Webspace
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Webspace – Günstiger Speicherplatz im Internet

Webspace ist ein etablierter Begriff für Speicherplatz auf einem Server, auf den ein permanenter Zugriff über das Internet möglich ist. An Webspace kommt man günstig oder sogar kostenlos - muss dafür aber auch Nachteile in Kauf nehmen.

Webspace - Raum für eigene Kreativität

Wer eine eigene Internetseite erstellen will, braucht nicht nur einen Webserver, sondern auch preiswerten Speicherplatz. Die Vermietung von Webspace erfolgt daher oft in Kombination mit einer Domain. Begrenzt ist dabei neben der Größe des Speicherplatzes meist auch der monatlich zulässige Datenverkehr.

Kostenloser Webspace

Obwohl die Angebote und Preise recht stark variieren, ist günstiger Webspace dennoch bei einer Vielzahl von Anbietern verfügbar. Sogar kostenloser Webspace ist häufiger zu finden. Dieser Free Webspace wird meist über Werbebanner und Pop-Up-Werbefenster finanziert. Wem es also nicht wichtig ist, dass die eigene Homepage ohne Werbung im Netz steht, der findet mit Free-Webspace-Angeboten eine (fast) kostenneutrale Möglichkeit.

Gratis, aber mit Einschränkungen

Die Zahl der Anbieter ist unübersichtlich - Free-Webhoster kommen und gehen. Die Halbwertszeit vieler Angebote ist äußerst kurz und die gebotene Qualität nicht immer akzeptabel. So kann es mitunter schnell passieren, dass die eigene Website erst selten erreichbar und dann plötzlich ganz aus dem Netz verschwunden ist. Auch andere Nachteile müssen im Tausch für kostenloses Webhosting mitunter in Kauf genommen werden.

Die "Gegenfinanzierung" besteht meist aus Zwangswerbung auf den Internetseiten der Nutzer. Wer jetzt mit den Schultern zuckt, der sei an plötzlich aufklappende Pop-Up-Fenster, penetrante Flash-Animationen oder mitscrollende Werbebanner erinnert, die beim Surfen im Netz täglich an den Nerven zerren. Natürlich nutzt nicht jeder Free-Hoster die gesamte Palette der (Online-)Werbemittel. Prinzipiell sollte jedoch klar sein, dass Werbung auf der eigenen Homepage bei den meisten Besuchern für wenig Begeisterung sorgen dürfte.

Für professionelle Websites besser ein klassisches Paket

Generell empfehlenswert ist auch ein vertiefender Blick in die AGB der Anbieter: Mitunter finden sich dort Hinweise zur Zusendung von Newslettern oder Werbematerial per E-Mail, Post und Telefon. Ist dies unerwünscht, muss explizit widersprochen werden. Darüber hinaus behindern oftmals langsame Server oder Serverausfälle, limitierte Up- und Downloads, ein beschränktes Transfervolumen, begrenzte Dateigrößen sowie fehlende Backup-Funktionalitäten die Handlungsfreiheit beim Website-Bau. Auch die Installation von Blog-Software und Content Management Systemen (CMS) ist bei einigen Anbietern mangels PHP, MySQL oder Perl nicht möglich. Hinzu kommt, dass Webseiten bei Free-Hostern in der Regel nur unter einer Subdomain erreichbar sind. Der Support bei Problemen begrenzt sich zudem oftmals auf ein Forum oder E-Mail-Anfragen.

Für professionelle Internetauftritte empfiehlt sich daher fast ausschließlich ein kostenpflichtiger Tarif bei einem klassischen Webhoster. Dennoch ist kostenloser Webspace eine gute Alternative für einfache und private Projekte im Netz.

"Webspace" als Marke

In der Vergangenheit wurde Webspace in Deutschland kurzzeitig als Marke geführt. Nach zahlreichen Abmahnungen gegen Hosting-Anbieter und Provider wurde eine Löschung der Marke "Webspace" beim Deutschen Marken- und Patentamt durch eine entsprechende Initiative juristisch durchgesetzt.

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