#11  (Permalink
Alt 24.01.2021, 18:36
PrinzPoldi PrinzPoldi ist offline
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Schönes Bastelprojekt

Googelt man eine von den Rufnummern auf der Blacklist, findet man gleich PDFs anderer Telcos, praktisch
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  #12  (Permalink
Alt 25.01.2021, 12:42
Wechsler Wechsler ist offline
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Zitat:
Zitat von PrinzPoldi Beitrag anzeigen
Weißt du noch, welcher Terminal-Adapter das war? An der Fritzbox lässt sich ja nichts einstellen (Codec, Rauschunterdrückung ein/aus etc)
War ein AVM-Teil aus der Reihe Fritz!X. PCM-Wandlung des analogen Modemsignals in der Box, Übergabe des Datenstroms per S0-Bus an den PC, dann weiter per SIP/RTP. Dinge wie Rauschunterdrückung oder Codecs zum Einstellen gab es da so wenig wie an den POTS-Ports des EWSD.

Warum das so gut funktioniert hat, lag seinerzeit darin begründet, dass nur ein kleiner Teil der Strecke VoIP war (von mir zum VoIP-Anbieter) und der Rest dann wieder ISDN. Was vom S0 in den PC ging und von dort weiter ins Internet ging, wurde auf PMX-Anschlüssen des VoIP-Anbieters wieder ins digitale Telefonnetz eingespeist, von dort ging es dann klassisch per ATM weiter zum PoP des ISP. Genauso problemlos hat seinerzeit natürlich auch Fax-over-IP funktioniert, ganz ohne T.38.

Aber genau diese Netz-Infrastruktur existiert inzwischen nicht mehr.
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  #13  (Permalink
Alt 25.01.2021, 18:30
talk talk ist offline
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Hallo zusammen,

Zitat:
Zitat von PrinzPoldi Beitrag anzeigen
Einwahl erfolgte an einem "ex Unitymedia/jetzt Vodafone West" DOCSIS Anschluss mit der Fritzbox 6591, Analogport war auf Typ "Faxgerät" gestellt.
Mit einem Unitymedia-Anschluß kannst Du die altbekannten Internet-by-Call-Einwahlnummer (019xy) leider nicht nutzen, selbst falls da noch welche existieren sollten.

Die Ortseinwahlnummern verloren schon um das Jahr 2005 herum - nachdem das kostenlose sonntägliche XXL-Surfen nicht mehr möglich war - ihre Bedeutung und wurden daher teilweise schon damals eingestellt. Von daher dürfte es heutzutage mit spontanen Einwahltests schwierig werden, wenn die Arcor-/Vodafone-Einwahlnummern keinen wirklichen Erfolg bringen.

Eventuell spielt das Routing der Anrufe zwischen Ex-Unitymedia und Ex-Arcor auch eine Rolle - selbst wenn inzwischen beides "eine Familie" ist, sind das ja immer noch getrennte Telefonie-Netze.

Zitat:
Zitat von PrinzPoldi Beitrag anzeigen
Von den Einwahlnummern hatte ich die Hamburger auch die Stuttgarter Nummer angewählt, auch hier Connect mit 12000. An welcher VOIP Hardware hattest du dein Modem hängen?
Das Modem hing an einer analogen Nebenstelle einer alten Eumex-ISDN-Anlage, die wiederum an den S0-Bus einer Fritzbox 7490 angeschlossen war.

Konfigurationsmöglichkeiten hat man selbst kaum, außer vielleicht wie bei Dir eine analoge Nebenstelle in der Fritzbox als Fax zu konfugurieren (bei mir war nicht mal das möglich, weil ich ja keinen analogen Port der Fritzbox genutzt hatte, sondern ihren S0-Bus).

In der Praxis dürfte das aber keinen wesentlichen Unterschied machen, die Fritzbox erkennt meines Wissens automatisch, wenn eine Fax- bzw. /Modemverbindung aktiv ist und verhält sich dann beim Jitter Buffer, etc. anders.

Zitat:
Zitat von Wechsler Beitrag anzeigen
Kommt drauf. Vor 15 Jahren habe ich V.90-Verbindungen über VoIP hergestellt. Terminal-Adapter mit PCM-Kodierung, G.711a-Kodierung läßt dann die üblichen 49.333 bps übrig und beim VoIP-Anbieter dann Übergabe des Datenstromes ins ISDN (ATM). Solange der Jitter auf dem IP-Layer stimmte, gab es da keinen Unterschied.
Falls wir hier vom Telekom ISDN-Netz reden: Das war meines Wissens kein ATM-Netz, sondern gewöhnliches SDH / PDH, was für das Thema Latenz / Jitter vielleicht noch etwas besser war.

Wenn (laut Deinem anderen Posting), die Umsetzung von ISDN zu VoIP bei Dir im PC erfolgte: War das eine Lösung mit Asterisk o.ä.? Verursachte die gleichzeitige Nutzung des PCs für andere Anwendungen da keinen Jitter, wenn noch normaler Best-Effort-IP-Traffic mit auf die Leitung kam?

Wie oben schon angesprochen, spielte das Routing im Festnetz bei Fax-/Modemverbindungen auch eine Rolle: Verbindungen zwischen Nicht-Telekom-Carriern liefen schon zu PSTN-Zeiten teilweise abenteuerliche Wege (inkl. VoIP), um nach Möglichkeit nicht den teuren Transit-IC in Fremdnetze bei der Telekom zahlen zu müssen.

Zitat:
Zitat von Wechsler Beitrag anzeigen
Heute dürfte eher das Problem sein, die übriggebliebenen PoPs überhaupt noch über einen transparenten Datenstrom zu erreichen, denn das frühere ATM-Netz ist ja weg. Insofern wären SIP-Adressen für Experimente nützlicher als geographische Telefonnummern.
Hattest Du bei Diskussionen zum Thema Fax über VoIP nicht schon mal die Meinung vertreten, daß durchgehendes VoIP besser sein kann, als (mehrere) Wandlungen zwischen PSTN und VoIP in der Routingkette? Oder war das speziell mit Bezug auf T.38 gemeint?

cu talk
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  #14  (Permalink
Alt 25.01.2021, 22:27
Benutzerbild von Meester Proper
Meester Proper Meester Proper ist offline
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Zitat:
Zitat von talk Beitrag anzeigen
Erstaunlich, daß man die Liste überhaupt solange genutzt und sogar auch noch regelmäßig aktualisiert hat. Das Aufkommen an Analog-/ISDN-Datenverbindungen dürfte durch den Siegeszug von DSL, Kabel Internet und VPN-Verbindungen doch inzwischen nur noch marginal gewesen sein. Immerhin hat die Telekom sich bei anderen Spezialdiensten hinter Ortseinwahlnummern nicht so angestellt wie z.B. 1&1, wo ja auch Konferenzdienste, Calling-Card-Einwahlen, etc. von der Flatrate ausgeschlossen waren (dort wurde diese Praxis meines Wissens inzwischen auch beendet).
Tatsächlich gibt es wohl bis heute "M2M"-Dienste, die über eine Modem-Verbindung eine Internetverbindung herstellen und damit Daten übertragen, wie bspw. Zählerstände (von Pumpen) oder sonstige Daten. Das Konstrukt muss wohl auch noch über MSAN-POTS funktionieren...
__________________
Zitat:
Consumers have only limited interest in NGA at present – incremental willingness to pay (WTP) for ultra-fast broadband is at most only about € 5 per month, which is nowhere near enough to fund the initial investment needed in most parts of the national territory.
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  #15  (Permalink
Alt 26.01.2021, 23:22
PrinzPoldi PrinzPoldi ist offline
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macht mir schon wahnsinnig Spaß, mit der alten analog Modem Technik von damals rumzuspielen.
Update hierzu: mit anderen Gerätschaften gehen dann auch V90/V92 Verbindungen am Unitymedia/Vodafone West Kabelinternet VOIP. folgendes kam zum Einsatz:

- Zyxel IAD 5501(hat Analog und ISDN Bus, in der Box lassen sich Echo und Rauschunterdrückung explizit ausschalten, als SIP Client hinter der Kabel Fritzbox 6591 verbunden

- alte Fritz!X 3.0 ISDN Telefonanlage (zum Test, lag noch rum)

- USRobotics Courier V.Everything: Auf der Suche nach einem "HighendModem" von damals bei Ebay fündig geworden, Foreneinträge von Ende der 90er stimmen: Das Teil ist der Hammer selbst die DTMF Töne plus der Handshake aus dem Modemlautsprecher beim Verbindungsaufbau wirken nicht nervig übersteuert wie sonst, sondern richtig angenehm.

Angewählt wurde jeweils der Arcor Internet Hamburg:

Courier an der Kabel Fritzbox 6591 direkt:
CONNECT 14400/ARQ/V32/LAPM/V42BIS

Courier (OriginalFirmware aus 2000) an der Zyxel 5501:
CONNECT 50666/ARQ/V90/LAPM/V42BIS

Courier am Analogport der Fritz!X hinter Zyxel am ISDN:
CONNECT 36000/ARQ/V90/LAPM/V42BIS

Courier Zyxel Analogport nach Firmwareupdate V92 fähig:
CONNECT 42666/V92/NONE
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  #16  (Permalink
Alt 27.01.2021, 00:12
Wechsler Wechsler ist offline
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Zitat:
Zitat von talk Beitrag anzeigen
Wenn (laut Deinem anderen Posting), die Umsetzung von ISDN zu VoIP bei Dir im PC erfolgte: War das eine Lösung mit Asterisk o.ä.? Verursachte die gleichzeitige Nutzung des PCs für andere Anwendungen da keinen Jitter, wenn noch normaler Best-Effort-IP-Traffic mit auf die Leitung kam?
Natürlich.

Zitat:
Hattest Du bei Diskussionen zum Thema Fax über VoIP nicht schon mal die Meinung vertreten, daß durchgehendes VoIP besser sein kann, als (mehrere) Wandlungen zwischen PSTN und VoIP in der Routingkette? Oder war das speziell mit Bezug auf T.38 gemeint?
Ja, das wäre auch heute auch für andere Modem-Experimente das beste. Seinerzeit wurde (zumindest innerhalb Deutschlands) der G.711a-Datenstrom in den meisten Fällen bitidentisch ans Ziel gebracht, egal über welche Netz-Topologien. Für "günstige" VoIP-Routings war es da noch etwas zu früh.
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  #17  (Permalink
Alt 25.03.2021, 15:10
ConiKost ConiKost ist offline
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Zitat:
Zitat von PrinzPoldi Beitrag anzeigen
Kann man sich mit einem Modem heute noch sonst wo einwählen? Mailboxen scheinen ja alle schon lange dicht.

Aber sicher. Die Blup BBS ist anwählbar.
-> https://www.blup-bbs.de/
__________________
ISP: Telekom MagentaZuhause XL (SV-VDSL 250) / Leitungslänge ~ 170 Meter
Router: Supermicro A1SRM-2758F (Gentoo Linux) + Draytek Vigor 165 (4.2.3_MDM2) @ Broadcom 194.80 @ BNG
VoIP: Gigaset N510 IP Pro (Firmware 42.254), 2x Cisco SPA112 2-Port Phone Adapter (Firmware 1.4.1 SR5)
Handset:
Gigaset SL750H Pro (Firmware 116.076.02)
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  #18  (Permalink
Alt 25.03.2021, 18:04
talk talk ist offline
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Hallo zusammen,

Zitat:
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Tatsächlich gibt es wohl bis heute "M2M"-Dienste, die über eine Modem-Verbindung eine Internetverbindung herstellen und damit Daten übertragen, wie bspw. Zählerstände (von Pumpen) oder sonstige Daten. Das Konstrukt muss wohl auch noch über MSAN-POTS funktionieren...
Gerade vor dem Hintergrund dieser M2M-Anwendungen wundert es mich, daß man dem Thema "Modem-over-IP" bzw. "ISDN-Data-over-IP" in der Branche doch oftmals relativ wenig Beachtung geschenkt hat.

Da ist es erfreulich, daß die Telekom in den entsprechenden Schnittstellenbeschreibungen, etc. an Spezial-Standards wie V.152 (Modem) und RFC4040 / Clear Channel (ISDN) gedacht hat. Die Frage ist aber, ob man als Endkunde wirklich die Chance hätte, eine nicht funktionierende Modem-Verbindung über den Telekom-Support entstören zu lassen, wenn es z.B. vor der Umstellung von Analog/ISDN zu IP keine Probleme gab, danach aber schon. Letztlich besteht für den Kunden dann immer das Risiko, daß das Problem im Extremfall zwischen Netzbetreiber des Anrufers, Netzbetreiber des Angerufenen, den Herstellern der beteiligten Router/IADs/Gateways und den Nutzern selbst hinundher geschoben wird.

Das vor geraumer Zeit hier im onlinekosten.de-Forum und im Telekom-Hilft-Forum diskutierte Faxproblem mit T.38 war ja ein Beispiel dafür, wie knifflig ein VoIP-Problem werden kann.

Zitat:
Zitat von PrinzPoldi Beitrag anzeigen
macht mir schon wahnsinnig Spaß, mit der alten analog Modem Technik von damals rumzuspielen.
Update hierzu: mit anderen Gerätschaften gehen dann auch V90/V92 Verbindungen am Unitymedia/Vodafone West Kabelinternet VOIP. folgendes kam zum Einsatz:
Ja, US Robotics war/ist schon eine feine Marke. Habe ich in den 90er Jahren selbst genutzt. Modems von US Robotics sind auch heute noch neu erhältlich!

Ein "Hintereinanderschalten" von Router, ISDN-Anlage und Modem ist durchaus anspruchsvoll, da so gleich mehrere Umwandlungen zusammenkommen. Der Betrieb eines 56k-Modems an der analogen Nebenstelle einer ISDN-Anlage konnte auch früher zu seeligen ISDN-Zeiten teilweise problematisch sein - je nach Güte des a/b-Wandlers.

Die unterschiedlichen Ergebnisse Deines Tests können auch auf verschiedene Routings o.ä. zurückzuführen sein. Für ein aussagefähiges Ergebnis müßte man daher im Grunde jede Kombination mehrfach testen.

cu talk
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  #19  (Permalink
Alt 25.03.2021, 20:17
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Zitat:
Zitat von talk Beitrag anzeigen
Das vor geraumer Zeit hier im onlinekosten.de-Forum und im Telekom-Hilft-Forum diskutierte Faxproblem mit T.38 war ja ein Beispiel dafür, wie knifflig ein VoIP-Problem werden kann.
Und dann kommt es zu den üblichen Tips wie "T.38 ausschalten" - bis man dann auf einen Faxanschluß stößt, der nur T.38 spricht.

Es zeigt aber schön, daß Telcos mit ihren eigenen überkomplexen Protokollen überfordert sind. Daß E-Mail seit den 1970ern überhaupt störungsfrei funktioniert, ist nur dem Simple Mail Transfer Protocol (SMTP) zu verdanken.
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