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Kommentar zum Artikel: Telekom, Vodafone und Telefónica gegen weitere Frequenzauktionen
Die drei deutschen Mobilfunknetzbetreiber fordern einen Verzicht auf Auktionen zur Vergabe von Mobilfunkfrequenzen. Durch die milliardenschweren Auktionen fehle ihnen das Geld für den Netzausbau.Sie schlagen eine andere Regelung vor - dagegen sperrt sich jedoch 1&1 Drillisch.
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  #1  (Permalink
Alt 12.04.2021, 09:08
h00bi h00bi ist offline
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Beiträge: 903
Standard Telekom, Vodafone und Telefónica gegen weitere Frequenzauktionen

Da liegen doch 3 Gegensätze auf dem Tisch:

Die Netzbetreiber sagen, sie brauchen das Geld zum ausbauen.
Der Staat möchte Geld dafür.
Der Bürger möchte flächendeckende Verfügbarkeit.

Warum kombiniert man diese nicht einfach zu einer zielführenden Vergabe?
Für jede neu erschlossene "weiße Flecken"-Fläche erhält der Netzbetreiber den prozentualen Anteil an seinen Auktionswert zurück. Baut er also weiße Flecken mit der Größe von 1% des Bundesgebiets aus, erhält er 1% zurück.

Wenn alle weißen Flecken erschlossen sind, erhält der Netzbetreiber für jeden neu erschlossenen "weißen 5G-Fleck" (also wo es bereits 4G oder "altes 5G" gibt) 0,25% zurück, ebenfalls im Verhältnis zu 1% der Fläche des Bundesgebiets.

Somit könnten sich die Netzbetreiber schätzungsweise 30-40% der Aktion zurück holen unter der Annahme dass:
20% der Fläche der BRD nicht 4G/5G versorgt ist.
80% der Fläche 4G/altes 5G versorgt ist.
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  #2  (Permalink
Alt 12.04.2021, 09:48
Benutzerbild von robert_s
robert_s robert_s ist offline
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Standard AW: Telekom, Vodafone und Telefónica gegen weitere Frequenzauktionen

Zitat:
Zitat von h00bi Beitrag anzeigen
Warum kombiniert man diese nicht einfach zu einer zielführenden Vergabe?
Für jede neu erschlossene "weiße Flecken"-Fläche erhält der Netzbetreiber den prozentualen Anteil an seinen Auktionswert zurück.
Nur was ist die Definition von "erschlossen"? Aus Sicht des Netzbetreibers vermutlich >= 0 "Balken", im Freien, wenn man das Empfangsgerät >= 2m in die Höhe Richtung Sendemast hält.

Ich denke, dass scheitert daran, dass man das kaum definieren, geschweige denn überprüfen kann. Und wenn man es den Netzbetreibern überlässt, ihre eigene Ausbauleistung zu bewerten, dann kann man die Frequenzen auch gleich verschenken.
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  #3  (Permalink
Alt 12.04.2021, 20:42
Comadevil Comadevil ist offline
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Beiträge: 515
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Bandbreite: 1000/50
Standard AW: Telekom, Vodafone und Telefónica gegen weitere Frequenzauktionen

Problematisch finde ich halt auch, dass man solchen Versprechungen nicht trauen kann. Zumindest Vodafone und Telefonica haben ja ihre Gewinne genommen um andere defizitäre Gesellschaften in anderen Ländern zu stützen
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  #4  (Permalink
Alt 12.04.2021, 21:48
userID userID ist offline
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Registriert seit: 06.05.2014
Beiträge: 125
Standard AW: Telekom, Vodafone und Telefónica gegen weitere Frequenzauktionen

Ich verstehe die Netzbetreiber auch nicht. Sie sagen das der Staat das Geld für den Netzausbau durch die Versteigerung der Lizenzen wegnimmt.
Warum bieten und überbieten sie sich dann ewig und ewig bis sie angeblich fast bankrott sind?
Sie bieten Geld auf etwas und beschweren sich das der Staat das Geld dann auch noch nimmt.
Warum bieten sie dann so viel, wenn sie doch wissen das sie das Netz auch noch aufbauen müssen? Die Anforderungen an den Netzausbau sind vor der Auktion bekannt.
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  #5  (Permalink
Alt 18.04.2021, 10:06
Nenunikat Nenunikat ist offline
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Registriert seit: 27.07.2007
Beiträge: 2.419
Standard AW: Telekom, Vodafone und Telefónica gegen weitere Frequenzauktionen

Zitat:
Zitat von userID Beitrag anzeigen
Ich verstehe die Netzbetreiber auch nicht. Sie sagen das der Staat das Geld für den Netzausbau durch die Versteigerung der Lizenzen wegnimmt.
Warum bieten und überbieten sie sich dann ewig und ewig bis sie angeblich fast bankrott sind?
Sie bieten Geld auf etwas und beschweren sich das der Staat das Geld dann auch noch nimmt.
Warum bieten sie dann so viel, wenn sie doch wissen das sie das Netz auch noch aufbauen müssen? Die Anforderungen an den Netzausbau sind vor der Auktion bekannt.
Weil ihnen keine bessere Ausrede einfällt.
Genauso wie an anderen Stellen:
- Vorhandene Funklöcher, obwohl eigener Mast/Funkturm vorhanden ist und Anbindung nicht das Problem darstellt und es keine Klagen (usw.) gegen einen Ausbau gibt.
- Fehlender Glasfaserausbau, obwohl Kupfer neben Glasfaser gelegt wurde und die Glasfaser nun "dunkel" ist.
Es ist also nicht die einzige Ausrede, mit der argumentiert wird.
__________________
"Grenzen gab es gestern" - heute gibt es Verhinderungen ...
Weg mit dem Kein-Empfang-Troll? Das schafft ihr nicht!
Kein Netz, wenns drauf ankommt...
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