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Alt 03.05.2013, 02:41
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revoluzzer revoluzzer ist offline
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Standard Funktionierende Bündelung zweier DSL-Leitungen (Dual-WAN) mittels Router

DualWAN - kurze Anleitung und Erfahrungsbericht - "How to"

In diesem Thread möchte ich kurz aufzeigen, wie man 2 Internetleitungen mit einem DualWAN-Router zusammenführt, und welche Hardware dafür am Besten geeignet ist. Hintergrund war die Einführung der Drosselung bei LTE von Vodafone, die diese Zugangstechnik für mich als sogenannten "Heavy User" ungeeignet machte.
Da man hier auf dem platten Land ohnehin kaum Wahlmöglichkeiten hat, was Internetprovider angeht, mußte ich mich mit meinem "Wunschkandidaten" Deutsche Telekom vorlieb nehmen (eigentlich ja ein rotes Tuch für mich, aber wie gesagt, man hat ja in diesem Land keine Wahl => absolut gelungene Entmonopolisierung). Nachdem das Breitband-Internet 6 lange Jahre nach dem Start des Breitband-Internets in Deutschland im August 2006 bei uns endlich Einzug hielt, wich die erste Euphorie schnell der Ernüchterung, da in meinem Ort nur DSL Ultra-Light mit 384 kBit/s geschaltet wurde. Dies änderte sich erst - wiederum 5 Jahre später - im Oktober 2011 als die Telekom sich dann doch endlich dazu durchrang, die Schaltgrenzen etwas zu lockern, und für meinen Ort wenigstens DSL-2000 als RAM freizugeben. Zu dem Zeitpunkt war mir das eigentlich dann auch schon egal, da ich im April 2011 ohnehin meinen Telefonanschluß samt "Breit"-bandinternet bereits gekündigt hatte, und komplett zu Vodafone mit deren LTE-Technik gewechselt war. Der fehlende Telefonanschluß wurde von da an in Eigenregie über VoIP realisiert, was meistens auch einigermaßen funktionierte (vom nicht möglichen QoS wegen der schwankenden Geschwindigkeit einmal abgesehen).
Aber zurück zum Thema: Nachdem Vodafone bei LTE ab September 2012 langsam mit der Drosselung der Geschwindigkeiten bei Überschreiten des gebuchten Volumenlimits begann, war ich gezwungen, mich nach Alternativen umzusehen. Strenggenommen hatte ich nur 2 vom Volumen her als Full-Flatrate deklarierte Alternativen: DSL von der Telekom oder kaSAT von SkyDSL. Da mir der Installationsaufwand für kaSAT zu groß war, sowie die bepriesene Full-Flat laut einiger Forumsmitglieder hier doch nicht so eingehalten wird wie versprochen, entschied ich mich erst einmal für einen DSL-Anschluß von der Telekom. Wie gesagt, bot die Telekom in unserer 400-Seelen-Gemeinde seit 1 Jahr ja DSL-2000 als RAM an. Die Frage war nun, ob diese 2 MBit auf tatsächlich als Fullsync hier ankommen würden. Immerhin beträgt die Leitungslänge mehr als 6 km. Da ich absolut niemanden kannte, der sich von 384 kBit auf 2 MBit-RAM zwischenzeitlich hat hochschalten lassen, war ich erst einmal vorsichtig, und bestellte "nur" einen normalen Telefonanschluß samt DSL mit einjähriger Mindestvertragslaufzeit. Die Kosten hierfür belaufen sich aktuell auf 29,95 € monatlich, wobei im 1. Jahr ein Rabatt von 10 % eingeräumt wird bei Onlinebestellung. Dieser wird jedoch durch die hohen Anschaltgebühren von 60,- € für den Telefonanschluß vollkommen eliminiert. Mit dem Gedanken, den Anschluß über 1&1 zu bestellen, spielte ich zwar, doch weil wir in einem "wenig erschlossenen Gebiet" - wie immer so schön die Umschreibung für "Ars*h der Welt" lautet - wohnte, war selbst 1&1 nur mit einem Regiozuschlag von 5 € erhältlich, so daß der Unterschied nur noch bei 5 € gegenüber dem Original-Telekomanschluß gelegen hätte (und das auch "nur" für die ersten 2 Jahre). Da bei 1&1 überdies nicht sicher gewesen wäre, ob überhaupt RAM geschalten wird, ging ich auf Nummer Sicher und bestellte kurzerhand bei der Telekom direkt. Als ich Mitte November die Bestellung dann online aufgab, wurde zuerst als Schalttermin Anfang Dezember genannt. Mit Eintreffen der schriftlichen Auftragsbestätigung einige Tage später sah ich dann wieder einmal alle meine Vorbehalte der Telekom gegenüber bestätigt, in der dann als Termin der 28. Dezember genannt wurde, was beinahe 6 Wochen nach Aufgabe der Bestellung war. - Schnell geht anders. Da ich jedoch ohnehin noch meinen LTE-Vertrag bis Mitte März 2013 hatte, war es zu verschmerzen und ersparte mir eine (wohl ohnehin sinnlose) Reklamation bei der Hotline.
Als dann der 28. kam, war ich natürlich sehr gespannt, wie das Modem synchroniseren würde. Dann die erste Enttäuschung: Beim Auslesen mit dem DMT-Tool nur 1.824 kBit/s brutto im Downstream beim ersten Verbindungsaufbau. Doch durch Finetuning des Siemens-Modems (Typenbezeichnung C2-010-I), d.h. Absenken von "TX Power-Attenuation" auf -4,0 db (= Upload-Sendeleistung wird abgesenkt) und Heraufsetzen von Coding-Gain auf +7 dB (= Empfangssignal wird verstärkt) hatte ich schließlich Vollsync.

Der "lange Marsch" zum funktionierenden Dual-WAN:
Als erstes kaufte ich mir einen (gebrauchten) Draytek Vigor 2910. Mit diesem handelte ich mir leider eine Menge Ärger ein, da er auf Teufel-komm-raus nicht dazu zu bringen war, bei segementiertem Download (also in 2 Teilen aufgesplitteten Downloads) mit GetRight die 2. Leitung zu belegen. Ganz gleich welche Einstellungen ich auch wählte. Die "RoundRobin"-Funktion ist auf diesem DualWAN-Router definitiv falsch implementiert! Einzig wenn man "Torrent"-Downloads von dutzenden verschiedener Quellen startete, wurde die 2. Leitung dann letztendlich genutzt.
Exakt das selbe Verhalten zeigte auch ein Ableger der "Tomato"-Firmware, die ich testweise auf meinem Buffalo-Router flashte. Diese ist von einem chinesischen Hobby-Programmierer programmiert (www.dualwan.cn, Firmware: V13.03.0040). Da diese Firmware leider nur im chinesischen Original vorliegt, entstand ein "leichtes Verständnisproblem". Dies wurde dadurch gelöst, indem die Konfigurations-Oberfläche mit "Google-Chrome" geöffnet wurde. "Chrome" bietet ja bekanntlich eine Live-Übersetzung fremdsprachiger Websites. Dadurch war es dann problemlos möglich, den Router korrekt zu konfigurieren. Trotz allem: Auch mit dieser Firmware funktionierte das Bündeln zweier Internetleitungen nur sehr mangelhaft.
Erst als ich dann in einem letzten verzweifelten Versuch über eBay dann den Linksys RV042 (alte Hardware-Version 1.2; letzte Firmware: V1.3.13.02-tm) für 65,- € neu kaufte, war schlagartig all mein Frust vergessen. Dieser schaffte als EINZIGER der 3 Router von Beginn an in der Grundkonfiguration schon die zuverlässige Auslastung der 2 Leitungen. Ich bin mit diesem Dual-WAN-Router super zufrieden und werde den Kauf nie bereuen! - Danke Linksys!


Als Hardware kommen zum Einsatz:

1. Linksys "RV042" (Hardware-Revision V1.3) Dual-WAN-Router, Firmware V1.3.13.02-tm (Jan 28 2011 18:39:04)
2. 2 DSL-Modems vom Typ "Siemens C2-010-I"
3. "Buffalo WHR-HP-G54", geflashed mit Vicktek's Tomato-Firmware V1.28.9006 (13.06.2011), als WLAN Haupt-Router
4. "Buffalo WHR-HP-G54", geflashed mit Vicktek's Tomato-Firmware V1.28.9006 (13.06.2011), als WLAN Repeater (zur Erhöhung der Reichweite des WLAN-Netzwerks)
5. "Siemens Gigaset C475IP" (als VoIP-Telefon)

- Die zwei LAN-Kabel von den Siemens-Modems kommend steckt man in WAN1 und WAN2 (=LAN1).
- Ein LAN-Kabel steckt man in den LAN2-Port des Linksys RV042 und führt in den WAN-Port des Buffalo Haupt-Routers. Damit ist gewährleistet, daß der Buffalo den WAN-Traffic als Internet-Traffic erkennt, und ihn zu statistischen Zwecken korrekt aufzeichnet.
- Ein LAN-Kabel steckt man in den LAN3-Port des Linksys RV042 und verbindet damit das Siemens-VoIP-Telefon direkt.

IP-Adresszuweisung:
Der Linksys RV042 bekommt die Haupt-IP-Adresse 192.168.2.1
Der Buffalo WLAN-Router (Hauptrouter) bekommt die Hauptadresse 192.168.1.1
Der Buffalo WLAN-Router (Repeater) bekommt die Hauptadresse 192.168.1.2
Das Siemens-VoIP-Telefon bekommt die Adresse 192.168.2.3 zugewiesen (vom Linksys RV042 anhand der MAC-Adresse zugeteilt).


Der Geräteaufbau stellt sich wie folgt dar:
Code:
DSL-Anschluß #1           DSL-Anschluß #2
         |                       |
         |                       |
Siemens-DSL-Modem #1   Siemens-DSL-Modem #2
               \           /
                \         /
                 \       /
	      Linksys RV042             von LAN-Port 2                 Siemens
            Dual-WAN-Router  >------------------------------------>  VoIP-Telefon
                      |                                                 C475IP
                  von | LAN-Port 1
                      |	
                   in | WAN-Port des
                      |  
         Buffalo WLAN-Haupt-Router
                      |
                 per  |  Funk
                      |
            Buffalo WLAN-Repeater

Konfiguration des Linksys RV042-Routers:

Unter DHCP => Setup => Dynamic IP Range: Range Start: 192.168.2.2 bis Range End: 192.168.2.5

Feste Zuweisung dort von IP-Adressen an die angeschlossenen Geräte ("Static DHCP"):

192.168.2.2 => 00-16-01-ed-xx-xx => BUFFALO => Enabled (= Buffalo WLAN-Haupt-Router)
192.168.2.3 => 00-01-e3-b2-xx-xx => GIGASET => Enabled (= Gigaset C475IP Telefon)

Die Internet-Einwahl erfolgt für die beiden Telekom DSL-Leitungen beim Linksys über PPPoE. Unter Setup => Network trägt man für die jeweilige Leitung die Zugangsdaten samt Passwort ein.

Unter System-Management => DualWAN "Load Balance" einstellen.
sowie "Enable Network Service Detection" aktivieren.
Unter "WAN1" und "WAN2" ein Haken bei "Default Gateway"

Unter "System-Management => DualWAN => Bandwidth":
The Max. Bandwidth prvoided by ISP:
WAN1 Upstream 384 kBit/s, Downstream 2048 kBit/s
WAN2 Upstream 384 kBit/s, Downstream 2048 kBit/s

Unter "System-Management => Bandwidth Management":
- Bandwidth Management Type: "Priority" einstellen
- Priority:
VOIP1 [UDP/5010~5019](Upstream) => High => WAN2 (bei "Enable" Haken setzen)
VOIP2 [UDP/5060~5060](Upsstream) => High => WAN2 (bei "Enable" Haken setzen)
VOIP1 [UDP/5010~5019](Downstream) => High => WAN2 (bei Enable KEINEN Haken setzen)*
VOIP1 [UDP/5010~5019](Downstream) => High => WAN2 (bei "Enable" KEINEN Haken setzen)*
* = Achtung! Setzt man hier im Downstream einen Haken, wird die verfügbare Gesamtbandbreite permanent um 15 % abgesenkt. In Beispielfall von 4000 kBit/s auf nur noch 3.400 kBit/s. Das kommt daher, daß der Linksys RV042 dann ein internes QoS aktivert. Dadurch läuft dann zwar die Telefonie unter Traffic absolut störungsfrei, hat eben aber den Nachteil, daß die Bandbreite in meinen Augen zu stark beschnitten wird. Da die Telefonie auch ohne dieses interne QoS noch zufriedenstellend funktioniert, habe ich auf die Aktivierung des QoS in Downstreamrichtung verzichtet. Beim Upload gilt dasselbe: Verminderung der Bandbreite um 15 %, was aber nicht so schwer wiegt (von 768 kBit/s gesamt auf ca. 650 kBit/s.) Hier ließ ich das QoS somit aktiv.


Unter "Protocol Binding" folgenden Services feste WAN's zuweisen:
Service: VOIP4 [UDP/10000~10000] => WAN2
Service: VOIP3 [UDP/3478~3478] => WAN2
Service: VOIP2 [UDP/5060~5060] => WAN2
Service: VOIP1 [UDP/5010~5019] => WAN2
Service: ICQ [TCP/5190-5190] => WAN2
Service: SMTP [TCP/25-25] => WAN2
Service: POP3 [TCP/110-110] => WAN2
Service: HTTPS [TCP443-443] => WAN2
Service: SNMP [UDP/161-161] => WAN2
Service: NETBIOS [UDP/137-137] => WAN2

Unter "Firewall => General":
Firewall: Enable
SPI (Stateful Packet Inspection): Enable
DoS (Denial of Service): Enable
Block WAN Request: Enable
Remote Management: Enable, Port: 80
HTTPS: Disable
Multicast Pass Through: Disable


Auf die Konfiguration des Buffalo WLAN-Haupt-Routers gehe ich hier nur kurz ein, da die meisten ohnehin einen anderen Router mit anderem Funktionsumfang verwenden werden. Nur soviel: QoS ist aktiviert. Die restlichen relevanten Einstellungen sind:

Network => WAN/Internet => Type "DHCP", MTU "Default" (1500)
Network => LAN: Router-IP-Address: 192.168.1.1 , Subnet-Mask 255.255.255.0 , Static-DNS 192.168.2.1
Network => LAN => DHCP-Server => Häkchen setzen
Network => LAN => IP-Address-Range: 192.168.1.101 - 192.168.1.199


Zuletzt noch kurz die wichtigsten Konfigurationseinstellungen des Siemens Gigaset C475IP VoIP-Telefons:

Verbindungsname oder Rufnummer: InterVoIP

- unter "Telefonie" => "Verbindungen":

Persönliche Providerdaten

Anmelde-Name: frankxxxxx
Anmelde-Passwort: meinpasswort
Benutzer-Name: 0911XXXXXXXX
Angezeigter Name: 0911XXXXXX

Weitere Einstellungen verbergen

Allgemeine Providerdaten

Domäne: sip.freevoipdeal.com
Proxy-Server-Adresse: sip.freevoipdeal.com
Server-Port: 5060
Registrar-Server: sip.freevoipdeal.com
Registrar-Server-Port: 5060
Anmelde-Refreshzeit: 180 Sek.

Netzwerk

STUN benutzen: NEIN
STUN-Server:
STUN-Port:
STUN-Refreshzeit: 240 Sek.
NAT-Aktualisierung: 20 Sek.
Outbound-Proxy-Modus: NIE
Outbound-Proxy:
Outbound-Proxy-Port:

- unter "Telefonie" => "Nummernzuweisung":

=> Standardverbindung:
Leitungsart für abgehende Gespräche: VoIP X (Ja)

=> Mobilteil:
MOBIL-C475
Verbindungen für abgehende Gespräche:
FreeVoIPDeal: "Haken setzen" (Ja)

Verbindungen für ankommende Gespräche:
Sipgate: "Haken setzen" (Ja)
Gigaset.net: "Haken setzen" (Ja)

=> Anrufbeantworter:
Sipgate: "Haken setzen" (Ja)
Gigaset.net: "Haken setzen" (Ja)


So, das war's im wesentlichen. - Puuhhh. Geschafft!
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Alt 04.05.2013, 06:13
mistry7 mistry7 ist offline
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Das Problem was bleibt,
du hast 2 öffentliche IPs.
Es gibt jede Menge Seiten wo du mit LoadBalancing immer wieder fliegst,
weil der Server es nicht akzeptiert, wenn sich die IP ändert...

Einfacher an der Stelle wäre MLPPP, auf google danach suchen
dann findest du auch Anbieter dafür...

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Alt 04.05.2013, 14:18
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revoluzzer revoluzzer ist offline
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Zitat:
Zitat von mistry7 Beitrag anzeigen
Das Problem was bleibt,
du hast 2 öffentliche IPs.
Es gibt jede Menge Seiten wo du mit LoadBalancing immer wieder fliegst,
weil der Server es nicht akzeptiert, wenn sich die IP ändert...
Zugegeben, anfangs, bei unkonfiguriertem Router, war das ein Problem. Jedoch läßt es sich recht einfach umschiffen, indem man den HTTPS-Traffic (über Port 443) fest einer Leitung (wie oben beschrieben) zuweist. Besonders trafficlastig sind Forumseiten sowieso nicht, insofern hat man auch keine merklichen Geschwindigkeitseinbußen. Selbst das besonders sensible Onlinebanking funktioniert seitdem bei mir einwandfrei.

Zitat:
Einfacher an der Stelle wäre MLPPP, auf google danach suchen
dann findest du auch Anbieter dafür...
Aber sind diese Dienste nicht eher für Firmenkunden gedacht, und somit entsprechend teuer? - Ich könnte mir vorstellen, daß, wenn der gesamte Traffic über solche Dienste läuft, ziemlich hohe Kosten anfallen. Das sprengt dann sicherlich den finanziell begrenzten Rahmen einer Privatperson.

Noch ein Tipp zur Benutzung von sogenannten "One-Klick-Hoster"-Diensten: Die meisten erlauben keinen Download über mehrere IP's gleichzeitig. Z.B. wurde mein Premium-Account von Share-Online.biz dadurch sogar deaktiviert. Einzige mir bekannte Ausnahme stellt Uploaded.net dar, da man dort keinen "unlimited Traffic" hat, sondern einem "nur" 30 GB Downloadgesamtvolumen täglich zugestanden wird. Dies ist aber mehr als ausreichend wenn man bedenkt, daß man mit 2 x 2 MBit-Leitungen ohnehin nur maximal 40 GB/Tag an Gesamtdatendurchsatz hat. Außerdem zählt (ob versehentlich oder absichtlich sei dahingestellt), der Traffic nur einer Leitung. Das heißt konkret, daß einem uploaded.net dann sogar 60 GB/Tag an Highspeed-Traffic zugesteht, was mehr als ausreichend ist. Bei mir ist die Höchstgrenze, bis zu der man Highspeedtraffic ansammeln kann, von 500 GB jetzt erreicht, und sinkt auch nie unter 480 GB kurzfristig ab. Am nächsten Tag (nach Auffüllung um 30 GB), habe ich dann wieder die 500 GB Maximalvolumen.
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Geändert von revoluzzer (04.05.2013 um 14:33 Uhr)
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Alt 04.05.2013, 14:21
Wisi Wisi ist offline
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ist auf jeden fall teurer und kommt halt zusätzlich noch on top. zudem gibt es dafür voraussetzungen.

btw: ich sortiere gerade die rv042 aus, weil sie nicht genügend throughput haben und bei mir mit den vpn tunneln auch hin und wieder aussteigen. rebooten die geräte derzeit per zeitschaltuhr morgens, damit das problem nicht auftritt.
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  #5  (Permalink
Alt 04.05.2013, 14:44
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revoluzzer revoluzzer ist offline
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Zitat:
Zitat von Wisi Beitrag anzeigen
btw: ich sortiere gerade die rv042 aus, weil sie nicht genügend throughput haben und bei mir mit den vpn tunneln auch hin und wieder aussteigen. rebooten die geräte derzeit per zeitschaltuhr morgens, damit das problem nicht auftritt.
Naja, für meine quasi "DSL-Light"-Leitungen mit jeweils nur 2 MBit/s Output reicht der Druchsatz vollkommen aus. Auch läuft er bei mir sehr stabil. Seit seinem Ersteinsatz vor 5 Wochen kein Absturz (was man auch von einem Router erwarten kann). Zu Problemen mit VPN-Tunneln kann ich nichts sagen, da ich keine davon programmiert habe. Braucht man als Privatnutzer ja auch nicht unbedingt. Also, für meine Zwecke reicht der Funktionsumfang des RV042 vollkommen aus, und hinsichtlich Firmware-Stabilität bin ich auch sehr zufrieden. Aber wie gesagt habe ich auch keine "schwierigen" Sachen wie VPN's konfiguriert, sondern im wesentlichen alles auf "Standard" belassen (bis auf das unerlässliche Protocol-Binding eben). Mir reicht es vollkommen aus, daß der Linksys zuverlässig die Lastverteilung nach dem RoundRobin-Prinzip auf meine 2 DSL-Leitungen vornimmt. Mehr braucht ein Dual-WAN-Router für mich als Privatnutzer gar nicht zu können. Und das macht er wie gesagt sehr gut. Genau da haben die Konkurrenzprodukte (z.B. der oben genannte Draytek) nämlich massive Probleme.
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Alt 04.05.2013, 16:31
rannseier rannseier ist offline
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Beachte bitte das solche Lösungen (wie auch MLPPPoE) nur auf Leitungen stabil funktionieren, die alle mit der gleichen Bandbreite synchronisieren, egal ob das nun über SDSL oder ADSL realisiert wird.
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  #7  (Permalink
Alt 04.05.2013, 16:39
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Zitat:
Zitat von rannseier Beitrag anzeigen
Beachte bitte das solche Lösungen (wie auch MLPPPoE) nur auf Leitungen stabil funktionieren, die alle mit der gleichen Bandbreite synchronisieren, egal ob das nun über SDSL oder ADSL realisiert wird.
Es würde auch mit unterschiedlich schnellen Leitungen zufriedenstellend laufen, allerdings nur wenn die Firmware des Dual-WAN-Routers diese Möglichkeit auch berücksichtigt. So gab es z.B. bei der chinesischen Tomato-"Dual-WAN"-Firmware einen Menüpunkt des "Gewichtens" der Leitungen. Z.B. konnte man dort beim Load-Balancing einstellen, wie oft die eine Leitung gegenüber der anderen mit Downloads belegt werden soll. Z.B. Leitung 1 : Leitung 2 im Verhältnis 3 : 1. Die Firmwares von Draytek und Linksys bieten allerdings keine solche Gewichtungsmöglichkeit.
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Alt 04.05.2013, 21:07
mistry7 mistry7 ist offline
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@revoluzzer

Bei MLPPP ist das Verhältnisse immer 50/50 und es werden keine 2 WAN
Verbindungen gemacht sondern eine mit 2 Kanälen..
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Alt 04.05.2013, 23:54
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Dann ist MLPPP ohnehin nur bedingt zum effizienten Bündeln von Breitband-Anschlüssen geeignet. Man denke nur an Mobilfunk-(HSPA)/DSL-Kombinationen mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten.
Wie gesagt: So wie es jetzt ist, bin ich mit dem Ergebnis der Leitungsbündelung und des eingesetzten Load-Balancings so weit zufrieden. Natürlich darf man nicht vergessen: Würde die blöde TCom mit ihren künstlichen Bandbreiten-Begrenzungsspielchen bei meinem Anschluß nicht bei 2 MBit/s künstlich abriegeln, könnte ich auf den ganzen Zirkus mit der 2. Leitung verzichten. Dann könnte man nämlich selbst über diese lange Kuperdoppelader geschätzt (anhand des Signalrauschabstandes) mit gutem Modem noch lockere 3,5 bis evtl. sogar 4,0 MBit rausholen.
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Standard AW: Funktionierende Bündelung zweier DSL-Leitungen (Dual-WAN) mittels Router

@revoluzzer

Deine Bündelung ist mit MLPPP nicht zu vergleichen, funktioniert jedoch nur
auf dem gleichen Medium weil das LNS die Daten ja auch wieder zusammensetzen muss..

Eine Büdelung von MLPPP verhält sich bei optimalen Voraussetzungen
Wie eine Leitung mit der addierten Geschwindigkeit, für alle Protokolle!
Ähnlich der Bündelung die ich betreibe, für diese braucht man aber einen
Router als Gegenstelle im Hoosting beim Provider...

Kein Annex J verfügbar?
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1x 250 MBit Glas Sym. Inexio FTTB
2xVDSL mit 75 MBit Down / 10 MBit UP per 26 GHz Richtfunk zu mir
1x Anschluss VDSL 100/40 fürs Backup (Eifel-DSL)
https://www.eifel-dsl.de
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