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Alt 14.10.2020, 13:50
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Faith_Dsk Faith_Dsk ist offline
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Standard 5G als Festnetzersatz

Guten Tag zusammen,

ich plane einen Hausbau in 74182 Obersulm. Leider ist unser Teilort nur notdürftig mit DSL versorgt (max. 2 Mbit/s). Da ich regelmäßig im HO arbeite und privat auch öfters online zocke, interessiere ich mich für 5G als DSL-Ersatz. Hierzu hätte ich ein paar Fragen und würde mich sehr über konstruktive Antworten freuen. Dafür vorab bereits vielen Dank.

1. Laut Netzausbauplan ist 5G von der Telekom in 74182 Obersulm (an meinem Bauplatz) bereits verfügbar mit max. 375 Mbit/s. Daraus schließe ich als Laie, dass es sich um das 700 MHz Frequenzband handelt (Funkmast ID: 770095). Kann mir das freundlicherweise jemand bestätigen?

2. Die Entfernung zu unserem Grundstück beträgt laut Maps 2,2 km bei direktem Sichtkontakt zum Funktmasten. Ich plane eine Außenantenne (Richtantenne) zu installieren, damit sich die Übertragsgungsqualität verbessert. Gibt es hierzu Empfehlungen/Anmerkungen? Ist auf diese Entfernung mit dem geplanten Setup eine brauchbare Verbindung zu erwarten?

3. Ich verspreche mir von 5G im Vergleich zu 4G haupstächlich weniger Schwankungen in der Übertragungsrate, da 5G laut verfügbaren Infos ja mit mehr Endgeräten gleichzeitig klarkommt und generell eine höhere Leistungskonstanz verspricht. Ist das korrekt, oder unterliege ich hier einem Irrglauben? Gleiche Frage bezüglich Latenz (hauptsächlich für Zocken und Teams-Meetings relevant).

4. Bietet die Telekom ein 5G-fähiges Modem mit externem Antennenanschluss an? Falls nein: Da meines Wissens nach kein Routerzwang mehr herrscht, sollte ich auch einen anderen Router mit dem gewünschten Feature einsetzen können, oder?

5. Baubeginn soll in ca. 1,5 Jahren sein. Ist bis dahin mit weiteren technischen Entwicklungen zu rechnen (zB weitere Frequenzbänder auf unserem Funktmasten, o.ä.) die meine Chancen auf einen guten Breitbandzugang noch verbessern?

Vielen Dank vorab und VG,

Andi
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Alt 14.10.2020, 17:56
eifelman eifelman ist offline
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5G läuft dort vermutlich auf 2100 MHz - also vom Speed her kein großer Vorteil gegenüber 4G (ist halt gut fürs Marketing). Richtig interessant wird 5G als Stand-alone werden.

Wenn der Empfang gut ist und du auf externe Antennen verzichten kannst, wäre Hybrid mit dem Speedport Pro (Plus) eine Option.

Solang das aber erst in ca. 2 Jahren aktuell wird, warte noch etwas ab. Bis dahin kann sich tarifmäßig noch einiges getan haben - Empfehlungen derzeit sind daher eher sinnlos. Vielleicht tut sich festnetzmäßig dort auch noch was.
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  #3  (Permalink
Alt 14.10.2020, 19:24
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Zitat:
Zitat von Faith_Dsk Beitrag anzeigen
Guten Tag zusammen,

ich plane einen Hausbau in 74182 Obersulm. Leider ist unser Teilort nur notdürftig mit DSL versorgt (max. 2 Mbit/s). Da ich regelmäßig im HO arbeite und privat auch öfters online zocke, interessiere ich mich für 5G als DSL-Ersatz. Hierzu hätte ich ein paar Fragen und würde mich sehr über konstruktive Antworten freuen. Dafür vorab bereits vielen Dank.

1. Laut Netzausbauplan ist 5G von der Telekom in 74182 Obersulm (an meinem Bauplatz) bereits verfügbar mit max. 375 Mbit/s. Daraus schließe ich als Laie, dass es sich um das 700 MHz Frequenzband handelt (Funkmast ID: 770095). Kann mir das freundlicherweise jemand bestätigen?
Ich würde eher auf 4G/5G mit DSS tippen. Im 2100 MHz Frequenzband.

https://www.telekom.com/de/medien/me...schland-598876
Zitat:
Zitat von Faith_Dsk Beitrag anzeigen
3. Ich verspreche mir von 5G im Vergleich zu 4G haupstächlich weniger Schwankungen in der Übertragungsrate, da 5G laut verfügbaren Infos ja mit mehr Endgeräten gleichzeitig klarkommt und generell eine höhere Leistungskonstanz verspricht. Ist das korrekt, oder unterliege ich hier einem Irrglauben? Gleiche Frage bezüglich Latenz (hauptsächlich für Zocken und Teams-Meetings relevant).
Der Hauptvorteil ist die niedrigere Latenz.
Zitat:
Zitat von Faith_Dsk Beitrag anzeigen
4. Bietet die Telekom ein 5G-fähiges Modem mit externem Antennenanschluss an?
Nein.
Zitat:
Zitat von Faith_Dsk Beitrag anzeigen
Falls nein: Da meines Wissens nach kein Routerzwang mehr herrscht, sollte ich auch einen anderen Router mit dem gewünschten Feature einsetzen können, oder?
Geräte mit Anschlüssen für externe Antennen sind in Zeiten von MIMO und Beamforming selten.

https://www.telekom.com/de/blog/netz...bilfunk-570522
Zitat:
Zitat von Faith_Dsk Beitrag anzeigen
5. Baubeginn soll in ca. 1,5 Jahren sein. Ist bis dahin mit weiteren technischen Entwicklungen zu rechnen (zB weitere Frequenzbänder auf unserem Funktmasten, o.ä.) die meine Chancen auf einen guten Breitbandzugang noch verbessern?
Ich würde lieber der Gemeinde Druck machen als über 5G als Festnetzersatz nachzudenken.
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  #4  (Permalink
Alt 14.10.2020, 19:45
Andreas Wilke Andreas Wilke ist offline
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Wer weiss, wie es überhaupt in 1,5 Jahren aussieht.
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  #5  (Permalink
Alt 14.10.2020, 20:35
Mot Mot ist offline
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Zitat:
Zitat von A1B2C3D4 Beitrag anzeigen
Der Hauptvorteil ist die niedrigere Latenz.
Die mit der momentanen 5G Umsetzung aber gar nicht funktioniert, weil im Standard noch gar nicht abgesegnet.
Oder hat Jemand anderslautende Praxisbeispiele?

Bei Baubeginn in 1,5 Jahren lohnt es sich jetzt imho auch nicht sich zu informieren. Bis dahin stehen die Chancen höher, dass 5G wirklich "ankommt" im Markt.
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  #6  (Permalink
Alt 14.10.2020, 22:41
A1B2C3D4 A1B2C3D4 ist offline
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Standard AW: 5G als Festnetzersatz

Unter 20 ms finde ich okay. Um in den mittleren einstelligen Bereich vorzudringen braucht es 5G Stand Alone.

https://www.teltarif.de/netzausbau-t...ews/80597.html
https://www.teltarif.de/telekom-eric...ews/81084.html
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  #7  (Permalink
Alt 18.10.2020, 17:12
QWERTZ3 QWERTZ3 ist offline
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Standard AW: 5G als Festnetzersatz

Ganz ehrlich, ich würde auch wenn der Bauplatz günstiger ist in solch einem Gebiet kein Haus bauen. Du ärgerst dich schnell schwarz, denn ein Ausbau von ordentlichem Festnetzinternet steht komplett in den Sternen.

Ich bin jemand der ist über 16 Jahre leidgeprüft ist, was mistige Internetverbindungen (hauptsächlich per Mobilfunk) zu horrenden Kosten anbelangt. Ich würde nie an Orte ziehen, wo es kein Festnetzinternet mit mit mindestens 250 MBit/s einigermaßen konstant gibt.


Es gibt außerdem genug Bauplätze mit FTTH/FTTB oder VDSL (Supervectoring) und DOCSIS (Kabelinternet).


Wenn du dort wirklich baust, wirst du selbst wenn der Bürgermeister/ die Gemeinde sofort handelt (was unwahrscheinlich ist, weil sonst hätten sie es bereits getan) und entsprechende Fördergelder beantragt 3 - 5 Jahre auf FTTB warten. Habe ich hier selbst beobachtet.


Nun zu 5G und den Routern. Es gibt nur einen 5G Router auf dem Markt der DSS bei z.B. 2100 MHz unterstützt. Das ist der Huawei CPE Pro 2 (H122-373).

Der hat keine Antennenanschlüsse und die Software ist extremst kastriert. Dort kann man nur absolute Banalitäten einstellen. Für die Frequenzauswahl braucht es dann ein externes Tool wie den H-Monitor (als vollwertige Version => einmalig 20 Euro).

Das große Problem dieses Routers ist die Stabilität. Mehrmalige Abstürze pro Tag sind an der Tagesordnung, damit meine ich wirklich den Router. Das Webinterface ist dann einfach nicht mehr erreichbar, Pings gehen trotzdem ohne Weiteres zum Router durch.

Das Problem hatte der CPE Pro 1 (H112-370) auch schon. Nur hatte er zusätzlich permanente Highpings bis über 1000 ms.

Nach den Erlebnissen mit dem Huawei Müll, würde ich strikt davon abraten und nur Router von Netzwerkhardwareherstellern kaufen, die wissen was sie tun. Wie z.B. einen Mikrotik Chateau mit LTE CAT 12 Modem. Reicht vollkommen aus, da man in Randbezirken und ländlichem Bereich selten mehr als 3 Carrier von einer BTS sieht. Ein Manko ist das er kein Band 28 (700 MHz) unterstützt. Jedoch setzt die Telekom meist eh nur Band 1 + B3 + B3 ein.


Zocken ist über Mobilfunk auch nur eine Notlösung. Die Pingzeiten sind bei weitem nicht stabil. Von 15 - 80 ms ist bei 4G und auch DSS alles drin. Häufig liegt der Ping zwischen 25 und 50 ms. Ich habe neben dem LTE noch eine ADSL2+ Verbindung. Selbst bei gleichem Ping reagiert die Festnetzverbindung um Welten direkter.

Auch wenn es sich doof anhört, Funk ist nicht mit Festnetz beim Zocken vergleichbar. Ich habe selbst mal 5 GHz Richtfunk mit häufig 9 - 12 ms getestet, auch da gab es immer irgendwelche merkwürdigen Effekte die zu merklichen Verzögerungen geführt haben.

Zocke mit LTE ab und zu maximal Strategiespiele und selbst da merke ich die schlechten Reaktionszeiten.




Ein weiterer zu beachtender Faktor ist, dass shared medium bei Mobilfunk. Ich habe hier abends und morgens auch 130 - 150 MBit/s Download. Aber den Rest des Tages maximal 100 MBit/s und abends 30 - 60 MBit/s, manchmal auch ~20 MBit/s Download. Und hier haben die meisten Leute Supervectoring VDSL, die anderen haben mit Sicherheit aufgrund hoher Kosten keine LTE Flat und außerdem nutzen die lieber langsames ADSL2+.


Die Last kommt also fast nur von Smartphonenutzern. Du solltest dir dessen bewusst sein, LTE/5G ist eine verdammte Wundertüte und besonders in Gebieten mit 2 MBit/s max. per DSL werden die Leute den Masten massiv belagern. Sei es auch nur durch Hybrid.

Geändert von QWERTZ3 (18.10.2020 um 17:25 Uhr)
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  #8  (Permalink
Alt 21.10.2020, 13:31
Wechsler Wechsler ist offline
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Standard AW: 5G als Festnetzersatz

Vom Mobilfunk als Festnetzersatz wird seit der UMTS-Frequenzversteigerung anno 2000 schwadroniert. Das ist mit Drahtlos-Technik technisch generell nicht möglich, egal welche Generation.

5G auf 700 MHz dient der Abdeckung von Leuten, die mit ihrem Smartphone durch das Dorf fahren. Das Spektrum mit solch langer Wellenlänge ist zu klein für hohe Datenraten. Letztere sind ja dann auch eher auf 3,6 und 26 GHz geplant, aber niemand baut sowas aufs Land.

Wer 2020 ein Haus baut, muß die Erschließungskosten für die Glasfaser-Strecke in den Baupreis einkalkulieren. Diese Kosten können dann auch schon mal sechsstellig werden. Ob es noch Rohrpost, Telegrafenleitungen oder Feldtelefon am Standort gibt, ist für einen Neubau in diesem Jahrhundert wirklich uninteressant. Das kann man unter "unerschlossenes Grundstück" verbuchen und ist gleichbedeutend mit einem Standort ohne Strom und Wasser.
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  #9  (Permalink
Alt 21.10.2020, 17:25
QWERTZ3 QWERTZ3 ist offline
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Bezüglich Drahtlos-Technik: Doch mit einer Punkt zu Punkt Richtfunkverbindung ist "Festnetzersatz" möglich. Nur wird die auch nicht günstig, sofern da ein professioneller Anbieter und kein Freund/Bekannter mit Kabel oder VDSL/FTTB als "Provider" hintersteckt.

Wenn du sechsstellige Preise für die Erschließung mit FTTB einkalkulieren musst, dann kannst du dir gleich einen anderen Bauplatz suchen. Würde sagen, dass sich mehr als 30.000 Euro extra hinten und vorne nicht lohnen. Bei maximal 2 MBit/s per Telefonleitung vor Ort, wird eine nutzbare (die man anzapfen darf; sprich keine Hauptleitungen) LWL Trasse genau wie durchgängige Leerrohre bis zum nächsten HVT ziemlich weit entfernt sein. Da wird es mit Sicherheit mehr als niedrig sechsstellig werden.

Geändert von QWERTZ3 (21.10.2020 um 17:31 Uhr)
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  #10  (Permalink
Alt Heute, 15:17
Renke83 Renke83 ist offline
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Standard AW: 5G als Festnetzersatz

5G sollte auf jeden Fall stabiler laufen, auch wenn es sich von der Geschwindigkeit nichts nimmt. Wahrscheinlich wird es aber auch ganz schön teuer werden...
__________________
E. Reinecke
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