#21  (Permalink
Alt 18.10.2019, 14:21
pufferueberlauf pufferueberlauf ist offline
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Standard AW: Die erste "Killeranwendung" für superschnelle Breitbandanschlüsse?

Zitat:
Zitat von robert_s Beitrag anzeigen
[...]
Man hat Statistiken über die übertragenen Datenmengen, und man weiß, ab welcher Wartezeit die Nutzer im Durchschnitt den Vorgang abbrechen. Datenmenge/Zeit = Geschwindigkeit. So "einfach" kann man prognostizieren.
[...]
Das ist wohl einfach, aber leider auch zu einfach...
Mein Punkt ist Bandbreite != Latenz.
Ein 38-Tonner voll mit 8 TB Festplatten der 6 Stunden zwischen Passau und Flensburg braucht hat immer noch eine respektable Geschwindigkeit (in Gbps) aber die Latenz liegt halt bei 6 Stunden, bzw. die RTT bei 12.
Fuer viele interaktive Anwendungen ist die Latenz deutlich wichtiger als die Geschwindigkeit.

Gruss
P.
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  #22  (Permalink
Alt 18.10.2019, 14:36
pufferueberlauf pufferueberlauf ist offline
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Standard AW: Die erste "Killeranwendung" für superschnelle Breitbandanschlüsse?

Zitat:
Zitat von infinity4 Beitrag anzeigen
Vorrangig die Provider, allen voran unsere geliebte T die vehement ihre Klingeldrähte bis auf das Blut verteidigt.
Was erwartest Du, dass ein Provider der seinen Umsatz mit seiner existierenden Infrastruktur erwirtschaftet diese Infrastruktur schlecht redet? Da sehe ich auch keinen Unterschied zwischen den ISPs, die Telekom verteidigt ihre TALs und XDSL Technikken, die DOCSIS-Fraktion ihr HFC-Netz (ja auch den Coax-Anteil), und auch die DG ist bestimmt nicht so heiss ueber CWDM oder DWDM zu spekulieren (auch wenn die das ueber die gleichen Fasrern laufen lassen koennten, wollen die bestimmt erst mal die Technik die vorraetig ist, also AON/GPON an den Mann bringen statt ueber die Zukunft zu spekulieren).
Das macht alles mikroökonomisch (BWL) Sinn, auch wenn es makroökonomisch (VWL) vielleicht nicht das Optimum ist. Aber wenn man den Markt machen laesst, hat man sich ja a priori fuer mikroökonomisches Optimieren entschieden.

Zitat:
Zitat von infinity4 Beitrag anzeigen
Dann auch immer wieder das beliebte Argument: "Mehr als xMbit braucht derzeit kein Mensch."
Und das ist ein Totschlagargument, völlig aus der Luft gegriffen und am Thema vorbei.
Die ISPs sehen gerade alle, dass die Kundschaft nicht bereit ist quantitativ spürbar mehr fuer höhere Geschwindigkeiten zu zahlen, das kann man aus deren Sicht schon auch als Mangel an robuster Nachfrage interpretieren. ISPs die hoehere Geschwindigkeiten mit geringem Aufwand produzieren koennen, tun dies mit zunehmendem Erfolg (DOCSIS 3.1 ISPs) aber auch da bleibt der Umsatz Zugewinn bisher noch ueberschaubar (siehe z.B. VFKDs Einheitspreis im ersten Jahr).
Aus ISP-Sicht ist eine Killer-Anwendung deine solche die Kunden dazu verführt fuer höhere Geschwindigkeiten auch viel mehr zu zahlen.

Zitat:
Zitat von infinity4 Beitrag anzeigen
Alleine schon die immense Energieersparnis wenn die T ihre hässlichen grauen Kästen abschaltet wäre enorm, das alleine als Argument reicht um Glas zu fordern.
Hast Du da Zahlen zu wieviel mehr Strom dabei verbraucht wird, und hast Du die zusätzlich notwendige Energie fuer einen FTTH/B-Ausbau mit berücksichtigt?

Gruss
P.
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  #23  (Permalink
Alt 18.10.2019, 18:01
infinity4 infinity4 ist offline
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Die Nachfrage ist schon da, nur ist die natürlich nicht vollflächig vorhanden, in der einen Straße sind es 5, in der anderen 10 usw., und da kann eben nicht geliefert werden.
Irgendwo fiel hier mal eine Zahl, dass sich der Energieaufwand für FTTH wohl auf 3Watt pro Anschluss beläuft, andersherum ist die T einer der grössten Stromverbraucher in Deutschland mit ihrem Klingeldraht, das wurde hier auch schon bestätigt.
Das der Energieverbrauch durch die grösstenteils passive Technik bei FTTH drastisch sinken wird dürfte jedem einleuchten.
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  #24  (Permalink
Alt 18.10.2019, 18:23
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rezzler rezzler ist offline
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Zitat:
Zitat von infinity4 Beitrag anzeigen
Alleine schon die immense Energieersparnis wenn die T ihre hässlichen grauen Kästen abschaltet wäre enorm, das alleine als Argument reicht um Glas zu fordern.
Dafür hast du den 10fachen Verbauch bei den ONT, wenn jeder Kunde einen braucht. Vom Energieverbrauch bei der Errichtung des Netzes ganz zu schweigen.

Der Verbrauch der Telekom würde durch FTTH nur teilweise zurückgehen (der Platzbedarf dafür immens), die aktive Technik fürs Backbone braucht man ja trotzdem.

3W pro ONT kann, bei den Aktuellen, hinkommen. Manche Anbieter setzen da aber auch Dinger mit 10W/h ein. Plus FritzBox.
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  #25  (Permalink
Alt 18.10.2019, 18:30
pufferueberlauf pufferueberlauf ist offline
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Zitat:
Zitat von infinity4 Beitrag anzeigen
Die Nachfrage ist schon da, nur ist die natürlich nicht vollflächig vorhanden, in der einen Straße sind es 5, in der anderen 10 usw., und da kann eben nicht geliefert werden.
Wie gesagt wenn privatwirtschaftlich ausgebaut werden soll, darf man sich nicht wundern wenn dass an Rentabilitaetskriterien festgemacht wird.
Zitat:
Zitat von infinity4 Beitrag anzeigen

Irgendwo fiel hier mal eine Zahl, dass sich der Energieaufwand für FTTH wohl auf 3Watt pro Anschluss beläuft,
Das hiesse, dass OLT und ONTs zusammen im Mittel zusammen nur 3 Watt verbraten duerfen. Telekom schreibt (https://www.telekom.de/hilfe/downloa...er-technik.pdf) "Der Stromverbrauch des integrierten ONT liegt bei ca. 2 W bis zu 10 W." zusammen mit dem Verbrauch des OLTs vermute ich mal 3 W duerfte eine optimistische Schätzung sein. Nur was verbraucht die DSL-Technik die momentan eingesetzt wird und wieviel Energie benoetigt der Ausbau?
Zitat:
Zitat von infinity4 Beitrag anzeigen

andersherum ist die T einer der grössten Stromverbraucher in Deutschland mit ihrem Klingeldraht, das wurde hier auch schon bestätigt.


Das der Energieverbrauch durch die grösstenteils passive Technik bei FTTH drastisch sinken wird dürfte jedem einleuchten.
D.h. das ist eher Spekulation als hartes Faktum. Letztlich werden Rentabilitaetsbetrachtungen auch die zum Betrieb notwendige Energie mit beruecksichtigen, so dass, wenn Deine Vorhersage stimmt, FTTH immer vorteilhafter auch fuer die T wird; d.h. langfristig wird FTTH kommen, auch wenn die Kundschaft weiterhin verhalten zu teuren schnellen Tarifen greift.

Gruss
P.
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  #26  (Permalink
Alt 18.10.2019, 19:11
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Zitat:
Zitat von pufferueberlauf Beitrag anzeigen
Das ist wohl einfach, aber leider auch zu einfach...
Mein Punkt ist Bandbreite != Latenz.
Ein 38-Tonner voll mit 8 TB Festplatten der 6 Stunden zwischen Passau und Flensburg braucht hat immer noch eine respektable Geschwindigkeit (in Gbps) aber die Latenz liegt halt bei 6 Stunden, bzw. die RTT bei 12.
Fuer viele interaktive Anwendungen ist die Latenz deutlich wichtiger als die Geschwindigkeit.
In einem Thread mit dem Thema Anwendungen für Anschlüsse mit besonders hohem Durchsatz, wo die Diskussion um die Prognose von benötigten Durchsatzraten ging, gehört dieser Einwurf eher in die Kategorie "besserwisserischer OT", aber das Thema kann man freilich auch aufgreifen:

Bei der Latenz halte ich Prognosen für unnötig, da:

1. Es physikalische Grenzen des Machbaren gibt.
2. Man mit den aktuellen >=100Mbit/s Anschlusstechnologien (DSL mit G.INP / DOCSIS) von denen nicht mehr weit entfernt ist.
3. Weitere Verbesserungen IMHO ohnehin von fragwürdigem Nutzen sind, denn:

Man ist mit DSL/G.INP und DOCSIS bei Latenz und Jitter schon im einstelligen Millisekundenbereich angekommen. Wer jetzt meint, das würde man bemerken, mag sich vor Augen halten, dass selbst mit einem 144Hz "Gaming Monitor" ein minimaler systeminherenter Jitter von 0-7ms vorhanden ist, um eine Änderung vom Framebuffer auf das Display zu bringen. Wer also meint, ein Jitter in diesem Bereich wäre inakzeptabel, müsste jede PC- oder auch Handy-Nutzung inakzeptabel finden.
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  #27  (Permalink
Alt 18.10.2019, 19:15
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Zitat:
Zitat von robert_s Beitrag anzeigen
Wer also meint, ein Jitter in diesem Bereich würde ihn "verrückt" machen, müsste bei jeder PC oder auch Handy-Nutzung verrückt werden.
Ist er dann in gewisser Weise vielleicht ja
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  #28  (Permalink
Alt 18.10.2019, 19:17
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Zitat:
Zitat von rezzler Beitrag anzeigen
Ist er dann in gewisser Weise vielleicht ja
So deutlich wollte ich das dann doch nicht sagen und habe es noch etwas wohlwollender ausgedrückt
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  #29  (Permalink
Alt 18.10.2019, 20:32
Schrotti Schrotti ist offline
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Zitat:
Zitat von infinity4 Beitrag anzeigen
Ich erinnere mich, was haben wir damals neidisch auf symmetrische 2Mbit von wilhelm.tel geguckt und wenn einer 10Mbit symmetrisch in der Firma hatte war er der King.
Mein Kumpel um die Ecke war 2003 bei QSC und hatte eine symmetrische 2Mbit/s Leitung.
Mit 5 Leuten hingen wir an seinem Switch auf der LAN und haben gedaddelt (Sven coop, CS, DoD) und gesaugt (der Ping ging nicht hoch trotz download am Maximum).
__________________
Gruß Schrotti
TAL: 228m mit 0,5 mm
MagentaZuhause XL mit EntertainTV Plus
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  #30  (Permalink
Alt 18.10.2019, 20:49
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damitschi damitschi ist offline
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Standard AW: Die erste "Killeranwendung" für superschnelle Breitbandanschlüsse?

Zitat:
Zitat von Schrotti Beitrag anzeigen
1GBit/s ist schnell aber nicht superschnell.
Wenn aktuelle PCI-Express SSD´s ab 5-6 GigaByte/Sek. der "Flaschenhals" sind, dass nenne ich mal schnell.
__________________
Akkustik-Koppler 1.2k --> Modem 9.6k --> 16.8k --> 19.2k --> ISDN 64-128k--> DSL 768k --> 1.536k --> 2MBit --> 4MBit --> 6MBit --> DSL2+ 16MBit --> VDSL 50MBit --> Super-Vectoring 250MBit
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