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Alt 05.03.2008, 22:31
Holger_P Holger_P ist offline
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Standard AW: freenet sind abzocker

Zitat:
Zitat von stefanxxx
Nein, das ist rechtlich nicht möglich.
Das ist genau Realität wie die Tatsache, das der Klagende (Agierende) immer einen Vorteil hat. Natürlich ist das in der Theorie nicht so, die Urteile sprechen aber eine andere Sprache. Wer das verkennt, benimmt sich betriebsblind!
Zitat:
Zitat von stefanxxx
Diese Kündigung ergibt sich nicht aus dem Vertrag, sondern aus dem BGB. Freenet hat durch die eingeschaltete Inkassofirma lediglich moniert, dass der Umzugsnachweis nicht leserlich sei. Der Kündigung wurde nicht widersprochen.
Kennst Du den Wortlaut des Schreiben? Ich nicht und daher wäre ich mit solchen Aussagen vorsichtig.
Zitat:
Zitat von stefanxxx
Nein. Dauerschuldverhältnisse kann jeder Vertragsteil aus wichtigem Grund ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist kündigen. Ein wichtiger Grund liegt vor, wenn dem kündigenden Teil unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls und unter Abwägung der beiderseitigen Interessen die Fortsetzung des Vertragsverhältnisses bis zur vereinbarten Beendigung oder bis zum Ablauf einer Kündigungsfrist nicht zugemutet werden kann.
Vollkommen richtig bis hierher. Aber offenbar hast Du eine andere Auffassung, was zugemutet werden kann. Ein Umzug ist eben nicht in jedem Fall automatisch der Freibrief zur Kündigung von DSL-Anschlüssen. Über diesen Aspekt, dessen Grundlage Du völlig richtig zitierst, hast Du offenbar noch nie nachgedacht. Ein selbst initierter Umzug drei Straßen weiter wurde bislang in der Rechtsprechung eher selten als wichtiger Grund betrachtet.

Zitat:
Zitat von stefanxxx
Nein, eine außerordentliche Kündigung ist wirksam, wenn die Berechtigung zur Kündigung gegeben ist und die Kündigungserklärung dem Vertragspartner zugegangen ist.
Grau ist da die Theorie. Die Praxis sieht so aus, dass der Vertragspartner entweder die Behauptungen in der Kündigung glaubt und entsprechend handelt, und danach meistens nie die Nachweise zu sehen bekommt oder den Behauptungen erst mal nicht glaubt und auf den Nachweisen besteht. Eben weil beim Umzug nicht der Automatismus drin ist, sondern es eben auf den "wichtigen Grund" ankommt, verlangt man die Nachweise. Bringt der Vertragspartner diese nach Aufforderung zeitnah, ist die Diskussion über den Kündigungszeitpunkt ohnehin obsolet.

Fazit: Ein Umzug ist kein Freibrief, alle möglichen ungeliebten Verträge loszuwerden, auch wenn viele Festnetzanbieter hier kulant sind und einer Kündigung zu ihren Spielregeln (im Regelfall Nachweis) zustimmen.

Gruß Holger
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