#1  (Permalink
Alt 22.07.2019, 14:36
WurstCase WurstCase ist offline
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Standard Anbindung von Mobilfunkbasisstationen auf Wohnhäusern

Als ich neulich mal wieder an einem typischen zwei- oder dreistöckigen Wohnhäuschen mit einer recht umfangreichen Mobilfunkantennenanlage auf dem Dach vorbei ging, fragte ich mich: "Wie sind diese Dinger eigentlich mit dem Rest des Netzes verbunden?" Richtfunk ist natürlich eine Möglichkeit. Aber ist dort, wo kein Richtfunk zum Einsatz kommt, immer einer Glasfaseranbindung vorhanden? Beim Googlen stieß ich auf einen Corporate Blog-Post der Telekom, unter dem wiederum jemand in einem Kommentar schreibt, dass die Anbindung entweder über Richtfunk oder über Glasfaser erfolgt. Dabei wurden die Begriffe "7T1" und "Rad NT" genannt. Ich spekuliere, dass es sich bei 7T1 um eine Leitungsschlüsselzahl handelt. "Rad NT" sagt mir nichts. "NT" klingt nach Network Termination. Weiß evtl. jemand mehr dazu bzw. allgemein zur Anbindung der Basisstationen?

Sorry, falls es das Thema schon mal gegeben haben sollte. Hatte jetzt beim Suchen nichts gefunden.
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  #2  (Permalink
Alt 22.07.2019, 15:23
phonefux phonefux ist offline
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Standard AW: Anbindung von Mobilfunkbasisstationen auf Wohnhäusern

Ja, heute ist es entweder Richtfunk oder Glasfaser. Früher gab es auch schon mal Standorte, die per DSL angeschlossen waren, doch die dürften mittlerweile weitgehend Geschichte sein. Telekom hat tendenziell immer sehr viel mit GF erschlossen, die anderen auch viel mit Richtfunk und teilweise sehr langen Richtfunkketten. Heute natürlich mehr und mehr Glasfaser und oftmals Sternstruktur, wo ein Standort mit GF erschlossen wird und mehrere von dort sternförmig mit Richtfunk, aber nicht mehr die langen Ketten wie früher.
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  #3  (Permalink
Alt 22.07.2019, 15:31
bschmidt bschmidt ist offline
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Standard AW: Anbindung von Mobilfunkbasisstationen auf Wohnhäusern

Im Falle einer Versorgung via Glasfaser wie hier skizziert hätte das hier zitierte Wohnhaus


Zitat:
zwei- oder dreistöckigen Wohnhäuschen

mittelbar wahrscheinlich "nichts" von der Glasfaser und die Anbindung wäre als reine Infrastrukturangelegenheit für den Mobilfunkmast zu sehen, oder?
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  #4  (Permalink
Alt 22.07.2019, 15:38
phonefux phonefux ist offline
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Standard AW: Anbindung von Mobilfunkbasisstationen auf Wohnhäusern

Unmittelbar wohl nicht. Vorhandene GF in der Nähe verbilligt natürlich geplante Ausbauten und macht sie damit ggf. wahrscheinlicher.
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  #5  (Permalink
Alt 22.07.2019, 15:39
A1B2C3D4 A1B2C3D4 ist offline
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Die eNodeBs werden wie die meisten anderen Netzwerkkomponenten mit Ethernet (7T1Gl EB1G Grundleitung EthernetBusiness1G, ...) angebunden. Mit FTTH für Privatkunden hat das nichts zu tun
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  #6  (Permalink
Alt 22.07.2019, 15:55
IT-Alexander IT-Alexander ist offline
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Standard AW: Anbindung von Mobilfunkbasisstationen auf Wohnhäusern

Aber vielleicht kann man als Vermieter der Fläche für Mobilfunk was raushandeln, wenn man ohnehin zum Standort neu Glasfaser verlegen will.
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  #7  (Permalink
Alt 22.07.2019, 16:04
phonefux phonefux ist offline
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Standard AW: Anbindung von Mobilfunkbasisstationen auf Wohnhäusern

Zitat:
Zitat von phonefux Beitrag anzeigen
Ja, heute ist es entweder Richtfunk oder Glasfaser. Früher gab es auch schon mal Standorte, die per DSL angeschlossen waren, doch die dürften mittlerweile weitgehend Geschichte sein. Telekom hat tendenziell immer sehr viel mit GF erschlossen, die anderen auch viel mit Richtfunk und teilweise sehr langen Richtfunkketten. Heute natürlich mehr und mehr Glasfaser und oftmals Sternstruktur, wo ein Standort mit GF erschlossen wird und mehrere von dort sternförmig mit Richtfunk, aber nicht mehr die langen Ketten wie früher.
Apropos, setzt 5G zwingend eine unmittelbare GF-Versorgung der eNode voraus? Vodafone verbuddelt gerade fleißig weitere GF in Köln und das ist ja eine der Städte für den 5G-Start.
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  #8  (Permalink
Alt 22.07.2019, 17:04
talk talk ist offline
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Standard AW: Anbindung von Mobilfunkbasisstationen auf Wohnhäusern

Hallo zusammen,

Zitat:
Zitat von WurstCase Beitrag anzeigen
Dabei wurden die Begriffe "7T1" und "Rad NT" genannt. Ich spekuliere, dass es sich bei 7T1 um eine Leitungsschlüsselzahl handelt. "Rad NT" sagt mir nichts. "NT" klingt nach Network Termination. Weiß evtl. jemand mehr dazu bzw. allgemein zur Anbindung der Basisstationen?
Mit "Rad" könnte der Netzwerkhersteller RAD gemeint sein, der u.a. auch Produkte speziell für die Anbindung (Backhaul) von Mobilfunk-Basisstationen ans jeweilige Kernnetz anbietet.

Die Telekom (bzw. die damalige T-Mobile) arbeitete schon vor über 10 Jahren mit RAD zusammen, damals setzte man z.B. eine Technik ein, mit der man DSL-Anschlüsse zur Zuführung nutzen konnte, siehe dazu diesen Artikel. Inwiefern solche Technik heute noch zum Einsatz kommt, ist mir aber nicht bekannt.

Damals war ein DSL 6000- oder DSL 16000-Anschluß (sofern verfügbar) ja eine günstige Alternative zu einer oder mehreren teuren E1-Standleitungen. Heute könnte ein VDSL 100- oder VDSL 250-Anschluß evtl. auch für manchen Mobilfunk-Standort eine geeignete Möglichkeit zur Anbindung sein?

cu talk
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  #9  (Permalink
Alt 22.07.2019, 17:45
Benutzerbild von thom53281
thom53281 thom53281 ist offline
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Standard AW: Anbindung von Mobilfunkbasisstationen auf Wohnhäusern

Zitat:
Zitat von phonefux Beitrag anzeigen
Früher gab es auch schon mal Standorte, die per DSL angeschlossen waren, doch die dürften mittlerweile weitgehend Geschichte sein.
Ähm, da dürfte noch einiges davon in Betrieb sein. Die alten Funkstandards wurden schließlich noch nicht zurückgebaut/abgeschaltet, nur neue Standards auf Gf-Basis dazugebaut. Kann man auch als "Backup" sehen, wenn die Gf-Anbindung futsch ist, geht wenigstens noch das Kupfer bzw. auch andersherum. Auch wurde nicht jeder Standort neu mit Glasfaser erschlossen, da die neuen Funkstandards eine größere Reichweite haben. Ein Funkmast auf dem Dach muss also nicht gleichbedeutend mit einer Gf-Anbindung sein.

Zitat:
Zitat von bschmidt Beitrag anzeigen
Im Falle einer Versorgung via Glasfaser wie hier skizziert hätte das hier zitierte Wohnhaus mittelbar wahrscheinlich "nichts" von der Glasfaser und die Anbindung wäre als reine Infrastrukturangelegenheit für den Mobilfunkmast zu sehen, oder?
Ja, es sei denn, man bestellt einen entsprechenden Firmentarif, den man direkt über Gf auf der bestehenden Infrastruktur abbilden kann und nur eine Innenleitung zum Gf-AP legen muss. Ansonsten muss auch hier für die Privatkundentarife ein Gf-NVt gesetzt werden.
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  #10  (Permalink
Alt 22.07.2019, 17:55
A1B2C3D4 A1B2C3D4 ist offline
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Zitat:
Zitat von thom53281 Beitrag anzeigen
Ähm, da dürfte noch einiges davon in Betrieb sein. Die alten Funkstandards wurden schließlich noch nicht zurückgebaut/abgeschaltet, nur neue Standards auf Gf-Basis dazugebaut.
Der alte Schrott fliegt im Rahmen der Single-RAN-Modernisierung raus.

https://www.youtube.com/watch?v=zKDgIIpVqrM
https://www.huawei.com/de/press-even...2011/hw_105657
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