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Alt 20.03.2020, 18:21
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schizo schizo ist offline
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Standard Stromanbieterwechsel bei Zweizählertarif (Nachtspeicher)

Hallo zusammen,


das Thema passt zwar nicht wirklich ins Forum, aber vielleicht kennt sich ja jemand aus. Hier sind ja immer Allrounder unterwegs.


Meine Eltern haben eine Nachtspeicherheizung. Der Zähler hat eine Nummer aber zwei Zählwerke HT/NT und wurde beim Grundversorger auch so abgerechnet. Jetzt wollte ich zu Montana Strom wechseln, die preislich sehr attraktiv waren.
Allerdings erreichte mich jetzt 2 Wochen vor dem Wechseltermin eine Nachricht mit folgenden Passus:



Zitat:
]Ihr Netzbetreiber hat uns bei der Netzanmeldung Ihres Stromzählers XXXX übermittelt, dass dieser über das Zählverfahren E24 / gemeinsame Messung abgerechnet wird.



Damit ist auch ein anderer Tarif verbunden, der preislich total unattraktiv ist. Die Hotline sagte mir, dass der aktuelle Zähler beim Netzbetreiber nicht als Wärmezähler registriert sei - was auch immer das bedeutet. Zumindest habe ich den Wechsel erstmal widerrufen.
Kann jemand von euch erklären, was es mit E24 (gemeinsame Messung) auf sich hat und wie man das ggf. ändern kann?
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Alt 20.03.2020, 18:36
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damitschi damitschi ist offline
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Standard AW: Stromanbieterwechsel bei Zweizählertarif (Nachtspeicher)

Das ist ein Zähler, wo Deine Eltern den "günstigen NT/Nachtstrom" nicht nur für das Aufladen ihrer Nachtspeicherheizung nutzen, sondern zum gleichen Preis wird auch der normale Licht-/Haushaltsstrom abgerechnet.

Ansonsten hätten sie zwei Zähler und auch doppelte Grundgebühren zu zahlen, dann könnte man mit beiden Zählern auch zu anderen Anbietern wechseln.

Das mit der "gemeinsamen Messung" wurde damals für "Ferienwohnungen" so gehandhabt, damit die Kunden, die dort halt vielleicht 2 Mon./Jahr verbringen, keine zwei getrennten Zähler bezahlen müssen, da der Verbrauch an sich ja eh relativ niedriger ist als der im normalen Haushalt. War früher jedenfalls so.

Ändern könnte das wenn denn dann ein eingetragener Elektriker, der dafür den Haushalts-Stromkreis auf den neuen/zusätzlichen Stromzähler umlegen muss.
Aber bis man da die anfallenden Kosten durch zwei Anbieterwechsel wieder drin hat, dass kann wohl dauern.

Da spart man meiner Meinung nach eher, wenn man den/die Durchlauferhitzer auf eine vernünftig angepasste Temperatur runterregelt, denn keiner duscht mit 60 Grad.
Warum also das Wasser erst über Strom (ca. 27.000-30.000 Watt) auf 60 Grad erhitzen und unter der Dusche mit Kaltwasser auf Dusch-Temperatur herunterkühlen!

Nach Nachtspeicherheizung kommen die Durchlauferhitzer, dann die Unterhaltungselektronik (PC/PS4/PS3 usw.). Da macht Beleuchtung einen weit geringeren Anteil aus, außer, man hat noch alte Heizbälle/Glühbirnen, die aus Strom ca. 95% Wärme/Hitze und nur 5% Helligkeit erzeugen.

Dann wurden Staubsauger und Kaffeemaschinen staatlich begrenzt auf weniger Leistungsaufnahme bzw. verbot oder Abschaltung von Warmhalteplatten.
Irgendwann kommt noch der Fön dran, da wohl auch dieses Haushaltsgerät zu denjenigen gehört, die annähernd zur gleichen Zeit Deutschlandweit auf einmal genutzt werden UND dafür muss entsprechend Strom vorgehalten werden, damit jeder seinen Kaffee kochen kann, Licht hat und z.B. Samstag Vormittags seine Wohnraum durchsaugen kann, OHNE, dass im AKW die Hamster im Akkord ihr Laufrad in Richtung "Bierflasche" antreiben müssen, wer sich an die damalige Werbung noch erinnern mag... ;-)
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Geändert von damitschi (20.03.2020 um 18:48 Uhr)
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  #3  (Permalink
Alt 20.03.2020, 18:44
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schizo schizo ist offline
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Standard AW: Stromanbieterwechsel bei Zweizählertarif (Nachtspeicher)

Vielen Dank für die gute Erklärung!
Ich hatte letztes Jahr schonmal den Anbieter gewechselt. Auch da wurde mir mitgeteilt, dass der ursprünglich bestellte Tarif nicht verfügbar sei und es wurde ein anderer angeboten - auch mit HT/NT. Da dieser immer noch wesentlich günstiger war, hatten wir dem damals zugestimmt.
Die Alternative von Montana ist jetzt aber teurer als ein Tarif beim Grundversorger, daher lohnt das nicht.
Gibt es denn Vergleichsportale die E24 berücksichtigen?


EDIT:
Sehe gerade, dass ich wohl bei den einschlägigen Portalen den Vergleich nur falsch verwendet habe. Das erklärt natürlich einiges und ich muss mir an die eigene Nase fassen.

Geändert von schizo (20.03.2020 um 18:51 Uhr)
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  #4  (Permalink
Alt 21.03.2020, 10:24
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Standard AW: Stromanbieterwechsel bei Zweizählertarif (Nachtspeicher)

Nicht jeder Stromanbieter kann Dir einen vergünstigten Tarif für Nachtspeicher anbieten. Die Zählwerke für den Strom schalten entsprechend um.
In schlimmsten Fall bezahlst Du beim "falschen Ausfüllen des Formulars" auch für den NT-Tarif das gleiche wie für den HT-Tarif, soll heißen die berechnen Dir für Haushaltsstrom wie für Heizstrom den gleichen Preis pro Kilowattstunde (also bsp. 31 ct/kWh.)
Das ist meinem Neffen mal passiert und er sollte € 4.000 für den JahresStrom bezahlen.
Aus der Nummer kommt man nur dann raus, wenn in den AGBs reregelt ist, dass kein vergünstigter Preis für Nachtstrom angeboten wird. Dann ist ein Stromliefervertrag nicht rechtskräftig zustandegekommen und der Stromlieferant kann den vollen Preis nicht berechnen und der Kunde muss den nicht bezahlen.
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  #5  (Permalink
Alt 22.03.2020, 22:10
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Standard AW: Stromanbieterwechsel bei Zweizählertarif (Nachtspeicher)

Zitat:
Zitat von damitschi Beitrag anzeigen
Warum also das Wasser erst über Strom (ca. 27.000-30.000 Watt) auf 60 Grad erhitzen und unter der Dusche mit Kaltwasser auf Dusch-Temperatur herunterkühlen!
Wegen Legionellen.

Durch den Mischvorgang wird dann dementsprechend auch weniger von dem erhitzen Wasser benötigt, von daher sollte das einigermaßen verschmerzbar sein.
"Schlimmer" ist es wenn keine Stichleitungen sondern Zirkulationsleitungen (mit Zirkulationspumpe) vorhanden sind, dann sind die Verluste dadurch bei höheren Temperaturen entspr. größer. Aber gerade dann kommt man aufgrund der Legionellenbildung in den Zirkulationsleitungen nicht um 60°C Warmwassertemperatur im Speicher herum.
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