgestellt.

[ ... ]
Ganz offensichtlich hat free*net in diesem Fall geschlafen und die obige Schilderung ist ein weiteres Indiz dafür, dass sich einige Mitarbeiter des Unternehmens regelrecht in einem "bürokratischen Delirium" zu befinden scheinen. Es ist tatsächlich nicht nachzuvollziehen, dass Auftragsstornierungen seitens Kunden einerseits akzeptiert und bestätigt werden, andererseits dann doch der Auftrag (in falscher Form) ausgeführt wird! Paradoxerweise ist zu konstatieren, dass free*net damit sogar teilweise gegen die eigene AGB verstößt!

De facto scheint der Vertrag - zumindest für free*net - zu bestehen, de jure existiert er aber offensichtlich nicht. Der konsultierte Anwalt liegt demnach wohl mit seiner Meinung richtig, dass die Praxis des Unternehmens im relevanten Fall einen Skandal darstellt ... !


@ WorldExplorer

Wünsche Dir hiermit gute Ratgeber und viel Glück, damit diese leidige Angelegenheit schnell und erfolgreich beendet wird!
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DAS WAHRE LEBEN FINDET NICHT IM INTERNET STATT ... !


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Alt 20.04.2006, 19:36
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Zitat:
Zitat von frankos1
...Unternehmens regelrecht in einem "bürokratischen Delirium" zu befinden scheinen. ..@ WorldExplorer

Wünsche Dir hiermit gute Ratgeber und viel Glück, damit diese leidige Angelegenheit schnell und erfolgreich beendet wird!
Das kann man WorldExplorer wirklich nur wünschen! Es wird in jedem Fall Lehrgeld für Resale-DSL fällig

Dieses bürokratische Chaos bei Fre*net löst leider auch Falschabrechnungen und Abbuchungen trotz erloschener Vertragsverhältnisse aus. Nicht nur solche "kleinen Skandale".

Leider habe ich noch von keinem Fall eines kurzfristig und erfolgreich freigeklagten DSL-Ports gehört. Ihr vielleicht???

@WorldExplorer:
Ich würde den vorzeitigen Vertragsausstieg versuchen, wenn die Freenetler nicht kurzfristig eine Schadensbegrenzung herbeiführen
Warum wartest Du denn auf Erstattungen? Reklamieren und wenn nach Termin keine Besserung Einzugsermächtigung zurückziehen und den gekürzten Betrag (für DSL1000) überweisen.
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Alt 26.04.2006, 17:24
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Zitat:
Zitat von lmeyer
Soll ich mal probieren, ob es möglich ist dir DSL 2000 zu schalten?

Laut T-Com Verfügbarkeitscheck ist es nämlich möglich.
Vorweg I: Sorry wegen der späten Antwort.

Vorweg II: Wer bist denn Du eigentlich?

Dass ein DSL 2000-Anschluss hier möglich ist, wissen wir. Es war eine Hotline-Mitarbeiterin von Freenet, die mit Nachdruck das Gegenteil behauptet hat und sich sogar ereiferte, der Telekom Lügen zu unterstellen. Warum also sollte es Freenet jetzt plötzlich möglich sein, DSL 2000 zu schalten? *lach*
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Alt 26.04.2006, 17:30
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Zitat:
Zitat von DSLGeier
@WorldExplorer:
Ich würde den vorzeitigen Vertragsausstieg versuchen, wenn die Freenetler nicht kurzfristig eine Schadensbegrenzung herbeiführen
Warum wartest Du denn auf Erstattungen? Reklamieren und wenn nach Termin keine Besserung Einzugsermächtigung zurückziehen und den gekürzten Betrag (für DSL1000) überweisen.
Nun, die Rückerstattung der "zu viel" berechneten Beiträge hat Freenet zwischenzeitlich veranlasst. Wir haben natürich die Einzugsermächtigung entzogen. Die Folge: Postwendend kündigte Freenet an, entsprechend der AGB für die schriftliche Rechnungsstellung nun zusätzlich rund 2,50 € zusätzlich im Monat zu berechnen.

Freenet hat nicht ein einziges Mal in irgendeiner Weise Entgegenkommen signalisiert.

Und was den vorzeitigen Vertragsausstieg betrifft: auf den lassen sich die netten Jungs und Mädels aus dem Norden nicht ein. Die sitzen das Problem einfach aus.
 
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