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Kommentar zum Artikel: Bundesnetzagentur: Hohe Frequenzpreise keine Gefahr für 5G-Ausbau
Die Summe der Gebote für die 5G-Frequenzen bei der Auktion der Bundesnetzagentur nähert sich der Marke von sechs Milliarden Euro. Der Präsident der Netzagentur geht dennoch nicht von negativen Folgen für den Ausbau des 5G-Netzes aus.
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  #31  (Permalink
Alt 19.05.2019, 23:13
pufferueberlauf pufferueberlauf ist gerade online
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Zitat:
Zitat von xdjbx Beitrag anzeigen
Wunschdenken ja, weil es ideal wäre, aber nicht realitätsfern...
Ich verstehe immer noch nicht woran Du die Idealitaet fest machen möchtest, privaten Unternehmen (temporaere) Monopole (exklusive Nutzungsrechte fuer eine begrenzte Ressource) umsonst zukommen zu lassen. Nur um das klar zu machen eine solche kostenlose Ueberlassung an sich ist nicht realitätsfern, was realitätsfern ist ist Deine entzückend naive Vorstellung wie die Planung von Ausgaben im echten Leben in grossen Unternehmen abläuft.
Zitat:
Zitat von xdjbx Beitrag anzeigen


Übrigens, weil hier nach Beispielen gefragt wurde... schaut euch doch einfach mal an wie es bei der Versteigerung der UMTS Lizenzen gelaufen ist..
da haben die Netzbetreiber jahrelang noch zu knabbern gehabt und es gab sogar fast Insolvenzen...
Ja und, in Deinem Model hätten die doch genausoviel ausgegeben nur halt mehr fuer den Ausbau, aber die Kosten warren die gleichen geblieben. Interessanterweise haben die Unternehmen ja bei den Auktionen 2010 und 2015 (und jetzt 2019) deutlich vorsichtiger geboten als im Jahr 2000, kann schon sein, dass die sich 2000 etwas ueberhoben haben, aber das ist normales unternehmerisches Risiko...
Zitat:
Zitat von xdjbx Beitrag anzeigen

und wenn die Ausbauverpflichtung nicht eingehalten wird, müssen die Frequenzen wieder abgegeben werden...
Wie gesagt es wird Ende 2019 spannend, weder Telekom, Vodafone, noch Telefonica/O2 haben bis jetzt ihre Ausbauverpflichtung erfüllt, wir werden also sehen, was die BNetzA dann machen wird.
IMHO werden die einen "Klapps auf die Finger bekommen" und z.B. ein weiteres Jahr um die Ziele zu erreichen, da alle ja erkennbar ausgebaut haben (und weil härtere Massnahmen sicherlich auch zu langen gerichtlichen Auseinandersetzungen führen würden). Das sieht anders aus, wenn jemand gar nicht ausbaut wie in Deinem Quam Beispiel...
Uebrigens https://www.heise.de/newsticker/meld...r-2778571.html heise ist doch respektabel genug, dass man sich schaemen muss einen Link zum Artikel zu posten
Zitat:
Zitat von xdjbx Beitrag anzeigen

und ich bin nicht Alleine mit meiner Meinung.... so realitätsfern ist sie also nicht...
Also im ernst, "Der norddeutsche Mobilfunkprovider hatte sich mit seinem Partner France Télécom überworfen und mit den Netzkosten übernommen" da rieche ich mehr als nur (zu) hohe UMTS-Lizenzkosten, ob da kostenlose Lizenzen etwas geaendert haetten moechte ich bezweifeln. Ausserdem ist ja gar nicht zur Insolvenz gekommen, oder?
Zusaetzlich fuehrt Heise als Grund fuer die hohe ENdsumme folgendes an
"Dass die Gebote durch die Decke gingen, war aber nicht nur dem Dotcom-Boom geschuldet. Das Establishment, zuvorderst die Telekom und Mannesmann, hatte kein Interesse an einem weiteren Wettbewerber auf dem Milliardenmarkt Mobilfunk. Als Debitel das Handtuch warf, hätten sich die sechs verbliebenen Teilnehmer die Lizenzen auch aufteilen können. Doch die Netzriesen trieben die Gebote weiter hoch, um Neulinge draußen zu halten."
D.h. aus Sicht der handelnden gab es ausser Lizenz- und Ausbaukosten noch weitere Gesichtspunkte welche die Gebotshoehen beeinflusst haben...
Zitat:
Zitat von xdjbx Beitrag anzeigen


Kurzer Faktencheck wie von pufferüberlauf gefordert:

In Frankreich wurden die Lizenzen nach meinem Modell schon mehrfach gegen eine vergleichweise "kleine" Gebühr vergeben... hat auch geklappt... und wird wieder klappen, warum sollte das in D nicht funktionieren?
Mein Argument ist nicht, dass es keine Alternativen zum Auktionsverfahren gibt, sondern dass Deine Vorstellung kostenlose Frequenzabgabe würde zu mehr oder schnellerem Ausbau führen sich fuer mich nicht nachvollziehen laesst. Es bleibt jedem Staat überlassen zu wählen wie die Frequenzen vergeben werden, und es gibt Argumente fuer (und gegen) jede Variante, nur sehe ich Dein Aufruf "zum Mitleid fuer die armen Bieter" nicht als sonderlich überzeugend an. Wie gesagt niemand muss bieten, und wenn es nicht mehr Gebote als Blocke gegeben hätte wäre die Auktion fuer ca. 288.300.000 EUR über die Bühne gelaufen (siehe https://www.bundesnetzagentur.de/_tools/FrequenzXml/Auktion2019_XML/001.html), das ist vielleicht nicht mehr Portokasse aber im Vergleich zu den Ausbaukosten kein echter Kostenpunkt.

Gruss
P.
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  #32  (Permalink
Alt 20.05.2019, 06:15
xdjbx xdjbx ist offline
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Zitat von infinity4 Beitrag anzeigen
Nehmen wir mal an, die T müsste jetzt bei der Auktion 6 Mrd löhnen, der Ausbau mit 5G würde aber nur 1,5 Mrd kosten.
Es geht nicht um die T sodern um Vodafone und eigentlich alle beteiligten...


Deine witzige Idee würde nur aufgehen, wenn:
- Der flächende Ausbau mit 5G tatsächlich nur 1,5 Mrd. kosten würde (sehr sehr unwahrscheinlich), rechne mal mit Fakor 10-20.

- Die 6 Mrd. tatsächlich für eine Förderung von Breitbandausbau verwendet würde... (was im übrigens meine erste Forderung war, eine Zweckbindung der Einnahmen).... gibt es aber nicht.
Das Geld für wird verutlich wie üblich für Bankenrettung, Schulden, fragwürdigen politischen Entscheidungen und deren Folgekosten, Diätenerhöhung oder Bezuschussung der lokalen Automobilindustrie draufgehen...
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  #33  (Permalink
Alt 20.05.2019, 08:23
pufferueberlauf pufferueberlauf ist gerade online
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Zitat:
Zitat von xdjbx Beitrag anzeigen
Es geht nicht um die T sodern um Vodafone und eigentlich alle beteiligten...


Deine witzige Idee würde nur aufgehen, wenn:
- Der flächende Ausbau mit 5G tatsächlich nur 1,5 Mrd. kosten würde (sehr sehr unwahrscheinlich), rechne mal mit Fakor 10-20.

- Die 6 Mrd. tatsächlich für eine Förderung von Breitbandausbau verwendet würde... (was im übrigens meine erste Forderung war, eine Zweckbindung der Einnahmen).... gibt es aber nicht.
Das Geld für wird verutlich wie üblich für Bankenrettung, Schulden, fragwürdigen politischen Entscheidungen und deren Folgekosten, Diätenerhöhung oder Bezuschussung der lokalen Automobilindustrie draufgehen...

Wieso recherchierst Du nicht einfach erst bevor Du Deine Reputation mit zweifelhaften Äußerungen aufs Spiel setzt?
http://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&jumpTo=bgbl1 18s2525.pdf:


"Zweck des Sondervermögens
Aus dem Sondervermögen werden geleistet:
1. Förderungen von Investitionen zur unmittelbaren Unterstützung des Ausbaus von Gigabitnetzen insbesondere in ländlichen Regionen,
2. Finanzhilfen an die Länder für gesamtstaatlich bedeutsame Investitionen der Länder und Gemeinden (Gemeindeverbände) in die bildungsbezogene digitale Infrastruktur für Schulen."


Und
"Vermögen des Sondervermögens und Finanzierung
(1) Dem Sondervermögen fließen die Einnahmen des Bundes zu, die sich
1. auf Grund eines von der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen nach § 55 Absatz 10 in Verbindung mit § 61 des Telekommunikationsgesetzes angeordneten Ver-
gabeverfahrens und
2. auf Grund eines Antragsverfahrens nach § 55 Absatz 3 des Telekommunikationsgesetzes
aus bis zum 31. Dezember 2025 erfolgten Frequenzzuteilungen für den drahtlosen Netzzugang im 2,0 Gigahertz-Band (1920 Megahertz bis 1980 Megahertz und
2110 bis 2170 Megahertz), im 3,6 Gigahertz-Band b(3400 Megahertz bis 3800 Megahertz) und im 26 Gigahertz-Band (24,25 bis 27,5 Gigahertz) ergeben.
(2) Das Sondervermögen kann Zuweisungen nach
Maßgabe des Haushaltsgesetzes erhalten. Der Bund stellt dem Sondervermögen im Jahr 2018 einen Betrag in Höhe von 2,4 Milliarden Euro zur Verfügung."


Zum jetzigen Zeitpunkt sieht es so aus als richtet sich Deine Kritik ausschließlich auf die Verwendung einer kostenpflichtigen Auktion beide Deiner sonstigen Vorschläge, Koppelung der Frequenzzuteilung an verpflichtende Ausbauzusagen und Nichteinstellung der Auktionserlöse in den allgemeinen Haushalt sondern sanfte Zweckbindung, ja bereits erfüllt werden. Jetzt meine Frage wie soll in Deinem kostenlosen Vergabemodell das Problem gelöst werden, dass es mehr Nachfrage als angebotene Frequenzblöcke gibt? Du willst jetzt sicher nicht vorschlagen, dass der Staat Gewinner und Verlierer aussuchen soll und die Zuteilung nach eigenem Gutdünken durchführen soll, oder? Das widerspraeche der neo-liberalen Doktrin der Du ansonsten oft zu folgen scheinst.... Persönlich hätte ich weniger Probleme mit dem ordnungspolitischen Aspekt einer solchen Zuweisung, sehe sie jedoch auch nicht einer Auktion als überlegen an.



Gruss
P.
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  #34  (Permalink
Alt 20.05.2019, 10:57
xdjbx xdjbx ist offline
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Zitat:
Zitat von pufferueberlauf Beitrag anzeigen

Zum jetzigen Zeitpunkt sieht es so aus als richtet sich Deine Kritik ausschließlich auf die Verwendung einer kostenpflichtigen Auktion beide Deiner sonstigen Vorschläge, Koppelung der Frequenzzuteilung an verpflichtende Ausbauzusagen und Nichteinstellung der Auktionserlöse in den allgemeinen Haushalt sondern sanfte Zweckbindung, ja bereits erfüllt werden.


Jetzt meine Frage wie soll in Deinem kostenlosen Vergabemodell das Problem gelöst werden, dass es mehr Nachfrage als angebotene Frequenzblöcke gibt? Du willst jetzt sicher nicht vorschlagen, dass der Staat Gewinner und Verlierer aussuchen soll und die Zuteilung nach eigenem Gutdünken durchführen soll, oder? Das widerspraeche der neo-liberalen Doktrin der Du ansonsten oft zu folgen scheinst.... Persönlich hätte ich weniger Probleme mit dem ordnungspolitischen Aspekt einer solchen Zuweisung, sehe sie jedoch auch nicht einer Auktion als überlegen an.



Gruss
P.
Da hast du recht. Da war ich schlecht informiert. Danke für die Klarstellung.

Ich würde die Lizenzen gemäß dem französischen Modell verteilen ... Modell „Schönheitswettbewerb“...
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  #35  (Permalink
Alt 20.05.2019, 19:55
pufferueberlauf pufferueberlauf ist gerade online
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Zitat:
Zitat von xdjbx Beitrag anzeigen
Da hast du recht. Da war ich schlecht informiert. Danke für die Klarstellung.

Ich würde die Lizenzen gemäß dem französischen Modell verteilen ... Modell „Schönheitswettbewerb“...
Das franzoesische Model sah, bei der UMTS-Lizenzvergabe wohl einen Schönheitswettbewerb vor, allerdings keine kostenlose Vergabe, die auserwaehlten Betreiber hatten je ca. 10 Mrd. DM zu zahlen (siehe https://www.heise.de/newsticker/meld...MTS-28421.html).

Das Problem bei einem Schönheitswettbewerb ist, IMHO dass dann die selben Politiker die doch nicht mit Steuermitteln umgehen koennen ("Das Geld für wird verutlich wie üblich für Bankenrettung, Schulden, fragwürdigen politischen Entscheidungen und deren Folgekosten, Diätenerhöhung oder Bezuschussung der lokalen Automobilindustrie draufgehen...") dann nicht nur die Hand fuer die Lizenzgebuehr aufhalten, sondern auch noch in all ihrer Unfaehigkeit Sieger und Verlierer waehlen muessen.
Da ich die Ansicht nicht Teile, dass "die Politik" unfaehig ist, haette ich mit einem solchen Schoenheitswettbewerb mit Antrittsgebuehr kein Problem, mir ist aber immer noch nicht klar wieso dass besser zu Deiner Haltung passt, als die "freie Markt"-Variante Auktion?

Gruss
P.



Gruss
P.
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