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Kommentar zum Artikel: Bundesnetzagentur plant "Regulierung light" für Glasfaser
Die Bundesnetzagentur will den Zugang zu den Glasfasernetzen der Telekom nicht vorab regulieren und sich im Vergleich zur Regulierung der Kupfernetze deutlich zurückhalten. Die Telekom muss Wettbewerbern aber einen diskriminierungsfreien Zugang zu ihren Netzen gewähren. Der Verband VATM drängt auf eine strenge Missbrauchskontrolle.
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  #1  (Permalink
Alt 14.10.2021, 21:51
Benutzerbild von w.erik
w.erik w.erik ist offline
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Standard Und wenn nicht die Telekom baut?

Auch beim Ausbau durch einen Wettbewerber entsteht ja quasi ein neues Monopol, wenn die Leistung des Telekom-Kupfernetzes nicht oder nicht mehr ausreicht. Von der Möglichkeit, dass sich auch hier andere Anbieter einmieten können, ist in dem Artikel gar keine Rede. Dabei ist die Telekom derzeit nicht der größte Betreiber von FTTH-Netzen. Sehr eigenartig diese Agentur.
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  #2  (Permalink
Alt 15.10.2021, 15:42
frank_m frank_m ist offline
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Standard AW: Und wenn nicht die Telekom baut?

Bei privatwirtschaftlichem Ausbau ist das wohl so. Wer die Kohle investiert, entscheidet am Ende auch, wer auf die Leitung kommt (als Anbieter).

Außerdem haben sich auch so einige Netzbetreiber zu open access comitted, aber ob die Preise für andere Anbieter attraktiv sind, kann ich nicht beurteilen. So richtig viel sieht man nicht auf der Front.

Bei gefördertem Ausbau sieht das möglicherweise anders aus.
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  #3  (Permalink
Alt 15.10.2021, 17:22
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w.erik w.erik ist offline
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Standard AW: Und wenn nicht die Telekom baut?

Ein Argument wäre vielleicht, dass es nicht im großen Stil zu Doppelausbauten kommt. Für den Kunden sicher attraktiv, aber wirtschaftlich gesehen wäre das unsinnig.
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  #4  (Permalink
Alt 15.10.2021, 19:33
h275 h275 ist offline
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Standard AW: Und wenn nicht die Telekom baut?

Zitat:
Zitat von w.erik Beitrag anzeigen
Dabei ist die Telekom derzeit nicht der größte Betreiber von FTTH-Netzen.
Was die Verfügbarkeit (Homes Passed) angeht, sicher schon. Wer sollte es sonst sein?

Die Telekom hat ja ihrerseits schon mehrere Kooperationen insbesondere mit Stadtwerken abgeschlossen, deren Netz sie zukünftig nutzen will. Interessanterweise ist da auch öfter davon die Rede, dass die Telekom dabei ihre Wholesale-Partner mitbringt, wie in diesem Beispiel. Heißt, wenn ich das richtig verstehe: auch Vodafone, Telefonica und 1&1 werden mittels ihrer Verträge mit der Telekom dort zukünftig FTTH-Tarife anbieten können.
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  #5  (Permalink
Alt 15.10.2021, 20:16
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w.erik w.erik ist offline
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Standard AW: Und wenn nicht die Telekom baut?

OK, inzwischen hat die Telekom wohl aufgeholt, immerhin sitzt sie in vielen Städten auf einem großen Leerrohrnetz.
Zitat:
auch Vodafone, Telefonica und 1&1 werden mittels ihrer Verträge mit der Telekom dort zukünftig FTTH-Tarife anbieten können
Das hört sich gut an. Bin gespannt, wie der Markt in einigen Jahren aussieht. Vorerst ist es ein Vorteil hier auf dem Land, dass man bald eine Alternative zu den DSL-Anbietern auf dem Telekom-Draht hat. Bei Ausbau durch die Telekom selber ist das ja wieder keine Konkurrenz.
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  #6  (Permalink
Alt 15.10.2021, 20:30
h275 h275 ist offline
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Standard AW: Und wenn nicht die Telekom baut?

Zitat:
Zitat von w.erik Beitrag anzeigen
OK, inzwischen hat die Telekom wohl aufgeholt, immerhin sitzt sie in vielen Städten auf einem großen Leerrohrnetz.
Gegenüber wem denn?
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  #7  (Permalink
Alt 15.10.2021, 20:53
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robert_s robert_s ist offline
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Standard AW: Und wenn nicht die Telekom baut?

Zitat:
Zitat von h275 Beitrag anzeigen
Die Telekom hat ja ihrerseits schon mehrere Kooperationen insbesondere mit Stadtwerken abgeschlossen, deren Netz sie zukünftig nutzen will. Interessanterweise ist da auch öfter davon die Rede, dass die Telekom dabei ihre Wholesale-Partner mitbringt, wie in diesem Beispiel. Heißt, wenn ich das richtig verstehe: auch Vodafone, Telefonica und 1&1 werden mittels ihrer Verträge mit der Telekom dort zukünftig FTTH-Tarife anbieten können.
Bläch, wieder ein Telekom-Technikmonopol, bei dem die Telekom schon Schwierigkeiten bekommt, noch Zulieferer für ihre Uralttechnik zu finden? Bei dem sich PPPoE wohl länger halten wird als die Berliner Mauer?

Ich kann nur hoffen, dass sich noch andere FTTH-Netzbetreiber finden, die der Telekom zeigen, dass man aus der Glasfaser auch mehr machen kann als "Einwahlanschlüsse für Analogmodems, nur auf anderem Medium und mit etwas höherer Geschwindigkeit".
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  #8  (Permalink
Alt 15.10.2021, 22:58
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w.erik w.erik ist offline
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Standard AW: Und wenn nicht die Telekom baut?

Zitat:
Zitat von h275 Beitrag anzeigen
Gegenüber wem denn?
Meine Google-Suche nach FTTH/B Marktanteilen war wenig erhellend, ich kann nur sagen, dass Stadtnetzbetreiber und neue nur-Glasfaser-Provider schon länger medial und tatsächlich aktiv sind, während die Telekom ihr anfängliches FTTH-Programm wegen mangelnder Nachfrage stoppte, um erst mal Vectoring(*) auszurollen. Das erweckt den Eindruck, die Telekom habe da Nachholbedarf. Da jetzt auch die Deutsche Glasfaser hier und in etlichen Nachbargemeinden ausbaut, verstärkt sich dieser zugegeben subjektive Eindruck weiter.

(*) was unser Glück war, weil sonst Homeoffice in Größenordnungen in den letzten 1,5 Jahren noch nicht oder nur schlecht möglich gewesen wäre.
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  #9  (Permalink
Alt 16.10.2021, 10:40
h275 h275 ist offline
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Standard AW: Und wenn nicht die Telekom baut?

Zitat:
Zitat von w.erik Beitrag anzeigen
Meine Google-Suche nach FTTH/B Marktanteilen war wenig erhellend, ich kann nur sagen, dass Stadtnetzbetreiber und neue nur-Glasfaser-Provider schon länger medial und tatsächlich aktiv sind,
Schon richtig, nur sind das eben viele kleinere Anbieter. Und es ging ja um die Frage wer der größte Betreiber eines FTTH-Netzes ist.

Als größter Anbieter (nach der Telekom) gilt meist die Deutsche Glasfaser. Die kam Ende 2020 auf knapp 1 Mio Haushalten "Homes Passed". Die Telekom war zum gleichen Zeitpunkt bei etwas mehr als 2 Mio.

Laut dem Verband der Telekom-Wettbewerber VATM hatte die Telekom bei FTTB und FTTH zusammen Ende 2020 einen Anteil von etwa 37% (Seite 7). Nimmt man bei der Telekom die offizielle Zahl von 2,2 Mio HH waren es 40%. Bei der Betrachtung reiner FTTH-Anschlüsse dürfte es für die Telekom noch etwas günstiger aussehen.

Zitat:
während die Telekom ihr anfängliches FTTH-Programm wegen mangelnder Nachfrage stoppte
Wenn sie es wirklich gestoppt hätte dann wäre die Situation heute sicher anders. Aber es wurde ja weiter ausgebaut, nur eben mit niedriger Priorität.

Heute veröffentlich die Telekom ihre FTTH-Ausbauzahlen im Monatstakt, für die letzten 10 Jahre sind die Informationen spärlicher. Aber es gibt doch einige Datenpunkte. So waren es im Mai 2015 knapp 500.000 Haushalte, Ende 2017 knapp 700.000 Haushalte, und Mitte 2019 etwa 1,1 Mio Haushalte. Die DG kam Mitte 2019 zum Vergleich auf 500.000 HH.

Dass die Telekom trotz Fokussierung auf FTTC mehr FTTH ausgebaut hat als der nächstgrößte FTTH-Wettbewerber liegt natürlich an der unterschiedlichen Größe der Unternehmen. Die Telekom hat sicher Glück gehabt dass die beiden größten Konkurrenten, Telefonica und Vodafone (hinter denen ja auch große internationale Telekommunikationskonzern stecken) die letzten Jahre da noch weniger Aufwand reingesteckt haben. Aber zumindest Telefonica wird jetzt auch aktiv.
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  #10  (Permalink
Alt 16.10.2021, 13:40
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w.erik w.erik ist offline
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Standard AW: Und wenn nicht die Telekom baut?

Danke für die Infos. Solche Zahlen sind tatsächlich schwer zu recherchieren, und die Statistiken geben immer nur den Glasfaser-Anteil an den Breitbandanschlüssen oder den Haushalten (ohne Angabe des Betreibers) an. Dabei werden sogar oft die Vodafone-Kabelanschlüsse, die wie DSL nur außerhalb der Gebäude über Glasfaser realisiert sind, mit in den Topf geschmissen.
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