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Ratgeber zum Thema Breitband und Internet

Breitband-Internet per VDSL, Kabel, Sat-Internet oder LTE

Internetzugang ist nicht gleich Internetzugang. Wer schnell im Internet unterwegs sein möchte, hat die Qual der Wahl. Die Angebote unterscheiden sich vor allem durch die Technik, mit welcher der Anschluss realisiert wird. Die meisten Anschlüsse für Privatkunden werden mit ADSL bzw. ADSL2(+) geschaltet. VDSL-Anschlüsse, oft bereits beschleunigt per Vectoring, sowie vor allem Kabelinternet drängen mit der Realisierung hoher Bandbreiten nach vorne.

Welche Breitband-Technik eignet sich für wen?

Doch wofür soll sich der Kunde entscheiden? Wo liegen die Vor- und Nachteile der Breitband-Techniken? Und für welche Ansprüche kommt welches Übertragungsverfahren in Frage?

Zunächst steht immer erst eine Prüfung der Verfügbarkeit der jeweiligen Breitbandtechnik vor Ort an. Wer mit einem Kabelanschluss für TV, Internet und Telefonie liebäugelt, muss zunächst checken, ob das Angebot eines Kabelnetzbetreibers an der eigenen Adresse nutzbar ist. Bei den auf der klassischen Kupferleitung basierenden ADSL- und ADSL2+-Anschlüssen hängen die Nutzbarkeit und die reale Geschwindigkeit des Breitbandzugangs von der Entfernung zur lokalen Vermittlungsstelle ab.

Glasfaser bietet zwar hohe Surfgeschwindigkeiten von mehreren hundert Megabit pro Sekunde (Mbit/s), die Highspeed-Breitbandanschlüsse sind wegen der hohen Kosten aber vor allem in größeren Städten zu finden. In ländlichen Regionen ist Breitband per Glasfaser dagegen eher selten anzutreffen. Zunehmend erobert der schnelle Mobilfunkstandard LTE die abgelegenen Regionen in Deutschland. Realisierbar sind per Mobilfunk inzwischen über 200 Mbit/s. Bundesweit einsetzbar ist dagegen ein Breitbandanschluss per Satellit. Voraussetzung ist hier jedoch freie Sicht auf den entsprechenden Satelliten des gewählten Anbieters. Internet per Satellit hinkt hinsichtlich der bereitgestellten Bandbreite (bis rund 22 Mbit/s) derzeit noch den anderen Breitbandtechniken hinterher.

Was ist überhaupt Breitband?

Ein breitbandiger Internetzugang ist ein schneller Anschluss, unabhängig von der verwendeten Technik. Darüber, was genau als schnell gilt, herrscht allerdings keine Einigkeit und es gibt keine allgemein gültige Definition. Oft wird bereits eine Datenübertragungsrate von einem Mbit/s als Breitband definiert; "schnell" würden das heute wohl nur die wenigsten noch nennen. Ende 2016 lag die Breitband-Abdeckung in Deutschland, wenn man ein Mbit/s zugrunde legt, bei 97,4 (leitungsgebunden) bzw. 98,1 Prozent (drahtlos). Das klingt erstmal gut. Bei den höheren Bandbreiten nimmt die Verfügbarkeit allerdings ab, sodass beispielsweise knapp 90 Prozent die 16 Mbit/s schaffen und noch rund 75 Prozent 50 Mbit/s und mehr erreichen. Bei diesen Durchschnittswerten ist ein deutliches Gefälle bei der Verteilung auf Stadt und Land feststellbar.

Breitband-Verfügbarkeit checken

Die Digitalisierung erfordert immer mehr Geschwindigkeit bei den Internetzugängen und während der Breitbandausbau die Spitzengeschwindigkeiten weiter nach oben schraubt, gibt es trotzdem noch "weiße Flecken" auf der Karte, gerade auf dem Land. Hier ist aufgrund der weniger dichten Besiedlung die Finanzierung für die Netzbetreiber schwieriger, trotz Förderung gerade dieser Regionen durch die Regierung. Die Auflagen der Bundesnetzagentur beim LTE-Ausbau haben für Linderung gesorgt, konnten aber auch nicht alle Versorgungslücken schließen.

Wie es um die Verfügbarkeit von schnellem Internet an einem Ort konkret bestellt ist, kann übrigens im Breitbandatlas des Wirtschaftsministeriums nachgeschaut werden. Hier werden die verschiedenen Breitbandtechnologien in drahtlos und leitungsgebunden unterteilt. Außerdem bieten die einzelnen Telekommunikations-Anbieter auf ihren Internetseiten ebenfalls Karten zur Netzabdeckung, dann natürlich nur der eigenen.

Wie schnell der eigene Internetanschluss ist, können Nutzer zudem mit einer Breitbandmessung herausfinden. Liegt die erreichte Geschwindigkeit regelmäßig weit unter den vertraglich vereinbarten Datenraten, sollte man das Gespräch mit seinem Provider suchen.

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