Smart Home
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Smart Home: Das intelligente Zuhause

Ein Smart Home liegt voll im Trend und kann den Wohnkomfort und die Sicherheit erhöhen. Doch das vernetzte Zuhause bietet auch Gefahren.

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Das intelligente Zuhause ist längst Realität, ein Smart Home (SmartHome) macht es möglich. Mit einem Smart Home lassen sich die zahlreichen täglichen Aufgaben, die im Haus und Alltag anfallen per Smartphone, Tablet oder PC steuern und automatisieren. Dies bringt mehr Wohnkomfort und spart zusätzlich noch Energie.

Einfache Installation

Die entsprechenden Komponenten wie Leuchten, Sensoren für Tür- und Fensterkontakte, Kameras, Heizkörperthermostate werden einfach über das heimische WLAN beziehungsweise einer Funkverbindung in das Netzwerk eingebunden. Zusätzliche Kabel müssen also nicht verlegt werden. Die Installation ist simpel. Smarte Leuchten werden einfach in die vorhandenen Fassungen der Lampe gedreht (E14, E27 oder GU10).

Ein smartes Thermostat für die Heizung lässt sich ebenfalls leicht anbringen und kann auf alle handelsüblichen Ventile aufgeschraubt werden. Auch kompatible Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen, Kühlschränke oder die Kaffeemaschine lassen sich mittlerweile in das Smart Home integrieren.

Hausautomation: Produkte von Innogy, Devolo und "Magenta SmartHome"

Es gibt diverse Hersteller, die Produkte für die Hausautomation anbieten. Dazu gehören unter anderem die Geräte von Innogy, einem Unternehmen des Energieriesens RWE. Auch der Netzwerkspezialist Devolo bietet Produkte für das schlaue Heim. Weitere Anbieter sind NetAtmo, Qivicon, Bosch und HomeMatic. Die Deutsche Telekom verfügt mit "Magenta SmartHome" ebenfalls über eigene Smart-Home-Geräte.

Je nach Tageszeit: Immer das passende Licht

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Zu den beliebtesten Anwendungen gehört die Möglichkeit, das Licht per Smart Home zu steuern. So ist es beispielsweise möglich, bestimmte Uhrzeiten festzulegen wann das Licht an- oder ausgehen soll.

Anwesenheitssimulation

Auch ein Zeitschaltplan, der zum Beispiel während des Urlaubs eine Anwesenheit simuliert um mögliche Einbrecher abzuschrecken, kann erstellt werden.

Smart Home erkennt An- und Abwesenheit

Zudem kann das Licht auch von unterwegs aus per App gesteuert werden, auch verschiedene Lichtstimmungen lassen sich bei einigen Smart-Home-Leuchten für unterschiedliche Tageszeiten definieren. Eine weitere Option: Beim Verlassen des Wohnbereichs wird das Licht automatisch ausgeschaltet, bei der Wiederkehr schaltet das Smart Home das Licht wieder ein. Entsprechende Leuchten verkauft unter anderem Philipps mit HUE. Auch das schwedische Möbelhaus IKEA hat Leuchten für das Smart Home in sein Portfolio aufgenommen.

Alexa, Siri und Google Assistant: Smart Home mit der Stimme bedienen

Seit einiger Zeit lässt sich das Smart Home auch per Sprache steuern. Ein System zur Sprachsteuerung stellt zum Beispiel Amazon mit seinen Echo-Geräten und der integrierten Assistentin Alexa bereit. Damit lässt sich beispielsweise die Temperatur der Heizung auf Zuruf einstellen, so sind zum Beispiel Befehle wie "Alexa, mache das Küchenlicht an" oder "Alexa, setze Heizung Wohnzimmer auf 20 Grad" möglich. Auch der Internetriese Google hat mit Google Home ein solches System im Angebot, Apple mischt mit seinem HomeKit und Siri ebenfalls auf dem Markt mit.

Sensoren für Fenster und Türen erhöhen die Sicherheit

Ein Tür- beziehungsweise ein Fenstersensor erweitern die Fähigkeiten des Smart Homes zusätzlich. Unterwegs kann so bequem per Smartphone oder Tablet überprüft werden, ob Türen und Fenster geöffnet wurden. Bei einer unbefugten Öffnung - zum Beispiel bei einem Einbruch - wird ein Alarm an den Smart-Home-Besitzer gesendet. Auch weitere Anwendungsszenarien sind denkbar: Wenn kleine Kinder im Haus sind, lässt sich beispielsweise auch der Putzmittelschrank zusätzlich sichern.

Nie mehr zum Fenster rausheizen: Smarte Heizung

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Ein smartes Heizkörperthermostat ermöglicht das zeitgesteuerte Regulieren der Raumtemperatur. Zudem lassen sich auch voreingestellte Wochenprogramme erstellen. Im Zusammenspiel mit einem anlernbaren Fensterkontakt oder mit Hilfe einer integrierte Fenster-Auf-Erkennung wird die Temperatur beim Lüften automatisch gesenkt, um so unnötiges Heizen zu vermeiden.

IP-Kamera: Jederzeit dabei mit Videoüberwachung

Eine weitere Möglichkeit die ein Smart Home bietet, ist die Überwachung per IP-Kamera und einer Alarmanlage. So kann auch von unterwegs geprüft werden, ob daheim noch alles in Ordnung ist. Viele Smart-Home-Kameras verfügen zudem über einen integrierten Bewegungsmelder und bieten so einen zusätzlichen Schutz vor Einbrechern. Alarmanlagen, die sich von der Ferne mit Android-Smartphones und iPhones steuern lassen, bietet beispielsweise der Hersteller Myfox.

Gefahren des Smart Homes

Das Smart Home beinhaltet auch Risiken: Schließlich sind alle Geräte permanent mit dem Internet verbunden und werden somit auch für Cyberkriminelle interessant. In Zukunft wird sich durch das starke Wachstum des Internet der Dinge (IOT) die Problematik voraussichtlich verschärfen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat bereits ein Sicherheitsgütesiegel für Smart-Home-Geräte gefordert.

Smart-Home-Besitzer sollten also besonders auf die Sicherheit des Heimnetzwerks achten. Dazu gehört vor allem die Verwendung sicherer Passwörter, die zudem von Zeit zu Zeit geändert werden sollten. Ebenso wichtig ist es, die Firmware der Geräte aktuell zu halten und so neu erkannte Sicherheitslücken zeitnah zu schließen.

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