#11  (Permalink
Alt 17.10.2019, 22:54
Pornstar Pornstar ist offline
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Zitat:
Zitat von phonefux Beitrag anzeigen
Man hat bei Netcologne wirklich den Eindruck, dass die sich im wettbewerbsfreien Raum bewegen. Dabei wird die Konkurrenz ständig stärker (Nahbereichsausbau, SV-Aufrüstung, DOCSIS 3.1). Aber das perlt irgendwie ab.


Meines Wissens hat Netcologne nur ein Modell. Anfangs wurden halt nur bis 106 MHz genutzt (verfügbare Bandbreite dann bis 500 MBit/s), aber die können alle mehr und wurden auch entsprechend konfiguriert (verfügbare Bandbreite dann bis 1 GBit/s). Jedenfalls weitestgehend. Bei mir bekomme ich weiterhin nur 500 MBit/s angezeigt, aber ich vermute dass das ein Anzeige-/Datenbankfehler ist.

__
Ja stimmt, erinnere mich. Per Software update auf 212MHz.

https://www.onlinekosten.de/forum/sh...51#post2457051

Noch unverständlicher, wieso die Stadtwerke hier die alte Hardware von Huawei gekauft haben, sind 1900 Euro wirklich so viel günstiger gegenüber der ZTE dpu? In einem halben Jahr will unitymedia hier auf 1GBit aufrüsten, tolle Aktion.
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  #12  (Permalink
Alt 22.10.2019, 14:14
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razor34 razor34 ist offline
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Früher liefs bei Netcologne mal. Sie waren einer der ersten die FTTB großflächig ausgebaut haben bevor Vectoring in Mode kam und die Kabelanbieter ihr Netz aufgerüstet haben.
Aber irgendwie ist dann die Zeit stehen geblieben und weitere Entwicklung sieht man kaum (von FTTH hört man überhaupt nichts).
Auch die Tarife sind mittlerweile nur noch mäßig interessant 100/40 bietet mittlerweile jeder an und die 250er Leitung ist auch nicht attraktiver.
Da bieten mittlerweile Anbieter wie Deutsche Glasfaser (oder andere kommunale Anbieter) mit 600/300 interessantere Tarife an
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  #13  (Permalink
Alt 22.10.2019, 16:27
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Ja, ist ein Trauerspiel, wie man dort den Glasfaser-Vorsprung verspielt.
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  #14  (Permalink
Alt 23.10.2019, 21:33
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Zitat:
Zitat von phonefux Beitrag anzeigen
Ja, ist ein Trauerspiel, wie man dort den Glasfaser-Vorsprung verspielt.
Das ist doch bei der Telekom genau dasselbe Dilemma: Als man 2006 den T-Home VDSL-Erstausbau gestartet hat, war man einer der führenden Anbieter in ganz Europa. Sogar die Swisscom hat sich damals für den Ausbau der Telekom sehr interessiert und den eigenen Ausbau erst später gestartet. Für die damalige Zeit hatte man eine wirklich zeitgemäße Infrastruktur gebaut.

Leider hat man sich dann sehr lange, zu lange, ausgeruht und mit der schleppenden Einführung von Vectoring und dem jetzigen Rollout von Super-Vectoring setzt man alles daran, vorläufig nicht nochmal groß investieren zu müssen.

Eigentlich ist das sehr schade, da man in fast allen Fällen die Glasfaser durch den FTTC-Ausbau bereits deutlich näher am Kunden hat, als es die Kabelnetzbetreiber mit ihrem FTTN-Ausbau aktuell haben. Diesen Technologie-Vorsprung hätte man nutzen müssen und nach dem Rollout von FTTC gleich massiv FTTH bauen müssen. Ja, das ist teuer, aber es ist eben immer die Frage, ob es nicht sinnvoller wäre, Steuergelder in die Errichtung einer zeitgemäßen Infrastruktur zu stecken als in irgendwelche anderen Image-Projekte oder dergleichen.

BTW: Gestern habe ich auf einem LKW folgenden Spruch gelesen:
Zitat:
Steuersünder kommen ins Gefängnis, Steuerverschwender in Pension.
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  #15  (Permalink
Alt 23.10.2019, 22:17
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Zitat:
Zitat von websurfer83 Beitrag anzeigen
Das ist doch bei der Telekom genau dasselbe Dilemma:
[...]
Leider hat man sich dann sehr lange, zu lange, ausgeruht und mit der schleppenden Einführung von Vectoring und dem jetzigen Rollout von Super-Vectoring setzt man alles daran, vorläufig nicht nochmal groß investieren zu müssen.
Ich glaube die Dilemma sind nicht direkt vergleichbar.

Die Telekom scheut beim FTTH-Ausbau in erster Line das was am meisten Geld dabei kostet: Den Tiefbau für die letzte Meile.

Diese Hürde hat NetCologne nicht, denn sie haben schon Glasfasern in den Häusern. Viel mehr scheint man es zu scheuen, die Netzarchitektur und Prozesse für FTTH anzupassen.
Im Vergleich zu den Kosten für den Aufbau eines Glasfaser-Netzes ist das minimaler Aufwand, aber man macht es nicht.
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Alt 23.10.2019, 22:31
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Zitat:
Zitat von websurfer83 Beitrag anzeigen
Das ist doch bei der Telekom genau dasselbe Dilemma: Als man 2006 den T-Home VDSL-Erstausbau gestartet hat, war man einer der führenden Anbieter in ganz Europa.
Die Technik stand in den ersten Jahren weitgehend ungenutzt am Straßenrand herum.
Zitat:
Zitat von websurfer83 Beitrag anzeigen
Sogar die Swisscom hat sich damals für den Ausbau der Telekom sehr interessiert und den eigenen Ausbau erst später gestartet. Für die damalige Zeit hatte man eine wirklich zeitgemäße Infrastruktur gebaut.
Die Swisscom hat wie die Telekom den FTTH-Ausbau wieder zurückgefahren und setzt auf G.fast.

https://www.inside-it.ch/articles/49939
Zitat:
Zitat von websurfer83 Beitrag anzeigen
Diesen Technologie-Vorsprung hätte man nutzen müssen und nach dem Rollout von FTTC gleich massiv FTTH bauen müssen. Ja, das ist teuer, aber es ist eben immer die Frage, ob es nicht sinnvoller wäre, Steuergelder in die Errichtung einer zeitgemäßen Infrastruktur zu stecken als in irgendwelche anderen Image-Projekte oder dergleichen.
Warum sollte der Staat der Telekom den FTTB/H-Ausbau in den Großstädten bezahlen, die durch die Kabelnetzbetreiber mit schnellem Internet versorgt sind?
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  #17  (Permalink
Alt 23.10.2019, 22:51
wellmann wellmann ist offline
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Zitat:
Zitat von websurfer83 Beitrag anzeigen
Das ist doch bei der Telekom genau dasselbe Dilemma: Als man 2006 den T-Home VDSL-Erstausbau gestartet hat, war man einer der führenden Anbieter in ganz Europa. Sogar die Swisscom hat sich damals für den Ausbau der Telekom sehr interessiert und den eigenen Ausbau erst später gestartet. Für die damalige Zeit hatte man eine wirklich zeitgemäße Infrastruktur gebaut.
2006 hat NetCologne mit FTTB losgelegt.
https://www.teltarif.de/arch/2006/kw41/s23444.html
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  #18  (Permalink
Alt 23.10.2019, 23:07
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Zitat:
Zitat von TheCadillacMan Beitrag anzeigen
Diese Hürde hat NetCologne nicht, denn sie haben schon Glasfasern in den Häusern. Viel mehr scheint man es zu scheuen, die Netzarchitektur und Prozesse für FTTH anzupassen.
Im Vergleich zu den Kosten für den Aufbau eines Glasfaser-Netzes ist das minimaler Aufwand, aber man macht es nicht.
Hast du da nähere Informationen? Denn eigentlich hatten sie genau das angekündigt - den Netzumbau zu GPON als Schritt zu FTTH. Aber angekündigt haben sie in der Tat schon viel.
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  #19  (Permalink
Alt 24.10.2019, 09:09
websurfer83 websurfer83 ist gerade online
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Zitat:
Zitat von A1B2C3D4 Beitrag anzeigen
Die Technik stand in den ersten Jahren weitgehend ungenutzt am Straßenrand herum.
Das sollte man genau umgekehrt sehen: Damals war die Telekom mit dem Ausbau schneller als der Bedarf an Bandbreite von den Kunden anstieg. Das hat sich jedoch innerhalb kurzer Zeit geändert. Heute läuft das leider genau umgekehrt und wenn es so weiter geht, haben wir bald wieder Verhältnisse wie vor der Wende, als man in Teilen Deutschlands jahre-, wenn nicht jahrzehntelang auf ein bestelltes Auto warten musste. Nur dieses Mal eben nicht das Auto, sondern der Breitbandanschluss.

Zitat:
Zitat von A1B2C3D4 Beitrag anzeigen
Die Swisscom hat wie die Telekom den FTTH-Ausbau wieder zurückgefahren und setzt auf G.fast.
Das steht doch nirgends im Artikel, ganz im Gegenteil: Die Swisscom hat schon viel früher mit einem G.fast-Ausbau begonnen. Im Gegensatz zur DTAG nutzt man hierfür aber auch die Kabelschächte zur Platzierung der DPU. In Deutschland hingegen hat man in den vergangenen 15 Jahren eine beachtliche Menge von Kabelschächten zugeschüttet, da man der Meinung war, dass diese nicht mehr benötigt werden. Das Argument war "keine Wartungskosten mehr".

Zitat:
Zitat von A1B2C3D4 Beitrag anzeigen
Warum sollte der Staat der Telekom den FTTB/H-Ausbau in den Großstädten bezahlen, die durch die Kabelnetzbetreiber mit schnellem Internet versorgt sind?
Weil Infrastruktur bereitstellen eine Aufgabe ist, die eben auch zumindest teilweise der Staat finanzieren sollte. Und wenn man anschaut, für welchen Mist Steuergeld verschwendet wird, dann wird man schnell feststellen, dass Geld, welches in Infrastruktur und Bildung investiert wird, am besten investiert ist.
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  #20  (Permalink
Alt 24.10.2019, 13:45
TheCadillacMan TheCadillacMan ist offline
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Zitat:
Zitat von phonefux Beitrag anzeigen
Hast du da nähere Informationen? Denn eigentlich hatten sie genau das angekündigt - den Netzumbau zu GPON als Schritt zu FTTH. Aber angekündigt haben sie in der Tat schon viel.
Nein, das ist nur mein Eindruck.
Vermutlich war man sich schon bewusst, dass das alles lange dauert. Angekündigt hat man trotzdem was damit die Kunden nicht zu Konkurrenz abwandern.
Bei M-net läuft es im Wesentlichen genauso (siehe G.fast-Rollout). Vielleicht ist das einfach eine typische Krankheit bei großen kommunalen Betreibern.

Zitat:
Zitat von websurfer83 Beitrag anzeigen
Die Swisscom hat schon viel früher mit einem G.fast-Ausbau begonnen. Im Gegensatz zur DTAG nutzt man hierfür aber auch die Kabelschächte zur Platzierung der DPU. In Deutschland hingegen hat man in den vergangenen 15 Jahren eine beachtliche Menge von Kabelschächten zugeschüttet, da man der Meinung war, dass diese nicht mehr benötigt werden. Das Argument war "keine Wartungskosten mehr".
Die Swisscom mit ihrem FTTdp-Ausbau halte ich nicht für ein Vorbild. Realistisch betrachtet ist es nur eine Lebenserhaltungsmaßnahme für Kupfer-Infrastruktur wie Vectoring.
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