#1  (Permalink
Alt 11.06.2009, 11:42
Benutzerbild von Sauron2k5
Sauron2k5 Sauron2k5 ist offline
Senior Mitglied
 
Registriert seit: 02.03.2005
Ort: Ladenburg
Alter: 46
Beiträge: 839
Provider: Telekom
Bandbreite: 8Mbit + LTE MAX HYBR
Sauron2k5 eine Nachricht über ICQ schicken Sauron2k5 eine Nachricht über MSN schicken
Standard Flat oder nicht Flat

Klingt ja alles schön. Finde ich im prinzip auch gut das "DSL OPFER" auch mal in den geschmack von etwas schnellerem kommen.

Aber was gar nicht geht sind diese Fair Use Flats.

Hier finde ich sollte die EU endlich mal einschreiten. Entweder hab ich ne Flatrate oder ich hab keine. Aber diese Pseudoflats sind das allerletzte. Da ist man der absoluten Willkür des Providers ausgesetzt.

Ich hatte selber schon Sky DSL und hab damit schon eher negative Erfahrungen gemacht.

500 MB pro Woche Full Speed und dann wurde ich gedrosselt.

Für Leute die bissel Intensiver Surfen und noch Videoclips gucken auf MyVideo oder Clpfish oder anderen bekannten Seiten, der kommt schon mal schnell in den genuss einer gedrosselten Leitung.

Ansonsten find ich es gut das es Sky DSL gibt, und auch heutzutage 2 Way Angebote.

Aber Fair Use Flats gehören verboten. Das ist reine Kundenverarsche in meinen Augen.
Mit Zitat antworten
  #2  (Permalink
Alt 11.06.2009, 13:02
KlausKlausi KlausKlausi ist offline
Senior Mitglied
 
Registriert seit: 23.04.2003
Ort: nördl. Niedersachsen
Beiträge: 3.319
Bandbreite: Kabel 100M
Standard AW: Flat oder nicht Flat

Das Problem ist halt, dass ...
- ein SAT sehr teuer ist
- er nur eine begrenzte Anzahl von Kanälen hat
- insgesamt die mögliche shared Bandbreite sehr begrenzt ist
- also alles ist teuer und Ressourcen sind knapp
- dadurch ist hochgerechnet das Datenvolumen teuer

Es gibt dabei natürlich mehrere Möglichkeiten für einen Anbieter:

1.
Bandbreite fest garantieren und dafür den richtigen Preis anhand der Kosten ansetzen.
Folge: sehr hohe Preise, für Privat absolut unbezahlbar

2.
Bandbreite nicht garantieren, sondern überbuchen.
Dadurch teilen sich viele Kunden die Kosten des Transponders aber erhalten keine Garantien auf Bandbreite. Je höher man überbucht, desto niedriger wird der Preis aber desto niedriger ist auch das durchschnittliche Datenvolumen, das für einen einzelnen Kunden möglich ist. Selbst die normalen und schon teuren Businesstarife werden mit einer Überbuchung kalkuliert, nur ist die natürlich niedriger als bei den deutlich billigeren Privattarifen.

Damit alle Kunden die Chance haben ihren Anteil am Datenvolumen auch zu erhalten wird die FUP (fair-use-policy) eingesetzt, um das Volumen möglichst gerecht zu verteilen.

Der Provider könnte nun natürlich ganz ehrlich sein und ein Datenvolumen verkaufen statt eine Flatrate, aber die Kunden verlangen halt Flatrates und haben damit natürlich auch die Chance mal mehr zu verbrauchen, wenn andere Kunden ihren Anteil nicht ausnutzen.

Im Prinzip:
XX Mbit/s eines Transponders ergeben YYY GByte/Monat mögliches Gesamtvolumen.
YYY geteilt durch Kundenzahl = durchschnittliches Datenvolumen pro Kunde
Preis des Transponders geteilt durch Kundenzahl = Kosten pro Kunde

Laut wikipedia kostet ein Transponder ca. 2 Mio Euro/Jahr und hat theoretisch max 100Mbit/s Kapazität (wahrscheinlich effektiv eher weniger Mbit)

Mal gerechnet:
Variante 1: dedizierte feste Bandbreite zu hohen Kosten

Für 2 Mbit/s entstehen am SAT schon Kosten von 3333 Euro/Monat.

Variante 2: shared Bandbreite zu festen günstigen Kosten

Wenn ein Kunde 40 Euro/Monat zahlen will, dann stehen einem Provider ausser für andere Kosten und Gewinn davon ca. 20 Euro/Monat für die SAT Kosten zur Verfügung. Er muss somit über 8000 Kunden auf den Transponder packen, damit die Kosten gedeckt sind und jeder Kunde hätte dann pro Monat einen Anteil von ca. 3,8 GByte zu Verfügung.

---
FUPs gibt es also weil die Kunden alle nach Flatrate-Tarifen schreien, aber diese preislich und technisch nicht uneingeschränkt möglich sind.

----
Eventuell ändert sich daran etwas durch einen geplanten neuen SAT in 2010, der ja speziell für Breitband ausgelegt sein soll. Der könnte eventuell die Kosten pro Mbit drücken und die zur Verfügung stehende Kapazität so weit erhöhen, dass die FUP Grenzen deutlich besser liegen oder überflüssig werden.
Mit Zitat antworten
  #3  (Permalink
Alt 15.06.2009, 11:28
tzepf tzepf ist offline
Neues Mitglied
 
Registriert seit: 21.10.2008
Ort: Baiersbronn-Hinterlangenbach
Beiträge: 34
Provider: Telekom Standleitung
Bandbreite: E1 mit 1 MBit symm.
Standard AW: Flat oder nicht Flat

Das wird jeden freuen, denn an den Datenmengen für die FUP ändert sich warscheinlich nichts. Jippi, man surft jetzt doppelt so schnell in die Drosselung.

ich lach mich tot...
__________________
bis Oktober 2008: DSLviaSat von der Telekom
Oktober 08-Mai 09: EDGE Vodafone
und ab Mai09: 1 MBit E1 Standleitung der Telekom
Nach Internet via Satellit kann mich nichts mehr abschrecken
Mit Zitat antworten
 
Anzeige
Antwort


Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)
 
Themen-Optionen Thema durchsuchen
Thema durchsuchen:

Erweiterte Suche

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.

Gehe zu

Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Ich versteh es nicht: Arcor ISDN Flat - wird auf VOIP umgestellt oder nicht? maximiliott Arcor [Archiv] 13 18.04.2006 00:32
Hab ich nun phone flat oder nicht? Andybrandy 1&1 Internet AG (United Internet AG) 6 29.12.2005 16:54
W-ol Flat IDSN Analog Fake oder nicht ?? lastminute Sonstige Anbieter und Archiv 2 08.11.2004 16:32
Flat oder nicht ben5583 Alice / AOL [Archiv] 28 11.03.2004 19:24
freenet Flat oder Kamp Flat Ehemalige Benutzer freenet [Archiv] 11 05.06.2003 16:42


Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 06:41 Uhr.


Basiert auf vBulletin®
Copyright ©2000 - 2021, Jelsoft Enterprises Ltd.