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Domains: Der Name ist wichtig

Der Erfolg einer Website steht und fällt auch mit einem guten Domain-Namen. Doch was ist das eigentlich, eine Domain?

Datenverkehr© Julien Eichinger / Fotolia.com

Nichts geht über die eigene Domain. Niemand kann sich für eine komplizierte IP-Nummer (z.B. 216.239.59.104) als persönliche Netzadresse erwärmen. Also muss mit dieser Zahlenfolge ein eingängiger Domainname verknüpft werden, unter der das eigene Webangebot erreichbar ist.

Top und Second Level Domains

Jeder Domainname setzt sich aus zwei Teilen zusammen: Die Top Level Domain (TLD) kann dabei Länderkennung (.de) sein, die Art einer Website beschreiben (beispielsweise .com, .org oder .net) oder auch auf einen bestimmten Verwendungszweck hinweisen (etwa .tel, .xxx oder .mobi). Ab 2013 halten zudem die sogenannten "neuen" TLDs Einzug, die nach Marken, Unternehmen, Städten oder auch Regionen benannt sein können (.bayern, .koeln oder .hamburg). Der persönliche, frei wählbare Teil des Domainnamens ist die so genannte Second-Level-Domain ("onlinekosten") und wird häufig (und im weiteren Verlauf auch hier) einfach als Domain bezeichnet.

Die beiden beliebtesten Top-Level-Domains weltweit sind .com und .de. Die .com-Domain sollte ursprünglich kommerzielle Angebote in den USA bezeichnen, ist heute aber weltweit erhältlich. Die "Mutter aller Domains" ist nach wie vor die beliebteste TL-Domain. Unter den Länderkennungen ist .de mit Abstand vorne und nach .com die am meisten verbreitete Domain weltweit.

Jeder kann sich "seine" Domain sichern

Beide sind mehr oder weniger offen für jedermann, wobei man für die Registrierung einer .de-Domain einen deutschen Wohnsitz oder Standort angeben muss. Diese Rolle können aber auch Dritte übernehmen, so dass auch Personen oder Firmen mit Sitz im Ausland relativ einfach an ihre .de-Domain gelangen können. Die Verwaltung der deutschen Länderkennung übernimmt die in Frankfurt ansässige Registrierungsstelle DENIC.

Beliebt sind neben den beiden genannten Domains auch etwa .net und .org, ebenfalls Veteranen im Domainbusiness. Weniger begehrt sind die Endungen .info und .biz. Längst etabliert hat sich hingegen .eu, das Pendant zur .us-Domain der Vereinigten Staaten.

Aufgrund ihrer Mehrdeutigkeit gefragt sind auch Exoten wie .tv (gerne als Abkürzung für "Television" gesehen, steht aber eigentlich für den Inselstaat Tuvalu, der seine Domainrechte gegen viel Geld an einen Vermarkter abgetreten hat).

Zahlreiche Domain-Alternativen

Ähnliches gilt für .co (im englischsprachigen Raum steht die TLD für "Company", tatsächlich gehört sie zu Kolumbien), .me (englisch für "mich", TLD von Montenegro) oder .cc - inoffiziell für "Content & Commerce", eigentlich die Länderkennung der Kokos-Insel. Bei deutschen Aktiengesellschaften ist die Domain von Antigua und Barbuda .ag beliebt und wird entsprechend hoch tarifiert.

Ist die Wunschdomain unterhalb der .de-Domain bereits vergeben, bleibt nur die Wahl einer Alternativ-Endung wie .com, .net oder etwa .org. Mitunter kann die passende Domain aber auch käuflich erworben werden - beispielsweise über spezialisierte Handelsportale wie die Plattform des weltgrößten Domain-Marktplatzes Sedo.

Auffallen - aber nicht um jeden Preis

Wer seinen Domainnamen noch frei wählen kann, ist gut beraten, einige Regeln zu beachten. So sollte die eigene Second-Level-Domain einerseits einprägsam und treffend sein, andererseits - und dieser Aspekt wurde in den vergangenen Jahren immer wichtiger - aber auch rechtlich abgesichert werden. Das "Grabben" von Firmennamen und Marken verbietet sich von selbst. Gattungsbegriffe wie "Wetter" oder "Schule" stellen in der Regel kein Problem dar, doch auch hier kann man im Einzelfall durchaus Schiffbruch erleiden.

Grundsätzlich unproblematisch ist der eigene Name, also z.B. "www.hans-meier.de". Wer jedoch unsicher ist, sollte sich vorher den Rat von Experten einholen. Domainstreitigkeiten sind leider immer noch sehr beliebt und ernähren ganze Heerscharen von Abmahnanwälten.

(Stephan Humer)

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