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Alt 14.04.2005, 12:59
0xdeadbeef 0xdeadbeef ist offline
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Standard Voraussetzungen für VOIP bei 1&1 (Tnet?)

Mir ist trotz einiger Recherchen noch nicht ganz klar, ob ich zum Benutzen der VOIP-Funktion bei 1&1 einen T-Net Anschluß brauche oder nicht.

Habe derzeit ISDN + Telekom-DSL, möchte aber auf 1&1 DSL wechseln. Dann könnte ich ISDN auf TNet "downgraden", was aber 60€ kostet. Lieder wäre mir, den Krempel ganz zu kündigen. Streng genommen bräuchte ich doch dank VOIP überhaupt keinen Telekom-Telefonzugang mehr oder wie oder was? Technisch gesehen kann doch höchstens die Nummer notwendig sein.

Für meinen Vorwahlbereich gibt es aber wohl VOIP-Nummern - nach meinem Verständnis fällt damit der einzige Grund für die Notwendigkeit eines TNet-Anschlusses weg.

Kann mich da mal jemand von Euch aufklären?
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  #2  (Permalink
Alt 14.04.2005, 13:01
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fruli fruli ist offline
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Standard AW: Voraussetzungen für VOIP bei 1&1 (Tnet?)

Hi,

technisch gesehen bräuchtest du kein T-Net mehr, aber die T-Com zwingt leider auch bei T-DSL-Resale allen T-DSL-Usern einen Zwangs-Telefonanschluss auf - und daran wird sich zumindest mittelfristig auch nichts ändern.

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Alt 14.04.2005, 14:05
Sleiha Sleiha ist offline
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Standard AW: Voraussetzungen für VOIP bei 1&1 (Tnet?)

@0xdeadbeef:

Das hat - soweit ich weiß - damit zu tun, dass es von einem VoIP-Anschluss noch nicht möglich ist, die Notrufnummern (110 und 112) zu wählen. Dies ist aber bei jedem Telefonanschluss zwingend vorgeschrieben...

Gruß,
Sleiha
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Alt 14.04.2005, 14:12
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Zitat:
Zitat von Sleiha
Das hat - soweit ich weiß - damit zu tun, dass es von einem VoIP-Anschluss noch nicht möglich ist, die Notrufnummern (110 und 112) zu wählen. Dies ist aber bei jedem Telefonanschluss zwingend vorgeschrieben...
Nö! Das ist nur Abzocke der Telekom

Bei vernünftigen VoIP-Provider wie AOL PHONE, SipGate usw. kann man problemlos 112 und 110 erreichen.

Die Telekom will nur verhindern, dass die Kunden anstatt über den teuren Telekom-Anschluss günstig per VoIP telefonieren. Mittlerweile ist VoIP so einfach zu installieren und die Sprachqualität ist wie im Festnetz, dass VoIP den Telefonanschluss überflüssig macht. Das würde aber das Kerngeschäft der T-Com beschädigen.

Die RegTP sollte dafür sorgen, dass man T-DSL ohne(!) Zangstelefonanschluss bekommen kann.

Telekom ist
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Alt 14.04.2005, 14:15
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Ist ja auch demnächst vorgesehen. Nennt sich Entbündelung von Telefonanschluss und Internet. Soweit ich weiß gibt es das in Österreich auch schon. Im letzten jahr sind dort aber "nur" 70.000 Telefonanschlüsse weggefallen.
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  #6  (Permalink
Alt 14.04.2005, 14:34
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Hi,
Zitat:
Zitat von JMQ
Die RegTP sollte dafür sorgen, dass man T-DSL ohne(!) Zangstelefonanschluss bekommen kann.
Die RegTP verfolgt doch diametral entgegengesetzte Interessen


na ja, davon abgesehen würde bei einer Entbündelung der nackte T-DSL-Anschluss natürlich um einige Euros (10?) teuer, da die TAL-Kostendeckung durch den POTS/ISDN-Anschluss damit wegfallen würde.

@Nordstern: demnächst bedeutet bei der Interessenlage der RegTP (T-Com-Protektion) wenn die Hölle zufriert.

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Alt 15.04.2005, 15:27
dsl@speikern dsl@speikern ist offline
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Zitat:
Zitat von fruli1
na ja, davon abgesehen würde bei einer Entbündelung der nackte T-DSL-Anschluss natürlich um einige Euros (10?) teuer, da die TAL-Kostendeckung durch den POTS/ISDN-Anschluss damit wegfallen würde.
Klar. Aber dafür könnte man reach extended o.ä. schalten, da ja die unteren ISDN-Frequenzen samt Trennungsband frei werden. Also genau so, wie bei S-DSL. Die "Bandbreitenopfer" würden sich freuen
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  #8  (Permalink
Alt 15.04.2005, 16:53
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Hi,

@ dsl@speikern:

ich wollte genau dazu auch was schreiben, hab das aber gelassen, weil sich die T-Com sicherlich jederzeit die Möglichkeit offen lassen will, über die entbündelte Leitung bei Bedarf einen POTS/ISDN-Anschluss zu schalten.

Die T-Com hat schliesslich mit ihrem TAL-Monopol den Auftrag, damit den Universaldienst für Sprachtelefonie zu erbringen; und solange sie diesen mit herkömmlicher POTS/ISDN-Technik erfüllen will, muss sie mit ihren Kupferdoppeladern sparsam umgehen.

U.a. deshalb wird z.B. auch der SDSL-Preis auf einem hohen Niveau gehalten und deshalb ja auch die Line-Sharing-Regulierungsanstrengungen der EU, die in Deutschland ja von Beginn an behindert werden.

... und auch genau deshalb sehe ich für die Realisierung dieses Szenarios (Reach-Extended ADSL oder SDSL mit komplettem Frequenzspektrum über Incument-Resale) schwarz, solange die T-Com an ihrer POTS/ISDN-Technik festhält.

Reichweitengewinne liegen der T-Com bekanntlich nicht sonderlich am Herzen, siehe fehlende Rate-Adpative-Schaltung und antiquierte Dämpfungsgrenzen; der Schmalband-Zeitticker spült ja genügend Gewinne ohne Investition in die Kassen.

Die RegTP müsste die T-Com quasi zum Angebot eines Konsumenten-Datenprodukts, das die gesamte Kupferdoppelader verwendet, zwingen, was diese mit dem Argument der knappen Kupferdoppeladern und ihrem Universaldienst-Auftrag zu verhindern wüsste.

Ohne entsprechendes Endkundenprodukt auch keine Grosshandelsverpflichtung, siehe Schmalband-GHF-Desaster.

Die RegTP hat allein aus dem Grund ein berechtigtes Interesse, dass an der POTS/ISDN-Technik so lange wie möglich festgehalten wird, weil sie sich sonst ja ihrer wichtigsten Regulierungsaufgabe (Ex-Ante-Regulierung des Netzmonopol-Erbes im POTS/ISDN-Markt) beraubt sähe.

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