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Kommentar zum Artikel: Breitbandausbau: Darum fließen Fördermittel nur spärlich
Absurde Situation: 2017 waren im Bundeshaushalt über 689 Millionen Euro zur Förderung des Breitbandausbaus eingeplant. Doch nur ein kleiner Teil der Fördermittel wurde auch tatsächlich ausgezahlt. Wie kann das sein?
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  #11  (Permalink
Alt 14.02.2018, 18:02
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NiteOwl NiteOwl ist offline
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Standard AW: Kommunen sind überfordert

Zitat:
Zitat von zündholz Beitrag anzeigen
Hier in der dünn besiedelten Gegend (Bayern) wird gefördert ausgebaut ohne Ende.
Man kann da gut vergleichen zwischen den Gemeinden, den Providern (die Telekom kriegt hier nur wenige Gebiete ab übrigens) und den eingesetzten Technologien.
In meiner Umgebung gehen gefühlt 98% der Ausbauten an die Telekom, auch Orte, die mit Vodafonekabel schon sehr gut erschlossen sind. Das kommt mir fast schon vor wie Lobbyarbeit für die Telekom.
Zitat:
Wäre alles komplett auf FTTB hinausgelaufen, wäre der Gemeindeanteil auf gut 650.000€ hochgeschnellt. Unbezahlbar.
Gäbe es eine zwingende Vorgabe FTTB auszubauen, wären die Orte hier bis heute noch unterversorgt. Niemand würde am Förderprogramm teilnehmen.
Da sind wohl eher die Förderprogramme falsch ausgelegt, wenn die Eigenanteile der Gemeinden so hoch sind. Bei FTTH/B müssten eben dann 100% gefördert werden. Bei dem "großen Topf" kommt es dann auf ein paar Millionen mehr oder weniger auch nicht mehr an. Für vieles andere, was nicht den Bürgern zugute kommt, hat der Staat auch Geld.
Die letzten Förderprogramme in Bayern sehe ich eher als Unterstützungsmaßnahme für die Telekom und auch andere Anbieter, wenn ich sehe, dass meist vereinzelte VDSL25-Anschlüsse krampfhaft mit Steuergeldern auf VDSL50 angehoben werden sollen, was bei uns im Ort nichtmal gelungen ist. Also das ganze Geld wurde überwiegend "für die Katz" verschwendet.
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  #12  (Permalink
Alt 14.02.2018, 18:26
A1B2C3D4 A1B2C3D4 ist offline
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Standard AW: Kommunen sind überfordert

Zitat:
Zitat von NiteOwl Beitrag anzeigen
In meiner Umgebung gehen gefühlt 98% der Ausbauten an die Telekom, auch Orte, die mit Vodafonekabel schon sehr gut erschlossen sind. Das kommt mir fast schon vor wie Lobbyarbeit für die Telekom.
Die Telekom ist meist der einzige überregionale Anbieter, der ein Angebot abgibt. Außerdem sind DOCSIS 3.0-Gebiete nicht förderfähig.

Zitat:
Zitat von NiteOwl Beitrag anzeigen
Die letzten Förderprogramme in Bayern sehe ich eher als Unterstützungsmaßnahme für die Telekom und auch andere Anbieter, wenn ich sehe, dass meist vereinzelte VDSL25-Anschlüsse krampfhaft mit Steuergeldern auf VDSL50 angehoben werden sollen, was bei uns im Ort nichtmal gelungen ist. Also das ganze Geld wurde überwiegend "für die Katz" verschwendet.
Das Ergebnis in Bayern kann sich sehen lassen. Die Versorgung mit mindestens 30 Mbit/s wurde im ländlichen Raum um mehr als 40 %gesteigert.

http://www.schnelles-internet-in-bay...ericht2017.pdf
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  #13  (Permalink
Alt 14.02.2018, 19:06
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NiteOwl NiteOwl ist offline
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Standard AW: Kommunen sind überfordert

Zitat:
Zitat von A1B2C3D4 Beitrag anzeigen
Die Telekom ist meist der einzige überregionale Anbieter, der ein Angebot abgibt. Außerdem sind DOCSIS 3.0-Gebiete nicht förderfähig.
Von anderen Anbietern ist außer ganz vereinzelt von M-net, was kaum ins Gewicht fällt, hier im größeren Umkreis garnichts zu sehen.
Die besagten Vodafonekabelgebiete wurden überwiegend schon beim letzten Förderprogramm 2012 ausgebaut.
Zitat:
Das Ergebnis in Bayern kann sich sehen lassen. Die Versorgung mit mindestens 30 Mbit/s wurde im ländlichen Raum um mehr als 40 %gesteigert.

http://www.schnelles-internet-in-bay...ericht2017.pdf
Ok, in dem Dokument wird alles natürlich etwas übertrieben dargestellt, wobei auch bisher von dem darin angepriesenen Vectoring "auf Knopfdruck" in den Fördergebieten noch so gut wie nichts angekommen ist, aber insgesamt wurden schon viele ganz abgelegene, vorher völlig abgeschnittene Gebiete inzwischen ausgebaut. In meiner Nähe wüßte ich zumindest kein einziges "Kuhdorf" mehr, das nicht VDSL50 hat. Es scheint jedenfalls unkomplizierter und effektiver im Ablauf zu sein als das Förderprogramm der Bundesregierung.
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  #14  (Permalink
Alt 14.02.2018, 19:07
Silver2 Silver2 ist offline
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Standard AW: Kommunen sind überfordert

Gut dass hier im Norden die Ausschreibungen meist gleich FTTH verlangen oder zumindest 200 MBit/ symmetrisch...
Die Telekom hat hier in Schleswig-Holstein, soweit ich weiß, noch kein einziges Ausbauprojekt der letzten Jahre gewonnen, von ein paar Einzelgemeinden vielleicht mal abgesehen.
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  #15  (Permalink
Alt 14.02.2018, 19:09
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EXP1337 EXP1337 ist offline
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Tja Bayern weiß halt wie es gemacht wird. Okay genügend Geld hatten sie auch. Auf Bundesmittel war man nicht angewießen. Man hat einen guten Mix zwischen FTTC und FTTH hinbekommen der allen Gemeinde schon heute nützt. Weitere 10 Jahre muss man da nicht mehr warten.
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  #16  (Permalink
Alt 14.02.2018, 19:17
wellmann wellmann ist offline
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Standard AW: Kommunen sind überfordert

Ist das bayerische Programm nicht auch eher gestartet?
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  #17  (Permalink
Alt 14.02.2018, 19:24
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EXP1337 EXP1337 ist offline
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Zitat:
Die nun seit Juli 2014 geltende verbesserte Förderrichtlinie bietet die große Chance für Kommunen, sich für die digitale Zukunft zu rüsten. Der Freistaat Bayern verfügt über ein deutschlandweit einmaliges Breitband-Förderprogramm und stellt bis zu 1,5 Mrd. Euro für den Ausbau schnellerer Internetverbindungen bereit.
Zitat:
Das Bundesförderprogramm für den Breitbandausbau ist am 21.10.2015 vom Bundeskabinett beschlossen worden. Seit dem 18.11.2015 können Förderanträge gestellt werden. (Meldung des BMVI zum Start des Förderprogramms)
Ja aber auch nur 1 Jahr und 4 Monate.
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  #18  (Permalink
Alt 14.02.2018, 19:30
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Zitat:
Zitat von EXP1337 Beitrag anzeigen
Tja Bayern weiß halt wie es gemacht wird. Okay genügend Geld hatten sie auch. Auf Bundesmittel war man nicht angewießen. Man hat einen guten Mix zwischen FTTC und FTTH hinbekommen der allen Gemeinde schon heute nützt.
Der Anteil von FTTH ist dabei aber sicher eher unerheblich, auch wenn in dem verlinkten PDF-Dokument von gut 10% die Rede ist. Das kann bei bestem Willien nicht stimmen. In meinem größeren Umkreis sind bestenfalls ein paar einzelne Höfe oder Orte/Ortsviertel mit 50 Einwohnern punktuell mit FTTB/H erschlossen worden.
Zitat:
Weitere 10 Jahre muss man da nicht mehr warten.
Naja, für die meisten heißt es jetzt weiter warten auf FTTH bzw. auf den Einstieg in die von allen Seiten propagierte Gigabit-Gesellschaft, womöglich noch länger als 10 Jahre. Mal sehen, wielange FTTC noch ausreichend bzw. befriedigend sein wird. Alle anderen noch nicht ausgebauten Gebiete außerhalb Bayerns bekommen ja vielleicht jetzt durch die tolle neue Bundesregierung in der nächsten Zeit FTTH, wodurch dann Bayern wieder abgehängt wäre, außer die bereits ausgebauten FTTC-Gebiete wären dann auch gleich wieder förderfähig, was ich aber nicht glaube. Da müsste man schon dann wirklich mindestens 500 Mbit/s als Mindestbandbreite festlegen, damit auch Supervectoring und andere "Kupferaufmotztechnologien" vom Tisch wären.
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  #19  (Permalink
Alt 14.02.2018, 19:39
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EXP1337 EXP1337 ist offline
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Ich persönlich finde es auch Schwachsinn bestimmte Technologien zu Fördern. Was hinten raus kommt ist entscheidend.

Jede Körperschaft soll doch entscheiden welche Bitraten man haben möchte.

Man sollte sich lieber mal drum kümmern das TKG zu verbessern um Ausbau-Verweigern privater und öffentlicher Hand mal Einhalt zu gebieten.
Zusätzlich braucht es mit der Tiefbau und TK-Montagebranche einen Dialog. Die angepeilten 12 Mrd. kann man never ever in Deutschland bis 2025 verbuddeln. Dazu fehlen Fachkräfte, Genehmigungs/Förderverfahren kosten zu viel Geld und Zeit und es gibt zwischen allen Infrastrukturen keinen Masterplan.

Tja irgendwie ist das Problem hausgemacht. Erst wird die ganze Branche privatisiert und jetzt geht man nicht mal die Schritte im Bund die Kompetenzen zu bündeln um mal halbwegs das Thema zielführend zu begleiten.
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