#1701  (Permalink
Alt 23.02.2019, 11:33
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Zitat:
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Ich habe das schon letzten September ohne Probleme mit dem DGA umgesetzt:
Per
1) pc/ppp <-> dga4132/brigde <-> internet
2) pc/ppp <-> dga4132/ppprelay <-> internet
3) pc <-> dga4132/ppp <-> internet

Ersteres geht leider nicht, um ein RFC 4638 ppp paket durchzuschleifen:
Zitat:
root@modemtim:~# ip link set dev br-lan mtu 1500
root@modemtim:~# ip link set dev br-lan mtu 1501
RTNETLINK answers: Invalid argument
root@modemtim:~# ip link set dev br-lan mtu 1508
RTNETLINK answers: Invalid argument
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  #1702  (Permalink
Alt 23.02.2019, 13:19
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Zitat:
Zitat von user Beitrag anzeigen
Per
1) pc/ppp <-> dga4132/brigde <-> internet
2) pc/ppp <-> dga4132/ppprelay <-> internet
3) pc <-> dga4132/ppp <-> internet

Ersteres geht leider nicht, um ein RFC 4638 ppp paket durchzuschleifen:
Doch geht. Habe ich damals auch geschrieben:

Zitat:
Zitat von pers Beitrag anzeigen
Das habe ich bis jetzt als Test nur auf der cli gemacht:

Code:
ifconfig ptm0 mtu 1508
ifconfig ptm0.7 mtu 1508
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  #1703  (Permalink
Alt 26.02.2019, 18:13
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Zitat:
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Doch geht. Habe ich damals auch geschrieben:
Ok ich habe nochmal geforscht, die MTU der dga4132 bridge ist unerheblich, da die Pakete nicht an der dga4132 bridge enden.

In der Umsetzung als
1) pc/ppp <-> dga4132/bridge <-> internet
lässt sich die Telekom Gegenstelle (Broadcom 177.238) zwar nicht überreden auch auf 1500 zu gehen:
Code:
...
sent [LCP ConfReq id=0x1 <magic ...>]
rcvd [LCP ConfReq id=0x1f <mru 1492> <auth pap> <magic ...>]
sent [LCP ConfRej id=0x1f <mru 1492>]
...
Mein ppp0 Interface am PC bekomme ich auf 1500 festgelegt.
Code:
# ifconfig ppp0
ppp0      Link encap:Point-to-Point Protocol  
...
          UP POINTOPOINT RUNNING NOARP MULTICAST  MTU:1500  Metric:1
...
Ein Maximal Daten Ping mit (1472payload+28ip/icmp+8pppoe) kommt durch,
Code:
pc # ping -4 -D -M do -c 2 -s 1472 8.8.8.8
PING 8.8.8.8 (8.8.8.8) 1472(1500) bytes of data.
[...] 1480 bytes from 8.8.8.8: icmp_seq=1 ttl=124 time=20.1 ms
die Antwort kommt leider dennoch noch nicht als ganzes 1500 Paket zurück.
Code:
modemtim:~# tcpdump -i ptm0.7 -nv 'pppoes && host 8.8.8.8'
tcpdump: listening on ptm0.7, link-type EN10MB (Ethernet), capture size 262144 bytes
18:01:11.547157 PPPoE  [ses 0x12] IP (tos 0x0, ttl 63, id 0, offset 0, flags [DF], proto ICMP (1), length 1500)
    a.b.c.d > 8.8.8.8: ICMP echo request, id 18604, seq 1, length 1480
18:01:11.566136 PPPoE  [ses 0x12] IP (tos 0x0, ttl 125, id 1846, offset 0, flags [+], proto ICMP (1), length 1444)
    8.8.8.8 > a.b.c.d: ICMP echo reply, id 18604, seq 1, length 1424
18:01:11.566179 PPPoE  [ses 0x12] IP (tos 0x0, ttl 125, id 1846, offset 1424, flags [none], proto ICMP (1), length 76)
    8.8.8.8 > a.b.c.d: ip-proto-1
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  #1704  (Permalink
Alt 04.03.2019, 18:27
Minus1 Minus1 ist offline
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ZSurfer hatte ja im Oktober in diesem Thread gefragt, ob jemand beim DGA4132 im Routerbetrieb an einem Telekom (V)DSL-Anschluss das IPv6 richtig zum Laufen bekommen hat, weil er das Problem hat, dass seine Clients keine IPv6 Adresse bekommen.
Da scheinbar keine Lösung gefunden wurde und ich heute vor dem selben Problem stand, möchte ich das mal auflösen:

Spoiler (für eilige Leser):
Der Daemon odhcpd ist per Default aus, aber genau den brauchen wir:
service odhcpd start
service odhcpd enable

Jetzt die Hintergründe:

Die Config hattet ihr schon richtig zusammen.
Hier nochmal zur Wiederholung:
Die Defaults sind schon weitgehend richtig, es muss lediglich:
  1. IPv6 aktiviert werden (geht bequem in der GUI unter Local Network -> Global Informationen -> IPv6 state = on)
  2. Die /etc/config/network korrigiert werden:
    Sektion "config interface wan6":
    option ifname="@wan" statt "@wan_ipv6"

Auf diese Weise bezieht die WAN-Schnittstelle eine IPv6 Adresse vom Telekom Router, per odhcp6c wird ein Präfix per DHCPv6 PD bezogen (bei der Telekom ein /56) und aus diesem großen Präfix wird jeweils ein /64 den anderen Schnittstellen zugeschlagen. Das sieht man schön mit "ip -6 a" oder noch genauer mit "ifstatus wan6" bzw. "ifstatus br-lan".

Damit ist IPv6 erstmal funktional. Wenn man dem Client eine statische IPv6 Adresse aus dem richtigen Subnetz gibt, kommt er sogar per IPv6 ins Internet.

Was aber nicht funktioniert, ist DHCPv6 und SLAAC. Der Client kommt also nicht automatisch zu einer nutzbaren GU IPv6 Adresse.

Ich habe ziemlich lange gesucht, woran das liegt und nach und nach lokale Config Fehler in der /etc/config/network bzw. /etc/config/dhcp, Firewall Regeln und Sysopts ausgeschlossen. Ich habe sogar den dnsmasq in den Debug Modus versetzt um herauszufinden, woran es liegt, dass dieser weder einen DHCPv6 Server aufmacht, noch auf Router Solicitations antwortet. Dabei ist mir aufgefallen, dass der dnsmasq auf der auf unseren DGAs installierten OpenWRT-Version ohne Support für DHCPv6 kompiliert war (/usr/sbin/dnsmasq --version). Die Doku des dnsmasq verriet mir dann auch, das die SLAAC-Funktionen (also unter anderem das Beantworten von Router Solictations mit Router Advertisments) auch von der DHCPv6-Serverfunktion erledigt werden.

So, da haben wir also eine dnsmasq-Version, die schlicht keine IPv6 Adressen an Clients verteilen kann, weder per DHCPv6 noch per SLAAC.
Und nun?
Eine kurze Recherche im Netz ergab, dass dafür manchmal auch der radvd verwendet wird. Hm, in unserem Fall nicht. Aber das Start Script des dnsmasq brachte mich auf die richtige Fährte: wenn der dnsmasq ohne Support für DHCPv6 kompiliert wurde, sei odhcpd zuständig. Und in der Tat, das Config File /etc/config/dhcp, dessen Config ich x-mal kontrolliert habe, wird auch gar nicht von dnsmasq eingelesen, sondern von odhcpd.

Tja, und dann fiel mir auf, dass dieser Daemon gar nicht läuft.
Der odhcpc wird zur Laufzeit automatisch kurz gestartet, um die IPv6 Adresse (und das Präfix für PD) vom Provider zu beziehen, aber das Daemon odhcpd läuft schlicht nicht.

Dementsprechend war die Lösung zum Schluss sehr sehr einfach: Den Daemon starten und dafür sorgen, dass er bei Reboot automatisch gestartet wird (s. oben).
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  #1705  (Permalink
Alt 09.03.2019, 12:22
RawrDragon RawrDragon ist offline
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Danke für die Zusammenfassung, funktioniert einwandfrei - mit der Einschraenkung, dass mir scheinbar 10 Minuten die PPPoE-Einwahl gesperrt wurde, weil der DGA 4132 das auf Standardeinstellungen fuer irgendwas italienisches zurueckgesetzt hat
__________________
Leitung alt: 12200/2360, 1790m (32m 0.6mm, 49m 0.5mm, 1709m 0.4mm) 20.78dB @ 300 KHz
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  #1706  (Permalink
Alt 12.03.2019, 11:23
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Da sagt nochmal jemand, Vetoring ist instabil...


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  #1707  (Permalink
Alt 19.03.2019, 17:52
JHtye JHtye ist offline
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Frage AW: Technicolor DGA4130 - VDSL2 Router mit Profil 35b

Zitat:
Zitat von sony Beitrag anzeigen
Ne danke. ich bin jetzt auch auf draytek
Wie gibt sich der Draytek Vigor 165?

Sicherlich hat der Technicolor den Vorteil dass er ein BCM Modem hat statt ein Intel, und er ist rootbar, jedoch hat der Draytek auch ein CLI und kommt komplett voreingestellt für Bridge und Supervectoring.

Wenn der Vigor auch schnell synct und stabil läuft, dann ist es ja eine gute Alternative.
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