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Kommentar zum Artikel: Vectoring: Telekom will 135.000 VDSL-Leitungen der Konkurrenz kappen
Wie in der vergangenen Woche bereits vorab gemeldet, hat die Telekom am Montag bei der Bundesnetzagentur eine Änderung der Regulierungsvorgaben für den HVt-Nahbereich beantragt. Die Telekom plant 135.000 bestehende VDSL-Anschlüsse der Konkurrenten abzuklemmen.
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  #21  (Permalink
Alt 25.02.2015, 10:46
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Zitat:
Zitat von xdjbx Beitrag anzeigen
Schaut mal hier. wurde bereits alles untersucht. (Seite 22ff)
http://www.brekoverband.de/fileadmin...effentlich.pdf
Der Test ist mir bekannt und selbst unter Laborbedingungen ohne weitere Störfaktoren zitiere ich Seite 21:

".....Aus Tabelle 6 wird deutlich, das bei der Nutzung von VDSL2-Vectoring ohne DPBO bezüglich der Beeinflussung von bestehenden ADSL2plus-Systemen die gleichen Abhängigkeiten wie sie bereits vom VDSL2-nonVectoring ohne DPBO bekannt sind, gelten.
Ein Einsatz von VDSL2-Vectoring ist somit ohne Aktivierung von DPBO oder PSD-Shaping nicht möglich. Es gelten daher die gleichen Abhängigkeiten, wie sie beim VDSL2-nonVectoring bereits die Regel sind. Die Tests ohne DPBO wurden nicht weiter verfolgt....."

Also bis 2 MHz Bedämpfung nötig, wie ich schon sagte!


Hin zu kommt Seite 23 zu den ADSL2 Beeinflussungen:

".....Aus zeitlichen Gründen konnten die Tests für Single-Line-Beschaltung und bei Beschaltungsgrad 50 % nur einmal durchgeführt werden. Weiterhin konnten Tests mit TALLängen größer 1000 m nicht durchgeführt werden...."

und Seite 25:

"....Auf die Untersuchung ohne DPBO wurde an dieser Stelle verzichtet, da in diesem Falle die Übertragungssignale der VDSL2-Vectoring-Systeme im Frequenzbereich des ADSL2plus ungedämpft eingespeist werden würde und somit stärker wäre, als die ADSL2plus-Signale vom HVt.
Eine Untersuchung des Verhaltens beim Einspeisen beider Signale am gleichen Punkt (KVz)konnte aus zeitlichen Gründen noch nicht durchgeführt werden."

Auf gut Deutsch:

Sie haben gesehen, dass es ohne DPBO verheerend für ADSL2+ bis 700 Meter wird (teilw. 2,x statt 8 Mbit Sync)!
Tal Beschaltung über 50% wurde nicht untersucht!
ADSL2+ oberhalb von 1000 Metern Leitungslänge wurde nicht untersucht!
Eine Untersuchung der Einspeisung beider Signale (ADSL2+ und Vectoring) zusammen am HvT wurde GARNICHT untersucht!

Das wichtigste fehlt aber noch. Das sind Laborbedingungen mit Spektren so glatt wie ein Kinderarsch. Das ist meine Leitungsführung bzw. die Leitungsführung für unser Wohngebiet, wobei die Leitungslängen zwischen 2000 und 3000 Meter liegen dürften:

http://rew.wildau.org/onlinekosten/theartofnoise.mkv

Jetzt stellt euch vor da kommt noch Vectoring ohne DPBO dazu und versucht bei den kurzen Leitungen für die Leute näher dran die Störungen und das Übersprechen auszugleichen.


Fazit

Der Bericht taugt hinsichtlich de hier besprochenen Problematik maximal zu ***** abwischen ;-)

Er zeigt aber das ohne DPBO bei klassischen Aufbauten massive Probleme zu erwarten wären und bei paralleler Einspeisung von VDSL und Vectoring am gleichen Punkt große Einbrüche beim Vectoring zu verzeichnen sind. Was wohl bei ADSL2+ passiert ...
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Geändert von Peter13779 (25.02.2015 um 10:53 Uhr)
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  #22  (Permalink
Alt 25.02.2015, 15:36
KlausKlausi KlausKlausi ist offline
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Zitat:
Zitat von Peter13779 Beitrag anzeigen
Der Test ist mir bekannt und selbst unter Laborbedingungen ohne weitere Störfaktoren zitiere ich Seite 21:

".....Aus Tabelle 6 wird deutlich, das bei der Nutzung von VDSL2-Vectoring ohne DPBO bezüglich der Beeinflussung von bestehenden ADSL2plus-Systemen die gleichen Abhängigkeiten wie sie bereits vom VDSL2-nonVectoring ohne DPBO bekannt sind, gelten..."

Also bis 2 MHz Bedämpfung nötig, wie ich schon sagte!
Auf Seite 18 ist dazu die Zeichung.

Wie man sieht geht es um Vectoring bzw. VDSL im Outdoor DSLAM (KVZ) und die Beeinflussung von deutlich schwächeren Signalen aus der Vermittlungsstelle.

Abstand Vermittlungsstelle zu KVZ = 3000 Meter

In so einer Situation hat auch niemand den Sinn von DBPO angezweifelt.

Zitat:
Hin zu kommt Seite 23 zu den ADSL2 Beeinflussungen:
....
Eine Untersuchung des Verhaltens beim Einspeisen beider Signale am gleichen Punkt (KVz)konnte aus zeitlichen Gründen noch nicht durchgeführt werden."
Genau dieser Punkt ist aber der einzige der für das geplante indoor Vectoring interessant ist.

Situation:
ADSL DSLAM und Vectoring DSLAM quasi direkt nebeneinander.

Frage:
Wie stark wird das ADSL Signal durch VDSL mit/ohne Vectoring beeinflusst?

In dem Dokument wird diese Frage nicht beantwortet.
Allerdings gab es zu dem Zeitpunkt der Erstellung des Dokumentes auch noch keine Pläne für ein indoor Vectoring.

Die Störwirkung dürfte aber deutlich geringer sein, als in den beschriebenen beiden Fällen wo entweder das ADSL Signal bereits durch 3000 Meter Kabel deutlich abgeschwächt ist oder aber ein parallel eingespeistes VDSL Signal verwendet wird, das ja deutlich höhere Frequenzen als ADSL nutzt.
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  #23  (Permalink
Alt 25.02.2015, 16:30
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Ich denke auch, dass die Beeinflussung bei Einspeisung direkt nebeneinander bei VDSL+V --> ADSL2+ Anschlüsse deutlich geringer sein wird und wahrscheinlich auch geringer als ADSL+2 --> VDSL+V.

Trotzdem wird das nicht so lieb und nett wie im Labor ablaufen. Wenn ich allein schon den Sync bei 3,5 km auf ADSL2+ sehe ist das schon sehr "optimal" ;-)


Im Prinzip taugt diese Studie nur für OutDoor VDSL Vectoring und man erhält nur Daten, die eigentlich jeder Techniker mit etwas Erfahrung vorausgesagt hätte. Für Indorbetrieb müsste wiederholt werden oder gleich ein Pilotprojekt gemacht werden, da meiner Meinung nach dieses spezielle Zusammenspiel kaum ordentlich unter Laborbedingungen geprüft werden kann.


Vectoring könnte übrigens in einem Fall bei entsprechendem Ausbau und Unterstützung auch Leuten mit langer Leitung helfen. Auch aus diesem Grund würde ich die ADSL2+ Anschlüsse viel lieber an dem Vectoring fähigen DSLAM sehen.

Wie?

Wenn der Phantommodus unterstützt wird:

http://www.alcatel-lucent.com/sites/...tom-figure.png

Man schaltet also einem Langleitungsopfer mit z.B. 3km Leitungslänge einfach 2 Adernpaare und schließt diese an ein Phantom und Bonding fähiges Modem an. Natürlich schafft das VDSL2 auf die Entfernung wahrscheinlich nur bis maximal 2-3 Mhz Bitbelegungen aber das sollte für 8 - 10 Mbit ausreichen. Mit der 2. Leitung und Bonding sind wir schon bei ca. 16 MBit und dank Phanommodus und der virtuellen 3. Leitung werden es mit dem Bonding der 3 Leitungen recht ansehnliche 22-24 Mbit!

Hier wurde das auch mal durchgespielt:

http://library.constantcontact.com/d...+through+4.pdf
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Geändert von Peter13779 (25.02.2015 um 16:45 Uhr)
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  #24  (Permalink
Alt 26.02.2015, 04:54
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Zitat:
Zitat von cykes Beitrag anzeigen
Ich habe vergangenes Jahr einen Anschlusswechsel zu Easybell durchgeführt und glaube kaum, dass die Telekom die Konditionen (VDSL50, Festnetz-Flat, monatliche Kündigungsfrist für 29,95€/Monat) auch nur ansatzweise übernehmen wird.
Oh, Du glaubst gar nicht, was Die Telekom alles machen könnte, wenn Sie denn dürfte ...

Alle Preise der Telekom müssen vom Regulierer genehmigt werden. Die Telekom würde sicherlich gerne auch Leitungen für 29,95 anbieten, wie das die Mitbewerber tun, darf sie aber nicht, weil sie damit den Mitbewerbern das Wasser abgräbt und das ist Politisch nicht gewollt.
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  #25  (Permalink
Alt 26.02.2015, 09:55
Silver2 Silver2 ist offline
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Das glaube ich nun nicht, dass sie keine Internet-Zugänge für 29,95 anbieten dürften.
Es müsste aber dann wohl auch die TAL-Miete und Bitstrom-Produkte wiederum günstiger an die Wettbewerber abgegeben werden.
Da beißt sich dann die Katze in den Schwanz...
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  #26  (Permalink
Alt 26.02.2015, 09:55
The tTt The tTt ist offline
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ich hoffe, dass die Telekom damit scheitert. Warum es die Telekom probiert ist relativ klar: In den besagten Regionen herrscht bereits eine gute Bandbreitenversorgung. Mit Vectoring wird die Konkurrenz vermutlich sogar ohne Vorleistungsprodukt ausgesperrt werden, die Telekom würde sich damit einen Wettbewerbsvorteil schaffen -> keine/wenig Regulierung.
Dazu rechnet sich der Ausbau schnell, weil es in HVT-Nähe genug potentielle Kunden gibt.

Die Maßnahme dient einzig dazu, die günstige Konkurrenz aus der Welt zu schaffen.
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  #27  (Permalink
Alt 26.02.2015, 10:00
mhs mhs ist offline
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mhs eine Nachricht über ICQ schicken
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Sehe ich nicht so. Kommt kein Vectoring im Nahbereich der VST, werden viele der Kunden ins Kabelnetz wechseln, da ihnen die 50 MBit/s nicht ausreichen. Insbesondere in den Städten.
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  #28  (Permalink
Alt 26.02.2015, 10:10
KlausKlausi KlausKlausi ist offline
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Zitat:
Zitat von The tTt Beitrag anzeigen
ich hoffe, dass die Telekom damit scheitert. Warum es die Telekom probiert ist relativ klar: In den besagten Regionen herrscht bereits eine gute Bandbreitenversorgung.
Dazu ein neuer interessanter Artikel bei Teltarif:
http://www.teltarif.de/vdsl-vectorin...ews/58790.html

Anscheinend geht es beim Antrag der Telekom nicht nur darum direkt an den 7.900 HVTs in den Vermittlungsstellen Vectoring auszubauen, sondern außerdem sollen wohl auch alle 41.000 Nahbereichs-Kabelverzweiger (Kvz) mit Outdoor DSLAMs und Vectoring versorgt werden.

Das würde auf jeden Fall eine deutliche Verbesserung der Versorgung bedeuten, da dadurch dann im Nahbereich wirklich überall VDSL möglich wäre, was bisher mit der VDSL Versorgung nur aus der VST ja wegen den Entfernungen nicht komplett der Fall ist.

Die meisten der betroffenen 5,8 Mio Haushalte würden dann wohl wirklich 100 Mbit/s erhalten können.
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  #29  (Permalink
Alt 26.02.2015, 11:21
arno3000 arno3000 ist offline
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Zitat:
VDSL-Regulierung: Telekom befürchtet "Rosinenpickerei" der Wettbewerber
Die Telekom ist hier im Nordwesten dann aber nicht besser. In großen Städten bauen sie auf - alles andere wurde Ewe-Tel überlassen.

Auch wenn wir mit einer Leitungslänge von 3,5km selbst nach dem EWE-Tel Ausbau nicht profitieren, sollte die Bundesnetzagentur das auch bedenken bzw. mit einrechnen.
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