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Alt 03.10.2008, 13:45
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Meester Proper Meester Proper ist offline
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Standard HYTAS 94 FTTD und GPON?

In einem Brief an den für mich zuständigen Bundestagsabgeordneten, schrieb ein Pressesprecher der Telekom, dass 2008 eine Technik für die wirtschaftliche Bereitstellung von DSL in HYTAS 94 Gebieten getest wird und dann nach einem erfolgreichem Test 2009 eingesetzt wird. Da bis jetzt noch keine andere passende Technologie verfügbar ist, dachte ich mir, müsste es doch die GPON Technik sein. Aber wie soll das bei FTTD mit GPON funktioniert, müsste neben jeden Unterflurbehälter / Kvz 92 ein Multfunktionsgehäuse (oder anderes Gehäuse) mit entsprechender Technik gestellt werden? In Dresden werden mit der GPON Technik jeweils 32 Teilnehmer erreicht, wäre es also möglich zwei Unteflurbehälter mit einer GPON Einheit zu versorgen?

Mit freundlichen Grüßen
Meester Proper

Geändert von Meester Proper (03.10.2008 um 13:53 Uhr)
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Alt 03.10.2008, 13:50
Cockerspaniel Cockerspaniel ist offline
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Das kann ich dir leider auch nicht sagen
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Alt 04.10.2008, 19:37
motte motte ist offline
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Hytas 94 oder auch FttD/H kann mit GPON überbaut werden.
Dazu müssen nur die Komponenten ausgetauscht werden, die Glasfaserleitungen brauchen nicht getauscht zu werden, und damit entfallen die hohen Kosten für das verlegen neuer Kabel.
Auch müssten keine MFGs etc aufgebaut werden, die KVz92 oder Unterflurbehälter würden ausreichen, nur die Technik dort drin müsste getauscht werden.

Diese Technik gibt es schon länger und wird auch schon in anderen Ländern eingesetzt. Da aber die Telekom an ihrer uralt-DSL-Technik festhält, bezweifle ich persönlich einen Ausbau dieser Technik.

GPON würde die so angepriesene VDSL Technik in den Schatten stellen, weil es dort so etwas wie Dämpfung nicht gibt. Die Bandbreite hängt rein von den Komponenten ab, Erdarbeiten würden auch in der Zukunft entfallen.

Ein Zeichen dafür, dass diese Technik nicht zum Einsatz kommen wird ist z.B. Magdeburg. Dort liegt Hytas 94 und die Telekom buddelt was das Zeug hält und verlegt Kupfer ..........
Wenn sie diese Technik einsetzen würden, würden sie nicht so einen kostenintensiven Aufwand betreiben.

Ich sitze leider auch auf einen solchen Anschluss und habe keine Chance auf DSL, weil in meinem Dorf die Telekom für ca. 700 Einwohner diesen Aufwand nicht betreibt. Da bleibt leider nur die Chance auf HSDPA oder einen WLAN Anbieter.

MfG
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Alt 04.10.2008, 20:29
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Ich habe mal davon erfahren das dann HYTAS 94 weiterhin das Telefon übernimmt oder wird die komplette Technik durch GPON ersetzt? FTTD wird ja folgendermaßen bei der Telekom aufgebaut Vst -->(Glasfaser) OLD (Glasfasersplitter (Optical Line Divisor) -->(Glasfaser) Unterflurbehälter/Kvz 92 --->(Kupfer) Kunde. Bleibt dort weiterhin der Glasfasersplitter bestehen oder nicht? Reicht der Platz im Unterflurbehälter wirklich für die ganze GPON Technik aus?
__________________
Zitat:
Consumers have only limited interest in NGA at present – incremental willingness to pay (WTP) for ultra-fast broadband is at most only about € 5 per month, which is nowhere near enough to fund the initial investment needed in most parts of the national territory.
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  #5  (Permalink
Alt 04.10.2008, 23:14
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Ganz genau weiss ich das auch nicht, aber ich denke, dass die gesamte Technik getauscht wird und vom eigentlichen Hytas nichts mehr übrig bleibt.
Auf dem Hytas-Bus läuft ja ein eigenes System, ich glaube es heisst KeOS.
Wenn man jetzt die Technik und das "Betriebssystem" ersetzt, wäre es möglich Telefon+Internet anbieten zu können.
Wenn man auf einem Hytas Telefonanschluss sitzt, hat man keinen "normalen" Anschluss. Ein normaler Kupfer Telefonanschluss funktioniert per Frequenzmodulation. Auch DSL funktioniert wie ein analoges 56kBit/s Modem, nur halt in einem höheren Frequenzbereich. Und genau das ist das "Problem" mit der Glasfaser - da gehen halt nur rein digitale Signale drüber.

Die OLTs sind bei Hytas 94 mit 34 MBit/s angebunden, d.h. pro Teilnehmer sind 2 MBit/s reserviert und diese Bandbreite war damals und ist es auch immernoch an jedem Anschluss verfügbar. Es gibt für die Service Unit Module, die einen 2 MBit/s Zugang bereitstellen ( ich glaube die heissen Su2M), und das gabs schon 1994!
Als Business-Kunde kann man solch einen Anschluss auch bekommen, nur kostet dieser auch Business-Geld

Was für eine System über die eigentliche Glasfaser letztendlich läuft, ist der Glasfaser egal, es kommt halt auf die Technik an, die dahinter steckt.
Es gibt auch Lösungen vom Hersteller des Hytas Systems selber (früher KE, heute Keymilde www.keymile.com), aber halt zu teuer für die Telekom.

Das Problem ist nicht die Machbarkeit, sondern die Telekom.

MfG
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Alt 04.10.2008, 23:59
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Nach einer kurzen Suche habe ich noch folgendes Posting im kDSL Forum von DSL-DD gefunden, dort schreibt er:

Zitat:
Zitat von DSL-DD
GPON als Ethernet-DSL steht für "Gigabit Passive Optical Network" und kann das alte Glasfasernetz völlig integrieren. Das heißt, es wird nur die Technik im Hauskeller und in der Vermittlungstelle getauscht. Das alte Glasfasernetz bleibt trotzdem weiterhin in Betrieb.
Quelle: http://www.kein-dsl.de/forum/showthr...1810#post91810

Hier noch ein anderes Posting von Hubi2007 DSL für Dresden Forum:
Zitat:
Zitat von Hubi2007
richtig genau so ist es, es kommt ein zusätzlicher Kasten in den Keller mit einer Splitterverschaltung wo das Hytas und GPON zusammen geschalten werden. Jeder Kunde hat volle verfügbarkeit von 50 Mbit/s. Diese Technik ist mit 2,5 Gbit/s angschlossen und verwatet 32 Kunden.
Quelle: http://www.dslfuerdresden.de/phpbb/v...hp?p=8797#8797
__________________
Zitat:
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  #7  (Permalink
Alt 05.10.2008, 00:26
motte motte ist offline
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Wie es am Ende realisiert wird, ist mir auch nicht ganz klar.

Zitat:
GPON als Ethernet-DSL steht für "Gigabit Passive Optical Network" und kann das alte Glasfasernetz völlig integrieren. Das heißt, es wird nur die Technik im Hauskeller und in der Vermittlungstelle getauscht. Das alte Glasfasernetz bleibt trotzdem weiterhin in Betrieb.
heisst für mich, die alte Technik wird abgebaut nur das Glasfasernetz bleibt erhalten.

Zitat:
es kommt ein zusätzlicher Kasten in den Keller mit einer Splitterverschaltung wo das Hytas und GPON zusammen geschalten werden.
heisst für mich, die Technik wird erweitert. Also eine Art MiniDSLAMs werden installiert.

Die Splitterschaltung im Haus wirds bei FttD nicht geben, da Kupfer ins Haus geht und die Splitterschaltung erst nach der Service Unit erfolgen könnte.
Es müsste also die SU verschwinden, die OLTs durch ONUs ersetzt werden, nur dann wären wir bei FttC mit EDA und die KVz 92 würden auch nicht reichen usw.......
Die Erweiterung würde auch bedeuten, dass freie, ungenutzte Fasern vorhanden sein müssen, was auch nicht immer gegeben ist.

Also ich denke eher, dass die Telefonschaltung mit über das GPON realisiert wird.
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  #8  (Permalink
Alt 05.10.2008, 10:51
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Zitat:
Zitat von motte
Wie es am Ende realisiert wird, ist mir auch nicht ganz klar.
Ok vielleicht findet sich ja einer der sich damit genauer auskennt.

Zitat:
Zitat von motte
heisst für mich, die alte Technik wird abgebaut nur das Glasfasernetz bleibt erhalten.
Ich denke GPON umschließt das komplette HYTAS Netz.

Zitat:
Zitat von motte
heisst für mich, die Technik wird erweitert. Also eine Art MiniDSLAMs werden installiert.

Die Splitterschaltung im Haus wirds bei FttD nicht geben, da Kupfer ins Haus geht und die Splitterschaltung erst nach der Service Unit erfolgen könnte.
Es müsste also die SU verschwinden, die OLTs durch ONUs ersetzt werden, nur dann wären wir bei FttC mit EDA und die KVz 92 würden auch nicht reichen usw.......
Die Erweiterung würde auch bedeuten, dass freie, ungenutzte Fasern vorhanden sein müssen, was auch nicht immer gegeben ist.
Wie oben geschrieben denke ich transportiert GPON die HYTAS Daten auch noch und stellt zusätzlich triple play services zur Verfügung. Ich hätte auch noch eine Vermutung das GPON eigentlich bloß für den Transport der Daten zuständig ist und dann beim Endpunkt Mini-DSLAMs aufgebaut werden, die dann VDSL oder ADSL(2+) bereitstellen, dies ist wie gesagt aber bloß eine Vermutung.
Zitat:
Zitat von motte
Also ich denke eher, dass die Telefonschaltung mit über das GPON realisiert wird.
Das würde sich aber mit den Aussagen von Hubi2007 und DSL-DD widersprechen, denn das HYTAS Netz bleibt anscheinend vollkommen bestehen.
__________________
Zitat:
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  #9  (Permalink
Alt 05.10.2008, 12:57
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Zitat:
Das würde sich aber mit den Aussagen von Hubi2007 und DSL-DD widersprechen, denn das HYTAS Netz bleibt anscheinend vollkommen bestehen.
Ich glaube nicht, dass neben dem Hytas Netz noch ein zusätzliches Netz aufgebaut wird. Die "Telefonleitungen" bei Hytas sind "nur" ein Protokoll, welches dann mit über die GPON Komponenten transportiert wird, aber die eigentliche Hytas 94 Hardware wird abgebaut und durch neue ersetzt.

GPON und xDSL sind Übertragungstechniken, welche Protokolle darüber laufen, ist denen egal

Wenn wirklich neben dem Hytas ein zweites Netz aufgebaut werden würde, würden die Unterflurbehälter bzw. KVz92 mit Sicherheit nicht mehr ausreichen.

Versteh mich bitte nicht falsch, dass sind nur Vermutungen von mir.
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Alt 05.10.2008, 14:13
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Die Telefontechnik (Hytas) dürfte unberührt bleiben, egal ob nun FTTD oder FTTC. Die GPON Hardware wird wohl zusätzlich in den Kasten/Unterflurbehälter installiert und auf dem GF-Uplink aufgeschaltet.
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