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  #73  (Permalink
Alt 13.12.2014, 21:39
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G A S T G A S T ist offline
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Standard AW: "Gearscht": Kein Vectoring für Kunden, die direkt an der Vermittlungsstellen häng

Zitat:
Zitat von Fehler20 Beitrag anzeigen
hatte Versatel nicht irgendwo nen FTTH Pilot am laufen, genau so wie QSC (Berlin Gropius-Stadt)? Bzw. hatte QSC irgendo in Köln nicht auch zwischenzeitlich mal VDSL im Angebot?
Auch das. Aber frag' mich bitte nicht genau wo überall. Denn das war an mehreren Orten in Neubaugebieten. Ich weiß aber, dass Versatel eng mit anderen kleineren Regioanbietern kooperiert. Zum Beispiel hier in BW mit der EnBW-Tochter NeckarCom... Auch das landesweite Wissenschafts- und Hochschulnetz BelWü wird seit Jahren von Versatel betrieben.

Zitat:
Außerdem: vergesst mal nicht die Geschäftskunden. Versatel hat ein sehr großes Glasfaser-Netz, was nach wie vor für GK-Anschlüsse genutzt wird. Und hier sind die glaube ich an vielen Stellen die einzige echte Alternative zur Telekom, weil hier eben unabhängig von der Telekom noch Trassen bestehen.
Möglicherweise wird auch genau dieses Netz genutzt, um die Layer-2 Bitstream-Angebote von Seiten 1und1 aus zu realisieren. Dürfte für 1u1 kostengünstiger sein, als voll bei der Telekom zu bleiben.
Exakt. Deshalb schrieb ich ja bereits; Bei der Übernahme ging es nicht um die mehr als eine halbe Million Kunden, sondern das Netz-Asset mit seinen Möglichkeiten im Access-Bereich.

Zitat:
Es sei denn man bezieht sowas wie 1und1 und deren VDSL-Anschlüsse auch für 16000er Kunden mit ein. Dann stimmt die Rechnung wieder nicht.
Wo soll man was mit einbeziehen? Welche Rechnung stimmt nicht? Ich habe doch gar keine aufgemacht...

Zitat:
Und wenn man es mal umdreht: es gab auch Anschlüsse, wo z.B. nur Telefonica (aufgrund der nicht beachteten Dämpfungsgrenzen verfügbar war). Da ging dann auf Reseller bezogen eben nur o2/Alice und 1und1.
Niemand legt(e) die Dämpfungsgrenzen so restriktiv aus wie die Telekom, deshalb war es immer gut, Alterntive Anbieter mit eigener Technik vor Ort zu haben. Ob Versatel, Telefonica, Hansenet, QSC oder Vodafone, ob jeweils direkt oder im Resale war ziemlich egal. Hauptsache die Alternative bestand!

Zitat:
Vodafone ist hier aus meiner Sicht kein Heilsbringer, so wie sich dein Beitrag an manchen Stellen aus meiner Sicht ließt.
Wo steht da bitte was von Heilsbringer? Ich beschrieb doch nur, wie Vodafone die Situation am Markt handhabte und bis heute weiter handhabt ohne von diesen Grundsätzen abzurücken. Es ging mir doch vor allem darum, dass die hier geäußerte Behauptung nicht stimmt, dass Vodafone das eigene xDSL-Vetreilernetz plötzlich aufgibt und auf (teuren) Resale der Telekom umsteigt. Das ist nicht der Fall.

Zitat:
Und grade bei den DSL-Anschlüssen bei Vodafone scheint es teilweise erhebliche Überlast-Probleme wegen zu geringer Backbone-Kapazitöt zu geben.
Das halte ich für Blödsinn bzw. im Zweifel für ein regionales Problem. Die DSL-Kundenzahl von Vodafone sinkt nämlich seit Jahren. Ich selbst bin seit 2010 an Bord und hellfauf begeistert über die absolute Kontinuität der Leistung im Vodafone-Netz. Zuvor war ich bei Congstar und es war grausam...

Zitat:
Un bezüglich Hybrid: wer hindert insb. Vodafone daran, genau solche Tarife anzubieten? Selbst 1u1 würde ich, vorhandene FritzBox mal vorausgesetzt mal unterstellen, dass die so einen Tarif anbieten würden, mit Vodafone als LTE Provider.
Niemand. Das wird Vodafone auch sicherlich demnächst tun. Nur ändert das am Problem nichts. Vodafone und Telefonica vermögen hier noch mitziehen zu können, aber du glaubst doch nicht etwa ernsthaft, dass andere DSL-Provider, die oft genug BEIDE Vorleistungen (also sowohl xDSL als auch LTE) einkaufen müssen, da auch nur im entferntesten mithalten können. Die werden durch solche Komboangebote sprichwörtlich an die Wand gedrückt. Glaub' es oder nicht. Lass uns in 2, 3 Jahren nochmal darüber diskutieren, wenn der Markt dann umgepflügt und weitgehend remonopolisiert/oligopolisiert ist.

Zitat:
Das sehe ich nicht so, die Telekom tut alles, um im Markt bleiben zu können. Weil in den Städten ist es wirklich schwer, neben den 50 MBit für 25€ Kabelanschluss-Angeboten, zu bestehen.
Ach Mumpitz! Die Telekom hat schon schlimmere Zeiten durchgemacht (looki-looki DSL-Web Breitbandreport...). Niemand mit einem fünkchen Verstand tauscht die Möglichkeit von VDSL mit 50 oder nunmehr 100 MBit/s freiwillig gegen so einen bräsigen Kabelinternettarif mit nominal höherer Nennleistung, die aber seltenst erreicht wird. Von scheiß Peerings und Latenzen, DS-Lite, zu großen Kundenclustern, schwachbrüstigem Backbone und anderen hässlichen Knebeleien der Kabelinternetanbieter mal ganz abgesehen. Sollen die ganzen Nulpen und Powerdownloader doch zu den Kablern gehen und denen auf der Tasche liegen. Dürfte nach bisherigen eigenen, offiziellen Bekundungen der Telekom zu dieser Kundengruppe doch auch voll in deren Sinne liegen. Denn wie wurde die Drosselnotwendigkeit nochmal begründet? Bald kommt das bei der Telekom ja wieder frisch serviert auf den Tisch.
Die 25 € sind eine Milchmädchenrechnung von begrenzter Dauer. Solche Tarif gibt es nicht bei den Kablern nicht dauerhaft. Und die meisten Kunden bezahlen ihre Koax-"TAL" auch noch mit bis zu 18,90 € im Monat selbst.

Zitat:
Wenn die Telekom jetzt einfach 3-4 Jahre bei ihrem 50000er geblieben wäre, wären mit SIcherheit, noch deutlich mehr Kunden zur Kabelkonkurrenz gegangen.
Nochmal die provokante Frage: Sollte die Telekom nicht froh darüber sein? Sie tut schließlich so, als zahle sie bei diesen Powerusern drauf...
Und nochmal: Das Kabel ist bei Lichte betrachtet keine echte Konkurrenz. Nicht, wenn man auch den Upload im Auge hat.

Zitat:
Außerdem, diejenigen, die jetzt den meißten Nutzen aus den Hybrid-Tarifen ziehen (also DSL 6000 und weniger), die sind ja bekanntlich die berühmte Randgruppe, die keiner kostendeckend mit (Kabel/Telefon-)Breitband versorgen kann. Wo ist also das Problem?
Falsch! Es wäre ja schön, wenn's denn tasächlich so wäre. Informiere dich bitte erst mal über die Rahmenbedingungen. -> http://www.teltarif.de/forum/s57841/...-geld/7-3.html

Zumindest wer DSL-Light bis 3k und einen zuverlässigen ISDN- oder Analoganschluss hat um wenigstens hier eine zuverlässige Verfügbarkeit zu haben, ist und bleibt auch weiterhin der "Gearschte". Offenbar ist das auch Absicht der Telekom um All-IP zu pushen. Es finden sich zahlreiche erboßte Beiträge von Breitbandopfern in den Foren. Allerdings weiß ich auch von Annex-J-Kunden, die einen Hybridtarif verwehrt bekommen haben... Typisch Telekom-Coldline halt; Zwei Mitarbeiter - 3 verschiedene Auskünfte...

Zitat:
Zitat von IT-Alexander Beitrag anzeigen
Und genau darauf hoffe ich.
Und warum, wenn ich fragen darf?

Zitat:
Zitat von mediaways Beitrag anzeigen
Das ist doch alles nur ein Schildbürgerstrerich und die Zeche darf der Endkunde in ZUkuft wie immer bezhahlen. Der Vodafone Vetrieb derzeit Verbot dort wo auch KD geht VDSL oder ADSL zu verkaufen auf der Homepage geht das auch nicht mehr. Easybell verhandelt derzeit mit den Komikern aus Bonn wo das enet bin ich gespannt.
Worin genau siehst du den Schildbürgerstreich?

Es gibt definitiv kein Verbot für den Vertrieb. Du kannst weiterhin deutschlandweit Vodafone xDSL-Produkte buchen. Entweder direkt über Vodafone eigene Technologie oder via Resale über dritte und ohne Preiszuschläge. Nur bei Anwahl über die Homepage wirst du, sofern verfügbar, auf die "Zuhause Plus"-Angebote geschickt. Es ist das gute Recht von Vodafone das vertrieblich so zu handhaben. Ich kann daran nichts verwerfliches erkennen. Wer weiß was er will und darauf besteht, bekommt bei Vodafone derzeit alles was er will bei den Festnetzprodukten, sofern es verfügbar ist.

Geändert von G A S T (13.12.2014 um 21:51 Uhr)
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