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Alt 25.01.2021, 18:30
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Standard AW: Retro: Interneteinwahl per Analog Modem

Hallo zusammen,

Zitat:
Zitat von PrinzPoldi Beitrag anzeigen
Einwahl erfolgte an einem "ex Unitymedia/jetzt Vodafone West" DOCSIS Anschluss mit der Fritzbox 6591, Analogport war auf Typ "Faxgerät" gestellt.
Mit einem Unitymedia-Anschluß kannst Du die altbekannten Internet-by-Call-Einwahlnummer (019xy) leider nicht nutzen, selbst falls da noch welche existieren sollten.

Die Ortseinwahlnummern verloren schon um das Jahr 2005 herum - nachdem das kostenlose sonntägliche XXL-Surfen nicht mehr möglich war - ihre Bedeutung und wurden daher teilweise schon damals eingestellt. Von daher dürfte es heutzutage mit spontanen Einwahltests schwierig werden, wenn die Arcor-/Vodafone-Einwahlnummern keinen wirklichen Erfolg bringen.

Eventuell spielt das Routing der Anrufe zwischen Ex-Unitymedia und Ex-Arcor auch eine Rolle - selbst wenn inzwischen beides "eine Familie" ist, sind das ja immer noch getrennte Telefonie-Netze.

Zitat:
Zitat von PrinzPoldi Beitrag anzeigen
Von den Einwahlnummern hatte ich die Hamburger auch die Stuttgarter Nummer angewählt, auch hier Connect mit 12000. An welcher VOIP Hardware hattest du dein Modem hängen?
Das Modem hing an einer analogen Nebenstelle einer alten Eumex-ISDN-Anlage, die wiederum an den S0-Bus einer Fritzbox 7490 angeschlossen war.

Konfigurationsmöglichkeiten hat man selbst kaum, außer vielleicht wie bei Dir eine analoge Nebenstelle in der Fritzbox als Fax zu konfugurieren (bei mir war nicht mal das möglich, weil ich ja keinen analogen Port der Fritzbox genutzt hatte, sondern ihren S0-Bus).

In der Praxis dürfte das aber keinen wesentlichen Unterschied machen, die Fritzbox erkennt meines Wissens automatisch, wenn eine Fax- bzw. /Modemverbindung aktiv ist und verhält sich dann beim Jitter Buffer, etc. anders.

Zitat:
Zitat von Wechsler Beitrag anzeigen
Kommt drauf. Vor 15 Jahren habe ich V.90-Verbindungen über VoIP hergestellt. Terminal-Adapter mit PCM-Kodierung, G.711a-Kodierung läßt dann die üblichen 49.333 bps übrig und beim VoIP-Anbieter dann Übergabe des Datenstromes ins ISDN (ATM). Solange der Jitter auf dem IP-Layer stimmte, gab es da keinen Unterschied.
Falls wir hier vom Telekom ISDN-Netz reden: Das war meines Wissens kein ATM-Netz, sondern gewöhnliches SDH / PDH, was für das Thema Latenz / Jitter vielleicht noch etwas besser war.

Wenn (laut Deinem anderen Posting), die Umsetzung von ISDN zu VoIP bei Dir im PC erfolgte: War das eine Lösung mit Asterisk o.ä.? Verursachte die gleichzeitige Nutzung des PCs für andere Anwendungen da keinen Jitter, wenn noch normaler Best-Effort-IP-Traffic mit auf die Leitung kam?

Wie oben schon angesprochen, spielte das Routing im Festnetz bei Fax-/Modemverbindungen auch eine Rolle: Verbindungen zwischen Nicht-Telekom-Carriern liefen schon zu PSTN-Zeiten teilweise abenteuerliche Wege (inkl. VoIP), um nach Möglichkeit nicht den teuren Transit-IC in Fremdnetze bei der Telekom zahlen zu müssen.

Zitat:
Zitat von Wechsler Beitrag anzeigen
Heute dürfte eher das Problem sein, die übriggebliebenen PoPs überhaupt noch über einen transparenten Datenstrom zu erreichen, denn das frühere ATM-Netz ist ja weg. Insofern wären SIP-Adressen für Experimente nützlicher als geographische Telefonnummern.
Hattest Du bei Diskussionen zum Thema Fax über VoIP nicht schon mal die Meinung vertreten, daß durchgehendes VoIP besser sein kann, als (mehrere) Wandlungen zwischen PSTN und VoIP in der Routingkette? Oder war das speziell mit Bezug auf T.38 gemeint?

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